The Center Trainers – Part 7: Hendrik

In diesem Jahr haben wir erfolgreich eine Tester-Masterclass im Center angeboten und viel gutes Feedback dazu bekommen. Ein Grund dafür ist das Engagement und Herzblut unserer Trainer im CIC. Im siebten Teil unserer Serie „The Center Trainers“ stellen wir euch Hendrik vor, der die Masterclass maßgeblich mit aufgebaut hat.

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Warum wolltest du Trainer im CIC werden?

Als langjähriger Software Tester wollte ich meine Erfahrungen mit den jüngeren Testern teilen. Mir geht es darum, ein gemeinsames Verständnis zum Testen hier im Center zu etablieren, sowie das Bewusstsein dafür zu schaffen, dass die Softwarequalität einen wichtigen Stellenwert innerhalb von Projekten und innerhalb des Centers einnimmt.

Seit wann bist du Trainer & welche Kurse gibst du?

Seit diesem Jahr gibt es die Test-Masterclass, was auch mein Einstieg in das Geben von Kursen bedeutete.

Wie hast du dich auf deine Rolle als Trainer vorbereitet?

Gemeinsam mit den Co-Tutoren habe ich überlegt, was wir von einer Masterclass und den Trainern insbesondere inhaltlich erwarten würden. Das wurde versucht entsprechend in den Kurs einzubauen.

Darüber hinaus haben wir von einem unserer erfahrenen Trainer hier im Center, Marcel, wertvolle Hinweise, wie so ein Kurs gestaltet werden kann, erhalten. Vielen Dank an dieser Stelle dafür!

Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten Eigenschaften und Fähigkeiten, die man als Trainer mitbringen sollte?

Ein Trainer sollte fachliche Kompetenz ausstrahlen und sehr flexibel sein in Hinblick auf die Kursgestaltung, die Inhalte und die Zeit.

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Wovor hattest du die meisten Bedenken, bevor du deinen ersten Kurs gegeben hast?

Ich hatte keine Erfahrung mit Zeitmanagement. Würde die Zeitplanung im Kurs funktionieren? Was ist, wenn ein Modul viel schneller durch ist als angedacht? Was ist, wenn der Tag vorbei ist, aber eigentlich noch viele Inhalte offen sind? Am Ende hat alles gut geklappt, eigentlich besser als gedacht.

Was war die größte Herausforderung, die du bislang in einem deiner Kurse bewältigen musstest?

Nicht alle Trainer für die Test-Masterclass sitzen am Standort Magdeburg. So war man im Vorfeld der Schulung auf Telefonate und Mails angewiesen. Das war für die Vorbereitung des Kurses eine Herausforderung.

Was gefällt die besonders gut an deiner Rolle als CIC Trainer?

Ich habe so die Möglichkeit Wissen zu teilen und neue Kollegen fit für ihren Job zu machen. Dadurch wird ein echter Mehrwert für das CIC und für die Teilnehmer geschaffen.

Wie vereinst du deine Trainertätigkeit mit der täglichen Projektarbeit?

Es ist manchmal in der Tat nicht einfach den Spagat zwischen Abgabefristen im Projekt und zu erreichenden Meilensteinen bei der Kursvorbereitung und der Kursdurchführung zu schaffen. Das funktioniert bei mir durch gutes und konsequentes Zeitmanagement recht zuverlässig.

Wie stellst du dir deine zukünftige Entwicklung als Center Trainer vor und gibt es gibt es andere Kursformate, die dich interessieren oder die du bereits geplant hast?

Ich plane, die Test-Masterclass regelmäßig fortzuführen. Das will ich als Basis für Tester auf jeden Fall beibehalten. Ich könnte mir weiterhin vorstellen für erfahrene Tester Thementage mit Bezug zu aktuellen Trends in der Qualitätssicherung durchzuführen.

Welche Tipps würdest du jemanden geben, der selber als Trainer im CIC Kurse geben möchte?

Sprecht mit Leuten, die Erfahrungen im Halten von Schulungen haben. Nehmt deren Tipps und Ratschläge an. Besucht eine entsprechende Schulung. Das hilft ungemein, damit euer Kurs bei den Teilnehmern gut ankommt.

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The Center Trainers – Part 6: Martin

In diesem Jahr haben wir das erste Mal eine Tester-Masterclass im Center angeboten und viel gutes Feedback dazu bekommen. Ein Grund dafür ist das Engagement und Herzblut unserer Trainer im CIC. Im sechsten Teil unserer Serie „The Center Trainers“ stellen wir euch Martin vor, der den Automatisierungspart der Tester-Masterclass aufgebaut hat.IBMClientInnovationCenter-Martin

Warum wolltest du Trainer im CIC werden?

Die Java-Masterclass, als 4-wöchiges Intensivtraining für Absolventen, ist mittlerweile im Center schon gut etabliert. Daduch entstand bei zwei Kollegen aus unserer Test-Community die Frage, warum es eigentlich keine Masterclass für Tester gibt.

Ich kenne die beiden noch von unserem vorherigen Arbeitgeber, wo ich Ansprechpartner für die Testautomatisierung war. Als die beiden mir dann von ihrer Idee eine Test-Masterclass ins Leben zu rufen erzählten und fragten, ob ich nicht etwas über die Automatisierung von Tests sagen könnte, wollte ich natürlich helfen.

Seit wann bist du Trainer & welche Kurse gibst du?

Ich arbeite ja erst seit Anfang 2017 hier im Center und habe jetzt im Zuge der Test-Masterclass Anfang 2018 das erste Mal mithelfen können.

Ich habe dabei einen Kurs über die Testung im agilen Umfeld geleitet und etwas zur Theorie der Testautomatisierung gesagt. Das heißt – in welchen Teststufen können welche Tests wie automatisiert werden? Welche Voraussetzungen gibt es? Was muss beachtet werden, wenn man Testautomatisierung einführen möchte? Und so weiter.

