Aspiring Manager Program – Das Leben als angehender Manager

Das Aspiring Manager Program begleitet jeden Kollegen, der auf dem Weg zum Manager im CIC ist. Welche Inhalte euch dabei erwarten und wie die Erlebnisse auf einen wirken können, bringt uns heute Laura näher.

Laura

Drei Tage Leadership-Training, in dem wir alle das gegeben haben was wir am meisten haben, nämlich uns selbst und unsere Persönlichkeit. Bekommen haben wir dafür ein umfangreiches Feedback, einen Spiegel unserer selbst und eine Erfahrung, die wir so vorher noch nicht erlebt hatten. Die Chance zu erleben, ob die Selbstwahrnehmung mit der Fremdwahrnehmung übereinstimmt, war einmalig und beeindruckend. Und das von erfahrenen IBM-Führungskräften.

Auf was kommt es an wenn man Führungskraft in einer Welt ist, die jeden Tag komplexer und schneller wird? Wie sollen wir mit der Diversity in einem Unternehmen umgehen, welches solch unterschiedliche Anforderungen an jeden Einzelnen stellt? Was heißt Führung heute überhaupt noch?

Die praxisnahen Übungen und entsprechenden Aufgabenstellungen während des Trainings zeigten, dass es darauf ankommt, wie man was, an wen und in welcher Art und Weise kommuniziert. Als Manager befindet man sich in der Situation, in unterschiedliche Richtungen mit jeweils ganz eigenen Sprachen zu kommunizieren und zwischen den Ebenen zu übersetzen. Mit der Feinfühligkeit, die jeweils angemessenen Worte und Tonlagen zu finden.

Schlechte Nachrichten ans Management überbringt man ganz anders als schlechte Nachrichten an sein Team. Dafür entschädigt wird man nur durch das Überbringen guter Nachrichten.

Wann ist man zufrieden am Ende eines Arbeitstages? Wenn man seine Arbeit erledigt hat. Die Aufgabe einer Führungskraft ist es, all die Hindernisse zu beseitigen, damit das Team seine Arbeit erledigen kann und die Mitglieder ihre Bestätigung erhalten.

Was heißt führen? Führen heißt priorisieren und anschließend Entscheidungen treffen. Als Teamlead, als Scrum Master oder als Dev Lead ist man der Schutz, der vor dem Team steht. Am besten ist Führung, wenn das Team sie gar nicht bemerkt, sondern nur die Wertschätzung für die eigene Arbeit und die Freiheit, sich dorthin zu entwickeln, wo man gut hin passt und sich entfalten kann.

Priorisieren und Entscheiden sind zwei grundsätzlich unterschiedliche Vorgänge, die auch noch durch unterschiedliche Entscheidungssysteme im Gehirn ausgeführt werden. Entscheiden kann jeder Mensch mit der Intuition (Bauchgefühl) oder auch bewusst (kognitiv). Die Priorisierung ist komplexer und kann nur bewusst durchgeführt werden, indem man jede einzelne Option, Story oder Task nach ihrer Dinglichkeit und Wichtigkeit bewertet. Den Vorgang der Bewertung kann man wieder intuitiv oder kognitiv machen. Wenn alle Stories bewertet sind, können Führungskräfte anhand der Ressourcen entscheiden, was gemacht wird und was nicht. Gute Führungskräfte haben diesen Prozess so eingeübt, dass er so schnell geht, als würde er intuitiv ablaufen. Anfangs kompliziert und dann ganz leicht.

Vielleicht ist nach drei Tagen der Idealismus am höchsten, aber vielleicht habe ich diesen Artikel auch geschrieben, um in drei Jahren zurückzublicken und mich selbst in diesem Moment zu hören, wo ich einmal hingewollt habe.

Ich wünsche uns allen viel Erfolg, was auch immer da kommen mag und welchen Weg wir einschlagen werden.

Vielen Dank, liebe Beobachter, dass Ihr uns die Zeit, die Wertschätzung gegeben und die Chance ermöglicht habt, diese Erfahrung zu machen.

