Eine Expedition in die Praxis: Als Werkstudenten im CIC Magdeburg

Nachdem wir hier im Blog schon viele Aspekte der Arbeit im Center vorgestellt haben, möchten wir heute gern Peter und Roman zu „ihrer“ Möglichkeit zu Wort kommen lassen. Die beiden arbeiten aktuell als Werkstudenten im Center und zeigen, wie sie täglich Studium und Job vereinbaren.

Wir – Peter und Roman – sind Studenten der Fakultät für Informatik an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg und arbeiten seit Oktober vergangenen Jahres als Werkstudenten beim IBM Client Innovation Center in Magdeburg.

Im Folgenden möchten wir euch einen kleinen Einblick in unseren bisherigen Werdegang und dortigen Arbeitsalltag geben:

Angefangen hat alles mit einer Firmenpräsentation an unserer Fakultät, bei der sich mehrere ansässige Unternehmen aus dem Bereich Softwareentwicklung vorgestellt haben – darunter auch das CIC. Bei der anschließenden Möglichkeit sich persönlich kennenzulernen, stellte sich die Arbeit bei IBM als sehr interessant heraus und wir hatten die Gelegenheit Kontaktdaten auszutauschen. Wenige Tage später folgte das Bewerbungsgespräch und kurz darauf begann auch schon unsere Zeit im CIC mit einem zweitägigen Einführungsseminar.

In den ersten Tagen galt es eine Vielzahl an Accounts und Passwörtern einzurichten, Programme zu installieren und sich in erste Aufgaben einzuarbeiten. Tatsächlich hat es einige Wochen gedauert, um die grundlegenden Abläufe zu verinnerlichen und uns auf die bevorstehende Projektarbeit vorzubereiten. Mittlerweile sind diese in Mark und Bein übergegangen.

Auf Basis unserer im und neben dem Studium erworbenen Skills, bekamen wir das Angebot für ein Projekt im Bereich der Automobilbranche, das wir beide sehr ansprechend fanden und gern annahmen.

Die anfängliche Sorge, dass die für uns bevorstehenden Aufgaben zu komplex sein könnten, verflog bald. Denn uns wurde schnell bewusst, dass das Lernen einen wesentlichen Aspekt der Arbeit bei IBM ausmacht. Sei es sich selbst mit neuen Technologien auseinanderzusetzen, mit der Hilfe von Kollegen Sachverhalte zu verstehen oder an einem der zahlreichen Workshops teilzunehmen, bei denen Entwickler ihr Wissen mit den Kollegen teilen und erweitern können.

Darüber hinaus fördert IBM seine Mitarbeiter durch eine Vielzahl von Weiterbildungen und Workshops und ermöglicht auch das Erlangen von Zertifikaten. Unter anderem durften wir bereits einen einwöchigen Workshop zum Thema „Internet of Things“ besuchen, der sowohl spannend und unterhaltsam, als auch sehr informativ war. Außerdem bereiten wir uns gegenwärtig auf eine Zertifizierung zur hauseigenen Cloud-Plattform „IBM Bluemix“ vor, die wir über das Center kostenfrei absolvieren können.

Wichtig ist dabei jedoch, selbst die Initiative zu ergreifen und sich eigene Ziele für den Werdegang zu setzen. Um sich hinsichtlich dessen zu fokussieren, gibt es regelmäßige Checkpoint-Gespräche mit dem persönlichen „Career Coach“ –  einem erfahrenen Softwareentwickler und IBM Mitarbeiter.

Im Projekt selbst werden wir ständig dazu ermutigt, uns mit anspruchsvollen Aufgaben auseinanderzusetzen. Von Beginn an wurde uns ans Herz gelegt, bei Fragen an unsere Kollegen heranzutreten. Jeder Mitarbeiter, ob im Team oder als Teil des CICs, war und ist stets dazu bereit, uns bei Problemen weiterzuhelfen und gezielt an einer Lösung zu arbeiten. Sei es im Zuge eines Tasks oder bei der Lösung von administrativen Problemen. Doch bietet das Büro auch Gelegenheit zum Abschalten. Abseits der Projektarbeit stehen eine Tischtennisplatte sowie ein Kicker zur Verfügung. Und neben dem Büroalltag treffen sich die Mitarbeiter bei der jährlichen Weihnachtsfeier, dem Firmenstaffellauf, zum kreativen Ostereier bemalen oder bei einer der anderen zahlreichen Events. Auch das gemeinsame Abendessen mit den Kollegen aus unserem Projekt beim örtlichen Tschechen ist uns in guter Erinnerung geblieben. Und so durfte bei der kürzlichen Verabschiedung eines Mitarbeiters ein kleines Präsent und ein letzter gemeinsamer Umtrunk natürlich auch nicht fehlen. Außerdem ist das gemeinsame wöchentliche Montagsfrühstück, der „Mett Monday“ mit frischen Brötchen und frischem Mett immer ein Highlight.