Die beiden Kurse sind thematisch natürlich eng beieinander, da besonders bei agilen Ansätzen der Softwareentwicklung die automatisierte Testung elementar ist.

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Wie hast du dich auf deine Rolle als Trainer vorbereitet?

Glücklicherweise hatte ich privat noch ein paar Folien, die ich inhaltlich gut nutzen konnte, um die Kurse aufzubauen und hatte früher schon Kurse zu diesen Themen gegeben.

Dazu kam noch ein bisschen Recherche im Netz und die Frage, wie man die Inhalte am besten vermittelt. Dabei dachte ich, dass reiner Frontalunterricht wahrscheinlich weniger spannend für die Teilnehmer ist. Also habe ich überlegt, was man in Gruppenarbeit oder auch interaktiv machen kann. Einer unserer erfahrenen Trainer hier im Center, Marcel, hat uns auch noch ein paar nützliche Tipps gegeben.

Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten Eigenschaften und Fähigkeiten, die man als Trainer mitbringen sollte?

Neben dem Fachwissen ist sicherlich eine Gewisse Lockerheit und Selbstvertrauen notwendig, sodass man auf spontane Umstände und Fragen eingehen kann.

Ansonsten hilft es, wenn man freundlich und natürlich auftritt. Trotzdem ist ein Trainer keiner, der alles weiß, sondern speziell im Rahmen der Masterclass ein Kollege, der sein Wissen auf einem speziellen Gebiet mit seinen anderen Kollegen teilen möchte.

The Center Trainers

Wovor hattest du die meisten Bedenken, bevor du deinen ersten Kurs gegeben hast?

Zum einen, ob ich mit der Zeitplanung halbwegs gut liege. Wenn man ein-einhalb Tage plant, kann schnell etwas dazwischen kommen. Ich hatte Sorgen, ob ich viel zu schnell oder zu langsam sein würde.

Zum anderen, ob ich das Thema übermitteln kann ohne dass sich die Teilnehmer langweilen. Zum Beispiel, dass sie bei der Einführung nicht richtig abgeholt werden, große Teile schon kennen oder der Kurs zu langweilig aufgebaut ist. Jeder hat bestimmt schon mal einen Vortrag gehört, bei dem man am Ende zu Tode gelangweilt rausgeht und nichts mitgenommen hat.

Was war die größte Herausforderung, die du bislang in einem deiner Kurse bewältigen musstest?

Ich hab den Übergang von einem zum nächsten Thema nicht hinbekommen, bin dann ins Stocken geraten und war für eine gefühlte Ewigkeit vollkommen raus. An dieser Stelle wusste ich nicht, was ich weiter sagen wollte. Kurz stand ich hilflos da, dann hab ich eine der nächsten Folien gesucht und ohne große Überleitung gemeint: „So wir machen jetzt hier weiter“  – zum Glück hat keiner der Teilnehmer komisch reagiert.

Was war die witzigste Anekdote?

Ich wollte Blätter mit Begriffen an die Leinwand pinnen und immer wenn ich eins anpinnen wollte, sind zwei andere heruntergefallen, wenn ich die wieder anpinnen wollte, ist wieder mindestens ein anderes abgegangen. Nachdem ich fertig war und den nächsten Begriff gesucht hatte, ging es wieder los – dann hab ich nach Klebestreifen gesucht.

Was gefällt die besonders gut an deiner Rolle als CIC Trainer?

Besonders gut gefällt mir, dass man selbst die Chance hat über den Tellerrand des täglichen Projektgeschäfts zu schauen. Außerdem erhält man durch Fragen der Teilnehmer einen anderen Blick auf Dinge, die einem selbst klar schienen, dann aber vielleicht gar nicht mehr so klar sind.

Wie vereinst du deine Trainertätigkeit mit der täglichen Projektarbeit?

Ich hatte Glück, dass bei uns im Projekt um den Jahreswechsel gerade keine heiße Phase war. Ich kann mir vorstellen, dass es da schon mal problematischer werden kann. Allerdings kommt so ein Vortrag meist nicht spontan und innerhalb von ein bis zwei Monaten kann man sicher ein paar Stunden für Vorbereitungen einplanen. Solange man den Kollegen vom Projekt Bescheid gibt, dass man an diesem/diesen Tag(en) entsprechend eingebunden ist, stellt das meist keine Hürde dar.

Wie stellst du dir deine zukünftige Entwicklung als Center Trainer vor und gibt es andere Kursformate, die dich interessieren oder, die du bereits geplant hast?

Trainer zu sein hat mir viel Spaß und mich auch ein wenig Stolz gemacht. Von daher würde ich auch in Zukunft meine Hilfe gern anbieten. Da ich in meinem jetzigen Projekt jedoch kaum mit Testautomatisierung in Berührung komme, würde ich mich über Kollegen freuen, die aktuellere Praxiserfahrungen haben und mit mir den Kurs zusammen halten können. Dann würde ich auch versuchen noch mehr praktische Beispiele zur Theorie zu zeigen.

Ansonsten bin ich im aktuellen Projekt mehr mit der eigentlichen Entwicklung beschäftigt und könnte mir gut vorstellen, etwas über Entwurfsmuster, CleanCode in Verbindung mit C# und/oder Java beizusteuern. Ich denke alle Entwickler haben schon Code gesehen, wo sie dem Autor eine entsprechende Schulung gewünscht hätten.

Welche Tipps würdest du jemandem geben, der als Trainer Kurse im CIC geben möchte?