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The Center Trainers – Part 9: Maurice

Da das Center stets zur Weiterbildung und persönlichen Entwicklung anregt, bekommen immer mehr Kollegen Interesse daran eigene Schulungen abzuhalten. Als die Testing Masterclass ins Leben gerufen wurde, haben viele „Tester-Senioren“ die Chance ergriffen ihr Wissen weiter zu geben. Martin und Hendrik konntet ihr auf unserem Blog bereits kennenlernen. Fehlt noch Maurice, der heute von Herausforderungen, Zukunftsplänen und mehr erzählt. Ihr habt Interesse an der Testing Masterclass im November 2018? Dann bewerbt euch hier.

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Warum wolltest du Trainer im CIC werden?

Das kam eher zufällig zustande. Als die Testing Masterclass ins Leben gerufen wurde, wurden natürlich Trainer für die einzelnen Kurse gesucht. Für mich war das die Gelegenheit einmal in die Rolle eines Trainers reinzuschnuppern und mein Know-How mit anderen zu teilen. Vor allem möchte ich durch den Austausch den Einstieg in die Testerwelt erleichtern.

Seit wann bist du Trainer und welche Kurse gibst du?

Meinen ersten Kurs als Trainer habe ich im Januar 2018 gegeben. Im Rahmen der Testing Masterclass habe ich zusammen mit Hendrik den Grundlagenkurs geleitet, was wir auch in Zukunft so weiterführen wollen.

Wie hast du dich auf deine Rolle als Trainer vorbereitet?

Ich habe an dem Learner-Centered-Training (LCT) teilgenommen. Durch die interaktive Gestaltung des Kurses habe ich viel Input erhalten, was man als Trainer beachten muss und wie man Kurse abwechslungsreich gestalten kann.

Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten Eigenschaften und Fähigkeiten, die man als Trainer mitbringen sollte?

Ich denke, insbesondere die sozialen Kompetenzen machen einen Trainer aus. Er sollte offen und kommunikativ sein und Inhalte gut vermitteln können. Helfen können ihm dabei eine gewisse Prise Kreativität und Flexibilität im Umgang mit unterschiedlichen Materialien und Methoden.

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Wovor hattest du die meisten Bedenken, bevor du deinen ersten Kurs gegeben hast?

Am meisten „Bammel“ hatte ich davor, dass ich die Kursteilnehmer nicht erreiche und sie im Kopf abschalten – am Ende lief aber alles nach Plan.

Was war die größte Herausforderung, die du bislang in einem deiner Kurse bewältigen musstest?

In unserem ersten Kurs konnten wir noch nicht so recht einschätzen wie gut unser Zeitplan ist. Und wie sollte es anders sein – wir waren viel zu schnell. Entsprechend mussten wir spontan neue Inhalte mit aufnehmen, um im Zeitplan zu bleiben.

Was gefällt die besonders gut an deiner Rolle als CIC Trainer?

Auch wenn es das Ziel ist mein Wissen an andere weiterzugeben, bin ich mir sicher, dass auch ich aus jedem Kurs neuen Gedanken und Ideen mitnehmen kann.

Wie stellst du dir deine zukünftige Entwicklung als Center Trainer vor und gibt es andere Kursformate, die dich interessieren oder die du bereits geplant hast?

Wie bereits geschrieben konnte ich bisher nur in die Trainerrolle reinschnuppern und erste Erfahrungen sammeln. Um mir Gedanken über meine weitere Entwicklung machen zu können, benötige ich noch ein paar praktische Einblicke. Die nächste Testing Masterclass, die im November 2018 stattfinden wird, ist dafür wieder bestens geeignet.

Welche Tipps würdest du jemanden geben, der selber als Trainer im CIC Kurse geben möchte?

Die Grundlage für eine gute Präsentation ist eine gute Vorbereitung. Man sollte ausreichend Zeit einplanen, um sich selbst mental und inhaltlich auf den Kurs einzustellen. Dazu gehört auch, sich vorab zu informieren wer am Kurs teilnimmt und welche Materalien zur Verfügung stehen.

The Center Trainers – Part 8: Marcus

Im Juli wurde erstmalig ein Einführungskurs zum Thema Blockchain im Center gegeben, an dem interessierte Kollegen und Kolleginnen teilnehmen konnten. Robert berichtete uns bereits. Im achten Teil der Reihe „The Center Trainers“ haben wir Marcus, einen der drei Trainer dieses Kurses, interviewt. Erfahrt mehr über die Hürden des „ersten offiziellen Trainings“ und seine Vorbereitungen auf den Kurs.