Berufsorientierung Collage

 In Teilzeit als Werkstudent zu arbeiten ist zuweilen dennoch eine Herausforderung. Es gestaltet sich als etwas schwierig neben dem Studienalltag alle Termine wahrnehmen zu können. Gelegentlich kollidiert ein Meeting mit der Mathevorlesung, oder es steht gerade dann eine Übung an, wenn man in eine Projektaufgabe vertieft ist. Dann fällt es schon einmal schwer den Laptop zuzuklappen und sich Richtung Hörsaal zu begeben. Da ist es von Vorteil, dass das CIC so nah am Campus liegt. Eine große Unterstützung stellt hier die Flexibilität dar, die IBM uns bietet. Wir können uns unsere Arbeitszeiten sehr frei einteilen, oder bei Bedarf auch einmal von Zuhause aus arbeiten. Dabei spielt Transparenz im Team eine zentrale Rolle, sodass durch strukturierte Absprachen Ziele gemeinsam erreicht werden können. Zwar sind wir als Studenten nur für 20 Stunden in der Woche angestellt, trotzdem fühlen wir uns als vollwertige Mitglieder unseres Teams, denn wir beteiligen uns aktiv an der Arbeit im Projekt und sind an allen wesentlichen Meetings beteiligt.

 Insgesamt empfinden wir die Arbeit bei IBM als eine große Bereicherung. Sie bietet neben dem Verdienst, vor allem einen Einblick in das Berufsleben, bei dem wir die eigenen Fähigkeiten verbessern, uns neue Skills aneignen und eine Vielzahl neuer Technologien kennenlernen können. Vorallem ist es aber die Arbeit im Team, die wir besonders schätzen. In den wenigen Monaten bei IBM hatten wir bereits den Eindruck mehr praktische Erfahrungen sammeln zu können, als in einem Großteil des Studiums. Wir freuen uns auf die zukünftigen Herausforderungen.

 

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Job des Monats: Softwareentwickler und Praktikantenbetreuer

In unserer Rubrik ‚Job des Monats‘ stellen wir euch einmal im Monat CIC Mitarbeiter und ihre aktuelle Jobrolle vor. Auf unserer Homepage findet ihr passend dazu aktuelle Stellenangebote an unseren verschiedenen Standorten. – Vielleicht ist ja auch euer Traumjob dabei?

Heute möchten wir euch in unserer Reihe „Job des Monats“ Thomas vorstellen. Neben seiner Arbeit als Java Developer hat er im Center eine zusätzliche Rolle als Betreuer und Ansprechperson für unsere Praktikanten inne.

Thomas Tech

Hallo Thomas, kannst du uns kurz etwas zu deiner Person sagen? 
Ich habe 2003 mit meiner Ausbildung zum Fachinformatiker und 2007 mit meinem Informatik-Studium angefangen. Eins von beidem habe ich sogar erfolgreich abgeschlossen. 😉 Ich konnte schon bei sehr unterschiedlichen Firmen  arbeiten, von einer kleinen 15-Mann-Firma bis hin zum großen internationalen Konzern, und die doch sehr unterschiedlichen Arbeitswelten kennen lernen.

Wie lange bist du bereits im Center und was hat dich bewogen, dich hier zu bewerben?
Seit Oktober 2013 bin ich im Center, damals war vorallem die Neugier, was IBM in Magdeburg aufbauen möchte, der Grund für meine Bewerbung.

In welcher Rolle hast du hier im Center begonnen?
Java Software Developer.

 Welche Jobrolle hast du derzeit inne?
Zurzeit sind es zwei Rollen. Einerseits Java Software Developer in einem großen agil geführten Projekt und andererseits Betreuer für unsere Werkstudenten und Praktikanten.

