Ein Buchclub-Resümee

Februar 2018, ein kaltes Lüftchen weht um die Häuser, Milch für den Kakao kocht auf dem Herd und man hört leises Getuschel über die Frage: „Wo bekommt ihr euren Lesestoff her – aus dem lokalen Buchhandel oder vom Online-Großkonzern?“ Der Buchclub wurde geboren, wenn auch etwas weniger romantisch.  Eine kleine Gruppe von Leseratten traf sich, um über Genres und Vorlieben zu reden, um vermeintliche Frauenliteratur zu definieren und, um einfach unter Gleichgesinnten zu sein. Dies ist nun schon 9 Monate her. Viele Themen wurden besprochen und einige Bücher gemeinsam gelesen. Angefangen mit der Diskussion über Vor- und Nachteile ein Buch zur Verfilmung von diesem zu kennen, über Klassiker der Literatur, Urlaubsliteratur, hin zu „Wie lagert ihr eure vielen Bücher?“ – der Buchclub behandelt viele Themen. Alle zwei Monate einigen wir uns auf ein Buch, das wir dann lesen oder hören und beim nächsten Mal besprechen. Alles natürlich auf freiwilliger Basis, denn Geschmäcker sind verschieden. 😉 Hier einmal unsere Liste gelesener Bücher:

  • Die Vegetarierin von Han Kang
  • Alles, was wir geben mussten von Kazuo Ishiguro
  • Fahrenheit 451 von Ray Bradbury
  • Das Dschungelbuch von Rudyard Kipling

Diesen Monat steht eine erneute Buchvorstellung an, in der alle Teilnehmer einen Vorschlag zum gemeinsamen Lesen mitbringen. Immer wieder spannend, welche Tipps da um die Ecke kommen. Und deswegen ist der Buchclub für mich immer noch ein Termin, den ich ungern verpasse, denn wann bekommt man schon mal so viele neue Eindrücke und Empfehlungen im näheren Umfeld? Da treffen Fantasy-Liebhaber auf Thriller-Experten und Klassik-Verfechter, die sich auch mal in hitzigen Diskussionen verlieren. Verbesserungspotential gibt es aber natürlich auch. So würde ich mir längere Treffen wünschen oder gern mal einen Film zum Buch sehen. Auch die Tage, an denen wir uns außerhalb der Firma, z.B. an der Elbe, trafen, haben mir sehr gefallen. Das könnten wir durchaus öfter tun. 😉 Doch das sind nur Kleinigkeiten, die die Freude am Buchclub nicht mindern. Ich plane unsere Treffen jeden Monat fest ein und hoffe, dass sich auch weiterhin neue Gesichter einfinden, um die Vielfältigkeit der Themen hoch zu halten.

Denn davon lebt und wächst der Buchclub – von Geschichten, die das Leben schreiben.

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Team Event in Frankfurt am Main

Saleh lässt heute das jährliche Team Event der Kollegen in Frankfurt am Main Revue passieren.

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Unser Team aus dem Client Innovation Center Frankfurt am Main ist für einen spaßigen Abend, inklusive Minigolf und leckerem Essen, zusammengekommen, um den ausklingenden Sommer gebührend zu feiern.

Mehrere Kollegen fuhren von Sossenheim aus, dem Standort unserer CIC Lokation, gemeinsam zur Minigolfanlage in Oberusel, wo viele von ihnen zum ersten Mal ihre Erfahrung im Minigolf unter Beweis stellen konnten.

Da die Mitarbeiter meistens beim Kunden vor Ort arbeiten, ist das jährliche Event ein tolles Ereignis, um sich als Team besser kennenzulernen.

Nach den interessanten und ereignisreichen Spielen ließen sie den Tag beim nahegelegenen italienischen Restaurant ausklingen und genossen dort leckere Pizza und Pasta.

