Ein Buchclub-Resümee

Februar 2018, ein kaltes Lüftchen weht um die Häuser, Milch für den Kakao kocht auf dem Herd und man hört leises Getuschel über die Frage: „Wo bekommt ihr euren Lesestoff her – aus dem lokalen Buchhandel oder vom Online-Großkonzern?“ Der Buchclub wurde geboren, wenn auch etwas weniger romantisch.  Eine kleine Gruppe von Leseratten traf sich, um über Genres und Vorlieben zu reden, um vermeintliche Frauenliteratur zu definieren und, um einfach unter Gleichgesinnten zu sein. Dies ist nun schon 9 Monate her. Viele Themen wurden besprochen und einige Bücher gemeinsam gelesen. Angefangen mit der Diskussion über Vor- und Nachteile ein Buch zur Verfilmung von diesem zu kennen, über Klassiker der Literatur, Urlaubsliteratur, hin zu „Wie lagert ihr eure vielen Bücher?“ – der Buchclub behandelt viele Themen. Alle zwei Monate einigen wir uns auf ein Buch, das wir dann lesen oder hören und beim nächsten Mal besprechen. Alles natürlich auf freiwilliger Basis, denn Geschmäcker sind verschieden. 😉 Hier einmal unsere Liste gelesener Bücher:

  • Die Vegetarierin von Han Kang
  • Alles, was wir geben mussten von Kazuo Ishiguro
  • Fahrenheit 451 von Ray Bradbury
  • Das Dschungelbuch von Rudyard Kipling

Diesen Monat steht eine erneute Buchvorstellung an, in der alle Teilnehmer einen Vorschlag zum gemeinsamen Lesen mitbringen. Immer wieder spannend, welche Tipps da um die Ecke kommen. Und deswegen ist der Buchclub für mich immer noch ein Termin, den ich ungern verpasse, denn wann bekommt man schon mal so viele neue Eindrücke und Empfehlungen im näheren Umfeld? Da treffen Fantasy-Liebhaber auf Thriller-Experten und Klassik-Verfechter, die sich auch mal in hitzigen Diskussionen verlieren. Verbesserungspotential gibt es aber natürlich auch. So würde ich mir längere Treffen wünschen oder gern mal einen Film zum Buch sehen. Auch die Tage, an denen wir uns außerhalb der Firma, z.B. an der Elbe, trafen, haben mir sehr gefallen. Das könnten wir durchaus öfter tun. 😉 Doch das sind nur Kleinigkeiten, die die Freude am Buchclub nicht mindern. Ich plane unsere Treffen jeden Monat fest ein und hoffe, dass sich auch weiterhin neue Gesichter einfinden, um die Vielfältigkeit der Themen hoch zu halten.

Denn davon lebt und wächst der Buchclub – von Geschichten, die das Leben schreiben.

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Aspiring Manager Program – Das Leben als angehender Manager

Das Aspiring Manager Program begleitet jeden Kollegen, der auf dem Weg zum Manager im CIC ist. Welche Inhalte euch dabei erwarten und wie die Erlebnisse auf einen wirken können, bringt uns heute Laura näher.

Laura

Drei Tage Leadership-Training, in dem wir alle das gegeben haben was wir am meisten haben, nämlich uns selbst und unsere Persönlichkeit. Bekommen haben wir dafür ein umfangreiches Feedback, einen Spiegel unserer selbst und eine Erfahrung, die wir so vorher noch nicht erlebt hatten. Die Chance zu erleben, ob die Selbstwahrnehmung mit der Fremdwahrnehmung übereinstimmt, war einmalig und beeindruckend. Und das von erfahrenen IBM-Führungskräften.

Auf was kommt es an wenn man Führungskraft in einer Welt ist, die jeden Tag komplexer und schneller wird? Wie sollen wir mit der Diversity in einem Unternehmen umgehen, welches solch unterschiedliche Anforderungen an jeden Einzelnen stellt? Was heißt Führung heute überhaupt noch?

Die praxisnahen Übungen und entsprechenden Aufgabenstellungen während des Trainings zeigten, dass es darauf ankommt, wie man was, an wen und in welcher Art und Weise kommuniziert. Als Manager befindet man sich in der Situation, in unterschiedliche Richtungen mit jeweils ganz eigenen Sprachen zu kommunizieren und zwischen den Ebenen zu übersetzen. Mit der Feinfühligkeit, die jeweils angemessenen Worte und Tonlagen zu finden.