Was muss man an Kenntnissen mitbringen, um diese Rolle ausführen zu können?
Ich gehe mal auf die Rolle als Betreuer ein. Neben dem Ausbilderschein, vor allem jede Menge Softskills. Um ein Praktikum erfolgreich zu gestalten, muss man viel mit dem Praktikanten oder Werkstudenten reden, um herauszufinden, was seine/ihre Ziele sind. Man sollte außerdem verstehen welche Anforderungen an ein Praktikum von Seiten der Firma, des Projekts und des Praktikanten gestellt werden.

Hattest du schon immer vor in dieser Rolle zu arbeiten?
Konkret in dieser Rolle? Nein. Was mir aber schon immer Spaß gemacht hat, ist mein Wissen weiter zu geben. Von daher gab es schon immer den Wunsch sich in diese Richtung weiter zu entwickeln. Ich dachte früher eher in Richtung Teamleitung bzw. technische Leitung, bin aber mit der Rolle voll und ganz zufrieden.

Wie sah dein Weg in diese Rolle aus?  
Da kam viel zusammen! Wir brauchen ja für die Betreuung jemanden mit einem Ausbilderschein (AEVO). In den Anfängen des Centers gab es schlicht niemanden, der solch ein Schein schon hatte. Es war aber klar, jemand muss ihn machen! Warum ich aus den vielen Kandidaten ausgewählt wurde, weiß ich nicht genau. Ich vermute, weil ich selbst eine Ausbildung absolviert habe. Also musste ich quasi die Rolle des Azubis ausüben…

Was gehört zu den täglichen Aufgaben und Verantwortungen, die diese Rolle mit sich bringt?
Tägliche Aufgaben gibt es keine. Die Aufgaben teile ich mir mit Human Resources und dem Projekt. Das Projekt versorgt den Praktikanten mit Aufgaben und betreut ihn auch fachlich. Bei HR laufen die typischen HR Themen auf (Arbeistvertrag, Urlaub usw.). Ich bin Vermittler und schaue, dass das Projekt den Praktikanten unterstützt und gebe auch gerne mal Tipps und Tricks im Umgang mit ihnen. Außerdem bin ich als Ansprechpartner für die Praktikanten da.

Welche Technologien unterstützen dich bei deiner täglichen Arbeit?/ Mit welchen Technologien hast du bisher gearbeitet?
Bezogen auf meine Rolle als Prakitkumsbetreuer: Notes und Excel

Welche Möglichkeiten gibt es hier im Center, die dir eine Weiterentwicklung in dieser Rolle ermöglicht? Hast du eventuell schon einige wahrgenommen?
Schulungen für Softskills helfen natürlich sehr. Am meisten hat mir der Vorbereitungskurs zur AEVO-Prüfung  gebracht. Dort wurden nicht nur die gesetzlichen Grundlagen erklärt, sondern auch Didaktik, Pädagogik, Zeitmanagment usw.
Eine Weiterentwicklung wäre in Richtung Career Coach möglich, dann würde ich neben den Werkstudenten und Praktikanten auch fest angestellte Kollegen managen.

Wenn du die Gelegenheit bekommen würdest, für einen Tag/eine Woche in eine andere Rolle zu schlüpfen: Welche wäre das und wieso?
Praktikant – die haben es gut… 😉

Mein Weg ins CIC

By Johannes

Hintergrund

Ich bin Johannes und bin seit Oktober 2016 Softwareentwickler im IBM Client Innovation Center Magdeburg. Studiert habe ich Wirtschaftsingenieur Logistik. In diesem Beitrag erzähle ich über meine Erfahrungen als Wirtschaftsingenieur und Quereinsteiger in die Masterclass.

Die Masterclass ist einer von IBM CIC Magdeburg ausgerufener und inzwischen bewährter Kurs, um Absolventen ohne Berufserfahrung den Einstieg in das Berufsleben als Softwareentwickler zu erleichtern.

Vorgeschichte

Endlich ist es vollbracht, nach stressigen Tagen mit wenig Schlaf und viel Überstunden ist die Abschlussarbeit endlich verteidigt und das Abschlusszeugnis ist in Erstellung. Man hat wieder ein Sozialleben und freut sich über das Erreichte. In diesem Lebensabschnitt ist man nun Absolvent, ein im Volksmund angesehener Begriff, das einem eine erfolgreich abgeschlossene Hochschulausbildung attestiert. Jedoch steht man direkt vor der nächsten Herausforderung. Was jetzt? Um nicht zu lange in die Arbeitslosigkeit zu versinken, sollte man sich schnellstens um einen Job bemühen. In der Uni versucht man alles, um die Studenten auf diesen Lebensabschnitt gründlich vorzubereiten. Beispielsweise in Form von Firmenkontaktmessen, Workshops, Online-Stellenausschreibungen u.v.m.

