Scrum in der Praxis: Part I, der erste Sprint

In unserer Rubrik Tech Talk stellen wir euch heute und in weiteren Beiträgen eine der bekanntesten agilen Methoden vor – Scrum. Damit wollen wir euch einen Einblick in den Projektalltag vieler unserer Kollegen geben und die unterschiedlichen Phasen dieser Entwicklung erklären. Ihr habt noch nie in der agilen Entwicklung gearbeitet? Dann folgt aufmerksam unserer Reihe „Scrum in der Praxis“.

Viele von uns waren bereits Teil von Scrum-Teams und in der agilen Entwicklung beschäftigt. Wir haben in Retrospektiven, Refinements, Plannings und im Sprint-Verlauf allgemein Sicherheit gewonnen. Trotzdem gibt es Ausnahmesituationen, die selbst im strukturierten, agilen Vorgehen Unsicherheit auslösen und wie Corner Cases eines ansonsten klaren Ablaufs wirken. Am Anfang war der Anfang und die Frage: Wie fängt man eigentlich an? Wenn nichts da ist, Boards und Diagramme noch leer? Wir kennen das Schätzen und Schneiden innerhalb unseres Backlogs, das Verfeinern. Und dank unserer Velocity haben wir eine Maßgabe wieviel wir in den nächsten Sprint einplanen. Aber wie geht man vor, wenn es keinen vorhergehenden Sprint und keine Velocity gibt? Wir reden von einem Fabelwesen, dem man nicht oft beiwohnen darf: dem ersten Sprint.

Antipattern und agiler Mythos: Sprint 0

Aber ja, es gibt sie, die ersten Sprints. Nur der Mythos vom Sprint 0 sollte besser ein Mythos bleiben. Nach Lehrbuch ist kein Sprint 0 vorgesehen, trotzdem poppt er immer mal wieder auf. Inzwischen wird der Sprint 0 sogar oftmals als Anti-Pattern bezeichnet. Unter der Annahme, dass man in einem Sprint 0 vorbereitende Aufgaben erledigt, schleichen sich meistens die ersten Verfälschungen einer Schätzung ein. Was sind solche vorbereitenden Aufgaben? Erste Meetings aufsetzen und daran teilnehmen, eine Entwicklungsumgebung einrichten? Meetings und Setups oder sonstige technische Checks sind Aufgaben, die in jedem Sprint auftreten (können) und womit man immer rechnen darf. Jeder Sprint soll Mehrwert für den Kunden erzeugen. Tut es das nicht, dann ist es kein Sprint. Daher ist es laut Lehrbuch nicht richtig von Sprint 0 zu sprechen, wenn man in diesem rein administrative und planerische Aufgaben übernimmt, bei denen kein Deliverable für deinen Kunden entsteht. Gibt es Aufgaben für das Team: dann ist es ein regulärer Sprint, eben Sprint 1. Unser Deliverable, unser Ergebnis, ist beispielsweise die funktionierende Entwicklungsumgebung, ein Teil der Dokumentation und wahrscheinlich erste kleine Tasks, die einen sichtbaren Mehrwert für den Kunden erzeugen. Wer seinen ersten Sprint aber gerne bei null anfangen möchte zu zählen, kann das tun, solange ein Deliverable entsteht. Wir Informatiker sind es ja gewöhnt bei null anzufangen zu zählen ;). Trotzdem bleiben die Unsicherheiten: wieviel gehört in so einen ersten Sprint? Die Antwort klingt fast zu einfach: das was nötig ist und das was möglich ist.