Alles in allem eine gelungene Veranstaltung, die noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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Das CIC-Buddy-Programm

Habt ihr euch schon mal gefragt wie wir unsere New Hires im Center begrüßen und bei wem sie in der ersten Zeit ihre Fragen loswerden können? Genau dafür gibt es unser Buddy Programm. Jenny und Paul sind Teil des Buddy-Teams und berichten heute wie sie die neuen Kollegen in ihrer Anfangszeit unterstützen.

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Wir als CIC sind in den letzten Jahren ganz schön gewachsen. Da kann man als New Hire bei dem Versuch alle IBM Tools zu Beginn richtig zu handhaben schon schnell mal den Überblick verlieren, wer nun eigentlich für was verantwortlich war.

Wie richte ich mein IBM Verse ein?
Warum kann mich keiner anrufen, funktioniert mein „SUT“ nicht?
Wo finde ich unser Center-Wiki?

Für all diese Fragen gibt es in den ersten Wochen eine Antwort: Frag deinen Buddy! Falls auch der nicht in der Lage ist zu helfen, hat er zumindest eine Idee, an wen / wohin man sich wenden kann.

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Das Buddy Programm versteht sich als Unterstützung unserer New Hires in ihren ersten Wochen, wobei die Buddies für Fragen und Probleme aller Art als erster Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Wir haben den Schwimmring fürs kalte Wasser. =) Damit wollen wir als zusätzliche Unterstützung zum Career Coach fungieren.

Des Weiteren wollen wir unsere neuen Kollegen aber nicht nur technisch und organisatorisch abholen, sondern auch darin unterstützen, unsere große CIC Community kennenzulernen, sowie Möglichkeiten eröffnen, an internen Themen für das Center mitzuwirken. Dafür haben wir im September 2017 das Buddy Team vergrößert, so dass wir die Betreuung umfangreicher und proaktiver gestalten konnten, wie z.B. gemeinsam an Events teilzunehmen oder selbst kleine Events zu planen.

Wie das so mit den Plänen ist, kam es dann doch zunächst anders und wir mussten uns auch selber erst einmal sortieren und die ein oder andere potenzielle Frage zunächst selbst recherchieren, so dass wir als Buddy Team eine gemeinsame Wissensgrundlage haben. Die Flut an Fragen war etwas größer, als wir erwartet haben, da hat unser erstes, eigenes Buddy Event etwas länger Anlauf genommen.

Am 02. Mai dieses Jahres war es dann soweit. Unser erstes Kneipenquiz fand statt! Der gewählte Ort dafür war das Café Central in der Nähe des Hasselbachplatz. Dort haben wir die erste Etage komplett für uns gehabt und konnten unter uns sein. Vor Ort gab es einen Beamer und ein Mikro, damit wir sicher sein konnten, dass jeder in der Lage ist, die Fragen anständig zu lesen und uns richtig zu hören. Für die über 20  Teilnehmer des Quizzes, die wir dann in 5 Teams aufgeteilt haben, gab es 3 Quizrunden à 10 Fragen aus den unterschiedlichsten Bereichen:

  • Allgemeinwissen
  • CIC-relevante Fragen
  • Magdeburg
  • Filme / Serien
  • Gaming
  • Unnützes Wissen

Bis auf die ein oder andere Unklarheit bei der Auflösung der Fragen hatten alle Teilnehmer nach eingeholtem Feedback sehr viel Spaß an dem Abend und sind auch anschließend noch geblieben, um den Abend in geselliger Runde ausklingen zu lassen.