Da sticht ein interessanteres Plakat ins Auge: Java Masterclass bei IBM. Sieht interessant aus. Nach kurzer Recherche war der Fall klar: Der Client Innovation Center Magdeburg ist ein IBM Unternehmen und sucht IT-Affine Absolventen für eine neue Masterclass im Oktober. Während der ersten Zeit im CIC erhält man verschiedene Trainings. Zu Beginn werden allgemeine Themen, die wichtig für den Berufsstart sind behandelt. Danach werden die Java Programmierskills aufgefrischt und einem werden weitere Methoden und Technologien der Softwareentwicklung und des Projektmanagements beigebracht.

Klingt Super aber… als Wirtschaftsingenieur? Da kamen kurz Zweifel über meine Eignung, jedoch nach einem kurzen, freundlichen Gespräch mit dem Recruiting Team des CIC sind die Zweifel schnell verflogen und ich habe mich beworben. Nach ein paar Online-tests und einem Vorstellungsgespräch kam die Zusage. Geschafft.

Start im CIC

Dann im Oktober ist es endlich soweit. Der erste Tag beginnt um 10 Uhr mit ca. 40 anderen neuen Mitarbeitern. Viele von ihnen sind nicht aus Magdeburg, sondern kommen nur für das Onboarding hierher, da es zentral in Magdeburg stattfindet.

Die erste Woche befasste sich mit dem Onboarding. Laptops wurden verteilt und eingerichtet in Form von Klassenraumunterricht. Besonders fiel einem sofort das freundliche Betriebsklima unter den Mitarbeitern auf. Der Umgang zwischen den Mitarbeitern ist sehr freundlich, angenehm und jeder ist hilfsbereit, egal, ob der Mitarbeiter neu eingestellt ist oder schon länger arbeitet.

Die zweite Woche beinhaltete grundlegende Schulungen, die Themen wie Sicherheit, Umgang mit Kollegen und Geschäftspartnern und professionelle Arbeitsweise in Projekten beinhalteten. Alle dieser Schulungen waren auf Englisch und in Form von Klassenraumunterricht, Gruppenarbeit oder Online Learning abgehalten.

Die Java Masterclass

Die ersten zwei Wochen der Masterclass beinhalteten Java Programmierung in Klassenraumunterricht. Zehn Tage lang wurde uns unter JavaEE neben den grundlegenden Programmierskills auch die Anwendung verschiedener Tools wie JUnit, Servlets, Sockets und J2DB aufgezeigt und geübt. Auch wieder alles auf Englisch.

Zwar waren die ersten beiden Tage eher mühsam, da alles erklärt wurde, was jeder weiß, der schon mal programmiert hatte. Aber dann ging es schnell tiefer in die Thematik und wurde sehr schnell interessant.

Nach den zwei Wochen Klassenraumunterricht wurden noch verschiedene Online Learning Kurse angeboten, die ich persönlich nicht mehr gemacht habe, da ich in ein Projekt eingestiegen bin.

Fazit

Rückblickend kann man schlussfolgern, dass man auch als nicht Informatikabsolvent, wie in meinen Fall ein (zugegeben sehr an IT Interessierter) Wirtschaftsingenieur den Quereinstieg in die Softwareentwicklung schaffen kann. Die Masterclass, ist eine sehr gute Chance für den Start in die Softwareentwicklung. Nun arbeite ich sehr gerne im CIC Magdeburg an einem Projekt mit insgesamt fünf weiteren Mitarbeitern. Dabei fühle ich mich in meiner Rolle sehr wohl und verstehe mich super mit allen Kollegen. Insofern würde ich jedem Absolventen, der an Softwareentwicklung interessiert ist, den Berufseinstieg über die Masterclass empfehlen.

Job des Monats – Senior Softwareentwickler Java/ JavaEE

In unserer neuen Rubrik ‚Job des Monats‘ stellen wir euch ab sofort einmal im Monat CIC Mitarbeiter und ihre aktuelle Jobrolle vor. Auf unserer Homepage findet ihr passend dazu aktuelle Stellenangebote an unseren verschiedenen Standorten. – Vielleicht ist ja auch euer Traumjob dabei?

