The Center Trainers – Part 7: Hendrik

In diesem Jahr haben wir erfolgreich eine Tester-Masterclass im Center angeboten und viel gutes Feedback dazu bekommen. Ein Grund dafür ist das Engagement und Herzblut unserer Trainer im CIC. Im siebten Teil unserer Serie „The Center Trainers“ stellen wir euch Hendrik vor, der die Masterclass maßgeblich mit aufgebaut hat.

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Warum wolltest du Trainer im CIC werden?

Als langjähriger Software Tester wollte ich meine Erfahrungen mit den jüngeren Testern teilen. Mir geht es darum, ein gemeinsames Verständnis zum Testen hier im Center zu etablieren, sowie das Bewusstsein dafür zu schaffen, dass die Softwarequalität einen wichtigen Stellenwert innerhalb von Projekten und innerhalb des Centers einnimmt.

Seit wann bist du Trainer & welche Kurse gibst du?

Seit diesem Jahr gibt es die Test-Masterclass, was auch mein Einstieg in das Geben von Kursen bedeutete.

Wie hast du dich auf deine Rolle als Trainer vorbereitet?

Gemeinsam mit den Co-Tutoren habe ich überlegt, was wir von einer Masterclass und den Trainern insbesondere inhaltlich erwarten würden. Das wurde versucht entsprechend in den Kurs einzubauen.

Darüber hinaus haben wir von einem unserer erfahrenen Trainer hier im Center, Marcel, wertvolle Hinweise, wie so ein Kurs gestaltet werden kann, erhalten. Vielen Dank an dieser Stelle dafür!

Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten Eigenschaften und Fähigkeiten, die man als Trainer mitbringen sollte?

Ein Trainer sollte fachliche Kompetenz ausstrahlen und sehr flexibel sein in Hinblick auf die Kursgestaltung, die Inhalte und die Zeit.

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Wovor hattest du die meisten Bedenken, bevor du deinen ersten Kurs gegeben hast?

Ich hatte keine Erfahrung mit Zeitmanagement. Würde die Zeitplanung im Kurs funktionieren? Was ist, wenn ein Modul viel schneller durch ist als angedacht? Was ist, wenn der Tag vorbei ist, aber eigentlich noch viele Inhalte offen sind? Am Ende hat alles gut geklappt, eigentlich besser als gedacht.

Was war die größte Herausforderung, die du bislang in einem deiner Kurse bewältigen musstest?

Nicht alle Trainer für die Test-Masterclass sitzen am Standort Magdeburg. So war man im Vorfeld der Schulung auf Telefonate und Mails angewiesen. Das war für die Vorbereitung des Kurses eine Herausforderung.

Was gefällt die besonders gut an deiner Rolle als CIC Trainer?

Ich habe so die Möglichkeit Wissen zu teilen und neue Kollegen fit für ihren Job zu machen. Dadurch wird ein echter Mehrwert für das CIC und für die Teilnehmer geschaffen.

Wie vereinst du deine Trainertätigkeit mit der täglichen Projektarbeit?

Es ist manchmal in der Tat nicht einfach den Spagat zwischen Abgabefristen im Projekt und zu erreichenden Meilensteinen bei der Kursvorbereitung und der Kursdurchführung zu schaffen. Das funktioniert bei mir durch gutes und konsequentes Zeitmanagement recht zuverlässig.

Wie stellst du dir deine zukünftige Entwicklung als Center Trainer vor und gibt es gibt es andere Kursformate, die dich interessieren oder die du bereits geplant hast?

Ich plane, die Test-Masterclass regelmäßig fortzuführen. Das will ich als Basis für Tester auf jeden Fall beibehalten. Ich könnte mir weiterhin vorstellen für erfahrene Tester Thementage mit Bezug zu aktuellen Trends in der Qualitätssicherung durchzuführen.

Welche Tipps würdest du jemanden geben, der selber als Trainer im CIC Kurse geben möchte?

Sprecht mit Leuten, die Erfahrungen im Halten von Schulungen haben. Nehmt deren Tipps und Ratschläge an. Besucht eine entsprechende Schulung. Das hilft ungemein, damit euer Kurs bei den Teilnehmern gut ankommt.