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Aufgrund dieses positiven Feedbacks und, weil wir an dem Abend auch sehr viel Spaß hatten, haben wir uns dazu entschlossen, das Event regelmäßig stattfinden zu lassen. Regelmäßig bedeutet hier, dass wir einmal im Quartal ein Kneipenquiz veranstalten wollen. Die jeweiligen Monate wären Oktober, Januar, April und Juli. Da der Juli schon durch ist, wäre der nächste Termin also im Oktober. Darüber hinaus wollen wir den Abend auch so eintakten, dass das Quiz immer am ersten Onboarding-Tag stattfindet, sodass auch neue Kollegen aus den Satelliten eine Chance haben, den Abend in der fremden Stadt unter Gleichgesinnten zu verbringen. Obwohl das Event primär an neue Kollegen gerichtet ist, würden wir uns auch sehr über Alteingesessene freuen, damit wir eine anständige Mischung zustande bekommen. Wenn wir die Location beibehalten, haben wir Platz für etwa 40 Ratende. Rechtzeitig da zu sein lohnt sich also bestimmt. 🙂

Als kleinen Appetithappen für alle Interessierten haben wir hier mal drei Beispielfragen aufgelistet:

1. Ordne folgende Bälle absteigend nach ihrer maximal im jeweiligen Sport erreichten Geschwindigkeit!

  1. Golf
  2. Tischtennis
  3. Tennis
  4. Badminton

2. Welche Firmen verstecken sich hinter den folgenden alten Logos?

LogosQuelle: https://ibm.biz/BdYFXq

3. Die deutsche Bürokratie ist gelegentlich etwas merkwürdig. Da wird aus einer Kuh schnell mal eine ‚raufutterverzehrende Großvieheinheit‘. Doch welche alltäglichen Begriffen verstecken sich hinter folgenden Floskeln?

  1. Nicht lebende Einfriedung
  2. Personenvereinzelungsanlage
  3. Spontanvegetation

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Ein weiteres Event, das im Juli diesen Jahres (2018) sein Debüt erlebte, ist unser Buddy Stammtisch. Am Anfang eines jeden Monats entführen wir unsere neuen Kollegen, um mit ihnen die schönsten Lokationen Magdeburgs zu erkunden, andere, neue Kollegen kennenzulernen und in gemütlicher Atmosphäre Kontakte auch über das eigene Projekt hinaus zu knüpfen.

Wir freuen uns über jedes neue Gesicht, das bei uns im Center anfängt und hoffen, dass wir noch viele ereignisreiche Buddy Stammtische und Kneipenabende miteinander verbringen werden. 🙂

Eure Buddies

 

Ein Sommerfest-Traum

Wie jedes Jahr versammelte sich die Magdeburger CIC-Gemeinschaft an einem sonnigen Tag im Jahr, um alle Kollegen zu feiern und sich über allerhand Neues auszutauschen. So auch am 7. Juni dieses Jahres. Das Thermometer kletterte auf schweißtreibende 30°C und so zog es uns an die Elbe, zum Mückenwirt. In angenehmer Atmosphäre – an dieser Stelle nochmal Danke an den hauseigenen DJ – haben wir den Tag bei einem deftigen Buffet und kalten Getränken ausklingen lassen.

Es war nicht nur für die Kollegen, die sich sonst tagtäglich im Center in Magdeburg sehen, eine tolle Möglichkeit sich außerhalb des Büros zu treffen. Sondern, auch für die, die sonst beim Kunden vor Ort oder im Home Office arbeiten. Ich denke, es gibt keinen besseren Grund sich so mal wieder zu sehen. Nach einer kleinen Rede unseres Geschäftsführers und unserer europäischen Recruitment Leaderin, verloren wir uns voll motiviert in tief technischen, lustigen oder auch nerdigen Gesprächen. Als dann langsam das Aufräumen um uns herum begann, haben sich auch die letzten trennen können und ihr Gespräch auf dem Nachhauseweg fortgesetzt.

Insgesamt war es wieder ein gelungenes Fest und eine super Möglichkeit neue Kollegen kennenzulernen oder mal mit dem Chef anzustoßen. Wir freuen uns auf die sommerlichen Feiern in den anderen CIC Standorten in Deutschland und sind gespannt auf die Foto-Outtakes. 😉

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Unser erster CIC Buchclub

Auf unsere Ankündigung bei Twitter folgt nun die Tat! Stefanie, die den CIC Bookclub mit ins Leben gerufen hat, berichtet uns heute vom ersten Treffen der Leseratten.