Blogredaktion: Kannst du uns kurz etwas zu deiner Person sagen?
Martin: Hallo, mein Name ist Martin Eichardt und ich bin Softwareentwickler hier im Center. Mit der Programmierung und Entwicklung von Software beschäftige ich mich schon seit vielen Jahren. Dabei habe ich im Lauf der Zeit verschiedene Frameworks und Programmiersprachen kennengelernt. Aktuell arbeite ich überwiegend mit Java im Enterprise Umfeld. Ich entwickle dabei Webanwendungen für den Bereich Automotive.

Blogredaktion: Wie lange bist du bereits im Center und was hat dich bewogen, dich hier zu bewerben?
Martin: Im Center bin ich seit Januar 2014 und habe in dieser Zeit verschiedenste Projekte begleitet. Dabei reicht die Bandbreite von Datenbankanalyse-Projekten bis hin zur Entwicklung von Webapplikationen.
Einerseits ist es mir wichtig neue Technologien, Methoden und Prozesse kennenzulernen sowie damit zu arbeiten und andererseits möchte ich mich auch persönlich weiterentwickeln. Genau das war der Grund mich vor über 2 Jahren hier im Center zu bewerben.

Blogredaktion: Eine der Rollen hier im Center ist die des Senior Softwareentwickler Java/ JavaEE. Welche Sichtweise hast du zu dieser Rolle?
Martin: Ich denke für die Rolle eines Senior Softwareentwickler ist ein gewisses Maß an Lebens- und Berufserfahrung notwendig. Zum einen muss ein Senior Softwareentwickler natürlich Konzepte und Methoden kennen und diese auch anwenden können. Zum anderen muss er auch das Handwerkszeug, wie Programmiersprachen und zugehörige Frameworks, aber auch die Tools beherrschen. In Zeiten von agiler Softwareentwicklung und Prozessmodellen, wie Scrum und Kanban, gibt es zwar nicht mehr die starke Unterteilung, aber innerhalb des Teams bildet sich trotzdem eine gewisse Hierarchie ab. Somit gibt es auch immer Schlüsselpositionen bzw. Lead Entwickler, welche das Team unterstützen und voran bringen.

Blogredaktion: Was muss man an Kenntnissen mitbringen, um die Rolle eines Senior Softwareentwicklers ausführen zu können?
Martin: Ein Senior Softwareentwickler hat langjährige Erfahrungen auf einem Spezialgebiet oder einen umfangreichen Wissensschatz in mehreren Anwendungsgebieten. Neben den technischen Skills bringt ein Senior Softwareentwickler, meiner Meinung nach, auch  Projektleitungserfahrungen mit. Damit sind auch soziale Kompetenzen wichtig.
Eine entscheidende Fähigkeit des Senior Softwareentwicklers ist für mich ebenfalls das Weitergeben von Wissen. Dabei sollte er aber auf Augenhöhe zu seinen Teamkollegen agieren und allen Teamkollegen die Möglichkeit der Weiterentwicklung geben.

Blogredaktion: Was gehört zu den täglichen Aufgaben und Verantwortungen, die diese Rolle mit sich bringt?
Martin: Das schwierige an dieser Rolle ist, dass es eigentlich keine feste Definition dafür gibt. Diese Titel werden von Firma zu Firma unterschiedlich oder gar nicht vergeben. Im Grunde genommen leistet der Senior Softwareentwickler die gleiche operative Arbeit in Projekten wie alle anderen Entwickler auch. Darüber hinaus hat er aber Einfluss auf Entscheidungen und ist in der Lage beim Finden von Lösungsvarianten bzw. Lösungsstrategien zu beraten. Eine zusätzliche Verantwortung sehe ich in der fachlichen Weiterbildung von weniger erfahrenen Softwareentwicklern im Team.

Blogredaktion: Welche Möglichkeiten gibt es hier im Center, die dir eine Weiterentwicklung in dieser Rolle ermöglicht? Hast du eventuell schon einige wahrgenommen?
Martin: Hier im Center ist eine Vielzahl an  Optionen vorhanden, um sich weiterzubilden. Dabei gibt es die Möglichkeit auf online Kurse bis hin zu Klassenraumschulungen zuzugreifen, um neue technische Qualifikationen zu erlangen oder vorhandenes Wissen zu vertiefen. Zusätzlich kann auch auf externe Angebote zugegriffen werden. So habe ich zuletzt eine Zertifizierung für die Programmiersprache Java abgeschlossen. Und das nächste Schulungsangebot wartet bereits auf mich. Im September geht es nach Hamburg zu einem Wissenstransfer zum Thema „cognitive solution on cloud“.