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Blockchain at CIC

Regelmäßig nutzen wir das breitgefächerte, technische Know-How des Centers, um Kollegen, die Interesse an einem Thema haben, hausintern zu schulen. Robert wollte gern mehr über Blockchain wissen und fand sich daher im Einführungskurs des Centers wieder.

Robert

Alle reden derzeit über „die Blockchain“ und vor allem IBM hat sich in diesem Kontext als Vorreiter etabliert und arbeitet intensiv mit Kunden weltweit zusammen, um ihnen zu zeigen, was Blockchain für sie tun und wie IBM ihnen auf ihrem Weg zur Einführung dieser Technologie helfen kann. Natürlich haben wir auch im CIC Experten, die sich auf diesem Gebiet auskennen. Gleichzeitig haben wir auch viele Kollegen, die von der neuen Technologie bereits gehört haben, aber keiner so recht weiß, was wirklich dahinter steht. Es ergaben sich Fragen wie: Was ist eine Blockchain? Was kann man mit dieser neuen Technologie anfangen und wie nutzt IBM die Blockchain? Um diese Fragen zu beantworten, haben sich drei unserer Blockchain-Experten bereit erklärt einen Einführungskurs im Center anzubieten.

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Los ging es damit was die Blockchain überhaupt ist. Eingeführt 2008 in einem Whitepaper von Satoshi Nakamoto und am 03. Januar 2009 released, war Bitcoin die erste medienwirksame Ausprägung der Blockchain. Sie ist ein sogenannter „shared ledger“. Um es bildlich zu beschreiben, die Blockchain ist eine Art Buch, in der alle Transaktionen stehen, die im Kontext der Blockchain gemacht wurden. Diese Historie kann nicht einfach verändert werden und jeder Teilnehmer der Blockchain hält eine Kopie bei sich. Wird ein Eintrag hinzugefügt, kontrollieren die Teilnehmer in der Blockchain, ob diese Transaktion korrekt ist. Verändert werden können Einträge hierbei nur, indem ein neuer Eintrag angelegt wird.

Mit dieser Einführung wussten wir zumindest wie eine Blockchain definiert ist, gleichzeitig war noch nicht klar, wie sichergestellt werden kann, dass Einträge korrekt sind. Genau dieser Punkt wurde in Form eines Spiels deutlich. Das “Problem der Byzantinischen Generäle” half hierbei: Mehrere Generäle wollen eine Stadt angreifen, dabei sind die Generäle an unterschiedlichen Stellen aufgestellt und können nur über einen Boten miteinander kommunizieren. Unter den Generälen gibt es Verräter. Der Angriff ist nur dann erfolgreich, wenn alle Generäle gleichzeitig angreifen. Die Spieler stellten sich also auf und mussten sich nun untereinander austauschen, ob ein Angriff oder ein Rückzug stattfindet. Hierfür zählten sie einfach wie oft sie die Nachricht „Angriff“ und wie oft sie die Nachricht „Rückzug“ gehört haben. So konnten sie sicher gehen, dass sie die richtige Wahl treffen. Das System würde nur fehlschlagen, wenn es mehr Verräter als gute Generäle gibt.

Mit der Geschichte der Byzantinischen Generäle war somit schon mal ein Verständnis für die Problematik an sich geschaffen, aber wie kann die Byzantinische Fehlertoleranz wirklich in der Praxis erklärt werden? Mit Sprinkler-Systemen im öffentlichen Raum zum Beispiel. Wenn ein Sprinkler fehlerhaft ist, möchte man nicht den ganzen Raum unter Wasser setzen. Die Byzantinische Fehlertoleranz gibt genau diesen Spielraum, dass auch fehlerhafte Daten in ein System einfließen können, aber sobald die Mehrheit der Teilnehmer die richtigen Daten haben, gibt es keine Möglichkeit, dass Fehler das System beeinflussen. Genau wie beim Sprinklersystem kontrollieren also die Teilnehmer der Blockchain, ob ein Eintrag korrekt ist oder nicht. Somit ist gewährleistet, dass die Blockchain-Historie nicht geändert werden kann.

Wie so oft mit neuen Technologie ist die öffentliche Präsenz erstmal groß. Zunächst scheint es als könnte man alle Probleme, die man vorher hatte, endlich lösen. Doch genau wie bei allen anderen Trends kommt auch die Blockchain an ihre Grenzen. Dementsprechend war ein weiterer Aspekt des Kurses, zu klären wann der Einsatz der Blockchain-Technologie sinnvoll sein kann.