Der erste Sprint

Ohne eine Velocity oder die Erfahrung vorhergehender Sprints und was man sich zutrauen kann, muss man quasi zurück zu den Wurzeln und überlegen: was brauche ich, um zu starten und wieviel Zeit kostet mich das? Ein Beispiel: Alle Entwickler setzen beispielsweise einen Tag lang ihre Entwicklungsumgebung auf, werden x Tage eingewiesen in das Programmiermodell und -vorgehen (Know your tools, Server, wie delivern, Definition of Done, Definition of Ready und wie läuft die Code Review ab? Was sind die Programmierrichtlinien und wie sieht die Qualitätssicherung und Test aus?) und je nach Länge des Sprints: welche ersten Aufgaben können zeitlich dann noch absolviert werden? Im ersten Sprint ist es valide nicht zu viel einzuplanen, sondern erstmal tief zu stapeln. Eine Story nachzunominieren und nach Start des Sprints noch nachträglich mit einzufügen, ist zwar für „Scrum nach Lehrbuch“-Fans nicht valide, aber im ersten Sprint sicherlich verkraftbar. Wer beim ersten Schätzen unsicher ist, kann sich bei erfahreneren Entwicklern Hilfe suchen und sehr transparent schätzen. Also „laut denken“. Hilfreich kann es sein zusammenzutragen, wieviel unterschiedliche Technik dafür angefasst werden muss. Habe ich Änderungen in der Datenbank bzw. der Persistenz allgemein? Oder ist es nur Businesslogik? Muss ich nur Tests schreiben oder ein ganzes Test-Framework aufbauen (schließlich sind wir am Anfang). Falls erfahrene Entwickler nicht da sind oder die Schätzung zu unscharf wirkt, kann sogar erstmal eine ganz andere Schätzmethode mit weniger Kategorien verwendet werden wie T-Shirt-Sizes (Story-Größen S, M, L, XL). Generell gilt aber: was die Schätzgrößen bedeuten (also wie komplex beispielsweise 5 Story Points sind), bestimmt das Team. Dafür gibt es keine allgemeingültige Antwort, weswegen im ersten Sprint auch manchmal einfach das berühmte Bauchgefühl reicht. Bei so viel Unschärfe ist klar: in Sprint 1 kann man daneben liegen. Die Korrektur erfolgt mit der Erfahrung ab dem zweiten Sprint und hilft für die Zukunft.

Tipps für den zweiten Sprint

Die Story und die jeweilige Schätzung des ersten Sprints, sollte als Referenz herangezogen werden. Best Practice ist, sich eine Liste sortiert nach Story Points anzulegen, die als Referenz-Storys dienen. So bekommen alle in Zukunft ein Gefühl dafür, was beispielsweise 5 Story Points bedeuten, wie komplex sie sind und wie solche Storys ungefähr aussehen. Lag man daneben und hat länger als erwartet gebraucht, war die Aufgabe also komplexer, dann kann das bei der Erstellung der Referenz berücksichtigt und korrigiert werden.

Falls du noch mehr über den ersten Sprint erfahren möchtest, kannst du hier weiterlesen:
Official Scrum Guide (scrum.org)
Your first agile sprint: A survival guide (TechBeacon)
Scrum Myths: It is ok to have a Sprint 0, Design Sprint, Hardening Sprint… (scrum.org Blog)

 

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Von Null auf IoT mit Bluemix

„Von Null auf IoT mit Bluemix.“ – So könnte man den zweiten Watson-IoT-Workshop bestens zusammenfassen. Der fünftägige Kurs fand Ende März zusammen mit Studenten aus Sachsen-Anhalt und einigen Mitarbeitern des CIC Magdeburg statt. Da der nächste Workshop schon auf der Agenda steht, werden wir an dieser Stelle ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern, damit sich künftige Interessenten bzw. Teilnehmer ein gutes Bild vom Inhalt machen können.

