Job des Monats: Full-Stack-Entwicklerin

In unserer Rubrik ‚Job des Monats‘ stellen wir euch einmal im Monat CIC Mitarbeiter/innen und ihre aktuelle Jobrolle vor. Auf unserer Homepage findet ihr passend dazu aktuelle Stellenangebote an unseren verschiedenen Standorten. – Vielleicht ist ja auch euer Traumjob dabei?

Diesen Monat stellen wir euch eine echte Allrounder-Rolle vor. Jenny kam als Java-Entwicklerin ins Center, übernimmt aber mittlerweile sämtliche Aufgaben in ihren Projekten, sodass sie sich als Full-Stack-Entwicklerin bezeichnen kann.

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Kannst du uns kurz etwas zu deiner Person sagen?

Ich habe an der OvGU Computervisualistik im Bachelor studiert und bin im Masterstudium auf reine Informatik gewechselt, da ich dabei etwas flexibler in der Wahl der Kurse war. Ich habe meinen Schwerpunkt eher in der Anwendungsentwicklung und Datenverarbeitung gesehen, als in Visualisierung und Grafik. Während des Studiums habe ich bereits, im Rahmen meines Nebenjobs, die Webseite meines Arbeitgebers betreut und gestaltet. Dadurch konnte ich erste Erfahrungen in der Webentwicklung sammeln.

Wie lange bist du bereits im Center und was hat dich bewogen, dich hier zu bewerben?

Bereits seit der Gründung des Centers in Magdeburg habe ich mich immer wieder über aktuelle Stellenangebote informiert und habe mich letztendlich zum Ende meines Studiums auf der „Hierbleiben“ Messe mit einer Kollegin aus der Personalabteilung unterhalten, welche mir nahelegte mich direkt zu bewerben. Da das Gespräch von beiden Seiten als sehr angenehm empfunden wurde, haben wir auch gleich einen Termin für ein Vorstellungsgespräch ausgemacht und danach ging alles recht schnell. So bin ich im April 2016 im Center gelandet.

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In welcher Rolle hast du hier im Center begonnen?

Ich habe tatsächlich als Java-Entwicklerin im Center angefangen und auch die ersten Wochen der Java Masterclass mitgemacht. Dies lag für mich nahe, da ich während des Studiums die meiste Programmiererfahrung in Java gemacht habe und noch nicht wirklich einschätzen konnte, ob die wenigen Erfahrungen – und ja, jetzt weiß ich, es waren sehr wenig – in der Webentwicklung und mit JavaScript ausreichen würden. Wie der Zufall es so wollte, oder auch mein Skillprofil, habe ich dennoch recht schnell ein Projektangebot für eine Webapplikation bekommen und die Chance ergriffen mich mit Frameworks wie Angular oder Nodes auseinander zu setzen und meine damals rudimentären JavaScript Kenntnisse zu erweitern.

Welche Jobrolle hast du derzeit inne?

Aktuell bin ich in zwei Projekten als Webentwicklerin tätig. Viel genauer kann ich es fast nicht bezeichnen, da wir in unserem Projekt keine starren Rollen haben. Anfänglich habe ich hauptsächlich in der Frontend Entwicklung unterstützt, mittlerweile übernehme ich aber auch, nach Bedarf, Aufgaben im Backend oder an der Datenbank, im Grunde Full-Stack-Entwicklung. Von der anfänglichen Java-Entwicklung ist mittlerweile eigentlich nur noch ein kleiner Teil des Namens übrig geblieben, denn eigentlich arbeite ich, wenn dann nur noch mit JavaScript und JavaScript hat nicht sonderlich viel mit Java gemein. Aus meiner Sicht, kann ich sagen „Gott sei Dank“, aber da gibt es sicher gespaltene Meinungen.

Des Weiteren bin ich an der Betreuung des Programms MINTLOOK beteiligt. MINTLOOK ist ein Probestudium für frische Abiturienten im MINT Bereich. Hier übernehme ich die technische Betreuung und untersütze unsere Praktikanten bei ihrem eigenen kleinen Webprojekt.

Was muss man an Kenntnissen mitbringen, um diese Rolle ausführen zu können?

Ich würde sagen, die wichtigsten Eigenschaften die man als Full-Stack-Entwicklerin mitbringen sollte sind Interesse und die Motivation sich fortlaufend über neue Technologien zu informieren und darin weiter entwickeln zu wollen. Natürlich gehören grundlegende Programmierkenntnisse auch dazu, dennoch habe ich viele meiner jetztigen Kenntnisse in diesem Bereich hauptsächlich während der Projekttätigkeit erlangt.