How to become an IBMer: Der Berufsstart mit der Masterclass

By Elisabeth

Wie ihr meinem ersten Beitrag bereits entnehmen konntet, bin ich letztes Jahr durch die Masterclass ins Unternehmen gekommen. Dieses Jahr wird wieder eine „Softwareentwicklung Java Enterprise Applications“Masterclass stattfinden. Deshalb würde ich euch gern an meinen Erfahrungen teilhaben lassen. Viel Spaß. 😉

Letztes Jahr im Oktober war es im Center mal wieder so weit, eine Gruppe Neueinsteiger wurde willkommen geheißen. Viele von uns kamen frisch von der Uni und hatten noch keine Berufserfahrung gesammelt. Deshalb wartete auf uns etwas ganz Besonderes: die Masterclass, die uns den Start als IBMer erleichtern sollte.

Das inzwischen bewährte Konzept der Masterclass richtet sich an Absolventen wie uns. Ziel ist es, vor dem Start in die Projektarbeit die nötigen Softskills sowie einige technische Facetten des IT-Entwicklerjobs zu vermitteln.

In letztem Jahr stand die Masterclass unter dem Thema „Softwareentwicklung Java Enterprise Applications“. Nach einigen Startschwierigkeiten (wie Laptops auf Weltreise oder fehlenden Credentials) hieß das für etwa zwanzig Neu-IBMer verschiedenster IT-naher Studienrichtungen learning learning learning! Fünf Wochen lang hatten wir die Möglichkeit, Schulungen zu IT-Themen wie „relationale Datenbanken/DB2“, „Java SE 6 Programming Fundamentals“ und „Java Server Faces“ vor allem in Form von Klassenraumunterricht zu absolvieren, der Englischauffrischungskurs mit dem rumänischen Trainer war inklusive.

Zusätzlich konnten grundlegende Softskill- und Prozessschulungen im Klassenraum oder als eLearning  besucht werden, um das blaue Gefühl und Selbstverständnis der New Hires zu stärken.

Die Masterclass bot uns mit ihrem ausgewogenen Mix aus Theorie und Praxis sowie Fachthemen und Sozialkompetenzen die Möglichkeit, erste Eindrücke in unserem Leben als IBMer zu sammeln und gleichzeitig unseren CV mit einigen Kernkompetenzen zu füllen. Außerdem erlaubten uns diverse Pausenkaffees und Teamarbeiten einander kennen zu lernen und schweißten uns als „Masterclass Oktober 2015“ zusammen. Dieser Start als Team machte uns den Berufseinstieg besonders angenehm. So gilt den Kollegen der Masterclass bei Treffen auf dem Flur immer ein besonders freundliches Lächeln.

Saschas Meinung zur Stelle „Junior Softwareentwickler Java/JEE (m/w)“

Wir haben aktuell 10 Stellenausschreibungen auf unserer Website veröffentlicht. Zur „hierbleiben-Messe“ könnt ihr euch bezüglich dieser Angebote an unserem Stand informieren oder euch direkt bewerben. Im Hinblick darauf wollen wir in den nächsten Wochen in unserem Blog alle näher beschreiben. Viele Stellen haben wir schon besetzen können, aber wir wollen weiter wachsen. Wer könnte besser über seinen Job berichten als der Mitarbeiter selbst? Für den „Junior Softwareentwickler Java/JEE (m/w)“ haben wir einmal Sascha nach seiner Meinung gefragt. Er berichtet euch, wie sein Weg zum ISC und seine bisherigen Erfahrungen in seinem Job aussehen.

Auf welche Stellenausschreibung hattest du dich ursprünglich im ISC beworben und warum?

Wenn ich ehrlich bin, ist mir das Center im Vorfeld gar nicht aufgefallen, erst als eine Infoveranstaltung dieses Jahr bei uns an der Uni stattfand, wurde ich hellhörig.
Mir persönlich ist es wichtig, mich weiterzuentwickeln und genau das wurde in dieser Veranstaltung vermittelt. Da ich zu diesem Zeitpunkt sowieso auf Stellensuche war, wurde meine vorsorglich mitgebrachte Bewerbung auch gleich von der IBM „einkassiert“. Im Nachhinein bin ich auch froh darüber, da ich in diesem Moment etwas unentschlossen bezüglich der Entfernung zu meinem Heimatort war.

