Unser erster CIC Buchclub

Auf unsere Ankündigung bei Twitter folgt nun die Tat! Stefanie, die den CIC Bookclub mit ins Leben gerufen hat, berichtet uns heute vom ersten Treffen der Leseratten.

Kommt eine Gruppe Leute an Couch und Sesseln mit Büchern in den Händen zusammen und redet über Literatur, dann muss das wohl ein Buchclub sein!? Im CIC Magdeburg trifft sich seit Anfang Februar ein Mal monatlich der CIC Bookclub. Die Initiative hat das Diversity-Team ins Leben gerufen, um Kollegen nicht nur aus gleichen Projekten oder Etagen zusammenzuführen, sondern um auch einfach mal Kollegen mit gleichen Interessen eine Plattform zu geben. Der schöne Nebeneffekt dabei ist, dass man Leute kennenlernt, die man sonst projektbedingt nicht so oft sieht wie andere, übliche Verdächtige. Und in so einer Firma wie unserer, gibt es bestimmt eine ganze Menge Leute, die gern lesen und in literarische Welten abtauchen. Dabei sind dem Buchclub alle Anhänger des geschriebenen und gesprochenen Wortes willkommen. Egal ob klassische Literatur, Comics, Manga, Graphic Novels, Science-Fiction oder Drama, Hörbuch oder dicker Schmöker – wir reden gern über alles. 🙂

Beim ersten Treffen hieß es „bringt mit, was ihr gerade lest“ und die Kollegen haben sich erzählt, was normalerweise ihr Beuteschema ist und wie sie zu ihrer aktuellen Lektüre kamen. So fanden sich unter anderem auf unserer Couch Leser von William Faulkner, Rebecca Goldstein und Haruki Murakami zusammen und nicht selten wurden Fragen gestellt wie „Ach der Faulkner! Und wie liest der sich so?“ Kommen Menschen mit einem gemeinsamen Nenner zusammen, kann es ein Selbstläufer sein. So zogen die Gespräche schnell weite Kreise, die man so anfangs gar nicht erahnt hätte. Es ging um asiatische Science-Fiction-Handy-Novels, darum ob Verfilmungen grundsätzlich schlechter sind als die Bücher, wie gut uns „Das Rosie-Projekt“ gefallen hat (oder eben nicht), was wir in der Schule gelesen und für cool befunden haben (oder eben nicht) und die Frage „Was ist eigentlich ein Frauenroman“?

Im zweiten Teil des Abends haben wir noch darüber debattiert, wo wir unseren „Lesestoff“ herbekommen. Aus der Bibliothek? Und wenn kaufen, dann im kleinen, lokalen Buchhandel oder online beim Mega-Konzern? Das wurde fast eine Glaubensfrage. 😉

Für die Zukunft nimmt sich der Buchclub vor gemeinsam zu lesen und das nächste Treffen steht unter anderem im Zeichen der Frage „Was darf‘s denn sein?“ Dann bringt jeder seinen Vorschlag für ein gemeinsames Lesen mit. Künftig widmet sich der Buchclub auch Diskussionsrunden zu von Kollegen vorgeschlagenen und aktuellen Themen, über die abgestimmt werden kann. Der Buchclub trifft sich wieder Anfang März und das könnte kaum besser liegen, denn nur kurze Zeit später lockt die Leipziger Buchmesse mit dem mehrtägigen Fest rund um‘s Buch.  In dem Sinne: Read On! 😀

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Türchen 8

Im IBM CIC kommen viele Kulturen zusammen, was uns immer wieder Freude bereitet. In unserem Beitrag Schlesische Weihnachten konntet ihr bereits einen ersten Einblick in eine traditionelle Weihnachtsfeier bekommen und das wollen wir weiterführen. Den heutigen Beitrag liefert uns Alex mit seiner ukrainischen Weihnacht.

