Wer bist du und was machst du hier Teil 2

Nachdem ihr in letzter Zeit Einblicke in den Arbeitsalltag einiger Kollegen in ihren verschiedenen Jobrollen gewinnen konntet, haben wir uns heute kurzerhand Ulrike aus dem Center-Management für ein Interview auf unseren Blog geholt. Doch lest selber.

 

Hallo Ulrike, du warst als eine der Ersten im Center, bist Ansprechpartner für alle vertraglichen Fragen und eines der ersten Gesichter, welches man als Neueinsteiger hier sieht. Erzähl unseren Lesern doch mal, wie dein Arbeitsalltag in deiner Rolle im HR aussieht.

Ich werde jeden Tag mit vielen Fragen von unseren Mitarbeitern und Managern überhäuft und muss teilweise weitreichende Entscheidungen treffen. Ich vertrete einerseits das Unternehmen, bin aber genauso für jeden Mitarbeiter/Mitarbeiterin da. Bei allem was ich tue, was wir im Center tun, muss ich immer die gesetzlichen Regelungen „im Auge“ haben. Ich führe viele Telefonate und Abstimmungen mit meinen Kolleginnen und Kollegen bzw. mit Behörden und Ämtern.ulrike2

Was für eine Rolle nimmst du im CIC ein?

Ich bin HR Leader. Das heißt, ab Unterschrift eines Arbeitsvertrages bin ich für die Person HR- seitig zuständig.

Und mit welchen Aufgaben ist diese Rolle verbunden?

Als HR Leader bin ich für alle Aufgaben rund um das Personal innerhalb des Centers verantwortlich. Ich stehe unseren Mitarbeitern und Führungskräften als Ansprechpartner zur Verfügung. Als HR Leader muß man zwischenmenschliche Kompetenzen aufweisen und ein offenes Ohr für die Probleme der Mitarbeiter/innen haben. Ich muß gesetzliche Regeln im Center umsetzen und für deren Einhaltung sorgen. Da der Mensch als Mitarbeiter im Mittelpunkt eines Unternehmens steht, sind die Aufgaben sehr vielseitig und nicht immer nur angenehm, da z.B. sowohl Einstellungen als auch Kündigungen dazugehören. Zum Glück kommt Letzteres bei uns selten vor.

Mit welchen Menschen kommst du dabei in Kontakt?

Mit allen Mitarbeitern und Führungskräften unseres Centers, mit vielen HR Kollegen der Mainline und mit meinen europäischen HR Kollegen/innen. Ich habe auch mit Mitarbeitern von Ämtern, Behörden, Vereinen, Universitäten und Hochschulen oder Weiterbildungseinrichtungen zu tun.

Reist du viel?

Außer von zu Hause nach Magdeburg und wieder zurück, hält sich das Reisen in Grenzen. Das habe ich schon anders erlebt. Allerdings ist es erst mein zweites Unternehmen, bei dem ich 3 Tage die Woche nicht zu Hause bin.

Was ist das Erste was du früh morgens an einem ganz normalen Arbeitstag tust?

Wenn ich im Center bin – Laptop anmachen und eine Tasse Kaffee holen (so der schon fertig ist)

Wie lange bist du schon im CIC/bei der IBM?

Ich habe am 30.04.1992 bei einer IBM Tochtergesellschaft angefangen (als ich mich damals bewarb, wusste ich nicht, dass das Unternehmen zur IBM gehört) und seit dem einige IBM Gesellschaften als HR Leader betreut.

Wie kamst du zum CIC und warum hast du dich für das Center entschieden?

Ich bin Ende Januar 2013 gefragt worden, ob ich nicht Lust hätte, eine neue IBM Tochtergesellschaft in Magdeburg mitaufzubauen. Da man so ein Angebot nicht jeden Tag bekommt, konnte ich nicht „Nein“ sagen. Es war für mich eine neue Herausforderung.

Kurz darauf kam es zum ersten Treffen mit Frank Schwarz.

Was war die bisher größte Herausforderung für dich?