Kommt eine Gruppe Leute an Couch und Sesseln mit Büchern in den Händen zusammen und redet über Literatur, dann muss das wohl ein Buchclub sein!? Im CIC Magdeburg trifft sich seit Anfang Februar ein Mal monatlich der CIC Bookclub. Die Initiative hat das Diversity-Team ins Leben gerufen, um Kollegen nicht nur aus gleichen Projekten oder Etagen zusammenzuführen, sondern um auch einfach mal Kollegen mit gleichen Interessen eine Plattform zu geben. Der schöne Nebeneffekt dabei ist, dass man Leute kennenlernt, die man sonst projektbedingt nicht so oft sieht wie andere, übliche Verdächtige. Und in so einer Firma wie unserer, gibt es bestimmt eine ganze Menge Leute, die gern lesen und in literarische Welten abtauchen. Dabei sind dem Buchclub alle Anhänger des geschriebenen und gesprochenen Wortes willkommen. Egal ob klassische Literatur, Comics, Manga, Graphic Novels, Science-Fiction oder Drama, Hörbuch oder dicker Schmöker – wir reden gern über alles. 🙂

Beim ersten Treffen hieß es „bringt mit, was ihr gerade lest“ und die Kollegen haben sich erzählt, was normalerweise ihr Beuteschema ist und wie sie zu ihrer aktuellen Lektüre kamen. So fanden sich unter anderem auf unserer Couch Leser von William Faulkner, Rebecca Goldstein und Haruki Murakami zusammen und nicht selten wurden Fragen gestellt wie „Ach der Faulkner! Und wie liest der sich so?“ Kommen Menschen mit einem gemeinsamen Nenner zusammen, kann es ein Selbstläufer sein. So zogen die Gespräche schnell weite Kreise, die man so anfangs gar nicht erahnt hätte. Es ging um asiatische Science-Fiction-Handy-Novels, darum ob Verfilmungen grundsätzlich schlechter sind als die Bücher, wie gut uns „Das Rosie-Projekt“ gefallen hat (oder eben nicht), was wir in der Schule gelesen und für cool befunden haben (oder eben nicht) und die Frage „Was ist eigentlich ein Frauenroman“?

Im zweiten Teil des Abends haben wir noch darüber debattiert, wo wir unseren „Lesestoff“ herbekommen. Aus der Bibliothek? Und wenn kaufen, dann im kleinen, lokalen Buchhandel oder online beim Mega-Konzern? Das wurde fast eine Glaubensfrage. 😉

Für die Zukunft nimmt sich der Buchclub vor gemeinsam zu lesen und das nächste Treffen steht unter anderem im Zeichen der Frage „Was darf‘s denn sein?“ Dann bringt jeder seinen Vorschlag für ein gemeinsames Lesen mit. Künftig widmet sich der Buchclub auch Diskussionsrunden zu von Kollegen vorgeschlagenen und aktuellen Themen, über die abgestimmt werden kann. Der Buchclub trifft sich wieder Anfang März und das könnte kaum besser liegen, denn nur kurze Zeit später lockt die Leipziger Buchmesse mit dem mehrtägigen Fest rund um‘s Buch.  In dem Sinne: Read On! 😀

Unser Sommerfest in Frankfurt – ein „Feast of Nations“

IBMClientInnovationCenter_FFMAnfang September fand das Sommerfest des CIC Teams aus Frankfurt/Stuttgart statt. Mit CIClern aus 11 verschiedenen Nationen ist unserer Team kulturell bunt geschmischt. Um unsere Kollegen besser kennenzulernen, haben wir ein Event unter dem Motto „Feast of Nations“  organisiert. Im Rahmen dieses Teamevents hatten wir somit nicht nur die Möglichkeit uns alle wiederzusehen, auszutauschen und neue Kollegen kennenzulernen, sondern gleichzeitig eine kulinarische Vielfalt aus verschiedenen Ländern zu erleben.