Wenn jemand gern selbst Trainer sein möchte, bringt er schon die wichtigste Voraussetzung mit: Motivation. Jetzt muss er „nur noch“ mit seiner eigenen Motivation die Teilnehmer motivieren. Dazu zählt, denke ich, wie oben schon gesagt, Lockerheit und Zusammenarbeit mit den Teilnehmern.

Weiterhin sollte man mit den Vorbereitungen rechtzeitig anfangen, sonst ist am Ende zu wenig Zeit für diese und man kann die Inhalte nicht so vermitteln, wie man es sich selbst gewünscht hätte.

The Center Trainers – Part 4: Markus und Sven

Wir haben vor kurzem unsere Center Trainer bei der Vorbereitung der neuen Masterclass überrascht und sofort eine kleine Interviewrunde gestartet. In einem weiteren Teil unserer Serie „The Center Trainers“ erfahrt ihr heute mehr über Markus, Sven und ihr Schulungsthema „Bluemix und IoT“ .

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Sven (links) und Markus (rechts) beim IoT Workshop

Warum wolltest du Trainer im CIC werden?
Sven Wieczorek (SW): Ich würde sagen, ich bin da mehr oder weniger reingewachsen. Da ich bereits in den Themen Bluemix und IoT drin steckte und einige Probleme, die man als Einsteiger leicht vermeiden kann, identifiziert habe, war eine erste Idee einen Guide für diese Themen zu erarbeiten. Dazu kam dann, dass im Zuge der Masterclass auch ein Kurs speziell für Bluemix angedacht war und man Trainer dafür benötigte. Da hat einfach alles gepasst. Darüber hinaus hatte ich durch diverse Vorträge und den IoT-Workshop zusammen mit Markus ein wenig Blut geleckt.
Markus Jüttner (MJ): Weil ich Spaß am Thema Bluemix & IoT habe und das gerne an andere weitergeben will. Zudem ist es eine schöne Abwechslung zum Projektalltag.

Seit wann bist du Trainer und welche Kurse gibst du?
SW: Seit diesem Jahr ‚offiziell‘. Markus und ich hatten im Vorfeld schon zwei Workshops zum Thema ‚IoT‘ gegeben, bei denen wir schon Erfahrung sammeln konnten.  Den ersten Masterclass-Kurs zum Thema Bluemix habe ich Anfang Mai zusammen mit Markus und Martin gegeben.
MJ: Durch die Learner Centered Training Schulung bin ich offiziell seit Anfang des Jahres Trainer und habe daraufhin den Bluemix & IoT Teil der Masterclass mit gehalten. Zudem habe ich mit Sven zusammen schon zwei IoT Workshops für Studenten und einige unserer Kollegen gegeben. Auch schon zu Unizeiten war ich als Übungsleiter für das Fach Idea Engineering und als Mentor tätig.

Wie hast du dich auf deine Rolle als Trainer vorbereitet?
SW: Persönlich eher weniger, da ich schon erhebliche Erfahrung mit Nachhilfe (Mathe für Schüler und Studenten) geben hatte. Fachlich gesehen war es von Vorteil für uns (Markus und mir), dass wir bei dem Thema freie Hand hatten. Wir haben uns zunächst darüber ausgetauscht, was am Ende hängen bleiben soll. Danach war die Vorbereitung relativ leicht, da sich die Inhalte mehr oder weniger von allein aufgestellt haben. Passend dazu musste dann nur noch das Material, die Hard- und Software vorbereitet werden.
MJ: Ich habe schon viel aus meiner eigenen Erfahrung lernen können, sowie aus Kommunikations- und Präsentationsseminaren und dem IBM Kurs Learner Centered Training.

Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten Eigenschaften und Fähigkeiten, die man als Trainer mitbringen sollte?
SW: Ruhe und Gelassenheit sowie lösungsorientiertes Denken. Eine Schulung wird nie reibungslos verlaufen beziehungsweise wird immer etwas Unvorhergesehenes eintreten. Dementsprechend ist es von Vorteil einen kühlen Kopf zu bewahren, um die Situation souverän zu meistern.

MJ:
a. Selbstvertrauen
b. Großes persönliches Interesse am Thema
c. Flexibilität

Wovor hattest du die meisten Bedenken, bevor du deinen ersten Kurs gegeben hast?
SW: Dass ich die Bücher vergesse. Damit ist das Unvorhergesehene gemeint. Es gibt die Anekdote eines Architekten, der eine Bibliothek entwerfen sollte. Als sie fertig gebaut war, war sie wunderschön, nur leider unbrauchbar, da er vergessen hatte das Gewicht der Bücher für die Statik zu berücksichtigen. Die Bibo wurde nie eröffnet. Konkret: unvorhergesehene Probleme.
MJ: Ich mache mir vorher immer Gedanken darüber nichts zu vergessen und auf alle Fragen, die aufkommen können, vorbereitet zu sein. Das ist aber beides bei guter Vorbereitung, gepaart mit etwas Erfahrung und Spontanität, meist kein Problem.

Was war die größte Herausforderung, die du bislang in einem deiner Kurse bewältigen musstest?
MJ: Sven und mein erster IoT Workshop für Studenten sollte bei uns im Center stattfinden. Ich hatte in der Woche zuvor noch alles für den Gäste-WLAN Zugang getestet und es funktionierte. Das Wochenende über wurde dieses IBM Gäste-WLAN jedoch umgestellt und wir standen für die Studenten im „INTERNET of Things“ Workshop plötzlich ohne Internet da. Da mussten wir den ersten Tag ganz schön improvisieren und am nächsten Tag in einen Raum auf dem Unicampus umziehen.