Als ich 1992 bei der IBM Tochtergesellschaft anfing, hatten wir 135 Mitarbeiter und waren nur in den 6 neuen Bundesländern vertreten. Ich bekam den Auftrag in den alten Bundesländern Lokationen zu eröffnen. Das bedeutete, dass ich kreuz und quer durch Deutschland reiste, gemeinsam mit dem Geschäftsführer Lokationen anmietete und Mitarbeiter einstellte. 1994 erfolgte ein Workloadtransfer von der IBM zu unserem Unternehmen. Innerhalb von 2,5 Monaten führte ich über 400 Interviews. Von einem Tag zum anderen verdoppelte sich die Anzahl der Mitarbeiter. 1999 hatten wir dann über 60 Lokationen mit insgesamt ca. 1700 Mitarbeiter.

Was ist dein Ausgleich zu deiner Arbeit? Was tust du „nach Feierabend“?

Wenn ich in Magdeburg bin, besteht der Feierabend meist in Essen gehen und ins Bett fallen. Dafür stehe ich dann morgens zeitig auf und gehe eine halbe Stunde schwimmen.

Ich lese sehr gern; komme aber kaum noch dazu. Zu Hause haben wir ein Reihenhaus mit Garten. Das ist im Sommer mein Ausgleich. Wenn es Wetter und Zeit erlauben, machen mein Mann und ich gern Radtouren.

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Vielen Dank für das Interview! Gibt es noch etwas was du unseren Lesern noch sagen möchtest?

Erwartet nie, dass etwas von allein geschieht und sage niemals nie.

 

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Veranstaltungsübersicht Q1/2016

Wir sind wieder unterwegs in Deutschland! Im ersten Quartal des Jahres findet ihr unseren Stand und einige Mitarbeiter des IBM Client Innovation Centers in Nürnberg, Frankfurt und Brandenburg. Wir freuen uns auf euren Besuch. 🙂

Veranstaltung

Ort

Zeit

jobmesse Nürnberg 5. – 6. März 2016
jobmesse Frankfurt 19. – 20. März 2016
Frauenwoche – Informationsveranstaltung zum Probestudium für junge Frauen TH Brandenburg
Rittersaal auf d. Campus
16:00 Uhr
15. März 2016

ISC meets Mutter mit Kleinkindern

By Laura

Arbeit und kleine Kinder unter einen Hut zu kriegen, kann für Eltern zu einer echten Herausforderung werden. In meinem Beitrag möchte ich euch darüber berichten, auf welche Weise ich meinen Arbeitsalltag im Center mit der Betreuung meiner zwei Kinder (zwei und vier Jahre alt) vereinbare.
Ich habe nach der Elternzeit meines zweiten Kindes im Magdeburger Center angefangen und bin nun seit etwa einem Jahr hier. Ich arbeite hier als Softwareentwicklerin und bin zur Zeit Teil eines neunköpfigen Teams, das für einen großen Automobilhersteller eine Web-Applikation weiterentwickelt. Da sich meine Kinder noch in einem recht betreuungsintensiven Alter befinden, arbeite ich zurzeit nur 30 Stunden pro Woche. Den Wunsch nach einer Teilzeitstelle hatte ich bereits im Bewerbungsgespräch angesprochen und war sehr erfreut, dass dies möglich war.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei mir also aus? Ich arbeite in der Regel irgendwann innerhalb meiner selbstgewählten Kernarbeitszeit, die von 8:00 bis 15:00 Uhr geht. Meine Projekt-Kollegen haben sich auf diese Zeiten glücklicherweise so eingestellt, dass Termine nach 15:00 Uhr die Ausnahme sind. Im Gegenzug lasse ich natürlich auch nicht sofort den Stift fallen, wenn es mal länger dauern sollte.
Zusätzlich bin ich alle zwei bis drei Monate für vier Tage geschäftlich unterwegs. Ich muss gestehen, dass mir vor der ersten Reise etwas mulmig war: ganze VIER Tage ohne Kinder?! Mittlerweile weiß ich einen ruhigen Abend im Hotelzimmer aber durchaus zu schätzen…

Natürlich läuft der Alltag zwischen Arbeit und Kindern zuweilen auch etwas holprig ab: kranke Kinder, eine spontan ausfallende Kinderbetreuung oder wichtige Kindertermine innerhalb meiner Kernarbeitszeit. In diesen Fällen helfen mir meine flexiblen Arbeitszeiten und die reduzierte Stundenzahl wirklich sehr: Ich kann innerhalb der Woche relativ leicht Überstunden aufbauen – z. B. wenn ich an einem Tag früher los muss. Im Fall der ausgefallenen Kinderbetreuung habe ich meine 30 Stunden innerhalb von nur vier Tagen gearbeitet. Wichtig ist nur dies rechtzeitig innerhalb des Projekts zu kommunizieren!