Die Fragen, die man sich hierbei stellen sollte:

  • Ist die Blockchain wirklich nötig?
  • Gibt es schon andere Technologie, die das Problem auch lösen könnten – vielleicht sogar besser?

Dazu wurden von den Kursleitern Beispiele genannt und die Kursteilnehmer sollten diskutieren, ob der Einsatz der Blockchain sinnvoll ist.

Eine Kaffeeliste für die Firma auf Blockchain-Basis? Könnte machbar sein. Da die Transaktionen unveränderlich sind, könnte niemand mehr beim Kaffee schummeln. Gleichzeitig stellt sich aber die Frage, ob es den Aufwand für eine Firma Wert ist? Wahrscheinlich eher nicht – Stift und Zettel gehen als Alternative auch. Wann könnte dieses Beispiel interessant werden? Vielleicht, wenn mehrere Firmen an der Kaffeeliste teilnehmen.

Wo kommt mein Essen wirklich her? Könnte zum Beispiel ein guter Anwendungsfall für Firmen sein, um den Kunden zu zeigen wo ihre Produkte herkommen. Die Historie der Lieferkette wäre für alle einsehbar und unveränderbar.

Für die Teilnehmer wurde schnell klar, dass, bevor man die Blockchain wirklich zum Einsatz bringt, alle Möglichkeiten und Probleme in Betracht gezogen werden sollten.

Natürlich wurden auch die technischen Aspekte beleuchtet. Die Kursteilnehmer konnten erfahren wie eine Blockchain im Allgemeinen aufgebaut ist und im Speziellen wie Hyperledger, als Blockchain Variante von IBM unter der Linux Foundation, funktioniert. Abschließend gab es einen kleinen Ausblick auf die Zukunft der Blockchain und weitere Entwicklungen in diesem Bereich. Alles in allem war der Workshop ein tolles Ereignis mit vielen Insights zu einem Thema über das viel gesprochen, aber zu dem es wenig Erklärungen gibt.

Just do IT!

Wie schon in der Vergangenheit berichtet, geben wir Jungen und Mädchen im Rahmen des MINTLOOK-Projekts die Möglichkeit ein duales Probestudium bei uns zu absolvieren. Unsere letzten beiden „MINTies“ Marlene und Maike haben uns ein abschließendes Review gegeben, bevor sie in die akademische Welt hinausgingen. 😀

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Wie wurden wir auf das MINTLOOK-Projekt aufmerksam?

Die Möglichkeiten, den Weg nach dem Abitur zu bestreiten sind vielfältig und oftmals undurchsichtig. Deswegen sind ausführliche Informationen auf Webseiten oder Newsletter zur Studienorientierung, wie der der Agentur für Arbeit besonders hilfreich. Auch die TH Brandenburg hat sich dies zu Nutze gemacht. Aufgrund der ansprechenden Projektbeschreibung, sind wir beide zu dem Entschluss gekommen, dass dieses Probestudium unser nächstes Jahr gestalten soll.

Was sind unsere Aufgaben im CIC?

Zu Beginn des Praktikums haben wir zahlreiche Tutorials absolviert, um einen ersten Einblick in Programmiersprachen, wie JavaScript, jQuery, HTML und CSS zu erlangen. Im Rahmen unseres selbstgewählten Projekts haben wir uns außerdem ausführlich mit dem UX Design beschäftigt.

Das Projekt ist eine Web App, die vor allem Schüler und Studenten das Lernen erleichtern soll. Denn mit Hilfe eines Timers ist es möglich eine Zeit einzustellen, in der, ohne den Ablenkungsfaktor Handy, konzentriert gelernt werden kann. Wenn das Handy in dieser Zeit nicht benutzt wurde, ist die ‚Mission‘ erfolgreich gewesen und der User kann seinen eignen kleinen Baum begutachten. Sollte er jedoch das Handy in dieser Zeit genutzt haben, stirbt der Baum.
So makaber die Idee zunächst klingt, so viel Freude und Tränen hat sie uns beim Designen und Entwickeln bereitet.

