In 80 IBMern um die Welt: Vom Dolmetscher zum Anwendungsentwickler – Das kommt mir spanisch vor…

Hallo, ich bin Michel, seit Oktober 2016 bin ich beim CIC Magdeburg, wo ich zurzeit als Datenbankanalyst tätig bin.
Ursprünglich komme ich aus Spanien, genauer gesagt aus der schönen Stadt Alicante und habe dort Übersetzung und Dolmetschen mit Schwerpunkt Dolmetschen studiert.

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 – Alicante (Spanien)

Aber seit ungefähr vier Jahren wohne ich in Deutschland und Anfang 2016 habe ich meine Umschulung zum Fachinformatiker erfolgreich abgeschlossen.
In diesem Blogeintrag würde ich euch gerne darüber erzählen, wie es dazu gekommen ist, dass ich nicht nur Land sondern auch Beruf gewechselt habe.

Zunächst muss ich sagen, dass ich, obwohl ich am Ende meines Studiums viel Liebe für das Dolmetschen empfand, meine Studienwahl nicht so sehr aus Berufung traf, sondern eher weil es mir sehr leicht fällt Sprachen zu lernen.
Eigentlich hätte ich lieber Computerwissenschaften studiert, was ich auch anfangs für zwei Semester (drei Quadrimester im spanischen System) versuchte. Aber irgendwie hat es damals noch nicht ganz mit mir und der IT geklappt…

Meine ersten Erfahrungen in der Arbeitswelt waren dadurch motiviert, dass ich mein Studium finanzieren musste. Ich habe immer versucht es so zu arrangieren, dass ich nur 4 oder 5 Monate im Sommer arbeiten musste. Leider hat das nicht immer so gut geklappt und einmal musste ich mein Studium ein Jahr lang auf Eis legen.
In chronologischer Reihenfolge hatte ich folgende Jobs: Fotograf, Gärtner, Sekretär, Kellner, Reiseleiter und zurzeit eben Fachinformatiker. Ironischerweise konnte ich nie als Dolmetscher arbeiten.

Ich hatte sehr viel Spaß mit meiner Arbeit als Fotograf, zum einen, weil es eins meiner Lieblingshobbies ist und anderen, weil ich mit einer sehr teuren und coolen Reflexkamera Fotos knipsen durfte (die am Ende des Tages für ungeheuerlich viel Geld verkauft werden sollten).

Alicante

In meinem Job als Gärtner bin ich mehr oder weniger zufällig gelandet. Als ein Freund die Firma wechselte, durfte ich seine Stelle als Gärtner übernehmen. Es hat mir sehr gut gefallen, zwar ist es eine etwas anstrengende Arbeit, aber man hat auch viel Zeit über Sachen nachzudenken.
Überraschend viel hatte ich in diesem Job mit Touristen zu tun. Die meisten waren sympathisch, häufiger wurde ich zu einer Cerveza (zu einem Bier) eingeladen, aber es gab auch Ausnahmen. Der schlimmste Fall war eine Gruppe, die zwei Palmen fällte, sämtliche Essensreste überall verteilte, damit sie in der Sonne verfaulten und alle Matratzen in den Swimmingpool warfen.

Mein Gleichgewichtssinn ist schrecklich, Kopfrechnen kann ich nicht besonders gut und meine Schrift ist so schlecht, dass ich sie nicht mehr lesen kann, wenn ich schnell genug schreibe.
Ich erwähne das nur, weil ich einen Sommer lang als Kellner in einer internationalen Restaurantbar gearbeitet habe. Trotz allem hat mir dieser Job sehr viel Spaß gemacht. Klar, es war körperlich sehr anstrengend und ich hatte extreme Arbeitszeiten, aber ich konnte auch jeden Tag meine Sprachkenntnisse auf die Probe stellen. Von Tisch zu Tisch.

Da meine Sprachkenntnisse im Job als Kellner nicht wirklich gut ausgenutzt wurden, wurde ich bald zur Büroarbeit befördert. Anfangs dachte ich, dieser Bürojob sei eher eintönig, aber wie so oft im Leben lag ich hier falsch. Sehr sogar. Die Lage des Büros in einem geschäftigen Viertel sorgte immer für viel Aufregung.