Schlechte Nachrichten ans Management überbringt man ganz anders als schlechte Nachrichten an sein Team. Dafür entschädigt wird man nur durch das Überbringen guter Nachrichten.

Wann ist man zufrieden am Ende eines Arbeitstages? Wenn man seine Arbeit erledigt hat. Die Aufgabe einer Führungskraft ist es, all die Hindernisse zu beseitigen, damit das Team seine Arbeit erledigen kann und die Mitglieder ihre Bestätigung erhalten.

Was heißt führen? Führen heißt priorisieren und anschließend Entscheidungen treffen. Als Teamlead, als Scrum Master oder als Dev Lead ist man der Schutz, der vor dem Team steht. Am besten ist Führung, wenn das Team sie gar nicht bemerkt, sondern nur die Wertschätzung für die eigene Arbeit und die Freiheit, sich dorthin zu entwickeln, wo man gut hin passt und sich entfalten kann.

Priorisieren und Entscheiden sind zwei grundsätzlich unterschiedliche Vorgänge, die auch noch durch unterschiedliche Entscheidungssysteme im Gehirn ausgeführt werden. Entscheiden kann jeder Mensch mit der Intuition (Bauchgefühl) oder auch bewusst (kognitiv). Die Priorisierung ist komplexer und kann nur bewusst durchgeführt werden, indem man jede einzelne Option, Story oder Task nach ihrer Dinglichkeit und Wichtigkeit bewertet. Den Vorgang der Bewertung kann man wieder intuitiv oder kognitiv machen. Wenn alle Stories bewertet sind, können Führungskräfte anhand der Ressourcen entscheiden, was gemacht wird und was nicht. Gute Führungskräfte haben diesen Prozess so eingeübt, dass er so schnell geht, als würde er intuitiv ablaufen. Anfangs kompliziert und dann ganz leicht.

Vielleicht ist nach drei Tagen der Idealismus am höchsten, aber vielleicht habe ich diesen Artikel auch geschrieben, um in drei Jahren zurückzublicken und mich selbst in diesem Moment zu hören, wo ich einmal hingewollt habe.

Ich wünsche uns allen viel Erfolg, was auch immer da kommen mag und welchen Weg wir einschlagen werden.

Vielen Dank, liebe Beobachter, dass Ihr uns die Zeit, die Wertschätzung gegeben und die Chance ermöglicht habt, diese Erfahrung zu machen.

Wir feiern 5 Jahre „My Magdeburg Experience“-Blog!

Als es hieß „5 Jahre IBM Client Innovation Center“, entflammte in uns der Ehrgeiz sämtliche Jubiläumsdaten rauszusuchen und besondere Momente zu feiern.

Dabei darf auch unser Blog nicht fehlen. 5 Jahre Center heißt vielleicht nicht gleich 5 Jahre Blog, aber annährend. Alles begann mit einer aufgeweckten Frau, die einen Einblick in ihren Job und ihren Alltag geben wollte. Der „My Magdeburg Experience Blog“ entstand als Graduate Blog, der Versuch eines Erfahrungsberichts einer Absolventin. Am 13. Oktober 2013 ging der erste Eintrag auf die Reise, in dem Claudia sich und das Unternehmen vorstellte. Seit dem war sie fester Bestandteil des Social Media-Teams, auch, wenn es zunächst aus nur einer Person bestand. Nicht nur das Team hat Nachwuchs bekommen, sondern auch Claudia, sodass wir sie nach ihrer Babypause wieder im Center begrüßen durften. Der Blog ist erwachsen geworden und seine Schreiber ebenfalls.

Anlässlich unseres Jubiläums möchten wir Claudia noch einmal zu Wort kommen lassen, wie sie die 5 Jahre im Center erlebt und wie sich ihr (Arbeits-)leben verändert hat.

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… und plötzlich feiere ich mein 5 jähriges Firmenjubiläum. Viel hat sich seitdem verändert.

Noch vor 5 Jahren saßen wir, 20 Entwickler, auf einer Ausweichfläche und haben sehnsüchtig darauf gewartet, dass unsere erste eigene Etage bezugsfertig wird. – Das CIC hieß damals im Übrigen auch noch ISC. – Mittlerweile haben wir hier am Uniplatz 5 Etagen inne und Satelliten-Standorte in München, Frankfurt am Main und Köln/Bonn. Unsere Mitarbeiterzahl ist also enorm gestiegen.