Nachdem wir im Vorfeld auf den Workshop aufmerksam gemacht haben, konnten wir insgesamt 14 Teilnehmer begrüßen. Um zunächst das Eis zu brechen, stand als Erstes eine Vorstellungsrunde auf der Agenda. Im Anschluss daran wurde das Thema „IoT – Internet of Things“ anhand vieler Beispiele eingeführt. Damit die Teilnehmer ihre Ideen innerhalb dieser Woche umsetzen können, wurde im Verlauf des ersten Tages zum einen die Cloud Plattform „Bluemix“ die zu nutzenden Services „Watson-IoT-Platform“, „Node-Red“ und diverse „Watson-Services“ und zum anderen verschiedene Hardware, beispielsweise Rasberry Pi  (RasPi) und der passende Sense Hat, vorgestellt sowie eingerichtet. Mit diesem Know-how war es im Laufe des Nachmittags möglich einen Datenfluss vom Device (Datenerzeugung) über die Watson-IoT-Platform (Registrierung) und Node-Red (Verarbeitung) bis hin zur Outputkanal der Wahl (z.B. Twitter, RasPi) zu erstellen.

Wem sich das nach viel Programmierkenntnissen anhört, dem sei versichert, dass für die Umsetzung mit diesen Mitteln lediglich etwas JavaScript benötigt wird. Da bei so viel Theorie und neuen Sachen der Kopf ordentlich raucht, haben wir in diesem Kontext auch für kleine Übungen gesorgt, sodass zum Beispiel einige Lacher beim Anbinden und herumspielen mit den RasPi’s garantiert waren.

Mit dem Wissen aus dem Einführungstag ging es am nächsten Morgen in die Ideenfindung, sodass die verschiedenen Gruppen im Anschluss ihre Ideen in einer Präsentation vorstellten. Diese waren:

  • Swarm Tracker: Innerhalb einer Gruppe erhält der Gruppenleiter eine Warnung auf die Hand, wenn sich ein Mitglied zu weit von der Gruppe entfernt.
  • Blumen Bernd: Auf Grundlage der Wettervorhersage werden Pflanzen, bei entsprechender Notwendigkeit, bewässert.
  • Der smarte Einkaufwagen: Dieser liefert während des Einkaufs Informationen über die Produkte, die in den Korb gelegt wurden. Dies können neben Menge, Preis, Summe auch Informationen über diverse Allergene sein. Darüber hinaus ist auch bargeldloses Zahlen mit dieser Anwendung möglich.

Nachfolgend starteten die Teams in die Umsetzung ihrer eigenen kleinen Projekte und wir, die Kursleiter, waren unterstützend tätig, halfen bei Fragen, Recherchen zu diversen Schnittstellen etc.

Der fünfte und letzte Tag stand ganz im Zeichen der Abschlusspräsentationen. Neben Bugfixing am Morgen wurden Folien und die Präsentationen vorbereitet, sodass am Nachmittag jedes Team ihre Idee, Architektur und Demo vorgestellt hat. Im Anschluss daran konnten die Teilnehmer ihre Zertifikate in Empfang nehmen.

Alles in allem war es aus unserer Sicht ein erfolgreicher Workshop. Ohne übermäßig viel Vorwissen auf dem Gebiet waren alle Teilnehmer in der Lage innerhalb von wenigen Tagen eine eigene IoT-Idee erfolgreich zu entwickeln. Wir freuen uns auf den dritten Workshop. 🙂

Informatik studieren? – Warum nicht!?

by Vanessa Schmidt.

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Vanessa Schmidt

Wie bin ich zum MINTlook Projekt gekommen?

Da ich noch keine Ideen bezüglich meiner Studienwahl hatte, bin ich im Internet auf Suche nach Möglichkeiten gegangen und zufällig auf das Projekt gestoßen. Am Tag der offenen Tür der TH Brandenburg besuchte ich die Vorstellungsveranstaltung des MINTlook-Projektes, bei der sich die Unternehmen vorgestellt haben, und beschlossen, dass das eine gute Sache ist. Ich bewarb mich für einen Platz und nun bin ich Teil des Projektes.

 

Was läuft bei meinem Praktikum im CIC ab?