Da jeder CICler ein typisches Gericht aus seinem Heimatland mitgebracht hat, konnten wir uns über viele verschiedene Köstlichkeiten freuen. Es wurde ein großartiges Buffet zusammengestellt.

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IBMClientInnovationCenter_FFM_3Wir probierten Arepas aus Kolumbien, Pide und gefüllte Weinblätter aus der Türkei, sowie Samosas und Kebab aus Pakistan. Aus Russland gab es Qistibi, Hering im Pelz und eine Auswahl an Pfannkuchen. Die deutschen Kollegen sorgten für Kartoffelsalat, Forelle und Wild direkt vom Grill. Sehr leckere Gerichte aus Indien durften wir probieren, da unsere Kollegen Dhokla, Mix Veg Pakora und zahlreiche weitere Snacks mitbrachten. Aus Kamerun gab es Frikadellen und frittierte Bananen. Außerdem gab es rumänische Süßigkeiten und eine Torte aus Österreich, die am Tag zuvor direkt aus dem Heimatland von der Post in unser Office geliefert wurde.

Es wurde ein gelungener Spät-Sommer-Abend und wir hatten alle eine großartige Zeit!

Dankeschön an alle Kollegen, die an unserem Teamevent teilgenommen und ihren Beitrag zur Gestaltung des Abends geleistet haben!

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Von Toastbrot und Java

Ein Job in der IT hält viele spannende und abwechslungsreiche Themen bereit. Was für viele von uns schon seit Jahren ein klarer Fakt ist, wollten wir auch an der Schule am Fermersleber Weg, einer Förderschule für Körperbehinderte, erlebbar machen.

Gruppenbild

Initiiert von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, entwickelten wir in Absprache zusammen mit dem Diversity Team des CIC unser Programm. Gemeinsam mit einer 9. und 10. Klasse hatten wir dann die Möglichkeit, ein Stück weit in die Welt der Informatik einzutauchen und den Schülern und Schülerinnen eine neue Perspektive bei der Berufsorientierung zu bieten. Während einige bereits etwas Erfahrungen – etwa mit Programmierung – gesammelt hatten, wünschten sich andere erste Berührungspunkte mit dem Berufsfeld.

Wir überlegten im Vorfeld, wie wir IT auch jenen schmackhaft machen können, die noch keine Erfahrungen im Bereich der Informatik gesammelt haben oder gar keine konkrete Vorstellung davon haben welche Felder dieser Fachbereich eigentlich beinhaltet. So haben wir uns dazu entschlossen, es allen Beteiligten im wahrsten Sinne „schmackhaft“ zu machen.

Nachdem wir uns und das CIC vorgestellt hatten, enthüllten wir das leckere Thema des heutigen Tages: Algorithmen. Anfänglich konnte sich niemand viel unter diesem Wort vorstellen, doch das sollte sich schnell ändern. Nach einer kurzen Begriffsklärung unterhielten wir uns über Alltagsalgorithmen, die wir oft ohne darüber nachzudenken, jeden Tag aufs Neue, auf die immer gleiche Weise ausführen. Obwohl wir sie oft anwenden, beispielsweise beim Kaffeekochen, Zähneputzen oder Waschen, ist der Algorithmusbegriff für viele Menschen nur schwer greifbar. Deshalb hatten wir uns entschlossen, die Wichtigkeit, genauso wie die Schwierigkeiten dieses Konzeptes anschaulich zu machen.