Neben unserer Projektarbeit durften wir in verschiedene Bereiche des Centers reinschnuppern und unsere eigenen Fähigkeiten, unter anderem in einer SoftSkill-Schulung, auf die Probe stellen.

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Was gefällt uns besonders am CIC?

Uns wurde von Anfang an viel zugetraut und so hatten wir die Möglichkeit uns selbst auszuprobieren und gerade beim Design unserer App auszutoben. Kamen wir dann doch mal an einer Stelle nicht weiter, hatten unsere Betreuer immer ein offenes Ohr für uns und standen uns mit Rat und Tat zur Seite. Generell war das Arbeitsumfeld sehr angenehm, da Hierarchieebenen kaum bemerkbar sind und man sich auch privat mit allen sehr gut unterhalten kann. Dadurch ist das IBM CIC für uns ein Arbeitsplatz, zu dem man gerne zurückkommt. Zusätzlich bekamen wir auch die Möglichkeit uns fortzubilden oder unsere Talente zu vertiefen, zum Beispiel bei der Softskills-Schulung, in der wir mehr über Kommunikation und Selbstpräsentation gelernt haben.

Was nehmen wir aus der Zeit in Magdeburg mit?

Für uns stellt das CIC definitiv einen attraktiven Arbeitgeber dar. Denn das Center bietet viele Chancen sich weiter zu entwickeln und über sich selbst hinaus zu wachsen. Es hat viel Spaß gemacht in einem Team mit vielen verschiedenen Charakteren zusammen zu arbeiten, seine Meinung zu vertreten und trotzdem Kompromisse einzugehen. Das hat

eine angenehme Arbeitsatmosphäre geschaffen und uns dazu gebracht den einstündigen Arbeitsweg auf uns zu nehmen.

Außerdem ist IT wesentlich mehr als stupides Programmieren und auch Büroarbeit kann alles andere als langweilig sein. Maike hatte die Möglichkeit sich kreativ auszuleben und Marlene konnte mehr über ihren Berufswunsch im Projektmanagement erfahren. Generell hat uns beiden das Praktikum geholfen unser Selbstvertrauen zu stärken.

Haben uns die gesammelten Erfahrungen bei der Studienwahl geholfen?

„Mir hat das Praktikum die Tore zu informatikbasierten Studiengängen geöffnet und gezeigt, dass man seine Hobbys, zumindest zu einem Teil doch zum Beruf machen kann.“ – Maike

„Für mich war schon vor dem Prakikum bei IBM klar, dass ich Wirtschaftsingenieurwesen an der TH Brandenburg studieren möchte. Des Weiteren fange ich ab Juni als Werkstudent in Berlin im Projektmanagement an. IBM hat mich in diesem Beschluss auch bestärkt und mir die Möglichkeit gegeben mit vielen Projektmanagern zu reden. Dadurch habe ich einen sehr guten Einblick in diese Jobrolle bekommen. Jetzt bin ich mir sehr sicher, dass das der richtige Weg für mich ist und bin dafür auch sehr dankbar!“ – Marlene

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5 Jahre IBM Client Innovation Center – Ein Blick zurück

5 Jahre IBM Client Innovation Center Germany, auch, wenn wir damals noch nicht so hießen. Nicht nur der Name änderte sich in den letzten Jahren, auch unser Standort oder unsere Geschäftsführung. Doch eine Konstante blieb uns erhalten über all die Umstrukturierungen hinweg, unsere Personalleiterin Ulrike Löbel.

Ulrike, wie fühlst du dich, wenn du an die Anfangszeit des Centers zurückdenkst? Ist es Stolz, Erleichterung oder sogar Wehmut, dass die Zeit so schnell vergeht?

Zuerst einmal war es chaotisch, aber auch sehr spannend, täglich hat man sich die Frage gestellt: „Klappt es? Was erwartet uns heute?“
Wenn ich in dem Kontext zurückblicke ist es Stolz, dass wir inzwischen so groß geworden sind, aber auch ein bisschen Wehmut, dass ich nicht mehr jeden persönlich kenne.
Es war das erste Mal, dass ich absolut bei Null angefangen habe eine Firma mit aufzubauen. Trotz der Erfahrungen stand man immer wieder neuen Herausforderungen gegenüber – und, wenn es nur darum ging, wo bekommen wir für die kurzfristig angemietete Fläche Handtücher, Seife und Toilettenpapier her. (Der schnellste Weg war dann der Supermarkt).