Anfangs durfte ich in viele Projekte des CIC reinschnuppern und verschiedene Bereiche kennenlernen.  Nachdem ich mit dem Programm Java.kara die Anfänge des Programmierens mit Java halbwegs verstanden hatte, bekam ich ein eigenes Projekt. In meinem Projekt entwickle ich ein Snake Spiel, welches man sowohl in verschiedenen Schwierigkeitsstufen als auch als Multiplayer-Spiel spielen kann.

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Vanessas selbstkreiertes Snake Logo

 

Was gefällt mir besonders gut im CIC?

Ich bekomme von allen Seiten Hilfe, wenn ich sie brauche und arbeite trotzdem sehr selbstständig.Die Arbeitszeiten kann ich mir selbst einteilen und ein eigenes Projekt zu haben, ist wirklich sehr aufregend.

Gibt es Punkte, die ich mir anders vorgestellt habe?

Ich hätte nie damit gerechnet an einem eigenen Projekt arbeiten zu können und das auch noch so selbstständig. Eine Idee wäre vielleicht, dass sich mehrere Hochschulen an diesem Projekt beteiligen, sodass die Studentinnen die Möglichkeit haben an ihrem Hochschultag eventuell am Standort des Unternehmens eine Vorlesung zu besuchen.

Mockup Design

MockUp Entwicklung

Was nehme ich generell aus der Erfahrung im CIC mit?

Während meines Praktikums habe ich nicht nur ein wenig Programmieren gelernt, sondern auch kennengelernt, wie viele verschiedene Einsatzbereiche ein Informatiker haben kann und was es für eine große Spanne an Aufgaben gibt.

Haben mir die Erfahrungen im CIC  bei der Berufs-/Studienwahlentscheidung schon helfen können?

Das Praktikum im CIC hat mir sogar sehr bei meiner Studienentscheidung helfen können, da ich festgestellt habe, dass diese Aufgabe mir sehr viel Spaß gemacht hat und ich mir das vor dem Praktikum nie hätte vorstellen können.

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Entwicklung in JavaScript

 

 

Tech Talk #001: IBM Bluemix

Neues Jahr, neue Vorsätze. So ist es auch bei uns im Center und konkret auf diesem Blog. Mit diesem Beitrag möchten wir die Kategorie „Tech Talk“ ins Leben rufen. Hierbei soll es um technische Themen gehen, welche unsere Mitarbeiter oder das Center als Ganzes beschäftigen. Dies wird das Vorstellen einer bestimmten Software oder ein interessantes Anwendungsbeispiel sein, so dass die Leserschaft einen Einblick bzw. Verständnis dafür bekommt, warum es sich lohnt dieses Thema zu verfolgen.

By Sven Wieczorek

Den Anfang zum „Tech Talk“ mache ich zum Thema „IBM Bluemix“.  Allgemein kann man Bluemix als Werkstatt ansehen, in welchem dem Benutzer verschiedene Werkzeuge zur Verfügung stehen. Mit diesen ist es möglich eigene Software über das Erstellen von Anwendungen (Apps) oder verschiedene Services bereitzustellen und zu nutzen.

Apps, die mittels Cloud Fourndy bereitgestellt werden, können dabei in verschiedenen Sprachen programmiert werden, z.B. Java, Node, Python, Ruby, Go. Darüber hinaus ist es auch möglich Docker-Container und virtuelle Maschinen zu hosten. Service-seitig bietet Bluemix das volle Spektrum der Softwareentwicklung an. So hat man die Möglichkeit Datenbanken (z.B. dashDB, Cloudant) anzubinden, eine Einmalanmeldung (Single-Sign-On) und Autoskalierung einzurichten. Ebenso ist es möglich IBM’s Supercomputer Watson zum Analysieren verschiedenster Dinge in seine Anwendungen zu integrieren. Sogar Services für die komplette Organisation eines Projekts sind vorhanden. Darüber hinaus gibt es Services, die die Tickets, die Codeversionierung und die Bereitstellung des Codes verwalten. Alles, was man benötigt, ist auf der Plattform vorhanden. Mit anderen Worten, man hat die Möglichkeit komplette Software-Projekte auf Bluemix zu realisieren.