Welchen Abschluss hast du und welche Skills haben dich zum ISC geführt?

Zum Zeitpunkt meiner Bewerbung war ich Masterstudent an der Martin-Luther-Universität Halle (Saale) im Studienfach Informatik. Mein Studium hatte ich direkt nach dem Abitur angefangen und bin somit an die IBM einzig und allein mit den Hardskills, welche im Studium vermittelt wurden, herangetreten. Neben diesen habe ich eine gute Handvoll Softskills mitgebracht, welche sich im Arbeitsalltag als unerlässlich herausgestellt haben. So sind 1-Mann-Projekte bei der IBM eher die Seltenheit und man kommt um Teamarbeit und Kommunikation nicht drumherum.

Trotz dieser Frage habe ich hier im Unternehmen nicht das Gefühl, dass die Kollegen sich untereinander anhand ihres Abschlusses oder Studienfaches einschätzen, sondern egal welcher Abschluss vorliegt, die Kollegen sind gleichwertig und haben ihre Berechtigung, Teil der IBM zu sein.

Hast du dir den Job anhand der Sellenausschreibung so vorgestellt?

Klares nein … jedoch nicht im negativen Sinne, denn die Stellenbeschreibung deckt erst mal ein riesiges Spektrum an Anforderungen ab, welche zwar von Nöten wären, wenn man an allen Projekten teilnehmen würde, jedoch in gebündelter Form selten im Projekt benötigt werden. Im Gegensatz dazu wurden meine Erwartungen in Beziehung Projektvielfalt, Unternehmensmentalität und Berufserfahrung voll und ganz erfüllt.

Haben dir deine vorherigen Kenntnisse bei der IBM geholfen?

Ich würde nicht sagen, dass alle meine Kenntnisse in meinem aktuellen Projekt gefordert sind. Ebenso musste ich mich sowohl individuell als auch über Teamschulungen auf den Arbeits-/Projektalltag vorbereiten. Dabei hilft es sehr, dass wir Teil der IBM sind und somit auf die Unmengen an Schulungs- und Informationsbestand der IBM zugreifen können.

Gab es Probleme, weil du bestimmte Kenntnisse noch nicht besaßt?

Das wertvollste Gut des Centers sind seine Mitarbeiter und somit auch deren Kenntnisse und Erfahrungen. Dieses Prinzip hat das Center begriffen und es gibt kaum eine Woche, in der nicht irgendeine Schulung in unseren Hallen stattfindet. Dementsprechend würde ich sagen, dass „Probleme“ im Zusammenhang mit Kenntniserweiterung nicht passt.
Natürlich treten Momente auf, bei denen gewisse Kenntnisse fehlen, jedoch muss man nur gewillt sein, an diesen zu arbeiten. Dazu findet man sowohl im Center, der globalen IBM als auch im Rahmen des Projektes Ansprechpartner, welche einem bei der Gewinnung dieser Kenntnisse helfen. Die Frage nach etwaiger Hilfe wird dem Einzelnen jedoch nicht abgenommen und somit sollte man zumindest Kommunikationsfähigkeit zu seinem Skill-Repertoire zählen.

Welche technischen Kenntnisse und welche persönlichen Eigenschaften sollte dein idealer Kollege bzw. deine ideale Kollegin mitbringen?

Ich finde er oder sie sollte solide Grundlagen in der Softwareentwicklung und Programmiersprachen besitzen und ambitioniert sein, diese zu erweitern. Weiterhin sollte eine gewisse Begeisterung an neuen Technologien wie beispielsweise Cloud und Mobile mitgebracht werden, da diese auch bei uns eine wachsende Rolle spielen. Persönlich sollte er oder sie keine Scheu vor anderen Menschen haben und gern mit diesen zusammenarbeiten.

Was würdest du einem Bewerber empfehlen, der sich auf eine Stelle wie deine bewirbt?

Lass dich nicht von dem Bekanntheitsgrad der IBM oder der Masse an Kenntnissen im Bewerberprofil abschrecken und versuche dein „Glück“ beim IBM Services Center Magdeburg.

Auch für dich wird das passende Projekt gefunden.