Nach vielen Jahren Studium war es dann so weit, endlich konnte ich mich professioneller Übersetzer nennen! Es war ein sehr wichtiger Moment in meinem Leben, aber gleichzeitig war es leider eine sehr unsichere Zeit für den Rest der Welt: wir waren mitten in der Finanzkrise von 2008. Fast zwei Jahre lang sendete ich meine Bewerbung in alle Himmelsrichtungen, leider immer ohne Erfolg.
Die Lage war sehr schlecht, selbst als Bedienung oder Kellner blieb ich erfolglos.

Eines Tages wendete sich mein Glück und ich bekam eine Antwort von einer deutschen Rederei, sie waren auf der Suche nach einem Reiseleiter für eins ihrer Kreuzfahrtschiffe. Sofort ergriff ich die Gelegenheit und buchte ein Flugticket nach Deutschland.
Es klang alles sehr gut: eigene Kabine, jeden Tag einen Ausflug machen und nachmittags Zeit für mich. Obwohl ich auf den Fahrten viele Städte sehen konnte, war ich in diesem Job nicht glücklich.
Leider konnten die gemachten Versprechen nicht erfüllt werden, und so blieb ich nur solange an Bord, bis ich das geliehene Geld, welches ich gebraucht hatte um nach Deutschland zu kommen, zurückzahlen konnte.

Nun bot sich mir die Möglichkeit, eine Umschulung zum Fachinformatiker zu machen. Während dieser Umschulung entdeckte ich, dass das Programmieren sehr viel Spaß macht. Zusätzlich konnte ich feststellen, dass meine Sprachkenntnisse sehr hilfreich waren, um mich an die abstrakten Programmiersprachen heranzutasten. Zwei Jahre später hatte ich die Prüfung erfolgreich abgeschlossen und fand auch schnell meine erste Arbeitsstelle in Krefeld. Das Berufsklima war angenehm, öfters habe ich mit Kollegen auch nach der Arbeit etwas zusammen unternommen.
Hier durfte ich auch von erster Hand die deutsche Arbeitskultur erleben. Sowohl die verblüffenden Unterschiede, aber auch die Ähnlichkeiten zur spanischen Arbeitskultur konnte ich erfahren.
Endlich hatte ich meine Berufung gefunden. Da mein Vertrag jedoch befristet war, war ich 2016 wieder auf Jobsuche.
Nach einigen Wochen und gefühlt tausenden Bewerbungen bekam ich den Tipp, mich beim CIC in Magdeburg zu bewerben. Anfangs war ich ein wenig nervös, doch schließlich bewarb ich mich und wenige Wochen später war ich in Magdeburg.
Mittlerweile sind sechs Monate verstrichen, ich habe mich in meinem Projekt gut eingearbeitet und dank meiner Arbeitskollegen, macht es jeden Tag Spaß ins Büro zu kommen.
Mein Fazit? Trotz ungewöhnlichem Lebenslauf habe ich es weit geschafft und habe auf jeden Fall vor, es noch weiter zu schaffen.

Mein Leben als Praktikant

Hallo zusammen, mein Name ist Marco Hoppe und ich bin 34 Jahre alt. Heute möchte ich kurz über meine Eindrücke als Praktikant hier im Center berichten.

Als ich die Umschulung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung begann, wusste ich bereits, was ich wollte. Ich wollte in einem Unternehmen arbeiten, das groß aber trotzdem noch familiär ist. Jeder, dem ich das sagte, Marcoschmunzelte nur.

Ich bekam dann die Möglichkeit, mich bei IBM hier in Magdeburg zu bewerben. Mein erster Gedanke war: „Oh mein Gott. IBM??? Ich?? Okay, bewerben kostet ja nichts, also los.“

Ich bewarb mich also und war einer von 3 Bewerbern. Ich wurde zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Schon dort merkte ich, wie gut das ISC aufgebaut ist. Alle waren freundlich und zeigten auch das persönliche Interesse an den Mitarbeitern. Man sah, dass alle mit Spaß bei der Arbeit sind. Dies kannte ich von großen Unternehmen in dieser Form nicht.