Was war die witzigste Anekdote?
SW: Da gibt es mittlerweile zu viele als, dass ich da eine rauspicken möchte.
MJ: Siehe vorherige Antwort 🙂

Was gefällt dir besonders gut an deiner Rolle als CIC Trainer?
SW: Die Gestaltungsfreiheit eigene Ideen umsetzen zu dürfen.
MJ: Wie schon erwähnt gefällt mir die Abwechslung vom Projektalltag und, dass ich viele eigene Ideen einbringen und umsetzen kann. Wenn das Feedback dann nach einer Schulung gut ausfällt, gibt das auch Selbstvertrauen für neue Aufgaben und Kurse.

Wie vereinst du deine Trainertätigkeit mit der täglichen Projektarbeit?
SW: Zeitig anmelden, dass man an einem bestimmten Datum aufgrund einer zu gebenden Schulung nicht verfügbar ist. Dann passt das glücklicherweise.
MJ: Die Arbeit im Projekt steht an erster Stelle, doch ich versuche mir über motivierten Einsatz und gute Ergebnisse dort die Auszeiten für die Trainerjobs als „Belohnung“ zu verdienen. So ähnlich hat es auch Thorsten Gau, Chief Technology Officer der IBM, einmal bei einem seiner Vorträge im Center beschrieben. Das hat sich bei mir eingebrannt.

Wie stellst du dir deine zukünftige Entwicklung als Center Trainer vor und gibt es gibt es andere Kursformate, die dich interessieren oder die du bereits geplant hast?
SW: Ich bin sehr zufrieden mit der Gestaltung und dem Verlauf des Masterclass-Kurses (Bluemix) und dem IoT-Workshop. Daher denke ich über eine thematische Veränderung nicht nach.
MJ: Wir überlegen derzeit die Bluemix Schulung auch losgelöst von der Masterclass anzubieten und wollen versuchen ein Blockseminar zum Bluemix/IoT Thema an der Uni anzubieten. Dafür ist jedoch noch einiges an Vorarbeit nötig.

Welche Tipps würdest du jemanden geben, der selber als Trainer im CIC Kurse geben möchte?
SW: Startet zeitig mit der Vorbereitung und macht euch Gedanken über mögliche Probleme. Keine Sorge, es kann/wird immer etwas Unerwartetes auftreten. Allerdings hat der Aufwand im Vorfeld den Vorteil, dass man innerlich ruhiger und entspannter ist und sich gut vorbereitet fühlt.
MJ: Probiert es einfach, am besten klein anfangen und sich trauen die Komfortzone zu verlassen. Außerdem würde ich an dieser Stelle meine Antwort zu „ Wie vereinst du deine Trainertätigkeit mit der täglichen Projektarbeit?“ genauso als gutgemeinten Rat geben.

Vom IoT-Workshop zum Berufseinstieg im CIC

Mein HintergrundBlogbeitrag_Eric_IBMClientInnovationCenter_Masterclass_IoT
Ich heiße Eric und bin seit letztem Jahr im IBM Client Innovation Center Magdeburg (CIC) beschäftigt. Zuvor habe ich Ingenieurinformatik an der Otto-von-Guericke Universität studiert und war währenddessen bereits als Werkstudent im IT-Bereich tätig. Beides half mir sehr dabei die Grundlage zu schaffen, einen Job beim CIC anzunehmen. Aufmerksam geworden bin ich auf das Center durch den CIC IoT-Workshop und durch die Teilnahme habe ich den ersten Kontakt zum Center geknüpft.

Der IoT-Workshop ist ein dreitägiger und vom CIC zertifizierter Workshop, bei dem IoT-Technologien eingeführt werden und Software Projekte von Grund auf durchgeführt werden, von der Teambildung bis hin zur Abschlusspräsentation, über Ideenfindung, DevOps & Projektplanung, genauso wie Coding und Bugfixing. Dabei werden Teilnehmer mit IoT-Tools@IBM vertraut  gemacht. Nach der Phase der Teambildung beginnt ein Wettbewerb zwischen den Teams und fördert sowohl das Lernen als auch die Umsetzung der neu erworbenen Kenntnisse im selbstausgedachten Projekt der jeweiligen Teams.

In den ersten Wochen hier im Center habe ich an der Java Masterclass teilgenommen, die ebenfalls ein vom CIC Magdeburg ausgearbeiteter und bewährter Kurs ist, um uns Absolventen ohne Berufserfahrung den Einstieg in das Berufsleben als Softwareentwickler zu erleichtern.

Mittlerweile arbeite ich im Bereich Softwareentwicklung bei einem Geschäftspartner der Automobilbranche.

Der IoT-Workshop
Als sich mein Studium dem Ende näherte und ich mich mit konkreten Fragen über meinen Einstieg beschäftigte, bekam ich eine E-Mail vom Fachschaftsrat der Fakultät für Informatik mit der Einladung zu einem IoT-Workshop mit dem Titel „The best idea for your career“ im IBM CIC in Magdeburg. Es handelte sich zwar an sich um keine Stellenausschreibung, aber anhand des Titels versprach ich mir sehr gute Möglichkeiten über einen späteren Berufseinstieg. Demnach fühlte ich mich sofort angesprochen, sodass meine Bewerbung zügig rausging. Glücklicherweise lief alles reibungslos ab und am 08. August 2016 um 9 Uhr saß ich im Konferenzraum des 1. OG des CIC Gebäudes. Dort wurde ich als IoT-Workshop-Teilnehmer von dem Geschäftsführer und von den Workshop-Leitern begrüßt.