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Warum wolltest du Trainer im CIC werden?

Ich wollte die Möglichkeit nutzen, um ein interessantes und modernes Thema bei uns im Center vorzustellen.

Seit wann bist du Trainer & welche Kurse gibst du?

Ich bin neu in diesem Bereich. Zwar habe ich natürlich schon öfter kleinere Vorträge gehalten, aber als wirklicher Trainer habe ich erst dieses Jahr angefangen. Ich gebe mit zwei Kollegen zusammen den Kurs „Einführung Blockchain“, von dem ihr schon ein wenig erfahren konntet. Durch die aktuelle Präsenz finden wir das Thema Blockchain besonders spannend und darüber hinaus bin ich, aufgrund von Bitcoin, auch stark persönlich daran interessiert.

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Wie hast du dich auf deine Rolle als Trainer vorbereitet?

Ich habe an der „Learner Centered Trainer“-Schulung teilgenommen, welche wirklich gut war. Weg vom Frontal-Kurs und hin zum „facilitate“ – das heißt den Teilnehmern das Thema in einem interaktiven Rahmen näherzubringen, sie zum Mitdenken animieren und ihnen zu ermöglichen sich selbständig darin weiterzubilden.

Ansonsten hatten wir als Trainer für diesen Kurs natürlich viele Vorabtermine, um uns abzusprechen und den Ablauf sowie die Inhalte aufeinander abzustimmen.

Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten Eigenschaften und Fähigkeiten, die man als Trainer mitbringen sollte?

Motivation und Interesse am Thema natürlich, sonst funktioniert das Ganze nicht. Die Vorbereitung ist sehr wichtig und, wenn man keine Motivation hat, dann kommt auch wenig Gutes dabei heraus. Und man sollte natürlich entsprechend reden und präsentieren können.

Wovor hattest du die meisten Bedenken, bevor du deinen ersten Kurs gegeben hast?

Dass wir den Roten Faden verlieren, den wir extra ausgearbeitet hatten und vor allem, dass wir zeitlich in Probleme geraten. Dabei hatten wir gleichermaßen Bedenken zu schnell oder zu langsam zu sein. Dazu kam dann noch die Wettervorhersage: 25°C an einem Freitag. Da wollte niemand überziehen.

Was war die größte Herausforderung, die du bislang in einem deiner Kurse bewältigen musstest?

Was ich immer als schwierig empfinde ist, wenn einige im Kurs alles sehr genau wissen wollen. Dann läuft man schnell Gefahr, dass man die übrigen Teilnehmer, die eventuell noch nicht so tief im Thema drin sind, verliert. Die Herausforderung, die ich hier konkret sehe, ist unterschiedliche Interessen und Wissensstände unter einen Hut zu bekommen.

Was war die witzigste Anekdote?

Wir sind ja ein Team von drei Trainern bei unserem Blockchain-Kurs gewesen und wir hatten uns Handzeichen für Tempo, Zeit, Lautstärke usw. vereinbart. Das hat irgendwie nicht so funktioniert wie geplant und am Ende haben wir uns selber etwas verwirrt. Aber es war ja das erste Mal für unser Team. Das wird schon noch.

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Was gefällt dir besonders gut an deiner Rolle als CIC Trainer?

Ich finde die Möglichkeit Themen vorzustellen, Kollegen etwas beizubringen und vor allem mit den Kursteilnehmern in Kontakt zu kommen, sehr reizvoll. Denn es gibt immer interessante Diskussionen und Ansichten, von denen man selber auch noch etwas lernen kann. Das Ziel ist ja wie erwähnt „facilitate“ und somit, dass alle mitmachen und selber mit denken.

Wie vereinst du deine Trainertätigkeit mit der täglichen Projektarbeit?

Das ist unkompliziert. Wir hatten einige Abstimmungstermine und ansonsten haben wir die Aufgaben verteilt und jeder hat seinen Beitrag zum Thema geleistet. Zum Ende hatten wir uns einen Tag vom Projekt zurückgezogen, um den gesamten Ablauf zu finalisieren. Da wir das frühzeitig mit den jeweiligen Projekten abgesprochen hatten, stellte das auch keine große Hürde dar.

Wie stellst du dir deine zukünftige Entwicklung als Center Trainer vor und gibt es gibt es andere Kursformate, die dich interessieren oder die du bereits geplant hast?