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Wie kann man die Entwicklung des Centers beschreiben? War es eine turbulente Zeit, damit wir heute mit über 500 Mitarbeitern IT-Lösungen in 50 Projekten umsetzen können?

Gegenüber dem ursprünglichen Plan hat sich die Centerstruktur im Laufe der Zeit verändert, so haben wir Lokationen und Projektstandorte außerhalb von Magdeburg aufgemacht. Die Zahl der Mitarbeiter steigt stetig, was dazu führt, dass wir immer mehr Fläche und auch eine entsprechende Organisation brauchen. Dazu gewinnen wir Führungskräfte aus unseren eigenen Reihen.
Wir bewegen uns auf einem Markt, wo die Zeiten immer turbulent sein werden, weil man am Ball bleiben muss, doch das ist für uns alle gerade das Spannende.

Rückblickend betrachtet, welche Eigenschaften schätzt du (weiterhin) an unserem Unternehmen?

Ich schätze, die Flexibilität , die wir haben – sowohl hinsichtlich der Arbeitsweise als auch, dass die Mitarbeiter viele Entwicklungsmöglichkeiten haben und in vielfältigen Projekten arbeiten können. Das ist nicht in jedem Unternehmen in dieser Form möglich.

Vielen Dank, Ulrike, für deine fortwährende Unterstützung und, dass du mit uns zusammen einen Blick zurück gewagt hast. Wir freuen uns auf die nächsten 5 Jahre.

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Möchtest du uns und dem Center noch etwas auf den Weg geben?

Ich wünsche mir/uns, dass wir weiterhin in jeder Hinsicht wachsen und trotzdem ein Unternehmen bleiben, in dem Zusammenarbeit, Hilfsbereitschaft und Kollegialität eine große Rolle spielen.

Grow@CIC-Talentprogramm

Grow@CIC ist ein europaweites Talentprogramm für die IBM Client Innovation Center mit dem Ziel einer bestmöglichen Vorbereitung der Teilnehmer auf zukünftige Leadership-Rollen. In dieser Zeit erhalten Kollegen mit Leadership-Potential face-to-face Trainings, E-learnings, Mentoring, Shadowing sowie diverse Möglichkeiten zum Austausch von Erfahrungen und zum Netzwerke knüpfen mit dem Senior Leadership Team der IBM. Ende letzten Jahres sind wir europaweit mit dem ersten Talent Team in das Programm gestartet. Hier ein erster Erfahrungsbericht von Maik.

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Hallo, ich bin Maik und seit drei Jahren im Center in Magdeburg als Frontend Developer angestellt. Ende letzten Jahres bekam ich zusammen mit vier Kollegen die einmalige Chance an einem neuen Programm innerhalb der CIC’s Europe teilzunehmen – Grow@CIC.

Grow@CIC startete mit der Einführung in das Programm – welche Inhalte erwarten uns, in welchem zeitlichen Rahmen und was ist das Ziel des einjährigen Trainings. Nach dem Kick Off mit unserer europäischen Human Resources-Leitung wurde uns allmählich klar, egal was noch auf uns zukommen würde, es wird eine super Gelegenheit sich mit Kollegen der anderen CIC Lokationen außerhalb Deutschlands auszutauschen. Denn an dem Programm nahmen viele Kollegen aus den Westeuropäischen Centern teil: England, Niederlande, Italien, Frankreich und Schweden.

Voller Vorfreude zu erfahren was uns erwarten würde, ging es Anfang Dezember gleich zu einem zweitägigen Schulungs-Event nach Wien. Vienna calling 😉
Dort nahmen wir an einem sehr interessanten und amüsanten Storytelling-Workshop teil. Die Trainer zeigten uns Mittel und Nutzen eines guten Storytellings und ließen uns in Gruppen Beispiel-Stories entwickeln und „vorspielen“. Der interaktive Teil fiel mir persönlich anfangs schwer, da ich mich etwas scheue Englisch zu sprechen. Gerade das Interaktive half aber schnell das Eis zwischen den Moderatoren und Teilnehmern zu brechen. Neben dem Storytelling-Training bietet uns das Programm Möglichkeiten Mentoring oder Shadowing umzusetzen und Schulungen auf verschiedenen Plattformen in Anspruch zu nehmen, z.B. zum Thema Leadership und Softskills. Insgesamt geht es also um die persönliche Entwicklung und Festigung von Skills.