Meine Begeisterung hatte seinen Höhepunkt erreicht. Ich habe während der 3 Tage viel gelernt und habe mit meinen drei Teamkollegen den Workshop als „Winner“ abgeschlossen. Darüber hinaus habe ich die Gelegenheit des Workshops genutzt, um mir einen Überblick über den CIC Arbeitsalltag zu verschaffen. Sehr beeindruckt war ich besonders von der Diversität der Mitarbeiter und von den Möglichkeiten für CIC Mitarbeiter, sich neben der eigentlichen Arbeit weiter zu qualifizieren. Denn am Workshop selber haben zum einen zusätzlich zwei CIC Mitarbeiter teilgenommen, welche ihre Fähigkeiten mit IoT-Technologien erweitern wollten, zum anderen waren auch beide Workshop-Leiter CIC Mitarbeiter, die ihr Expertenwissen im Rahmen dieses Workshops teilen wollten. Ob Lerner oder Trainer, Aktivitäten neben der Projektarbeit sind vielfältig und tragen, wie ich finde, zu einem dynamischen Arbeitsklima bei.

Start im IBM CIC
Nach der erfolgreichen Teilnahme am IoT Workshop, erreichte mich wieder eine E-Mail, diesmal mit aktuellen Stellenausschreibungen. Eine davon kam aus dem IBM CIC Magdeburg mit dem Titel „Java Masterclass“ und versprach intensives Training und direkten Projekteinstieg. Das Recruiting-Team des CIC arbeitet sorgfältig und die Bewerbungsfeedbacks ließen nicht lange auf sich warten. So kam die Einladung zum Vorstellungsgespräch sehr schnell, wobei ich mich, angesichts meines vermehrten Kontakts mit dem Center, halbwegs zu Hause fühlte. Im Vorfeld musste ich einen Englisch-, einen kognitiven- und einen Programmiertest im Internet machen. Ende September traf dann schließlich der unterschriebene Arbeitsvertrag bei mir per Post ein. So wurde mein Traum, IBMer zu werden, wahr.

Im Oktober 2016 war es soweit – endlich zur Arbeit! Zunächst durchlief ich das Onboarding, dann das versprochene Training im Zuge der Masterclass und direkt im Anschluss durfte ich in mein erstes Projekt einsteigen. Die erste Woche befasste sich mit dem technischen Onboarding. Laptops wurden verteilt und eingerichtet. Das HR-Onboarding fand in der zweiten Oktoberwoche statt, mit grundlegenden Schulungen über Sicherheit, Umgang mit Kollegen und Geschäftspartnern, professionellem Auftritt, sowie Einblicke in die Unternehmensgeschichte. Gemeinsam mit circa 40 anderen neuen Kollegen verschiedener Nationalitäten, absolvierte ich das Onboarding teils auf Englisch in Form von Klassenraumunterricht, Gruppenarbeit oder Telefonkonferenzen, wenn der Trainer von außerhalb aus unterrichtete. Viele von den neuen Kollegen waren nicht aus Magdeburg, sondern lediglich für das Onboarding her gekommen, da es zentral in Magdeburg stattfindet. Für sie ging es danach zurück an einen der zahlreichen, weiteren Standorte des CICs.

Die Java Masterclass
Nach dem allgemeinen Onboarding, starteten die technischen Schulungen. Die ersten zwei Wochen der Masterclass beinhalteten Java-Programmierung als Klassenraumunterricht. Zehn Tage lang wurde uns unter dem Thema Java SE, neben den grundlegenden Programmierskills, auch die Anwendung verschiedener Tools wie JUnit, Servlets, Sockets und J2DB aufgezeigt sowie beigebracht.

Die ersten Tage waren von meinem Gesichtspunkt aus eher redundant, jedoch, je tiefer es in die Thematik ging, umso interessanter wurde es. Danach wurden noch verschiedene Online Learning Kurse und Telekonferenzen angeboten. Das gesamte Programm für Anfänger erstreckt sich über zwei Jahre, aber die restlichen Lerninhalte kann ich angesichts der jeweiligen Projekte und individuellen Lücken selber definieren. Da ich gleich anschließend ein Projekt bekam, lerne ich locker nebenbei nach Bedarf.

Mein erstes Projekt
Mein erstes Projekt führte mich zu einem Geschäftspartner der Automobilbranche mit Tätigkeiten vor Ort, beziehungsweise arbeite ich von Zuhause aus im Home-Office. Das IBM Team setzt für diesen Kunden Innovation und Digitalisierung in spannende Projekte um und ich freue mich sehr darüber zukunftsträchtige Technologien mitzugestalten. Ich lerne weiter nebenbei und bin sehr dankbar für die Java Masterclass, die mich in vielerlei Hinsicht dazu befähigt hat, Aufgaben eigenverantwortlich nachzugehen. Der Umgang mit den Kollegen ist so freundlich, als ob man sich schon lange Zeit kennen würde – sich gegenseitig zu helfen und zu duzen, ist selbsverständlich. Es gibt zahlreiche Gruppen und Wiki-Seiten, wo Kollegen ihr Wissen gern weitergeben und die Arbeitsatmosphäre ist angenehm. Da ich mir den Einstieg nicht besser vorstellen könnte, empfehle ich jedem, ohne irgendwelche Abstriche, das IBM CIC, seine Java Masterclass und eine Teilnhame am IoT Workshop.

The Center Trainers – Part 2: Jenny

Wir haben vor kurzem unsere Center Trainer bei der Vorbereitung der neuen Masterclass überrascht und sofort eine kleine Interviewrunde gestartet. Im zweiten Teil unserer Serie „The Center Trainers“ erfahrt ihr heute mehr über Jenny und ihre Unterstützung bei den Schulungen „Java SE“ und „Einführung in Datenbanken“.

Warum wolltest du Trainer im CIC werden?
Es ist motivierend, wenn man die Fortschritte bei den Teilnehmern sieht und sein Wissen teilen kann. Jenny_IBMClientInnovationCenter_TrainerAußerdem habe ich im Laufe des Studiums die Erfahrung gemacht, dass ich Inhalte besser verstehe und mir merken kann, wenn ich sie versuche anderen zu erklären. Da ich im Projekt gar nichts mehr mit Java zu tun habe, hilft es mir auch meine Kenntnisse dafür wieder aufzufrischen und zu festigen.