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Stefan Holzschuh

„Der Workshop im August letzten Jahres war zugleich mein erster Kontakt mit Bluemix. Besser hätte ein Start nicht laufen können. Anstatt ins kalte Wasser geworfen zu werden und Bluemix eigenständig bzw. über Onlinetutorials kennen zu lernen, konnten wir im Team praxisnah an einem selbstgewählten Projekt die Plattform ausprobieren. Sven und Markus standen uns dabei immer mit Rat und Tat zur Seite, so dass der Start mit Bluemix einfach und nicht kompliziert war. Für meine weitere Projektarbeit war dies ungemein hilfreich, da ich einen großen Teil der Konzepte schon kannte und mich daher die endlosen Möglichkeiten von Bluemix nicht erschlagen haben.“

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Martin Lobe

„In vorherigen Projekten waren Bluemix und Cloud neue Themen für mich. Trotz der Tatsache, dass ich bereits Grundkenntnisse von Cloud Computing und verteilten Systemen hatte, muss ich gestehen, dass Bluemix anfangs ein etwas unbekanntes Gebiet war. Ich nahm daher die ‘Cloud Application Development‘ – Zertifizierung als die Gelegenheit wahr, um mein Wissen aufzufrischen, zu vertiefen und, um Bluemix Services besser zu verstehen. Während der Vorbereitung auf die Zertifizierung stellte ich fest, dass das einfache Abarbeiten des Study Guide und der Übungen mir nicht die Erfahrungen gegeben haben, die ich als Entwickler benötige. Daher empfehle ich allen künftigen Teilnehmern: verschafft euch einen Überblick über die einzelnen Kapitel, bereitet eine kleine Projekt-Idee vor und implementiert sie. Macht eventuell auch etwas Ungewöhnliches und stellt euch den Problemen, die dadurch auftreten. So seid ihr für den Arbeitsalltag gut gerüstet.“

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David Krüger

 

„Ich durfte mich vor etwas längerer Zeit mit Bluemix beschäftigen. Leider war das nur kurzfristig und habe deshalb nur einen groben Überblick über den Aufbau und die Funktionsweise dieses Services. Das hat mein Interesse geweckt und ich freue mich deshalb mehr über die Welt von Bluemix durch die geplanten Workshops zu erfahren“

 

Das macht die ganze Sache auch für das Center interessant. Bereits in den vergangenen Monaten arbeiteten einige Kollegen in diesem Umfeld und, da Cloud Computing ein Themenfeld mit großem Wachstumspotenzial ist, werden mittelfristig weitere Kollegen benötigt, die mit und auf Bluemix arbeiten können. Das bedeutet Engagement in Sachen Weiterbildung, sowohl vom Mitarbeiter als auch vom Center aus. Dies wird im Rahmen von Masterclasses, Schulungen, Workshops und Zertifizierungen realisiert, wobei die Erfahrungen der Kollegen, die auf diesem Gebiet schon unterwegs sind, mit berücksichtigt werden und die Weiterbildung so effizient wie möglich durchgeführt werden kann.

Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass das Arbeiten mit Bluemix für die Umsetzung eigener Ideen oder ganzer Projekte viele Vorteile hat. Es spart enorm Zeit und Frustpotenzial, da das Konfigurieren und Einrichten verschiedenster Dinge wegfällt und man sich dadurch voll und ganz auf die Programmierung fokussieren kann und schon innerhalb einiger Minuten erste Ergebnisse sehen kann. Die Anbindung der verschiedenen Services funktioniert ebenfalls reibungslos. Man muss sich nur fix anlesen wie man die Services nutzt, aber das gibt es ja bei jeder Software, die man kennenlernt.