Viele Kurse wurden damals noch von IBMern aus anderen Lokationen gehalten – das Onboarding, die Masterclass,… Mittlerweile haben wir im Center entsprechende Trainer ausgebildet, die eine Vielzahl an Trainings selbst geben können und das nicht nur im CIC. Dabei bin ich sehr stolz darauf, was aus der  Masterclass geworden ist. Wurde sie anfänglich noch von externen Experten/Trainern gehalten, können wir nun intern auf unsere Experten auf dem Gebiet zurückgreifen, die genau wissen, was im Center bzw. bei unseren Kunden für Skills benötigt werden und entsprechendes Wissen vermitteln können.

Aus dem 1-Frau-Blog-Team, also mir ;-), ist ein 8-köpfiges Social-Media-Team geworden, das sich nun auch um alle gängigen Social Media Plattformen kümmert und euch regelmäßig über das Center und eure Karrieremöglichkeiten auf dem Laufenden hält. – Noch so etwas, worauf ich sehr stolz bin, da ich tatsächlich vor 5 Jahren nicht erwartet habe, dass wir es wirklich schaffen werden über so einen langen Zeitraum spannende Inhalte zu schaffen. Einen ganz lieben Dank daher auf diesem Weg an das gesamte Social Media Team für euer Engagement und natürlich an alle CICler, die uns die 5 Jahre über mit Beiträgen unterstützt haben.

Die Liste an Veränderungen lässt sich sicherlich noch eine Weile fortführen, würde aber den Rahmen des Beitrags sprengen. 😀 Daher vielleicht noch ein paar Worte zu mir, denn auch bei mir gab es in den 5 Jahren diverse Veränderungen. Im Oktober 2013 startete ich mit der Masterclass und wechselte recht schnell in mein erstes Projekt, in dem ich ca. ein Jahr auch als Entwicklerin tätig war. Im zweiten Jahr habe ich neben der Entwicklertätigkeit auch die Teamleitung übernommen und war hier im Magdeburger Team die Schnittstelle zum Kunden, zum IBM  Team vor Ort beim Kunden und dem Center Management. In dieser Zeit bekam ich u.a. einen Einblick in die Rolle des Projektmanagers und begann mich dafür zu begeistern. Seit 2016 bin ich nun, mit einer kleinen Unterbrechnung durch Elternzeit, im Projekt Management Office tätig und bilde mich stetig im Bereich Projektmanagement weiter und nehme Herausforderungen an, die mich auf dem Weg zum Projektmanager weiterbringen. Wer den Blog fleißig verfolgt hat, weiß natürlich, dass ich mich nebenher viel engagiert habe, z.B. in den Bereichen Social Media und Diversity. Das möchte ich zukünftig natürlich auch weiter tun.

Ich bin gespannt, welche spannenden Veränderungen die nächsten 5 Jahre für uns alle bereithalten werden und wie ich den Spagat zwischen Karriere und Familie schaffen werde. Ich werde berichten 🙂 (Bisher gelingt es mir, auch dank meiner lieben Kollegen, sehr gut.)

Bis zum nächsten Mal.
Eure Claudia

Team Event in Frankfurt am Main

Saleh lässt heute das jährliche Team Event der Kollegen in Frankfurt am Main Revue passieren.

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Unser Team aus dem Client Innovation Center Frankfurt am Main ist für einen spaßigen Abend, inklusive Minigolf und leckerem Essen, zusammengekommen, um den ausklingenden Sommer gebührend zu feiern.

Mehrere Kollegen fuhren von Sossenheim aus, dem Standort unserer CIC Lokation, gemeinsam zur Minigolfanlage in Oberusel, wo viele von ihnen zum ersten Mal ihre Erfahrung im Minigolf unter Beweis stellen konnten.

Da die Mitarbeiter meistens beim Kunden vor Ort arbeiten, ist das jährliche Event ein tolles Ereignis, um sich als Team besser kennenzulernen.

Nach den interessanten und ereignisreichen Spielen ließen sie den Tag beim nahegelegenen italienischen Restaurant ausklingen und genossen dort leckere Pizza und Pasta.