Hattest du schon immer vor in dieser Rolle zu arbeiten?

Wie oben schon erwähnt, habe ich mich nach dem Studium noch nicht wirklich in eine bestimmte Richtung orientiert gehabt und mich daher auf Basis meiner damaligen Erfahrungen langfristig als Java-Entwicklerin gesehen. Nichtsdestotrotz bin ich sehr froh darüber, dass ich ich die Chance bekommen habe die große bunte Welt der Webentwicklung kennenzulernen. Hier finde ich die rasante Entwicklung neuer Technologien und Frameworks sehr spannend, ebenso wie die Herausforderung für mehrere verschiedene Endgeräte ein responsives Layout zu entwickeln.

Wie sah dein Weg in diese Rolle aus?

Im ersten Projekt bin ich im Frontendbereich gestartet und hatte glücklicherweise einen erfahrenen Kollegen im Team, der mir dabei half alle Hürden zu überwinden und offen für alle meinen noch so doofen Fragen war. Da wir generell ein sehr kleines Team waren, haben wir bald nicht mehr streng nach Backend und Frontend Rolle getrennt, sondern nach Bedarf und Kapazität Aufgaben verteilt. So bin ich dann auch in Berührung mit Backend-Entwicklung und unserer Datenverarbeitung gekommen. Auch die Konfigration des Deploymentprozesses, sowie DevOps sind unter anderem Aufgaben, die in einem so kleinen Team anfallen, somit hatte ich das Glück in diesem kleinen Rahmen schon in viele Bereiche der Anwendungsentwicklung reinschnuppern zu können.

Was gehört zu den täglichen Aufgaben und Verantwortungen, die diese Rolle mit sich bringt?

Meine täglichen Aufgaben reichen von Feature-Entwicklung, über Bugfixing bis hin zum Proof of Concept, je nachdem was gerade ansteht.

Welche Technologien unterstützen dich bei deiner täglichen Arbeit?

Ich kann natürlich einige Buzzwords anbringen, wie Angular, React, Node.js, IBM Cloud, Kubernetes etc., aber das ist an sich nichts Außergewöhnliches in diesem Umfeld. Meine größte Entdeckung der letzten beiden Jahren war allerdings eindeutig „cmder“ – ein Terminal Emulator, der nativ schon ohne aufwendige Konfiguration das Programmierleben auf einem Windows OS um Welten erleichtert. Sonst nutze ich eigentlich keine schwergewichtigen IDEs, sondern bin mit Sublime oder VS Code sehr zufrieden.

Welche Möglichkeiten gibt es hier im Center, die dir eine Weiterentwicklung in dieser Rolle ermöglicht? Hast du eventuell schon einige wahrgenommen?

Es gibt im Center die Möglichkeit sich im Bereich IBM Cloud weiterzuentwicklen, dafür habe ich bereits die grundlegende Zertifizierung als IBM Cloud Developer gemacht und strebe dieses Jahr die Advanced Zertifizierung an. Auch wenn dies nicht explizit nur für Webtechnologien spannend ist, habe ich dadurch vor allem einen guten Überblick über architektonische Möglichkeiten der Webentwicklung bekommen, sowie eine Vorstellung davon was grundsätzlich möglich ist. Es gibt außerdem verschiedene Communities/ Squads (z.B. Frontend und Mobile) in denen man sich austauschen kann, sowie die Möglichkeit sich auch eigeninitiativ an kleinen internen Projekten für das Center zu beteiligen, um sich dort in einer Technologie zu erproben, in der man bisher keine Erfahrungen hatte.

Wenn du die Gelegenheit bekommen würdest, für einen Tag/eine Woche in eine andere Rolle zu schlüpfen: Welche wäre das und wieso?

Ganz eindeutig: Architekt. Durch die kleinen Berührungspunkte in meinen Projekten habe ich mittlerweile auch großes Interesse an Softwarearchitektur gewonnen und schnuppere dort gerne immer mal wieder in die Aufgaben, die die Rolle mit sich bringt, hinein.