Das spielerische Kennenlernen animierte beim Abendessen dann – landestypisch natürlich Wiener Schnitzel 😉 –  zu lebhaften Gesprächen zwischen den Teilnehmern. Es gab regen Austausch zu allen möglichen Themen, auch fernab der IT, wie zum Beispiel Essgewohnheiten, Fußball oder „false friends“ Vokabeln der unterschiedlichen Sprachen.

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Am nächsten Tag ging es mit dem Workshop zum Thema HBDI (Herrmann Brain Dominance Instrument) weiter, bei dem wir anhand unserer natürlichen Präferenzen und Denkweisen in vier unterschiedliche Gruppen aufgeteilt wurden. Diese Einteilung und auch das Erkennen seiner eigenen Denkweise in Bezug auf Emotionalität, Kreativität und analytischem Denken, half uns später beim Hineinversetzen in unsere Kunden oder Kollegen.

Am Ende des zweiten Tages wurden wir dann mit unseren „Challenges“ konfrontiert. Denn das Programm enthält, neben den Trainings und dem Austausch mit den Kollegen aus den anderen Centern, reale Herausforderungen, die die CIC`s Europe derzeit beschäftigen. Für diese Challenges haben sich Teams gebildet, deren Aufgabe es sein sollte im verbleibenden halben Jahr, innerhalb des Programms Lösungsansätze zu erarbeiten. Im Herbst endet dann Grow@CIC mit einem erneuten, persönlichen Treffen der Kollegen und einer weiteren interessanten Schulung.

Wir haben viel mitgenommen aus den verschiedenen Schulungen und Ansätzen Probleme zu lösen. Außerdem war die Zusammenarbeit mit den europäischen Centerkollegen eine interessante Erfahrung. Wir sind an der Herausforderung gewachsen und blicken auf eine spaßige, aber auch fordernde Zeit zurück, die uns andere Länder und unterschiedliche Denkweisen näher brachte. Aber vielleicht werden unsere Lösungsvorschläge bald in die Tat umgesetzt. Es wäre klasse, wenn wir sagen können, dass wir aktiv an neuen Programmen der Center mitgearbeitet haben – wir sind gespannt. 🙂

Ein Sommerfest-Traum

Wie jedes Jahr versammelte sich die Magdeburger CIC-Gemeinschaft an einem sonnigen Tag im Jahr, um alle Kollegen zu feiern und sich über allerhand Neues auszutauschen. So auch am 7. Juni dieses Jahres. Das Thermometer kletterte auf schweißtreibende 30°C und so zog es uns an die Elbe, zum Mückenwirt. In angenehmer Atmosphäre – an dieser Stelle nochmal Danke an den hauseigenen DJ – haben wir den Tag bei einem deftigen Buffet und kalten Getränken ausklingen lassen.

Es war nicht nur für die Kollegen, die sich sonst tagtäglich im Center in Magdeburg sehen, eine tolle Möglichkeit sich außerhalb des Büros zu treffen. Sondern, auch für die, die sonst beim Kunden vor Ort oder im Home Office arbeiten. Ich denke, es gibt keinen besseren Grund sich so mal wieder zu sehen. Nach einer kleinen Rede unseres Geschäftsführers und unserer europäischen Recruitment Leaderin, verloren wir uns voll motiviert in tief technischen, lustigen oder auch nerdigen Gesprächen. Als dann langsam das Aufräumen um uns herum begann, haben sich auch die letzten trennen können und ihr Gespräch auf dem Nachhauseweg fortgesetzt.

Insgesamt war es wieder ein gelungenes Fest und eine super Möglichkeit neue Kollegen kennenzulernen oder mal mit dem Chef anzustoßen. Wir freuen uns auf die sommerlichen Feiern in den anderen CIC Standorten in Deutschland und sind gespannt auf die Foto-Outtakes. 😉

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Das Professional Scrum Developer Training

Vor einiger Zeit fand in unserem Magdeburger Center der Kurs Professional Scrum Developer statt. Der Kurs bestand aus einer dreitägigen Schulung und der Chance auf eine Zertifizierung als – wer hätte das erwartet – Professional Scrum Developer. Unser Kollege Paul war dabei.