Alles in allem eine gelungene Veranstaltung, die noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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Wer bist du und was machst du hier?

Heute haben wir einen Kollegen im Interview, den man regelmäßig mit Leiter und Schraubendreher durch die Flure streifen sieht. Thomas stellt sicher, dass alle mit genug Strom und Internet versorgt sind oder, dass die Telefone für unsere Konferenzschaltungen funktionieren.

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Hallo Thomas, kannst du uns kurz etwas zu deiner Person sagen?

Ich bin glücklich verheiratet, habe zwei erwachsene Töchter und einen Stiefsohn. Außerdem bin ich bereits viermal Großvater.

Ich bin als Servicetechniker bei der Firma Apleona eingestellt und jetzt als Objektleiter für Erfurt und Magdeburg tätig.

Was hast du gelernt und wie hat es dich ins Center verschlagen?

Ich bin gelernter Elektromonteur, bin seit 1992 für IBM in den Ost-Niederlassungen tätig und habe hier die Telefonanlagen mit aufgebaut und war für die LAN-Verkabelungen zuständig.

Was sind deine täglichen Aufgaben und Pflichten?

Als Objektleiter in Erfurt gemeinsam mit meinen Mitarbeitern das Alltagsgeschäft zu bewältigen und in Magdeburg das Projekt CIC zu unterstützen, vor allem im technischen Bereich.

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Gibt es besondere Herausforderungen, wenn man für ein IT-Unternehmen arbeitet?

Immer auf dem aktuellen Stand zu bleiben.

Hast du noch eine kleine Anekdote aus deinem Arbeitsalltag für uns?

Noch nie verschlafen, höchstens mal in die falsche Niederlassung gefahren. J

Vielen Dank Thomas, dass du uns in deine Welt hast schauen lassen – und danke, dass du stets ein offenes Ohr für unsere kleinen und großen Anliegen hast.

The Center Trainers – Part 9: Maurice

Da das Center stets zur Weiterbildung und persönlichen Entwicklung anregt, bekommen immer mehr Kollegen Interesse daran eigene Schulungen abzuhalten. Als die Testing Masterclass ins Leben gerufen wurde, haben viele „Tester-Senioren“ die Chance ergriffen ihr Wissen weiter zu geben. Martin und Hendrik konntet ihr auf unserem Blog bereits kennenlernen. Fehlt noch Maurice, der heute von Herausforderungen, Zukunftsplänen und mehr erzählt. Ihr habt Interesse an der Testing Masterclass im November 2018? Dann bewerbt euch hier.

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Warum wolltest du Trainer im CIC werden?

Das kam eher zufällig zustande. Als die Testing Masterclass ins Leben gerufen wurde, wurden natürlich Trainer für die einzelnen Kurse gesucht. Für mich war das die Gelegenheit einmal in die Rolle eines Trainers reinzuschnuppern und mein Know-How mit anderen zu teilen. Vor allem möchte ich durch den Austausch den Einstieg in die Testerwelt erleichtern.

Seit wann bist du Trainer und welche Kurse gibst du?

Meinen ersten Kurs als Trainer habe ich im Januar 2018 gegeben. Im Rahmen der Testing Masterclass habe ich zusammen mit Hendrik den Grundlagenkurs geleitet, was wir auch in Zukunft so weiterführen wollen.

Wie hast du dich auf deine Rolle als Trainer vorbereitet?

Ich habe an dem Learner-Centered-Training (LCT) teilgenommen. Durch die interaktive Gestaltung des Kurses habe ich viel Input erhalten, was man als Trainer beachten muss und wie man Kurse abwechslungsreich gestalten kann.

Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten Eigenschaften und Fähigkeiten, die man als Trainer mitbringen sollte?

Ich denke, insbesondere die sozialen Kompetenzen machen einen Trainer aus. Er sollte offen und kommunikativ sein und Inhalte gut vermitteln können. Helfen können ihm dabei eine gewisse Prise Kreativität und Flexibilität im Umgang mit unterschiedlichen Materialien und Methoden.

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Wovor hattest du die meisten Bedenken, bevor du deinen ersten Kurs gegeben hast?

Am meisten „Bammel“ hatte ich davor, dass ich die Kursteilnehmer nicht erreiche und sie im Kopf abschalten – am Ende lief aber alles nach Plan.

Was war die größte Herausforderung, die du bislang in einem deiner Kurse bewältigen musstest?