Seit wann bist du Trainer und welche Kurse gibst du?
Ich habe erst dieses Jahr mit der Trainertätigkeit begonnen, bin also noch ein „Frischling“ was dies angeht. Ich bin unter anderem beteiligt am Java SE Kurs, sowie der Einführung in Datenbanken.

Wie hast du dich auf deine Rolle als Trainer vorbereitet?
Wir haben in unserer Trainergruppe für Java SE vorhandenes Material gesichtet, versucht dieses für unsere Bedürfnisse aufzubereiten und zu strukturieren. Zusätzlich habe ich mich natürlich selbst nochmal intensiv mit den Inhalten beschäftigt und auch wieder ein paar praktische Beispiele umgesetzt, damit ich den Teilnehmern sowohl im theoretischen Teil als auch im praktischen Teil zur Seite stehen kann.
Desweitern habe ich den „Learner Centered Training“ Kurs erfolgreich abgeschlossen und dort viele nützliche Tipps und Erkenntnisse mitgenommen. Besonders geholfen hat mir die Methodik zur Strukturierung von Übungen. Der Zweck der Übung sollte klar formuliert werden, die Anweisungen möglichst präzise sein und – das war am wichtigsten – die Übungen sollten immer im Nachhinein nochmal besprochen werden, nur so hat man die Möglichkeit diese stetig anzupassen und zu verbessern.

Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten Eigenschaften und Fähigkeiten, die man als Trainer mitbringen sollte?
Flexibilität – Teilnehmer lernen unterschiedlich schnell, beteiligen sich in unterschiedlicher Qualität und Quantität, es sollte im Idealfall immer einen Plan B geben und man sollte in der Lage sein, die einzelnen Übungen an die Bedürfnisse der Teilnehmer anzupassen – sie intensivieren, wenn es noch Probleme gibt oder verkürzen, wenn sich alle dabei langweilen. Eine Lösung war für uns „BackUp Übungen“ parat zu haben, die etwas komplexer waren. Somit waren die Teilnehmer immer beschäftigt und wir konnten uns die Zeit nehmen anderen Teilnehmern etwas mehr zu helfen.
Selbstsicherheit – „Sei ein Löwe, keine Gazelle“ wurde uns im „Learner Centered Training“ gesagt. Es ist natürlich zu Beginn schwierig vor vielen Teilnehmern zu sprechen, aber Wissen wird am besten vermittelt, wenn der Trainer es mit Überzeugung vorträgt. Eine gute Vorbereitung festigt die eigene Sicherheit und damit auch das strukturelle Vortragen und man ist besser in der Lage, einen roten Faden im Auge zu behalten.

Wovor hattest du die meisten Bedenken, bevor du deinen ersten Kurs gegeben hast?
Vor der Zeitplanung. Wir konnten die Voraussetzungen der Teilnehmer kaum einschätzen und nur ganz grob versuchen die Übungen zu terminieren.

Was war die größte Herausforderung, die du bislang in einem deiner Kurse bewältigen musstest?
Ich hatte ja erst einen Durchgang, da ist – zum Glück – nichts Gravierendes schiefgelaufen. Wie oben schon befürchtet, bewahrheitete sich auch zum Teil eine zu enge Zeit- und Themenplanung, daher haben wir spontane Übungen, sowie Live Coding eingeschoben. Beim ersten Kurs ist diese Spontanität schon eine Herausforderung.

Was war die witzigste Anekdote?
Außer der üblichen technischen Schwierigkeiten, Beamerausfällen oder fehlende Kabel habe ich da „leider“ noch nicht viel zu berichten.

Was gefällt dir besonders gut an deiner Rolle als CIC Trainer?
Wie schon gesagt, ich finde es motivierend sein Wissen zu teilen und die Fortschritte der Teilnehmer zu beobachten. Desweitern macht die Teamarbeit mit den anderen Java Trainern viel Spaß und man schaut auch mal über den Tellerrand seines Projekts.

Wie vereinst du deine Trainertätigkeit mit der täglichen Projektarbeit?
Ich habe ein sehr flexibles Projekt, daher war es zwischendurch auch möglich regelmäßige Meetings zur Planung abzuhalten, ohne dass es zu Verzögerungen im Projekt kam. Natürlich beschäftigt man sich aber auch mal am Abend oder am Wochenende ein wenig mit der Materie.

Wie stellst du dir deine zukünftige Entwicklung als Center Trainer vor und gibt es gibt es andere Kursformate, die dich interessieren oder die du bereits geplant hast?
Ich würde gerne die Kurse, an denen ich mit beteiligt war, weiterentwickeln und anhand des erhaltenen Feedback versuchen, zu verbessern. Interessieren würde mich auch ein Kurs zur Frontendentwickung, da ich damit in meinem Projekt hauptsächlich beschäftigt bin. Vorerst bleibe ich aber bei den aktuellen Kursen und versuche dort die Inhalte und Abläufe zu festigen.

Welche Tipps würdest du jemanden geben, der selber als Trainer im CIC Kurse geben möchte?
Das Wichtigste ist die Motivation, wenn man mit Spaß und Elan an die Tätigkeit herangeht, dann ist alles machbar.

The Center Trainers – Part 1: Alexander

Wir haben vor kurzem unsere Center Trainer bei der Vorbereitung der neuen Masterclass überrascht und sofort eine kleine Interviewrunde gestartet. Im Auftakt unserer Serie „The Center Trainers“ erfahrt ihr heute mehr über Alex und seine Datenbanken-Schulung.