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Der Kurs war so aufgebaut, dass ein Vor- beziehungsweise Nachmittag aus je einem Theorieblock und einem Sprint bestand. Der Mittwochvormittag und der Freitagnachmittag bildeten dabei Ausnahmen.

  Tag 1 | Mittwoch Tag 2 | Donnerstag Tag 3 | Freitag
Vormittag Scrum Basics, ALM
Einrichten der IDE
Agile Testing
Sprint II
Quality Code
Sprint IV
Nachmittag Sprint I Emergent Architecture
Sprint III
Scrum Challenges
Abschluss und Fragen

Gehalten wurde der Kurs von Andreas, der tagtäglich als Product Owner in Scrum-Projekten unterwegs ist. Die Teilnehmer wurden in drei Teams aufgeteilt, die dann für den Zeitraum der drei Tage zusammen gearbeitet haben. Jedes Team musste sich nur einen eigenen Namen ausdenken und schon stürzten wir uns als Team Hollywood, Plan B und Team RockIT in die folgenden drei Tage.

Tag 1

An unserem ersten Tag verbrachten wir den Vormittag mit dem Schwerpunkt Scrum Basics und Application Lifecycle Management (ALM). Der Scrum-Block galt vor allem den Leuten, die bisher noch nichts mit Scrum im Projektumfeld zu tun hatten. Nachdem wir nun wussten, was Scrum ist, aus welchen Rollen ein Scrum-Team besteht, welche Artefakte und Events es gibt, war das nächste Ziel einen Einblick in das Thema ALM zu bekommen. Vor allem eine etwaige Verbindung zu Scrum hat uns natürlich im Kontext des Kurses interessiert. Wir kamen zu dem Schluss, dass sich Scrum sehr gut in ALM integrieren lässt, da gerade die Tools im Rahmen des Application Lifecycle Managements die Stärken von Scrum (dynamisch, flexibel) betonen.

Im Anschluss an unseren ersten Theorieblock galt der Rest des Vormittags dem Einrichten der Entwicklungsumgebung. Und wie jeder weiß, oft ist es egal, wie gut man so etwas vorbereitet, irgendetwas geht immer schief und funktioniert nicht auf Anhieb. So natürlich auch bei uns. Demnach mussten wir noch einen großen Teil des Nachmittags mit der Einrichtung verbringen. Irgendwann hatten wir dann aber bei den meisten Teilnehmern einen lauffähigen Stand, um so mit dem ersten praktischen Block des Kurses zu starten, unserem ersten Sprint. Der Fokus in diesem Sprint lag vorerst auf dem Kennenlernen der Anwendung. Hier konnten wir uns mit der Anwendung vertraut machen und bereits die ein oder andere Story umsetzen. Nach der Sprintplanung von rund 15 Minuten hatte jedes Team etwa 90 Minuten Zeit, um das umzusetzen, was sie sich im Rahmen der Planung vorgenommen haben. Wenn Rückfragen zu Stories aufkamen, stand Andreas in seiner geübten Rolle des Product Owner parat. Abgeschlossen wurde unser erster Sprint mit dem Review. Hier ging es darum, dem Product Owner und den Stakeholdern die umgesetzten Arbeitsergebnisse vorzustellen. Für die Retrospektive war an diesem Nachmittag keine Zeit mehr und wir konnten nach der Review den ersten Tag beenden.

Tag 2

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Der zweite Tag begann mit dem letzten Teil unseres ersten Sprints, der Retrospektive. Anhand des Modells, dass an einen Seestern angelehnt ist (siehe Abbildung rechts), hat sich jedes Team zu den Punkten „Stop Doing“, „Start Doing“, „Keep Doing“, „More Of“ und „Less Of“ zusammengesetzt und Maßnahmen beschlossen, um die herausgearbeiteten, negativen Punkte im nächsten Sprint besser zu machen.
Unser erster Theorieblock für den Tag umfasste den Bereich des Agilen Testings. Neben allgemeinen Themen, wie Arten von Tests oder Strategien für die Umsetzung von Tests, sind wir darauf eingegangen, wie intensiv der ein oder andere diese Dinge im Projekt bereits einsetzt und was man dort verändern beziehungsweise verbessern könnte. Weitere Themen waren Test-Driven-Development, Warum testen wir denn überhaupt? und Tools, die einem schlichtweg dabei helfen, die Ergebnisse dieser teils automatisierbaren Tests auszuwerten und sinnvoll darzustellen. Im Anschluss an den Block folgte unser zweiter Sprint, diesmal mit dem Fokus auf das Schreiben von Unittests im Zuge der Umsetzung der Stories. Nachdem wir diesen dann in einem ähnlichen Zeitrahmen wie Sprint Nummer 1 mit all seinen Events durchgeführt hatten, schallte der Gong zur Mittagspause durch den Flur.