In unserem ersten Kurs konnten wir noch nicht so recht einschätzen wie gut unser Zeitplan ist. Und wie sollte es anders sein – wir waren viel zu schnell. Entsprechend mussten wir spontan neue Inhalte mit aufnehmen, um im Zeitplan zu bleiben.

Was gefällt die besonders gut an deiner Rolle als CIC Trainer?

Auch wenn es das Ziel ist mein Wissen an andere weiterzugeben, bin ich mir sicher, dass auch ich aus jedem Kurs neuen Gedanken und Ideen mitnehmen kann.

Wie stellst du dir deine zukünftige Entwicklung als Center Trainer vor und gibt es andere Kursformate, die dich interessieren oder die du bereits geplant hast?

Wie bereits geschrieben konnte ich bisher nur in die Trainerrolle reinschnuppern und erste Erfahrungen sammeln. Um mir Gedanken über meine weitere Entwicklung machen zu können, benötige ich noch ein paar praktische Einblicke. Die nächste Testing Masterclass, die im November 2018 stattfinden wird, ist dafür wieder bestens geeignet.

Welche Tipps würdest du jemanden geben, der selber als Trainer im CIC Kurse geben möchte?

Die Grundlage für eine gute Präsentation ist eine gute Vorbereitung. Man sollte ausreichend Zeit einplanen, um sich selbst mental und inhaltlich auf den Kurs einzustellen. Dazu gehört auch, sich vorab zu informieren wer am Kurs teilnimmt und welche Materalien zur Verfügung stehen.

How to be a Career Coach

Die Bezeichnung “Career Coach“ hört ihr in letzter Zeit durchaus häufiger als Begriff für unsere Manager, unter anderem beim Thema Buddy-Programm oder Onboarding, beispielsweise, wenn es um Zuständigkeitsbereiche geht. Wir wollen euch die Rolle einmal näher erläutern und klären welche Aufgaben ein Career Coach hat und wie man einer wird.

Wir danken Thomas für seinen Input zu diesem Thema und wünschen euch viel Spaß beim Lesen.

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Was ist ein Career Coach?

Also es ist erstmal wichtig zu wissen, dass der Job weder etwas mit Trägern (carrier) noch mit Sofas (couch) zu tun hat. Man liegt schonmal ganz gut, wenn man es als Karriereberater übersetzt. Aber warum wird so ein „first line manager“ als Karriereberater bezeichnet? Liegt die Zeit der Berufsberatung nicht schon lange hinter uns?

Richtig, aber der Personal-Manager ist nun mal für das Personal, also euch als Person zuständig. Und das was eure Person im beruflichen Kontext am meisten auszeichnet, ist eure berufliche Entwicklung. Und genau da kommt der Career Coach ins Spiel. Sie oder er kennt sich nämlich normalerweise recht gut mit den Entwicklungsmöglichkeiten im Center aus und außerdem kennt derjenige euch ganz gut. Da man sich als Einzelner möglicherweise in Ideen und Träumen verrennen kann, hilft der Career Coach euch berufliche Entwicklungsmöglichkeiten, Interessen und Fähigkeiten in Einklang zu bringen – er „coached“ euch.

Wie wird man Career Coach im CIC?

Bevor man den Weg als Führungskraft einschlägt, sollte man bereits Erfahrungen gesammelt haben. Das heißt der erste Schritt besteht normalerweise darin Führungsaufgaben im Projekt wahr zu nehmen, wie zum Beispiel sich für andere Kollegen einsetzen, sie zu unterstützen und zu coachen. Dadurch kann man im Arbeitsalltag die eigenen Führungseigenschaften entwickeln und ausbauen.

Nicht immer muss die Erfahrung aus dem Arbeitsumfeld kommen. So wurden auch schon Erfahrungen als Leiter bei den Pfadfindern und Vereinen oder als Team Captain im E-Sport gesammelt.

Im Projekt ergibt sich jedoch leichter die Möglichkeit, dass die eigenen Potentiale identifiziert werden und man im nächsten Schritt innerhalb des eigenen Teams eine Teamleiterrolle übernehmen kann. Diese beiden Schritte helfen dabei wichtige Erfahrungen auf dem Weg zum Career Coach zu sammeln. Letzen Endes trifft die Entscheidung der eigene Career Coach, durch die Nominierung zum Career Coach. Wie hoch der Bedarf an neuen Career Coaches ist, hängt jedoch unter anderem davon ab wie viele freie Posten derzeit im CIC zur Verfügung stehen.