Ich schaue mich jetzt erstmal um was es so gibt, aber wenn, dann würde ich schon gerne Klassenraum-Trainings geben. Trainings über Video oder andere Formate kann ich mir zur Zeit schlecht vorstellen, bin aber offen es bei Bedarf mal zu probieren.

Welche Tipps würdest du jemanden geben, der selber als Trainer im CIC Kurse geben möchte?

Gute Vorbereitung und, wenn es ein neuer Kurs ist, im Team zu arbeiten. Gerade die Strukturierung des Kurses war nicht trivial und benötigt regelmäßiges Feedback.

ELA, ACE und vieles mehr… Was es bedeutet, eine Führungskraft im CIC zu werden

Auf dem Weg zur Führungskraft entwickelte das CIC einen Fahrplan. Einen, der zwar den gleichen Pfad für alle vorgibt, aber dennoch von jedem individuell geprägt werden kann. Laura besuchte den Kurs „Emerging Leaders Applied“, der sie dem People Management näher bringen und die Grundlage für gutes Leadership bilden soll.

Laura

Erfahrungsbericht aus der Leadership-Akademie

Nach drei Tagen Training sitzen wir erschöpft, aber glücklich im unserem Trainingsraum. Die finale Reflexion hat noch einmal daran erinnert, warum wir hier waren und was wir uns die letzten drei Tage in Magdeburg zusammen erarbeitet haben. Leadership in seinen vielen Facetten.

ELA – was heißt das eigentlich? Das war der erste Gedanke, den ich mir vor ein paar Wochen gestellt habe, als ich nominiert wurde, am Leadership-Programm teilzunehmen. „Emerging Leaders Applied“: In einem geschützten Rahmen konnten wir uns als angehende Führungskräfte ausprobieren und erfahren, wie das denn so ist mit dem Führen, geführt werden und führen lassen. Wir haben uns unter anderem die Frage gestellt, was es bedeutet, eine Leadership-Rolle einzunehmen und welche Herausforderungen das mit sich bringt.

Tag 1

Zu Beginn des ersten Tages legten wir die Regeln für unsere Zusammenarbeit in dieser Zeit fest. Zentral im Raum stand für uns die Vegas-Regel. Alles, was in diesen drei Tagen passiert,  bleibt auch in diesem Raum, so dass wir das Vertrauen aufbauen konnten, uns aus unserer Komfortzone zu bewegen, um wirkliche Erfahrungen zu machen. Denn Leadership hat mit Menschen und Emotionen zu tun, und da kann es schon mal persönlich werden.

Dabei haben wir uns einiges an theoretischem und praktischem Unterbau, Erwartungen und Ziele der IBM und natürlich psychologischen Konzepte angeschaut.

Unterbrochen wurde die Theorie immer wieder mit Übungen und Interaktionen, so dass wir uns als Gruppe finden konnten und natürlich auch, um uns besser kennenzulernen.

Besonders spannend war die Frage: Was hat es mit dieser Emotionalen Intelligenz auf sich? Wie äußert sich Empathie? Wie kann ich Mitarbeiter, aber auch mich selbst motivieren und soziale Kompetenz entwickeln?

Gespräche sind nicht einfach nur Gespräche. Fragen nicht nur Fragen und Zuhören ist nicht gleich Zuhören. Mit brummendem Schädel und einer ziemlichen Druckbetankung ging es dann in den Abend des wunderschönen Magdeburgs. Den Restaurant-Tipps der Kollegen, so stellten wir fest, kann man uneingeschränkt vertrauen.

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Tag 2

Der zweite Tag bot eine besondere Herausforderung. Die Spannung war deutlich im Raum, denn wir wurden bei einer Gruppendiskussion gefilmt, um uns später analysieren zu können. Wann hat man schon mal die Gelegenheit, sich selbst beim Diskutieren zu beobachten? Fasse ich mir permanent ins Gesicht oder mache sonst irgendetwas Komisches? Doch nach eingehender Analyse kann man sagen, wir waren äußerst professionell und voll bei der Sache.