Noch ein Hinweis zum Thema kranke Kinder: Natürlich stehen uns Eltern „Kinderkranktage“ zu, doch leider häufen sich in der kalten Jahreszeit insbesondere bei Klein- und Kindergartenkindern die Infekte. Bei zweien von dieser Sorte braucht man einfach noch einen Plan B: Wir haben zum einen das große Glück, auf die Großeltern zurückgreifen zu können. Zum anderen fange ich im Notfall aber auch schon mal sehr früh an zu arbeiten und übernehme die Betreuung dann mittags von meinem Mann. Auch hier kommen mir meine flexiblen Zeiten zugute.
Das Home Office ist für mich momentan –  zumindest für das jüngere Kind – noch keine gute Alternative. Ich finde es schwierig,  mit einem kranken und übel gelaunten Kleinkind konzentriert zu arbeiten. Grundsätzlich steht es mir aber frei in Ausnahmefällen von dieser Alternative Gebrauch zu machen.

Auch wenn es zwischendurch mal brennt – mit ein bisschen Organisation und vorausschauender Planung lassen sich meine Arbeit und meine Familie dank der Flexibilität des Centers gut miteinander verbinden!

Auf zu neuen Herausforderungen!…

…war mein Motto für dieses Jahr. Zu Beginn des Jahres wurde ich nämlich SPOC in meinem Schweizer Projekt und Center Teamleiter. Beides Rollen mit großer Verantwortung.

SPOC? Nein, ich bin nicht zum Jahreswechsel plötzlich Vulkanier geworden ;), sondern Single Point Of Contact. Konkret heißt das, dass ich als Kommunikationsschnittstelle zwischen dem Magdeburger Projektteam und dem Schweizer Projektteam, sowie zwischen Projekt und Center fungiere. Richtig – das sind extrem viele Kommunikationskanäle, die auf dem Laufenden gehalten werden müssen. Damit keiner dieser Kanäle vergessen wird, gibt es regelmäßig festinstallierte Meetings mit dem Projekt und auch mit dem Delivery Manager des Centers. In den Projektmeetings geht es dabei vor allem um die aktuell anstehenden Aufgaben und um die Planung weiterer Aufgaben. Hingegen wird mit dem Delivery Manager des Centers der Allgemeinzustand des Projektes besprochen, Fragen wie „Ist das Team motiviert?“ oder „Gibt es Probleme im Projekt, bei denen ihr Hilfe aus dem Center Management benötigt?“ sind dort essentielle Fragestellungen und bieten auch den jungen SPOCs eine gute Plattform, um von den erfahreneren SPOCs zu lernen. Je nach Projektlage gibt es natürlich auch individuelle Meetings, denn alles kann man selbstverständlich nicht immer auf das entsprechend festinstallierte Meeting verschieben.

IMG_5276_smallCenter Teamleiter (TL)? Hat quasi nichts mit dem Projekt zu tun, auch wenn mein Team hauptsächlich aus meinem Projektteam besteht ;). Auch hier fungiert man quasi als eine Art Kommunikationsschnittstelle zwischen dem Center Management und einer zugewiesenen Gruppe von Mitarbeitern. An den TL werden regelmäßig die neuesten Informationen zum Center weitergegeben, die dieses Wissen dann an ihr Team weitertragen. Andersherum kann das Team wichtige Punkte an den TL richten, welche dieser wiederum an das Management weitergibt. Fleißige Leser des Blogs werden sich nun fragen, ob das nicht entgegen der Offenen-Tür-Politik des Centers und der IBM wirkt. – Mitnichten, denn trotzdem kann sich jeder Mitarbeiter weiterhin direkt an das Management wenden. TL sind jedoch ein wichtiges Kommunikationsmedium, denn gerade jungen Kollegen fällt es häufig schwerer offen mit dem Management zu kommunizieren und wählt daher lieber den Weg über „seinesgleichen“.