Wer Interesse daran bekommen hat sich einmal auszuprobieren, der kann sich auf Bluemix einfach anmelden und die 30 Tage Testversion nutzen. Studenten können sich sogar sechs Monate austoben. Wir werden in künftigen Beiträgen genauer auf die Nutzung eingehen und einzelne Services vorstellen. Stay tuned …

Internet of Things Workshop

Neugierig geworden? Dann meldet euch jetzt zu unserem IoT-Workshop an!

Am 20.03.2017 bis 24.03.2017 findet unser zweiter Internet of Things Workshop in der Magdeburger Lokation statt. Lernt die IBM IoT Werkzeuge von morgen kennen. Setzt eure Ideen um und zeigt uns was in euch steckt.

Die Voraussetzungen für die Teilnahme am Workshop:
• IT-interessierte Studierende mit guten Grundkenntnissen in der Programmierung (Java, JavaScript, HTML oder Python)
• Erste praktische Projekterfahrungen bzw. kleinere Uniprojekte sind wünschenswert
• Sehr gute Deutschkenntnisse erforderlich (min. Level C1)
• Teilnehmer müssen ein eigenes Notebook mitbringen

Die Anzahl der Plätze ist auf 15 Teilnehmer beschränkt.
Um an dem Workshop teilzunehmen, bitten wir euch um eine Nennung folgender persönlichen Informationen: Euren Studiengang, aktuelles Semester und eine Auflistung eurer vorhandenen IT-Skills.
Diese Informationen helfen uns den Workshop vorzubereiten und die Teilnahmevoraussetzung zum Workshop zu überprüfen.
Die Anmeldung zum IoT Workshop erfolgt über die E-Mailadresse CICRECDE@de.ibm.com. Nach Eingang eurer Anmeldung erhaltet ihr per E-Mail eine Anmeldebestätigung bis spätestens zum 06.03.2017.

Wir freuen uns auf euch!

Open Source und motivierte Studenten

By Axel & Alexander

Im Rahmen eines Jahresprojekts mit der Hochschule Harz wollen wir den Grundstein für ein Open-Source-Projekt legen.
Nach anfänglichen Startschwierigkeiten, die aus Zeitmangel herrührten, ging es dann am 28.09.2016 in den Räumlichkeiten der Hochschule nun endlich los. Wir fanden uns in Wernigerode zu unserem ersten Projekttreffen ein. Anwesend waren hierbei fünf hoch motivierte Studenten, der betreuende Dozent Herr Prof. Dr. Olaf Drögehorn, sowie Alexander Schreiner und ich, Axel Krüger, aus dem CIC Magdeburg.

Das Thema
In erster Linie ging es bei diesem Treffen um das Kennenlernen des Teams und die Erläuterung der eigentlichen Aufgabenstellung. Da sich über den Köpfen der Studierenden viele Fragezeichen ansammelten. Ohne jetzt zu tief ins Detail zu gehen ist es alles in allem ein sehr anspruchsvolles und nützliches Projekt nicht nur aus Sicht des CIC sondern auch für die Open Source Community im Bereich Home Automatisation.Es soll eine Abstraktionsebene geschaffen werden,
die es ermöglicht einen Smart Home Automatisierungs Server und die gekoppelten Devices zu steuern. Diese Ebene soll über eine REST Schnittstelle ansprechbar sein.