Selbst-Management und Selbstwahrnehmung nahmen in diesem Kontext nochmal einen ganz anderen Rahmen ein. Wir sind der Frage nachgegangen, wie man denn gemeinsam, in der Gruppe, zu einer guten Lösung kommt. Wir stellten fest: Es gibt viele gute Wege, wenn man nur die Rahmenbedingungen schafft – ein kooperatives Umfeld, eine ordentliche Visualisierung, Komplexitätsreduktion, wenn es nötig ist. Entscheidungen festhalten, wenn sie hergestellt wurden, und immer wieder zusammenfassen und fokussiert bleiben.

Wir haben auch gelernt, dass wir mehrere Ohren haben, mit denen wir Botschaften empfangen können. Das hört sich im ersten Moment seltsam an, doch manchmal machen genau diese Dinge den Unterschied in der Kommunikation.

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Tag 3

Dritter und letzter Tag. Nach diesen zwei Tagen psychologischer Nabelschau haben wir uns an diesem Tag voll und ganz auf die Mitarbeitergespräche konzentriert. Dies ist wohl eine der spannendsten Fragen im Führungsalltag. Wie mache ich das am besten? Auch dazu haben wir diverse Übungen gemacht, auch die Kamera war wieder dabei, um konkrete Anhaltspunkte zu finden, was es zu beachten und verbessern gibt.

Dabei haben wir das ACE-Modell kennengelernt: Anerkennung, Coaching und Evaluierung. Besonders Feedback und Anerkennung sind ein wichtiger Teil, der bei positivem Feedback auch schöne Erfahrungen zulässt. Entwicklungsmöglichkeiten, die bei Verbesserungen durch Feedback aufgezeigt werden, stellen einen wichtigen Schritt dar, um zu wachsen und sich weiterzuentwickeln.

Coaching und Mentoring – wir haben in diesen drei Tagen beides bekommen. Lernen, Erfahrung und viel Dankbarkeit waren am Ende spürbar. Ich wünsche uns allen viel Erfolg und viele Erkenntnisse auf dem Weg, eine Führungskraft zu werden.


The Center Trainers – Part 7: Hendrik

In diesem Jahr haben wir erfolgreich eine Tester-Masterclass im Center angeboten und viel gutes Feedback dazu bekommen. Ein Grund dafür ist das Engagement und Herzblut unserer Trainer im CIC. Im siebten Teil unserer Serie „The Center Trainers“ stellen wir euch Hendrik vor, der die Masterclass maßgeblich mit aufgebaut hat.

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Warum wolltest du Trainer im CIC werden?

Als langjähriger Software Tester wollte ich meine Erfahrungen mit den jüngeren Testern teilen. Mir geht es darum, ein gemeinsames Verständnis zum Testen hier im Center zu etablieren, sowie das Bewusstsein dafür zu schaffen, dass die Softwarequalität einen wichtigen Stellenwert innerhalb von Projekten und innerhalb des Centers einnimmt.

Seit wann bist du Trainer & welche Kurse gibst du?

Seit diesem Jahr gibt es die Test-Masterclass, was auch mein Einstieg in das Geben von Kursen bedeutete.

Wie hast du dich auf deine Rolle als Trainer vorbereitet?

Gemeinsam mit den Co-Tutoren habe ich überlegt, was wir von einer Masterclass und den Trainern insbesondere inhaltlich erwarten würden. Das wurde versucht entsprechend in den Kurs einzubauen.

Darüber hinaus haben wir von einem unserer erfahrenen Trainer hier im Center, Marcel, wertvolle Hinweise, wie so ein Kurs gestaltet werden kann, erhalten. Vielen Dank an dieser Stelle dafür!

Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten Eigenschaften und Fähigkeiten, die man als Trainer mitbringen sollte?

Ein Trainer sollte fachliche Kompetenz ausstrahlen und sehr flexibel sein in Hinblick auf die Kursgestaltung, die Inhalte und die Zeit.

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Wovor hattest du die meisten Bedenken, bevor du deinen ersten Kurs gegeben hast?

Ich hatte keine Erfahrung mit Zeitmanagement. Würde die Zeitplanung im Kurs funktionieren? Was ist, wenn ein Modul viel schneller durch ist als angedacht? Was ist, wenn der Tag vorbei ist, aber eigentlich noch viele Inhalte offen sind? Am Ende hat alles gut geklappt, eigentlich besser als gedacht.

Was war die größte Herausforderung, die du bislang in einem deiner Kurse bewältigen musstest?