Sobald die Nominierung erfolgt ist, wird man in das IBM Manager-Development-Programm aufgenommen. Innerhalb des Programmes durchläuft man verschiedene Trainings, die die Nominierten auf die zukünftigen Führungsaufgaben vorbereiten sollen. Um diese Trainings erfolgreich abzuschließen, benötigt man einen Mentor, der einen bei den verschiedenen Aufgaben unterstützt und regelmäßig Feedback gibt. Dementsprechend sollte man bei der Auswahl des eigenen Mentors einen erfahrenen Career Coach suchen. Es wird starker Fokus darauf gelegt, dass man ausreichend praktische Erfahrung gesammelt hat, um in der potentiellen Rolle des Career Coaches bestehen zu können.

Bevor die Ernennung zum Career Coach überhaupt erfolgen kann, muss jeder ein dreitägiges Assessment Center absolvieren. In Vorbereitung auf das AC bietet die IBM den Kurs „Emerging Leaders Applied“ an, von dem der Blog schon berichtete. Innerhalb dieses Kurses werden die Teilnehmer einerseits intensiv darauf vorbereitet, was sie im Assessment Center erwartet und andererseits nochmals wichtiges Wissen über die Leadership-Rolle vermittelt, z.B. welche Herausforderungen diese mit sich bringt.

Anschließend trennt einen nur noch ein fehlender Baustein von dem Weg zum Career Coach – das erfolgreiche Durchlaufen des Assessment Centers. Am Ende drei anstrengender Tage, die geprägt sind von Präsentationen, Rollenspielen, Interviews und Gruppendiskussionen, erhält jeder Teilnehmer ein ausführliches Feedback von den Beobachtern sowie das finale Ergebnis. Jedoch wird nicht unterschieden zwischen bestanden oder nicht bestanden, sondern man bekommt eine realistische Einschätzung, an welchem Punkt seiner Entwicklung zum Career Coach man sich befindet. Das heißt entweder, es konnte beobachtet werden, dass man bereits ausreichend Erfahrung gesammelt hat und ab sofort für die Rolle des Career Coaches geeignet ist oder man braucht noch etwas Zeit, um die eigenen Führungseigenschaften weiterzuentwickeln.

Je nach Einschätzung erfolgt dann in der Zukunft die Ernennung zum Career Coach und die Übertragung der Verantwortung für ein Team von Mitarbeitern.

Mit diesem letzten Schritt ist der offizielle Weg zum Career Coach abgeschlossen, aber die Ausbildung selbstverständlich nicht. Um eine erfolgreiche Entwicklung als Führungskraft sicherzustellten, reihen sich in verschiedenen Zeitspannen weiterführende Trainings zum Thema Leadership ein.

Was sind wir, bzw. was sind wir nicht?

Jetzt wo relativ klar ist, wie die Laufbahn zum Career Coach grob aussieht, müssen wir noch Klarheit über den Aufgabenbereich dieser Rolle schaffen.

Die Leadership-Rolle in der IBM ist klar definiert und in den zahlreichen Schulungen, die man durchläuft, wird einem diese Definition mitgegeben. Wir distanzieren uns ganz klar von dem klassischen autoritären Führungsstil. Vor allem bezeichnen wir uns nicht als Chef. Das bedeutet wir geben keine diktatorischen Anweisungen. Wir versuchen nicht durch Ausüben von Druck und Kontrolle Leistungen zu steigern. Wir sehen uns nicht als unumschränkte Alleinherrscher.

Was sind wir also?

Wir sind Coaches. Wir beziehen die Mitarbeiter mit in den Entscheidungsprozess ein. Wir nehmen Ideen unserer Mitarbeiter ernst und fördern aktiv das Einbringen von Vorschlägen. Dementsprechend werden Ziele und nächste Schritte auf dem Karrierepfad zusammen entwickelt. Tauchen persönliche Probleme auf, die die eigene Arbeit beeinflussen, stehen wir genauso zur Seite wie im Falle einer Unstimmigkeit im Projekt. Der Fokus liegt darauf den Mitarbeiter zu schützen und sicher zu stellen, dass die Person selber an erster Stelle steht.