Beide Rollen sind sehr spannend und verlangen dem Kommunikationsgeschick manchmal so einiges ab ;). Gerade wenn man neu in der Rolle ist. Umso wichtiger ist da die Unterstützung der alteingesessenen SPOCs und des Delivery Managers. – Danke noch mal auf diesem Weg an euch alle. – Mittlerweile habe ich mich recht gut in meine neuen Rollen eingefunden, sodass es nach 2 Jahren im selben Projekt nun heißt „Danke liebes Projektteam und auf zu neuen Herausforderungen im nächsten Projekt!“

Fit for the Future

Am 06. November war es wieder soweit, wir bekamen Besuch aus der IBM. Diesmal nicht für eine Schulung, sondern als Unterstützung für die Center-Frauen. In manchen Firmen gibt es Diversity-Programme, um Gleichberechtigung zu gewährleisten und ein respektvolles Miteinander zu erhalten. So auch in unserem Center. Bei regelmäßigen Treffen besprechen wir Probleme und Herausforderungen des Lebens und, da wir in der Minderheit sind, nennt man dies Diversity. 😉

Diversity

Tatjana Lübbe stellte uns Frauen ihr Projekt „Fit for the Future“ vor und beschrieb anschaulich ihren Werdegang, der seit dem Studium mit IBM verknüpft ist. Sie begann, wie viele andere, mit der Netzwerkplanung und -installation, unterstützte Teams als Anwendungsentwicklerin mit Großrechnern und PL1, programmierte objektorientiert mit Smalltalk und machte immer wieder Ausflüge in die Versicherungsbranche. Trotzdem hatte sie nicht jederzeit einen Plan bzw. ein festes Ziel vor Augen. Sie ließ sich von Projekten leiten, wollte Länder bereisen und neue Aufgaben kennen lernen. So arbeitete sie unter anderem in einem Projekt in englischer Sprache bei einer internationalen Versicherung in der Schweiz oder belegte neben ihrer Beratertätigkeit auch einmal Architekturkurse. Durch dieses große Spektrum an Wissen, ihre Offenheit und das Geschick zwischen Kunden und Entwicklern zu vermitteln, erkannte sie ihr Talent als „Schnittstelle“. Sie setzt dieses nun ein und agiert in Projekten als Business Consultant und Projektleiterin.

Und genau für solche Werdegänge interessierten sich die Frauen aus dem Center sehr. Denn wer hat mit Anfang 20 schon konkrete Pläne für die Zukunft? Vermutlich wenige. Falls man sich, in welchem Alter auch immer ;-), noch nicht gefunden hat und seine Stärken nicht genau kennt, steht man im ISC vor einer immernoch zu großen Auswahl an Möglichkeiten. „In welche Richtung möchte ich mich entwickeln?“, „Wo kann ich meine Stärken am besten einsetzen?“ und „Kann ich trotz eines Familienwunschs Karriere machen?“, sind Fragen, die uns nicht täglich beschäftigen, aber spätestens wenn wieder ein Zielvereinbarungsgespräch ansteht.

Bei diesem Treffen kamen auch Gleichberechtigungsfragen auf oder Themen wie „Frauen in Führungspositionen“ und „Die Kommunikation zwischen Mann und Frau“ – vermeintlich selbstverständliche Themen, doch die Realität sieht nicht immer so aus. Deshalb sprechen wir in diesen Runden darüber und „machen uns auch einmal Luft“. 😀


Diesmal haben wir gelernt: „Frauen denken manchmal anders als Männer und das ist auch gut so.“ Und dafür geht ein großer Dank an Tatjana.

Get out of your comfort zone! – Teil 2

By Martin & Claudia

Heute folgt nun Teil 2 unseres Artikels „Get out of your comfort zone!“, indem es um eine elementare Schulung im Karrierezweig Consultant gehen wird.

Consultant Fundamentals

Ich, Claudia, durfte am „Consultant Fundamentals“ – Kurs teilnehmen. Der Kurs war jedoch nicht ausschließlich für Consultants konzipiert, sondern so, dass z.B. auch angehende Projekt-Manager eine Menge an Wissen mitnehmen konnten.