Die ersten Schritte
Es wurden Ideen und Technologien besprochen die für die Umsetzung nötig sein würden. Man konnte zusehens feststellen wie die Augen der Studierenden anfingen zugleich zu funkeln und zu weinen. Sie begriffen langsam was wir mit Herrn Drögehorn vorhatten und stellten fest, dass eine Menge Arbeit auf sie zu kommt. Also fingen wir erst einmal an die Aufgabenbereiche abzugrenzen. Als erstes ging es um die Analyse der Technologien, was brauchen wir wirklich? Weiter ging es mit dem Abstecken des Designs. Wie detalliert muss das Design der Schnittstelle sein wie hoch der Abstraktionsgrad des Designs? Zum Schluss beschlossen wir gemeinsam mit dem Team, dass bis zum Ende dieses Jahres ein fertiges Design der REST API und eine Projektstruktur, die sich die Studierenden selbst erarbeiten müssen, stehen sollte. Der Start der Implementierung wurde folglich auf den Anfang 2017 gelegt.

Das Eis brechen
Um die ersten Eindrücke zu verdauen, beschlossen wir dann alle gemeinsam zu Mittag zu essen. In der Mensa wurde dann noch viel gefachsimpelt und das Eis mit alten Anekdoten aus der Studienzeit gebrochen. Die Studierenden waren sichtlich erfreut darüber dass Alexander und ich uns bereit erklärt hatten, sie mit unserem Wissen aus dem Bereich Software Entwicklung, unseren Erfahrungen aus dem Projektmanagement, so wie unserem Vorwissen über mögliche Technologien zu unterstützen. Wir beantworteten danach noch einige Fragen zum CIC in Magdeburg und der allgemeinen Arbeit eines Softwareentwicklers bei uns im CIC. Natürlich wurden auch noch viele Fragen zum Jahresprojekt gestellt und auch nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet. Am Ende dieses Ersten Treffen hatten sowohl wir als auch Herr Prof. Dr. Olaf Drögehorn einen positives Gefühl und verabschiedeten uns mit einem guten ersten Eindruck vor der Projektgruppe.

Da es uns zeitlich leider nicht möglich ist jede Woche den Studierenden einen Besuch abzustatten entschlossen wir uns dazu, die Treffen auf einen Tag im Monat zu begrenzen. Natürlich sind wir für die Studierenden jederzeit per Mail erreichbar und nehmen telefonisch an den wöchentlichen Meetings der Projektgruppe teil.

Das Projektteam von links nach rechts: Christin Voscort, Marcel Wemmer, Timo Schwan, Benjamin Brausse, Philipp Trenz, Prof. Dr. Olaf Drögehorn

Das Projektteam von links nach rechts: Christin Voscort, Marcel Wemmer, Timo Schwan, Benjamin Brausse, Philipp Trenz, Prof. Dr. Olaf Drögehorn

 

Der 2. Besuch
Am 19.10.2016 starten Alexander und ich in aller Frühe um 8 Uhr zu unserem zweiten Besuch in Wernigerode. Die Studenten waren in den letzten Wochen damit beschäftigt ein Lastenheft auszuarbeiten.

Wir besprachen an diesem Tag das komplette Lastenheft. Was war schlecht ausgedrückt, was bedurfte weiterer Konkretisierung, wo muss mehr ins Detail gegangen werden und wo weniger?
Nachdem diese Thematik abgearbeitet wurde, ging es ans eingemachte. Wir wollten natürlich wissen inwieweit sich mit den Technologien und den aufgedeckten Problemen in den letzten Wochen beschäftigt wurde. Jeder Student wurde angehalten uns kurz zu erläutern, was er getan hat und ob noch Fragen zu diesem Thema offen waren. Ein großes Problem war das Verständnis von REST. Es fiel nicht allen leicht diesen Architekturstil direkt zu fassen und zu verinnerlichen. Dort konnten wir dann direkt aushelfen und etwas Licht ins Dunkel bringen. Nach einem gemütlichen Mittagessen mit Burger und Kartoffelspalten wurden noch einige kleinere Fragen besprochen.