Die Aufgabe der Teilnehmer sollte es sein, Marmeladenbrote zu schmieren, oder viel mehr uns zu erklären, wie wir sie ihnen schmieren sollen. Dazu organisierten wir im Vorfeld alles was dazu benötigt wird – Marmelade, Butter, und natürlich Toast. Wir übernahmen die Rolle der Computer, ausgestattet mit Messer und Toaster, während die Schüler und Schülerinnen Algorithmen entwickelten, die wir dann Schrittweise abarbeiten konnten.

Unsere Aufgabe bestand darin, die Sequenzen einmal mehr, einmal weniger genau zu interpretieren. Das heißt weder die allererste Tütensuppen-Anweisung sollte zum gewünschten Ergebnis führen, noch sollten die Jugendlichen eine IKEA-Aufbauanleitung verschriftlichen müssen, um ein perfektes Marmeladentoast zu erhalten. Denn der Spaß durfte schließlich auch nicht zu kurz kommen.

Experiment1

Die Algorithmen wurden wörtlich umgesetzt – mit interessanten Ergebnissen.

Wie insgeheim erwartet, konnten wir anhand der ersten formulierten Algorithmen gut veranschaulichen, worauf es ankommt. Zu unserem Glück war beim “Bestreichen mit Butter”, weder vom Öffnen der Packung, noch einem Messer die Rede. Und so rieben wir die noch verschlossene Butter unter Schmunzeln und Gelächter plakativ über das Toast.

Einige Ungenauigkeiten in den Algorithmen der Beteiligten ließen somit Spielraum für Interpretation, so dass die eine oder andere lustige Toastkreation hergestellt wurde. Ein paar Toasts wurden mit ganzen Marmeladengläsern beschmiert, andere sollten im Toaster verweilen, bis sie durch wundersame Weise getoastet sein sollten, da der Schritt zum Anschalten des Geräts vergessen wurde. Jedoch waren die Anweisungen schnell so präzise, dass sich in kürzester Zeit Erfolge einstellten, was zum Teil auch dem wachsenden Mitdenkpotenzial der „Computer“ zu verdanken war. Nach einer halben Stunde formulierte die erste Gruppe einen detailierte Anweisung, die zum gewünschten Ergebnis führte.

Es war uns wichtig, zu illustrieren, wie ein Algorithmus funktioniert, dass es oft gar nicht so einfach ist ihn zu beschreiben und oft Geduld gefragt ist, bis man eine Lösung gefunden hat. Aber vor allem war es uns wichtig zu zeigen, dass es durchaus Spaß machen kann eigene Ideen zu entwickeln und Probleme zu lösen. Und nicht zuletzt, dass eine funktionierende Anweisung immer zum gewünschten Ergebnis führt. Nachdem also das erste “perfekte” Toast fertig war, konnte der finale Algorithmus einfach so oft wiederholt werden, bis alle etwas zu essen hatten.

Experiment2

Am Ende führte der richtige Algorithmus auch zum gewünschten Ergebnis.

Nach dieser Stärkung stellten wir das erfolgreiche Projekt unserer MINTLOOK-Praktikantin Vanessa, die ohne Vorkenntnisse, innerhalb von drei Monaten ein funktionierendes Snake Spiel programmiert hatte, vor. Anschließend durften alle im Plenum erste eigene Programmiererfahrungen mit Java sammeln. Dabei konnte das neue Wissen direkt angewendet und gleichzeitig ein erster Einblick in die originalen Tools der Entwickler gegeben werden.

Letztendlich können wir sagen: die Jugendlichen hatten eine Menge Spaß, genauso wie wir. Die Schülerinnen und Schüler aber auch die Lehrer waren glücklich über die neuen Eindrücke und vielleicht sehen einige die IT-Welt nun mit neuen Augen. Uns allen hat es großen Spaß bereitet, unsere Faszination weiterzugeben und gerade die vielen interessierten Rückfragen haben uns besonders gefreut und uns gezeigt, dass die Jugendlichen die Thematik genauso spannend finden, wie wir. Wir freuen uns jetzt schon darauf weitere Erfahrungen, wie diese zu sammeln!