Der Kurs wurde von vier Trainern betreut und war ein guter Mix aus Theorie und Praxis. Besonders gut gefiel mir der hohe Praxisanteil. Die vermittelte Theorie durften wir sofort in kleinen Übungen anwenden. Mein absolutes Schulungshighlight war die Case Study, in der wir das geübte Wissen auch mal praktisch umsetzen durften. Dazu wurden wir von den Trainern in fünf Mann starke Projektteams eingeteilt. Im Team galt es nun über die drei Tage eine konkrete Fragestellung zu lösen. Dazu mussten wir die erlernten Techniken anwenden. Als Consultant muss man natürlich mit vielen wichtigen Personen beim Kunden reden, um eine Lösung zu entwickeln. Unsere Trainer schlüpften dazu in die notwendigen unterschiedlichen Rollen und standen uns Rede und Antwort. Sie brachten uns aber auch in die eine oder andere „ernste“ Situationen, die es zu lösen galt. – Frei nach Murphy „Schlimmer geht immer“. – Natürlich war das pure Absicht. Es zeigte uns aber, dass man sich nicht auf alles vorbereiten kann und wie wichtig es ist, sich spontan an die Situation anzupassen und im Team zusammen zu arbeiten.

Letztendlich konnten wir die Case Study nicht vollständig lösen, wir waren aber sehr dicht dran. Wichtig war das am Ende nicht, denn wir haben eine viel wichtigere Erkenntnis gewonnen: Mit den richtigen Techniken und klar definierten Verantwortungen ist man als Team in der Lage unter Zeitdruck auch schwierige Situationen zu meistern.

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Ihr habt Teil 1 dieses Artikels verpasst? Dann schaut hier: Get out of your comfort zone! – Teil 1.

Schöne Grüße aus MAINHATTAN!

by Nina

Also ich freue mich, in diesem Blog meinen Beitrag zu leisten. Momentan bin ich viel unterwegs und deshalb hat mich die Anfrage gefreut, etwas über mein „chaotisches“ Leben zu schreiben. Eine nette Kollegin aus dem ISC hat mich gefragt: „Sag mal, du hast doch ein Kind, … Familie? Wie bekommst du alles so unter einen Hut?“

Hm, ich musste zuerst einen Moment nachdenken und nach kurzer Überlegung habe ich mit einer Frage geantwortet: „Tue ich es tatsächlich?“ Sie lächelte mir zurück und meinte: „Schreib mal darüber!“

Also ich bin Nina, 33 Jahre alt, verheiratet, habe eine süße 9-jährige Tochter und komme aus Braunschweig. Seit fast zwei JahrenNina bin ich beim IBM Services Center Magdeburg in Vollzeit angestellt. In der Zeit habe ich bereits bei drei Projekten mitgemacht. Im Moment bin ich durch das vierte Projekt direkt beim Kunden in Frankfurt. Das heißt aber, dass ich meine Familie nicht jeden Tag sehen kann. Das nimmt man aber gern in Kauf, wenn ein Projekt inhaltlich interessant und beruflich förderlich ist. Bei meinem aktuellen Projekt trifft beides zu. 🙂

Aber nun komme ich zu der Frage von oben und antworte, dass ich einfach gelernt habe, mit Herausforderungen im Leben umzugehen. Klingt gut! Doch was habe ich durch meine Tätigkeit konkret gelernt? Es sind im Grunde genommen drei Sachen:

  • Loslassen können heißt für mich, nicht überall die eigene Kontrolle zu haben. Das musste ich als Mutter lernen, als ich meine Tätigkeit als Entwicklerin in Magdeburg begann. Also meine Tochter, mein Mann und ich mussten uns zuerst daran gewöhnen, dass ich jeden Tag für mindestens acht Stunden in einer anderen Stadt bin.
  • Organisieren muss man einfach können, besonders wenn man in der gegebenen Zeit mehr erreichen will. Mit den Kindern wird man mehr oder weniger dazu gezwungen ein organisatorisches Talent zu entwickeln. Beispielsweise habe ich ganz oft keine Zeit zu kochen, aber man weiß sich zu helfen (Essen bestellen oder Essen gehen) und kann trotzdem einen harmonischen Abend mit der Familie verbringen.
  • Flexibel zu sein heißt für mich, dass ich lerne mit Situationen, die anders laufen als geplant, umzugehen. Das passiert erstaunlicherweise viel häufiger, als man denkt. Mittlerweile kann ich sagen, dass ich richtig gut geworden bin. Naja, zumindest besser als früher, denn über die Zugverspätung ärgere ich mich fast jedes Mal. 😉