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Welcome to Magdeburg (W2MD)

By Sven

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

wie ich in einem meiner letzten Beiträge berichtet habe, werden bei uns Ideen der Mitarbeiter aufgegriffen und gefördert. Eine dieser ist die Webanwendung ‘Welcome to Magdeburg (W2MD)‘, welche am Freitag, den 1. April, an den Start gegangen ist. Sie richtet sich an potentielle BewerberInnen, neue MitarbeiterInnen und an Zugezogene, denen die Stadt fremd ist. Ziel dieser Platform ist zum einen den Standort Magdeburg attraktiver darzustellen, zum Beispiel auf einer Messe, und zum anderen (künftigen) Neu-Magdeburgern den Start in der Stadt und das Eingewöhnen so leicht wie möglich zu gestalten, denn Magdeburg ist wie jede andere Stadt. Sie hat schöne und weniger schöne Ecken. Und wenn man weiß wo die schönen Ecken sind, lässt es sich hier sehr gut leben.

Genau dort setzt W2MD an. Unsere Mitarbeiter haben hierzu die Möglichkeit auf einer Google Map kategorisiert Empfehlungen, nützliche Tipps oder interessante Orte zu hinterlegen, welche je nach Bedarf angezeigt werden. Dies kann bspw. im Bereich ‘Wohnen‘ ein Eintrag zum Bürgerbüro sein mit dem Hinweis zum Onlinetermin inkl. Link, so dass man (vermeidbare) Wartezeit spart. Oder im Bereich ‘Freizeit‘ die Schweizer Milchkuranstalt, bei der man im Sommer an der Elbe gemütlich die ein oder andere Brause genießen kann.

In der Anwendung kann man eine oder mehrere dieser Kategorien wählen, so dass man sich im Anschluss daran die entsprechenden Orte oder Empfehlungen in Ruhe ansehen kann, sei es auf der Map oder die entsprechenden Informationen dazu, welche in der Regel eine persönliche Note beinhalten. Vielleicht ist auch etwas für die ‘Alteingesessenen‘ etwas neues dabei und man entdeckt ganz neue Dinge. Wenn man im Laufe der Zeit die Stadt selber erkundet und etwas interessantes oder wissenswertes entdeckt, kann man wiederum selber einen Eintrag erstellen und so seinen eigenen Beitrag leisten. Also: probiert es euch aus.

W2MD

Nachfolgend gebe ich euch einen Einblick in die Entstehungsgeschichte und zur verwendeten Technologie. Nachdem mir Ende November/Anfang Dezember die Idee zu diesem Projekt kam, hatte ich etwas Zeit investiert, um zeitnah eine ‘rudimentäre Rohversion‘ vorzustellen, in der die Grundidee rüberkommen sollte. Das ging relativ zügig. Dank IBM Bluemix ging das Aufsetzen von Client, Server und Datenbank sehr schmerzfrei, speziell für das Backend benötigte ich keinen ganzen Tag, so dass ich mich fortan nur um das Frontend kümmern musste.

Nach der positiven Resonanz bei der besagten Ideen-Vorstellung hatte ich mit Anna einen Termin für Anfang Januar vereinbart, in dem wir das weitere Vorgehen abgestimmt haben. Da das Auge bekanntlich mitisst, wollte ich in dem Meeting auch mit einer ansprechenden Optik punkten. Daher holte ich mir unsere UX-Designerin Sabina und Maik für die Design-Vorschau mit ins Boot, welche meine Erwartungen weit übertroffen haben. Für den zeitlichen Rahmen vereinbarten wir als ‘Liefertermin‘ den 1. April, da die Entwicklungszeit dafür ‘on top‘ war, sprich zusätzlich zu unserer eigentlichen Projekttätigkeit obendrauf kam, und ich so ganz entspannt an der Funktionalität basteln konnte. Die Umsetzung des Designs erledigte Maik anschließend nahezu in Eigenregie. Lediglich über diverse Ideen zu Details tauschten wir uns zwischendurch immer mal wieder aus. Für weitere optische Leckerbissen sorgte Sabina mit den klasse Logos. Insgesamt wurden in das Entwickeln der Anwendung seit Ende November circa 150 Stunden investiert.

Bereitgestellt wird die Anwendung auf der IBM-eigenen Cloud-Plattform Bluemix. Die verwendeten Technologien sind MongoDB, ExpressJS, AngularJS und NodeJS sowie Google Maps, welche als Kartendienst implementiert ist. Neben Sabina und Maik geht mein Dank auch an den Bluemix-Vorreiter des Centers Jens, den ihr schon aus unserem iFundIT-Beitrag kennt, und an Björn und David, die für Fragen immer ein offenes Ohr hatten. Persönlich war das Projekt für mich dahingehend klasse, da ich mich erst seit dem letzten Sommer mit Webanwendungen beschäftige und mich so in den eben genannten Technologien weiterentwickeln und meine Ideen umsetzen konnte. ‘IT is not about ideas. IT is about making ideas run.‘

ITisAbountMakingIdeasRun