Der orthodoxe Weihnachtsfeiertag ist in der Ukraine der 7. Januar, das sind 13 Tage nach der katholischen Weihnacht. Wie in Deutschland wird dieser Feiertag am Vorabend des 6. Januar, “Sotschelnik” (Heiligabend), gefeiert. Nach Sonnenuntergang versammelt sich die ganze Familie am Tisch, auf dem 12 fleischlose Gerichte stehen. Das Hauptgericht des Abendessens ist Kutya, mit dem das Essen beginnt. Sie besteht aus geschältem und gekochtem Weizen, Honig, gehackten Nüssen, gemahlenem oder zerriebenem Mohn und Rosinen. Kutya soll Hoffnung, Erfolg, Glück und Ruhe symbolisieren.

kutya-edited

Was die Weihnachtsfeier selbst angeht, sind unsere Weihnachtstraditionen eng mit den Traditionen des neuen Jahres verbunden. Das Symbol dieses Feiertages ist ebenfalls der geschmückte Neujahrsbaum mit dem Stern von Bethlehem als Spitze. Auf den Ästen des Neujahrsbaums für die Kinder hängen oft alle Arten von Süßigkeiten und die Geschenke werden unter den Neujahrsbaum gelegt.

Wir danken Alex für die Einblicke in seine ukrainische Weihnacht am 6. und 7. Januar und wünschen euch damit ein schönes Adventswochenende.

Türchen 3

Im IBM CIC kommen viele Kulturen zusammen, was uns immer wieder Freude bereitet. Zu unserem Feast of Nations konntet ihr schon Einblicke in viele verschiedene Köstlichkeiten bekommen und das wollen wir weiterführen. Das heißt, in diesem Monat stellen wir euch, anlässlich unseres Adventskalenders, verschiedene, interessante Weihnachtstraditionen vor. Den Anfang macht Sebastian mit seinen schlesischen Weihnachten.

In Mitteleuropa gibt es viele unterschiedliche Regionen und Traditionen zum weihnachtskarpfen_newWeihnachtsfest. Meine Familie stammt aus Oberschlesien und wir feiern, auch wenn wir schon Jahrzehnte in der BRD leben, genauso wie sie heute noch in Oberschlesien gefeiert wird.  karpfensuppe_newWeihnachten beginnt am Heiligen Abend. Dieser wird bei uns im engeren Kreis der Familie gefeiert. Da ich aus einer katholischen Familie komme wird kein Fleisch an diesem Tag gegessen. Jedes Jahr gibt es dieselbe Prozedur. Nach Sonnenuntergang beginnt das Abendessen. Ein Brauchtum, das bei uns gepflegt wird, ist, dass Geld unter den Teller gelegt wird. Dies soll vor Armut im kommenden Jahr schützen. Nach dem Tischgebet fängt das Essen an. Als Vorspeise gibt es eine Karpfensuppe. Danach gibt es den Weihnachtskarpfen. Dieser wird in Stücke zerteilt, paniert und gebraten. Als Beilagen gibt es Kartoffeln und Sauerkraut.

Nach dem Essen wird wieder gebetet. Nun ist es Zeit für die Bescherung. Am späten Abend geht es meist noch in die Christmette. Dafür kann am 1. Weihnachtsfeiertag länger geschlafen werden, da der Kirchenbesuch am 1. Weihnachtsfeiertag ausgelassen wird. Am 1. Weihnachtsfeiertag variiert das Hauptgericht von Jahr zu Jahr. Mal gibt es eine Weihnachtsgans, ein anderes Mal Ente. Und damit keiner hungern muss macht die Oma noch zusätzlich Rouladen. Beilagen sind schlesische Klöße und Blaukraut, das Beste was es gibt.

Zum Nachtisch gibt es Makufki bzw. Mohnklöße, eine schlesische Spezialität.makufki_new

Am zweiten Feiertag gibt‘s zum Essen entweder Geflügel oder Rouladen. An den beiden Feiertagen kommt die ganze Familie zusammen, so dass oft mehr als 10-15 Personen anwesend sind.

 

 

Wir danken Sebastian für die hungrig machenden Beschreibungen und Bilder und wünschen euch hiermit einen schönen ersten Advent.

Von Toastbrot und Java

Ein Job in der IT hält viele spannende und abwechslungsreiche Themen bereit. Was für viele von uns schon seit Jahren ein klarer Fakt ist, wollten wir auch an der Schule am Fermersleber Weg, einer Förderschule für Körperbehinderte, erlebbar machen.

Gruppenbild

Initiiert von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, entwickelten wir in Absprache zusammen mit dem Diversity Team des CIC unser Programm. Gemeinsam mit einer 9. und 10. Klasse hatten wir dann die Möglichkeit, ein Stück weit in die Welt der Informatik einzutauchen und den Schülern und Schülerinnen eine neue Perspektive bei der Berufsorientierung zu bieten. Während einige bereits etwas Erfahrungen – etwa mit Programmierung – gesammelt hatten, wünschten sich andere erste Berührungspunkte mit dem Berufsfeld.