Center Trainer AlexWarum wolltest du Trainer im CIC werden?
Meine Motivation dazu besteht einerseits darin, dass ich mich für mein Thema begeistere und Spaß daran habe, allgemein Wissen zu vermitteln. Der Grund dafür ist sicherlich, dass ich an der Universität schon als Dozent gearbeitet habe. Zum anderen ist es aber auch eine gute Gelegenheit meine Sichtbarkeit im Center zu steigern.

Seit wann bist du Trainer und welche Kurse gibst du?
Ich bin seit der Masterclass April 2017 Trainer und gebe den Grundlagenkurs „Datenbanken“.

Wie hast du dich auf deine Rolle als Trainer vorbereitet?
Ich habe ein eigenes Folienset erstellt und im Rahmen dessen auch meine eigenen Kenntnisse aufgefrischt. Wie fast alle „Masterclass-Trainer“ habe ich auch den „Lerner-centered Trainer“ Kurs abgeschlossen. Hier hat mir besonders der zweite Schwerpunkt aus diesem Kurs geholfen: Wie man die Übungen für die Teilnehmer richtig gestaltet. Wichtig fand ich dabei immer zu schauen, an welcher Stelle und wie man die Teilnehmer „abholt“.

Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten Eigenschaften und Fähigkeiten, die man als Trainer mitbringen sollte?
Fachwissen spielt natürlich eine zentrale Rolle. Wenn die Teilnehmer nicht das Gefühl haben, dass der Referent ihnen tatsächlich etwas Neues vermitteln kann, wird man auch Schwierigkeiten haben, wirklich ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Außerdem ist ein gewisses rhetorisches Talent wichtig. Als dritten Punkt sehe ich ganz klar, dass man sich in die Rolle des Lerners hinein versetzen kann und immer mit etwas Empathie dabei ist. So kann man seine Inhalte dynamisch skalieren und überfordert niemanden.

Wovor hattest du die meisten Bedenken, bevor du deinen ersten Kurs gegeben hast?
Da ich den Kurs das erste Mal gehalten habe, war eine große Unschärfe immer der Zeitplan.

Was war die größte Herausforderung, die du bislang in einem deiner Kurse bewältigen musstest?
Eine Herausforderung ist sich darauf einzustellen, dass es unterschiedlich schnelle Lerner gibt, und dass auch das Level an Vorkenntnissen im Kurs variiert.

In meiner Zeit an der Uni hatte ich auch manchmal das Problem, dass die Teilnehmer nicht immer bei der Sache waren. Hier richtig auf Einzelne einzugehen, ohne diese vor den Kopf zu stoßen und eventuell ganz abzuhängen, empfand ich als Herausforderung.

Was war die witzigste Anekdote?
Mir fällt gerade leider keine ein. Aber ich kann sagen, dass mir der Kurs im Ganzen sehr viel Spaß gemacht hat und ich hoffe, ich konnte meine Begeisterung für das Thema auch gut transportieren.

Was gefällt dir besonders gut an deiner Rolle als CIC Trainer?
Besonders gefällt mir, hier im Center an meine Lehrtätigkeit in der Uni anknüpfen zu können. Wissen vermitteln ist etwas, was mir sehr viel Spaß macht.

Wie vereinst du deine Trainertätigkeit mit der täglichen Projektarbeit?
Mein Datenbankthema begleitet mich auch in den Projekten. Daher bleibe ich fachlich eh immer dabei. Zeitmanagement spielt natürlich eine große Rolle, gerade kurz vor dem stattfindenden Kurs.

Wie stellst du dir deine zukünftige Entwicklung als Center Trainer vor und gibt es gibt es andere Kursformate, die dich interessieren oder die du bereits geplant hast?
Ich würde gerne weiter das Thema Datenbanken in der Masterclass halten. Ansonsten könnte ich mir auch mal vorstellen einen weiterführenden Kurs zu dem Thema für interessierte Mitarbeiter zu geben.

Learner Centered Training – Eine „Train the Trainer“ Schulung mit Enten, Gazellen und Löwen

Vor kurzem konntet ihr hier im Blog über Erfahrungen unseres Trainers Marcel lesen, die ihn bis nach Indien führten. Eindrücke, die auch unsere Kollegin Mandy motivierten selbst Trainer zu werden. Einige ihrer Impressionen aus der Trainerausbildung teilt sie heute mit uns.

by Mandy

Wer sich die Arbeit in einem IT Unternehmen als wenig abwechslungsreich vorstellt und denkt, bei uns wird den ganzen Tag nur programmiert, wird im CIC vom Gegenteil überzeugt. Denn neben dem täglichen Projektgeschäft und dessen Kern, der Softwareentwicklung, gibt es für CIC-Mitarbeitende vielseitige Möglichkeiten sich in anderen Rollen auszuprobieren. Wie zum Beispiel für mich und 16 weitere Kollegen, die an der Schulung „Learner Centered Training“ teilnahmen. Denn in diesem Kurs wird man dafür ausgebildet selber im Center Schulungen zu geben. Viele der Teilnehmer sollten im Rahmen unserer „Java-Masterclass“ als Trainer vor einer Gruppe neuer, wissbegieriger CIC‘ler stehen und mit ihnen die wichtigsten Kenntnisse über die Java Programmierung auffrischen und vertiefen. Darüber hinaus gibt es Mitarbeiter, die in Zukunft Soft-Skill Schulungen im Center leiten werden. Vor diesem Hintergrund starteten wir in die 1,5 tägige Schulung. Das Ziel bestand darin Fähigkeiten zu entwickeln, zu stärken und zu testen, die für den Erfolg als Trainer von entscheidender Bedeutung sind. Geleitet wurde der Kurs von unserem britischen IBM-Trainer Paul.