Der nächste Lebensabschnitt: Arbeit

by Jasmin

Die schöne Zeit des „Faulenzens“ war für mich im März diesen Jahres zu Ende. Ich, Jasmin, bin mittlerweile „Master of Science“ in der Computervisualistik und arbeite seit April beim IBM Services Center in Magdeburg. Wie es dazu kam? Eigentlich recht untypisch.

Jasmin

Ich ging mit meiner Vorstellung in der Forschung zu arbeiten aus meiner Verteidigung und habe mich auf die Arbeit an User Interfaces eingestellt. Trotzdem blieb ich wachsam für interessante Jobangebote, weil ich meiner Meinung nach keine typische Informatikerin bin und mich hauptsächlich das „Bilder schupsen“ interessierte. Aufgrund dessen hörte ich mir eine Veranstaltung des IBM Services Centers an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg an und fühlte mich trotz des netten Angebots von Bier und Brezeln fehl am Platz. Es hörte sich alles sehr groß, technisch und durchstrukturiert an, was mich dann doch von einer Bewerbung abhielt. Als ich jedoch auf der „hierbleiben“-Messe meine Bewerber-Card mit meinen persönlichen Erfahrungen, die wie gesagt eher untypisch sind, ausdruckte und mich scheu, wie ein Reh dem IBM-Stand näherte, gab es eine nette Überrachung. Ich sah bekannte Gesichter aus der Uni-Zeit und lauschte einer sehr sympatischen Recruiting-Beauftragten. Nachdem ich an dem Tag meine Daten da ließ, ging alles sehr schnell. Ich wurde zum Gespräch eingeladen und trotz meiner anders gelagerten Erfahrung mit einem Lächeln eingestellt. Und wie sich herausstellt, gibt es weniger Probleme, als man sich vorher ausmalt. Nicht nur meine Qualifikationen werden hier geschätzt, man kann sich auch alle weiteren Kenntnisse über Lehrvideos oder auch Lehrgänge aneignen. Als frischer Uni-Absolvent bekommt man außerdem eine kurze technische Einführungsphase. Man lernt also fleißig, scherzt mit den Kollegen, die mit einem angefangen haben und ganz langsam bekommt man nach und nach Kontakt zu den „Alteingesessenen“. Im Center laufen einem z.B. ständig ehemalige Kommilitonen über den Weg und Dank eines Namensschildes und einem Eintrag im IBM-Intranet (mit Bild) kennen dich bald alle. ^^ Die Atmosphäre ist locker *zumKickertischschiel*, es ist keine Anzugpflicht, jeder duzt sich und das Mittagessen fällt auch mal in größerer geselliger Runde aus.

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Nach einiger Zeit passiert dann der Absprung in das neue Unbekannte: Ein für dich passendes Projekt wird dir zugeordnet. In diesem Stadium bin ich gerade. Es geht in meinem Projekt um eine App-Entwicklung, mit der ich vorher keinen Kontakt hatte, aber mittlerweile recht interessant finde. Die Kollegen erklären mir alles und lassen mir Zeit zum Einarbeiten, schließlich muss ich mich erst mal an so einen Arbeitstag gewöhnen. Als Student ist man ja doch eher an regelmäßigen Mittagsschlaf und eventuelle Halbtagsarbeit gewöhnt. 😉 Alles in allem merkt man jedoch keinen wirklichen Unterschied zum Uni-Leben. Die Kollegen sind fast alle im gleichen Alter wie du (die mir letzte bekannte Zahl ist ein Altersdurchschnitt von rund 27), es gibt ständig leckeren Kuchen oder Kekse, weil jemand Geburtstag hat und in der Freizeit kann man z.B. an von Kollegen organisierten Stadion-Besuchen teilnehmen.

Dass ich eine Frau in einem Männer-dominierten Beruf bin, merke ich im Center nur daran, dass mir öfter die Tür aufgehalten wird und Tische für mich durch die Räume geschleppt werden. 🙂 (Ich hoffe der Tisch wird in der anderen Etage nicht vermisst. ;P) Mittlerweile sind ja viele Baumaßnahmen im Center abgeschlossen, was bedeutet, dass wir auf mehreren Etagen arbeiten und sich nicht alle Kollegen jeden Tag sehen. So sind Claudia (meine Blog-Kollegin) und ich zwar räumlich getrennt, können uns aber jederzeit über den internen Messenger absprechen und neue Blog-Einträge wie diesen aushecken.