Nicht alle Trainer für die Test-Masterclass sitzen am Standort Magdeburg. So war man im Vorfeld der Schulung auf Telefonate und Mails angewiesen. Das war für die Vorbereitung des Kurses eine Herausforderung.

Was gefällt die besonders gut an deiner Rolle als CIC Trainer?

Ich habe so die Möglichkeit Wissen zu teilen und neue Kollegen fit für ihren Job zu machen. Dadurch wird ein echter Mehrwert für das CIC und für die Teilnehmer geschaffen.

Wie vereinst du deine Trainertätigkeit mit der täglichen Projektarbeit?

Es ist manchmal in der Tat nicht einfach den Spagat zwischen Abgabefristen im Projekt und zu erreichenden Meilensteinen bei der Kursvorbereitung und der Kursdurchführung zu schaffen. Das funktioniert bei mir durch gutes und konsequentes Zeitmanagement recht zuverlässig.

Wie stellst du dir deine zukünftige Entwicklung als Center Trainer vor und gibt es gibt es andere Kursformate, die dich interessieren oder die du bereits geplant hast?

Ich plane, die Test-Masterclass regelmäßig fortzuführen. Das will ich als Basis für Tester auf jeden Fall beibehalten. Ich könnte mir weiterhin vorstellen für erfahrene Tester Thementage mit Bezug zu aktuellen Trends in der Qualitätssicherung durchzuführen.

Welche Tipps würdest du jemanden geben, der selber als Trainer im CIC Kurse geben möchte?

Sprecht mit Leuten, die Erfahrungen im Halten von Schulungen haben. Nehmt deren Tipps und Ratschläge an. Besucht eine entsprechende Schulung. Das hilft ungemein, damit euer Kurs bei den Teilnehmern gut ankommt.

Blockchain at CIC

Regelmäßig nutzen wir das breitgefächerte, technische Know-How des Centers, um Kollegen, die Interesse an einem Thema haben, hausintern zu schulen. Robert wollte gern mehr über Blockchain wissen und fand sich daher im Einführungskurs des Centers wieder.

Robert

Alle reden derzeit über „die Blockchain“ und vor allem IBM hat sich in diesem Kontext als Vorreiter etabliert und arbeitet intensiv mit Kunden weltweit zusammen, um ihnen zu zeigen, was Blockchain für sie tun und wie IBM ihnen auf ihrem Weg zur Einführung dieser Technologie helfen kann. Natürlich haben wir auch im CIC Experten, die sich auf diesem Gebiet auskennen. Gleichzeitig haben wir auch viele Kollegen, die von der neuen Technologie bereits gehört haben, aber keiner so recht weiß, was wirklich dahinter steht. Es ergaben sich Fragen wie: Was ist eine Blockchain? Was kann man mit dieser neuen Technologie anfangen und wie nutzt IBM die Blockchain? Um diese Fragen zu beantworten, haben sich drei unserer Blockchain-Experten bereit erklärt einen Einführungskurs im Center anzubieten.

blockchain

Los ging es damit was die Blockchain überhaupt ist. Eingeführt 2008 in einem Whitepaper von Satoshi Nakamoto und am 03. Januar 2009 released, war Bitcoin die erste medienwirksame Ausprägung der Blockchain. Sie ist ein sogenannter „shared ledger“. Um es bildlich zu beschreiben, die Blockchain ist eine Art Buch, in der alle Transaktionen stehen, die im Kontext der Blockchain gemacht wurden. Diese Historie kann nicht einfach verändert werden und jeder Teilnehmer der Blockchain hält eine Kopie bei sich. Wird ein Eintrag hinzugefügt, kontrollieren die Teilnehmer in der Blockchain, ob diese Transaktion korrekt ist. Verändert werden können Einträge hierbei nur, indem ein neuer Eintrag angelegt wird.

Mit dieser Einführung wussten wir zumindest wie eine Blockchain definiert ist, gleichzeitig war noch nicht klar, wie sichergestellt werden kann, dass Einträge korrekt sind. Genau dieser Punkt wurde in Form eines Spiels deutlich. Das “Problem der Byzantinischen Generäle” half hierbei: Mehrere Generäle wollen eine Stadt angreifen, dabei sind die Generäle an unterschiedlichen Stellen aufgestellt und können nur über einen Boten miteinander kommunizieren. Unter den Generälen gibt es Verräter. Der Angriff ist nur dann erfolgreich, wenn alle Generäle gleichzeitig angreifen. Die Spieler stellten sich also auf und mussten sich nun untereinander austauschen, ob ein Angriff oder ein Rückzug stattfindet. Hierfür zählten sie einfach wie oft sie die Nachricht „Angriff“ und wie oft sie die Nachricht „Rückzug“ gehört haben. So konnten sie sicher gehen, dass sie die richtige Wahl treffen. Das System würde nur fehlschlagen, wenn es mehr Verräter als gute Generäle gibt.