Wir überlegten im Vorfeld, wie wir IT auch jenen schmackhaft machen können, die noch keine Erfahrungen im Bereich der Informatik gesammelt haben oder gar keine konkrete Vorstellung davon haben welche Felder dieser Fachbereich eigentlich beinhaltet. So haben wir uns dazu entschlossen, es allen Beteiligten im wahrsten Sinne „schmackhaft“ zu machen.

Nachdem wir uns und das CIC vorgestellt hatten, enthüllten wir das leckere Thema des heutigen Tages: Algorithmen. Anfänglich konnte sich niemand viel unter diesem Wort vorstellen, doch das sollte sich schnell ändern. Nach einer kurzen Begriffsklärung unterhielten wir uns über Alltagsalgorithmen, die wir oft ohne darüber nachzudenken, jeden Tag aufs Neue, auf die immer gleiche Weise ausführen. Obwohl wir sie oft anwenden, beispielsweise beim Kaffeekochen, Zähneputzen oder Waschen, ist der Algorithmusbegriff für viele Menschen nur schwer greifbar. Deshalb hatten wir uns entschlossen, die Wichtigkeit, genauso wie die Schwierigkeiten dieses Konzeptes anschaulich zu machen.

Die Aufgabe der Teilnehmer sollte es sein, Marmeladenbrote zu schmieren, oder viel mehr uns zu erklären, wie wir sie ihnen schmieren sollen. Dazu organisierten wir im Vorfeld alles was dazu benötigt wird – Marmelade, Butter, und natürlich Toast. Wir übernahmen die Rolle der Computer, ausgestattet mit Messer und Toaster, während die Schüler und Schülerinnen Algorithmen entwickelten, die wir dann Schrittweise abarbeiten konnten.

Unsere Aufgabe bestand darin, die Sequenzen einmal mehr, einmal weniger genau zu interpretieren. Das heißt weder die allererste Tütensuppen-Anweisung sollte zum gewünschten Ergebnis führen, noch sollten die Jugendlichen eine IKEA-Aufbauanleitung verschriftlichen müssen, um ein perfektes Marmeladentoast zu erhalten. Denn der Spaß durfte schließlich auch nicht zu kurz kommen.

Experiment1

Die Algorithmen wurden wörtlich umgesetzt – mit interessanten Ergebnissen.

Wie insgeheim erwartet, konnten wir anhand der ersten formulierten Algorithmen gut veranschaulichen, worauf es ankommt. Zu unserem Glück war beim “Bestreichen mit Butter”, weder vom Öffnen der Packung, noch einem Messer die Rede. Und so rieben wir die noch verschlossene Butter unter Schmunzeln und Gelächter plakativ über das Toast.

Einige Ungenauigkeiten in den Algorithmen der Beteiligten ließen somit Spielraum für Interpretation, so dass die eine oder andere lustige Toastkreation hergestellt wurde. Ein paar Toasts wurden mit ganzen Marmeladengläsern beschmiert, andere sollten im Toaster verweilen, bis sie durch wundersame Weise getoastet sein sollten, da der Schritt zum Anschalten des Geräts vergessen wurde. Jedoch waren die Anweisungen schnell so präzise, dass sich in kürzester Zeit Erfolge einstellten, was zum Teil auch dem wachsenden Mitdenkpotenzial der „Computer“ zu verdanken war. Nach einer halben Stunde formulierte die erste Gruppe einen detailierte Anweisung, die zum gewünschten Ergebnis führte.

Es war uns wichtig, zu illustrieren, wie ein Algorithmus funktioniert, dass es oft gar nicht so einfach ist ihn zu beschreiben und oft Geduld gefragt ist, bis man eine Lösung gefunden hat. Aber vor allem war es uns wichtig zu zeigen, dass es durchaus Spaß machen kann eigene Ideen zu entwickeln und Probleme zu lösen. Und nicht zuletzt, dass eine funktionierende Anweisung immer zum gewünschten Ergebnis führt. Nachdem also das erste “perfekte” Toast fertig war, konnte der finale Algorithmus einfach so oft wiederholt werden, bis alle etwas zu essen hatten.

Experiment2

Am Ende führte der richtige Algorithmus auch zum gewünschten Ergebnis.