Nach 2 Wochen bekam ich dann die Entscheidung mitgeteilt, dass ich mein Praktikum im ISC machen kann. Was ich in diesem Augenblick gefühlt habe, kann man fast gar nicht beschreiben. Vielleicht kann man es so beschreiben: Die Geburt meiner 2 Söhne, Deutschland ist Fußballweltmeister, Zalando steht gerade vor der Tür, egal, es war ein Gefühl der besonderen Art. 🙂

Als ich dann am 7. Januar 2015 meinen ersten Tag hatte, war ich nervös, aufgeregt aber auch voller Stolz.

Ich lernte meinen Betreuer Thomas kennen und das Projekt „Peakwork“ sowie das Team, was hinter „Peakwork“ steht. Zusammen haben wir dann überlegt, was ich als Projekt für die Prüfung entwickeln kann. Das Thema „Entwicklung einer Bluemix – App für das Monitoring von Kundenservern“ sollte es sein.

Voller Tatendrang ging ich ans Werk. Ich wollte zeigen, dass es richtig war, mir die Chance gegeben zu haben. Mein Tagesablauf wurde angepasst. Leider konnte ich nicht aus 24 Stunden 32 Stunden am Tag machen. Meine Familie stand und steht voll und ganz hinter mir und gab mir die benötigte Zeit.

Also lernte ich, probierte Sachen aus, bis die ersten Ergebnisse ausgegeben wurden.

TOLL, ich habe meine erste Abfrage generiert und sehe, dass Flüge und Hotels ausgegeben werden.

Ein gutes Gefühl. Mittlerweile habe ich die 70 Stunden (Projektumfang) fertig und die Dokumentation ist auch in den letzten Zügen, sodass ich mich jetzt mehr und mehr ins Projekt einbringen kann.

Ab dem 13. April habe ich Prüfungsvorbereitung und am 29. April ist dann die Prüfung.

Ich bin allen, die mich unterstützt haben, sehr dankbar. Auf die Frage, ob ich es bereut hätte, mein Praktikum bei IBM zu absolvieren, würde ich ganz klar „NEIN“ sagen. Es ist mit das Beste, was mir passieren konnte. Es ist natürlich klar, dass ich mich nach dem Praktikum bei IBM als Mitarbeiter bewerbe und ein kleiner Teil des ISC sein will.

Ich bin schon jetzt froh, dass ich das ISC-Team kennenlernen durfte.

Vom Praktikanten zum Angestellten

By Christian

Im Juni 2014 bin ich durch eine Empfehlung meines Bildungsträgers auf das ISC Magdeburg aufmerksam geworden. Ich hatte sofort Interesse und wollte mehr über die Möglichkeit erfahren, meine Umschulung zum Fachinformatiker mit einem Praktikum im IBM Services Center abzuschließen.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keinerlei Berufserfahrung und mein gesamtes Wissen bestand nur aus dem, was mir im Unterricht gelehrt wurde. Dennoch bewarb ich mich um den begehrten Praktikumsplatz, immerhin stand mit IBM ein großes und in aller Welt bekanntes Unternehmen dahinter. Ich erhielt schließlich die Chance mein Abschlussprojekt im Center innerhalb eines echten Kundenprojektes zu absolvieren.

In diesem Projekt wurde ich freundlich empfangen und von Anfang an wie ein vollwertiger Mitarbeiter integriert. Während des gesamten Praktikums hatte ich nie das Gefühl „nur ein Praktikant“ zu sein. Ich bekam einen eigenen Arbeitslaptop und habe an allen obligatorischen IBM-Schulungen teilgenommen.
Gleichzeitig wurde ich nie allein gelassen, wenn ich Hilfe oder Tipps benötigte. Mein Projektleiter hat mich jederzeit bei der Durchführung meines Projekts unterstützt und stand mir bei Fragen zur Seite. Aufgrund des guten Arbeitsklimas und der vielfältigen Weiterentwicklungsmöglichkeiten habe ich mich zum Ende meines Praktikums um die Übernahme in eine Festanstellung beworben. Nachdem ich meine Umschulung erfolgreich beendete, wurde ich daraufhin direkt übernommen und konnte in meinem alten Projekt weiterarbeiten.

Ich freue mich auf neue herausfordernde Aufgaben in meinen Projekten und die lockere Arbeitsatmosphäre.