Mit der Geschichte der Byzantinischen Generäle war somit schon mal ein Verständnis für die Problematik an sich geschaffen, aber wie kann die Byzantinische Fehlertoleranz wirklich in der Praxis erklärt werden? Mit Sprinkler-Systemen im öffentlichen Raum zum Beispiel. Wenn ein Sprinkler fehlerhaft ist, möchte man nicht den ganzen Raum unter Wasser setzen. Die Byzantinische Fehlertoleranz gibt genau diesen Spielraum, dass auch fehlerhafte Daten in ein System einfließen können, aber sobald die Mehrheit der Teilnehmer die richtigen Daten haben, gibt es keine Möglichkeit, dass Fehler das System beeinflussen. Genau wie beim Sprinklersystem kontrollieren also die Teilnehmer der Blockchain, ob ein Eintrag korrekt ist oder nicht. Somit ist gewährleistet, dass die Blockchain-Historie nicht geändert werden kann.

Wie so oft mit neuen Technologie ist die öffentliche Präsenz erstmal groß. Zunächst scheint es als könnte man alle Probleme, die man vorher hatte, endlich lösen. Doch genau wie bei allen anderen Trends kommt auch die Blockchain an ihre Grenzen. Dementsprechend war ein weiterer Aspekt des Kurses, zu klären wann der Einsatz der Blockchain-Technologie sinnvoll sein kann.

Die Fragen, die man sich hierbei stellen sollte:

  • Ist die Blockchain wirklich nötig?
  • Gibt es schon andere Technologie, die das Problem auch lösen könnten – vielleicht sogar besser?

Dazu wurden von den Kursleitern Beispiele genannt und die Kursteilnehmer sollten diskutieren, ob der Einsatz der Blockchain sinnvoll ist.

Eine Kaffeeliste für die Firma auf Blockchain-Basis? Könnte machbar sein. Da die Transaktionen unveränderlich sind, könnte niemand mehr beim Kaffee schummeln. Gleichzeitig stellt sich aber die Frage, ob es den Aufwand für eine Firma Wert ist? Wahrscheinlich eher nicht – Stift und Zettel gehen als Alternative auch. Wann könnte dieses Beispiel interessant werden? Vielleicht, wenn mehrere Firmen an der Kaffeeliste teilnehmen.

Wo kommt mein Essen wirklich her? Könnte zum Beispiel ein guter Anwendungsfall für Firmen sein, um den Kunden zu zeigen wo ihre Produkte herkommen. Die Historie der Lieferkette wäre für alle einsehbar und unveränderbar.

Für die Teilnehmer wurde schnell klar, dass, bevor man die Blockchain wirklich zum Einsatz bringt, alle Möglichkeiten und Probleme in Betracht gezogen werden sollten.

Natürlich wurden auch die technischen Aspekte beleuchtet. Die Kursteilnehmer konnten erfahren wie eine Blockchain im Allgemeinen aufgebaut ist und im Speziellen wie Hyperledger, als Blockchain Variante von IBM unter der Linux Foundation, funktioniert. Abschließend gab es einen kleinen Ausblick auf die Zukunft der Blockchain und weitere Entwicklungen in diesem Bereich. Alles in allem war der Workshop ein tolles Ereignis mit vielen Insights zu einem Thema über das viel gesprochen, aber zu dem es wenig Erklärungen gibt.

Grow@CIC-Talentprogramm

Grow@CIC ist ein europaweites Talentprogramm für die IBM Client Innovation Center mit dem Ziel einer bestmöglichen Vorbereitung der Teilnehmer auf zukünftige Leadership-Rollen. In dieser Zeit erhalten Kollegen mit Leadership-Potential face-to-face Trainings, E-learnings, Mentoring, Shadowing sowie diverse Möglichkeiten zum Austausch von Erfahrungen und zum Netzwerke knüpfen mit dem Senior Leadership Team der IBM. Ende letzten Jahres sind wir europaweit mit dem ersten Talent Team in das Programm gestartet. Hier ein erster Erfahrungsbericht von Maik.