Nach dieser Stärkung stellten wir das erfolgreiche Projekt unserer MINTLOOK-Praktikantin Vanessa, die ohne Vorkenntnisse, innerhalb von drei Monaten ein funktionierendes Snake Spiel programmiert hatte, vor. Anschließend durften alle im Plenum erste eigene Programmiererfahrungen mit Java sammeln. Dabei konnte das neue Wissen direkt angewendet und gleichzeitig ein erster Einblick in die originalen Tools der Entwickler gegeben werden.

Letztendlich können wir sagen: die Jugendlichen hatten eine Menge Spaß, genauso wie wir. Die Schülerinnen und Schüler aber auch die Lehrer waren glücklich über die neuen Eindrücke und vielleicht sehen einige die IT-Welt nun mit neuen Augen. Uns allen hat es großen Spaß bereitet, unsere Faszination weiterzugeben und gerade die vielen interessierten Rückfragen haben uns besonders gefreut und uns gezeigt, dass die Jugendlichen die Thematik genauso spannend finden, wie wir. Wir freuen uns jetzt schon darauf weitere Erfahrungen, wie diese zu sammeln!

Vielfalt leben – Heute ist der 5. Deutsche Diversity Day

Nicht nur heute, sondern bereits seit 1953 steht für IBM das Talent eines Mitarbeiters im Fokus, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe oder Religion.Wir sind stolz, dass wir ein Teil dieser Kultur sind, denn nur durch unser einzigartiges und vielfältiges Team schaffen wir Innovationen.
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Fit for the Future

Am 06. November war es wieder soweit, wir bekamen Besuch aus der IBM. Diesmal nicht für eine Schulung, sondern als Unterstützung für die Center-Frauen. In manchen Firmen gibt es Diversity-Programme, um Gleichberechtigung zu gewährleisten und ein respektvolles Miteinander zu erhalten. So auch in unserem Center. Bei regelmäßigen Treffen besprechen wir Probleme und Herausforderungen des Lebens und, da wir in der Minderheit sind, nennt man dies Diversity. 😉

Diversity

Tatjana Lübbe stellte uns Frauen ihr Projekt „Fit for the Future“ vor und beschrieb anschaulich ihren Werdegang, der seit dem Studium mit IBM verknüpft ist. Sie begann, wie viele andere, mit der Netzwerkplanung und -installation, unterstützte Teams als Anwendungsentwicklerin mit Großrechnern und PL1, programmierte objektorientiert mit Smalltalk und machte immer wieder Ausflüge in die Versicherungsbranche. Trotzdem hatte sie nicht jederzeit einen Plan bzw. ein festes Ziel vor Augen. Sie ließ sich von Projekten leiten, wollte Länder bereisen und neue Aufgaben kennen lernen. So arbeitete sie unter anderem in einem Projekt in englischer Sprache bei einer internationalen Versicherung in der Schweiz oder belegte neben ihrer Beratertätigkeit auch einmal Architekturkurse. Durch dieses große Spektrum an Wissen, ihre Offenheit und das Geschick zwischen Kunden und Entwicklern zu vermitteln, erkannte sie ihr Talent als „Schnittstelle“. Sie setzt dieses nun ein und agiert in Projekten als Business Consultant und Projektleiterin.

Und genau für solche Werdegänge interessierten sich die Frauen aus dem Center sehr. Denn wer hat mit Anfang 20 schon konkrete Pläne für die Zukunft? Vermutlich wenige. Falls man sich, in welchem Alter auch immer ;-), noch nicht gefunden hat und seine Stärken nicht genau kennt, steht man im ISC vor einer immernoch zu großen Auswahl an Möglichkeiten. „In welche Richtung möchte ich mich entwickeln?“, „Wo kann ich meine Stärken am besten einsetzen?“ und „Kann ich trotz eines Familienwunschs Karriere machen?“, sind Fragen, die uns nicht täglich beschäftigen, aber spätestens wenn wieder ein Zielvereinbarungsgespräch ansteht.

Bei diesem Treffen kamen auch Gleichberechtigungsfragen auf oder Themen wie „Frauen in Führungspositionen“ und „Die Kommunikation zwischen Mann und Frau“ – vermeintlich selbstverständliche Themen, doch die Realität sieht nicht immer so aus. Deshalb sprechen wir in diesen Runden darüber und „machen uns auch einmal Luft“. 😀


Diesmal haben wir gelernt: „Frauen denken manchmal anders als Männer und das ist auch gut so.“ Und dafür geht ein großer Dank an Tatjana.