Das Teamlogo

Logo der Projektgruppe

 

1. Fazit

Die Studenten machten einen sehr interessierten und engagierten Eindruck. In einigen Gesprächen war herauszuhören, dass sie diesen doch sehr komplexen und praktischen Ansatz begrüßen und auch sehen, dass es einen späteren Nutzen für sie hat. Sowohl Alexander als auch ich hatten nach diesem zweiten Tag den Eindruck, dass langsam aber sicher die Aufgabe und auch die Art und Weise der späteren Implementierung verstanden wurden. Wir sind sehr auf das weitere Voranschreiten des Projekts gespannt.

 

Zwei Mädels, drei Monate und jede Menge spannender Einblicke in die IT-Welt.

Das MINTlook-Programm ist ein Projekt, welches ausschließlich für junge Frauen angeboten wird, die sich für den Bereich Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technick interessieren. Bei diesem Programm werden drei direkt aufeinander folgende Praktika von jeweils drei Monaten Dauer in unterschiedlichen Unternehmen absolviert. Eines der Unternehmen ist dabei das IBM Client Innovation Center Germany, wo wir, Xenia und Lea, im September starten durften. Neben dem Praktikum besuchen wir einmal  in der Woche die Hochschule in Brandenburg und nehmen an Vorlesungen und Übungen teil, um die Studieninhalte kennen zu lernen. Bei den zwei weiteren Unternehmen handelt es sich um die Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG) sowie OHST Medizintechnik in Rathenow.

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Xenia und Lea

Wie sind wir zum MINTlook Projekt gekommen?

Da wir uns beide unsicher bei der Berufs-/ Studienwahl waren, sind wir über Berufsmessen sowie durch die Argentur für Arbeit auf das Programm aufmerksam geworden. Außerdem konnte man sich im Vorfeld, bei dem „Tag der offenen Tür“ an der Technischen Hochschule Brandenburg (THB) über die Studiengänge und Studieninhalte informieren.

Was sind unsere Aufgaben im CIC?

Da wir noch keine Vorkenntnisse im Programmieren hatten, wurde uns die Programmiersprache Java zu Beginn mit dem Programm Java.kara näher gebracht. Danach haben wir ein eigenes Projekt bekommen, bei dem wir eine mobile Webseite programmieren sollen. Seit 5 Wochen arbeiten wir nun schon daran und hoffen, dass wir bis Ende November die Webseite präsentieren können.

Was gefällt uns besonders gut im CIC?

Von den Projektleitern bekommen wir jederzeit Unterstützung. Trozdem arbeiten wir, so gut es geht, selbständig. Wir dürfen unsere Areitszeiten flexibel einteilen. Zudem wird uns von allen Seiten Hilfe angeboten und die Atmosphäre ist sehr angenehm und kollegial.

Gibt es Punkte, die wir uns anders vorgestellt haben?

Wir hätten nicht gedacht, dass wir die Möglichkeit haben, so viel selbstständig zu arbeiten und in so viele Projekte Einblick zu bekommen. Außerdem waren wir positiv überrascht, dass wir nicht nur einen Ansprechpartner haben, sondern fünf. Sehr gut fanden wir auch den Zeitplan, den wir zu Beginn des Praktikums bekommen haben, sodass man wusste, was einen erwartet. Wünschenswert wäre eine Kooperation mit einem Wohnungsanbieter, da sich die Wohnungssuche für drei Monate äußerst schwierig gestaltet.

Was nehmen wir generell aus der Erfahrung im CIC mit?

Innerhalb der letzten Monate haben wir nicht nur zahlreiche Projekte und einen Teil des Unternehmens kennen gelernt, sondern kleine Einblicke in unterschiedliche  Programmiersprachen bekommen.

Haben uns die Erfahrungen im CIC  bei der Berufs-/Studienwahlentscheidung schon helfen können?

Da noch weitere sechs Monate Praktikum vor uns liegen, können wir uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht festlegen. Allerding haben wir beide herausgefunden, dass wir auf jeden Fall im Bereich Technik/ IT bleiben wollen.

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Lea und Xenia mit ihren Betreuern Mykyta, Sabina, Thomas & Jenny