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Hallo, ich bin Maik und seit drei Jahren im Center in Magdeburg als Frontend Developer angestellt. Ende letzten Jahres bekam ich zusammen mit vier Kollegen die einmalige Chance an einem neuen Programm innerhalb der CIC’s Europe teilzunehmen – Grow@CIC.

Grow@CIC startete mit der Einführung in das Programm – welche Inhalte erwarten uns, in welchem zeitlichen Rahmen und was ist das Ziel des einjährigen Trainings. Nach dem Kick Off mit unserer europäischen Human Resources-Leitung wurde uns allmählich klar, egal was noch auf uns zukommen würde, es wird eine super Gelegenheit sich mit Kollegen der anderen CIC Lokationen außerhalb Deutschlands auszutauschen. Denn an dem Programm nahmen viele Kollegen aus den Westeuropäischen Centern teil: England, Niederlande, Italien, Frankreich und Schweden.

Voller Vorfreude zu erfahren was uns erwarten würde, ging es Anfang Dezember gleich zu einem zweitägigen Schulungs-Event nach Wien. Vienna calling 😉
Dort nahmen wir an einem sehr interessanten und amüsanten Storytelling-Workshop teil. Die Trainer zeigten uns Mittel und Nutzen eines guten Storytellings und ließen uns in Gruppen Beispiel-Stories entwickeln und „vorspielen“. Der interaktive Teil fiel mir persönlich anfangs schwer, da ich mich etwas scheue Englisch zu sprechen. Gerade das Interaktive half aber schnell das Eis zwischen den Moderatoren und Teilnehmern zu brechen. Neben dem Storytelling-Training bietet uns das Programm Möglichkeiten Mentoring oder Shadowing umzusetzen und Schulungen auf verschiedenen Plattformen in Anspruch zu nehmen, z.B. zum Thema Leadership und Softskills. Insgesamt geht es also um die persönliche Entwicklung und Festigung von Skills.

Das spielerische Kennenlernen animierte beim Abendessen dann – landestypisch natürlich Wiener Schnitzel 😉 –  zu lebhaften Gesprächen zwischen den Teilnehmern. Es gab regen Austausch zu allen möglichen Themen, auch fernab der IT, wie zum Beispiel Essgewohnheiten, Fußball oder „false friends“ Vokabeln der unterschiedlichen Sprachen.

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Am nächsten Tag ging es mit dem Workshop zum Thema HBDI (Herrmann Brain Dominance Instrument) weiter, bei dem wir anhand unserer natürlichen Präferenzen und Denkweisen in vier unterschiedliche Gruppen aufgeteilt wurden. Diese Einteilung und auch das Erkennen seiner eigenen Denkweise in Bezug auf Emotionalität, Kreativität und analytischem Denken, half uns später beim Hineinversetzen in unsere Kunden oder Kollegen.

Am Ende des zweiten Tages wurden wir dann mit unseren „Challenges“ konfrontiert. Denn das Programm enthält, neben den Trainings und dem Austausch mit den Kollegen aus den anderen Centern, reale Herausforderungen, die die CIC`s Europe derzeit beschäftigen. Für diese Challenges haben sich Teams gebildet, deren Aufgabe es sein sollte im verbleibenden halben Jahr, innerhalb des Programms Lösungsansätze zu erarbeiten. Im Herbst endet dann Grow@CIC mit einem erneuten, persönlichen Treffen der Kollegen und einer weiteren interessanten Schulung.

Wir haben viel mitgenommen aus den verschiedenen Schulungen und Ansätzen Probleme zu lösen. Außerdem war die Zusammenarbeit mit den europäischen Centerkollegen eine interessante Erfahrung. Wir sind an der Herausforderung gewachsen und blicken auf eine spaßige, aber auch fordernde Zeit zurück, die uns andere Länder und unterschiedliche Denkweisen näher brachte. Aber vielleicht werden unsere Lösungsvorschläge bald in die Tat umgesetzt. Es wäre klasse, wenn wir sagen können, dass wir aktiv an neuen Programmen der Center mitgearbeitet haben – wir sind gespannt. 🙂