FullSizeRenderAls allererstes wurde diskutiert, was „Learner Centered“ (lernerzentriert) überhaupt bedeutet. Dieses Konzept, nach welchem die meisten IBM-Schulungen geleitet werden, steht im starken Kontrast zu dem altbekannten Frontalunterricht aus Schul- und Unizeiten. Im Vordergrund steht hierbei die Interaktion mit den Lernenden. Die Inhalte werden gemeinsam in Form von Partner-, Gruppen- und Projektarbeiten erarbeitet, wozu gleichzeitig die gemeinsame Erörterung, Planung und Diskussion gehört. Diesem Prinzip folgend war auch unsere Schulung, wie man Kurse lernerzentriert leitet, auf diese Art und Weise aufgebaut. In Form von verschiedenen Übungen haben wir mehr über das Konzept lernen können und gleichzeitig Anregungen und Ideen erhalten, wie man später selber als Trainer eigene Schulungen gestalten kann.

Der erste halbe Tag beinhaltete dementsprechend bereits viele interaktive Übungen. Im thematischen Fokus stand, wie Menschen lernen, welche Lern-Typen es gibt und wie man es schafft, die Aufmerksamkeit der Lernenden für sich zu gewinnen. Aber vor allem was Enten, Löwen und Gazellen in diesem Zusammenhang für Rollen einnehmen.

Zu unserer Überraschung spiegelt die Ente den Alltag eines Trainers hervorragend wider. Einerseits schwimmt IMG_7744eine Ente, für alle sichtbar, meist ganz ruhig auf der Wasseroberfläche. Andererseits, was niemand bemerkt, ist sie unter Wasser unheimlich stark am Strampeln. Fast genau wie ein guter Trainer. Nach außen Ruhe und Kompetenz ausstrahlen, obwohl im Hintergrund tausend Dinge ablaufen:

  • Die Zeit im Auge behalten
  • Die Nächste Übung gedanklich schon vorbereiten
  • Die Gruppe beobachten
  • Etc., etc., etc.

Um diese Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen zu können, ist die Vorbereitung einer der bedeutendsten Erfolgsfaktoren. Auf diese Weise sichert man sich selber ab, die entsprechende Thematik kompetent zu vermitteln und zu jeder Zeit souverän auftreten zu können. Was anhand von Pauls bildhaften Beispiel besonders deutlich wurde: Als Trainer möchte man in seinem eigenen Territorium zu jeder Zeit als Löwe auftreten und nicht zur gejagten Gazelle werden.

Auch anhand dieses Beispiels hat uns Paul einerseits einen Fakt über wichtige Trainereigenschaften vermittelt und andererseits eine sehr gute Methode gezeigt, wie man Inhalte nachhaltig in den Köpfen von Schulungsteilnehmern platziert – nämlich indem man mit Bildern und Geschichten arbeitet. Denn, wie wir am eigenen Beispiel lernen konnten, haben sich besonders die Prinzipien, die hinter Ente, Gazelle und Löwe stecken, bei vermutlich allen Teilnehmern besonders stark eingeprägt.

Die zweite Tageshälfte umfasste wie man Lernübungen im Sinne von Lernerzentriertheit aufbaut. Hierbei wurden uns weitere wichtige Werkzeuge an die Hand gegeben, die es erleichtern, eine sinnvolle und vor allem für die Lernenden nachvollziehbare Übung zu gestalten. Natürlich erfolgte dies nicht durch Frontalunterricht. Um die Werkzeuge kennenzulernen, durften wir selbst aktiv werden, uns in den Gruppenübungen ausprobieren und anschließend direkt üben, richtiges Feedback zu geben.

Abschließender Punkt auf der Agenda des ersten Tages war der Umgang mit herausfordernden Situationen. Ein besonderer Fokus lag dabei auf dem Umgang mit schwierigen Kursteilnehmern. Und auch hier wurde der Bezug zwischen Ente, Gazelle und Löwe wieder offensichtlich. Denn die richtige Vorbereitung kann meist schon ausreichen, Situationen, in denen man als Trainer zur gejagten Gazelle werden könnte, zu vermeiden. Dabei können einfache Mittel, wie die Sitzordnung und zu Beginn vereinbarte Verhaltensregeln schon hilfreich sein, aber auch das Wissen über weitere „Coping-Strategies“. Mit Paul als langjährigen Trainer konnten wir besonders zu diesem Punkt sehr von seinen Erfahrungen profitieren und viele Fragen los werden.

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Der zweite Tag bestand für uns angehende Trainer dann hauptsächlich darin, in kleinen Gruppen, eigene Trainings durchzuführen. Das bedeutete, dass wir Inhalte, die wir am vorangegangen Tag gelernt hatten innerhalb unserer Gruppe als Trainer unterrichten sollten. Dazu suchte sich jeder ein spezielles Thema aus, bereitete dies für den Rest der Gruppe vor und leitete anschließend eine eigene Mini-Schulung. Somit wurden viele der vermittelten Inhalte nochmals wiederholt und gleichzeitig konnte sich jeder als Trainer ausprobieren und eine lernerzentrierte Schulung leiten.

Durch die sehr gute Leitung des Kurses durch Paul haben wir innerhalb kurzer Zeit einen umfangreichen Überblick erhalten, wie man lernerzentrierte Schulungen geben kann. Außerdem haben wir sehr viele Anregungen mitnehmen können, welche verschiedenen Methoden man einsetzen kann, um den Teilnehmern interaktiv Inhalte zu vermitteln. Eine bessere Vorbereitung für die Rolle als Trainer hätte ich mir nicht wünschen können und aus meiner Perspektive habe ich keine Zweifel, dass alle Schulungsteilnehmer sehr erfolgreiche Enten – ähh Trainer werden!