Nach der wohlverdienten Pause ging es nun an den zweiten Block für diesen Tag. Bei dem Thema Emergent Architecture ging es vor allem darum, wie man den riesigen Themenbereich der Architektur in das Konstrukt Scrum integriert, welches auf kurze Entwicklungszyklen und dynamische Anforderungen ausgelegt ist. Bei jedem Sprint sollte das Ziel sein, das an Architektur zu modellieren und zu bauen, was im Rahmen dieses, und auch nur dieses, Sprints notwendig ist. Das ganze System ist nicht vor dem eigentlichen Start der Entwicklung komplett zu modellieren, sondern wird stetig um die notwendigen Anpassungen erweitert.

Abgeschlossen wurde der Tag mit unserem dritten Sprint. Einen Fokus im Rahmen dieses Sprints auf das vorangegangene Theoriethema zu legen, war hier nicht ganz so einfach, da die Stories aufgrund der Mini-Sprints recht klein waren. Nichtsdestotrotz haben wir alles versucht umzusetzen, was im Bereich Architektur und diesen Stories möglich war.

Tag 3

Unser letzter Tag fing erneut mit einem Theorieblock an. Das Thema diesmal war Quality Code. Neben verschiedenen Prinzipien für sauberen Code – wie Don‘t Repeat Yourself (DRY), Single Responsibility Principle (SRP), Test Driven Design (TDD) und vielen anderen – sind wir im Rahmen des Kurses darauf eingegangen, wie man die Qualität in seinem Code auf einem hohen Niveau hält. Zudem haben wir gelernt, dass vor allem Tools im Bereich der Continuous Integration hier den Entwicklern einiges an Arbeit abnehmen können und zeitgleich die Effizienz und Qualität steigern. Automatische Build- und Test-Prozesse können beispielsweise frühzeitig zeigen, dass bestimmte Dinge nicht funktionieren oder vielmehr nicht so funktionieren, wie es beabsichtigt ist.

PSD_Schulung_02.jpgNach einer kurzen Pause starteten wir turbulent und mit Spannung(en) in unseren vierten und letzten Sprint im Rahmen dieses Kurses. Die Prinzipien, die wir im Rahmen des Theorieblocks kennengelernt hatten und nicht ohnehin schon aus Gewohnheit verwenden, konnten wir gleich anwenden und ausprobieren.

Nachdem wir auch diesen finalen Sprint wieder mit Review und Retrospektive abgeschlossen hatten, folgte ein letzter Theorieblock über Scrum Challenges. Dieses Thema umfasste vor allem das Identifizieren und Bewältigen von üblichen Herausforderungen und Fehlfunktionen, denen ein Scrum-Entwickler-Team ausgesetzt sein kann. Dabei sind wir auf Fragen – wie „Was passiert mit Aufgaben, die nicht fertig wurden?“, „Wie geht man mit schwierigen / nicht schnell lösbaren Themen wie fehlendem Skill um?“ oder „Wie kann ich das vorhandene Wissen auf soviele Köpfe wie möglich verteilen?“ – eingegangen. Zu guter Letzt haben wir verschiedene Beispielfälle diskutiert und gemeinsam besprochen, was man in diesen Szenarien als Team tun kann.

Zertifizierung

Die Prüfung ist ein Multiple-Choice-Online-Test. Er besteht aus 80 Fragen, teilweise Scrum-Basics, teilweise Fragen aus Themen-Komplexen, die nur im Rahmen der Developer-Rolle wichtig sind. Für die Beantwortung der Fragen hat man 60 Minuten Zeit. Zum Bestehen muss man 85% der Fragen (68) korrekt beantworten.

Für die Vorbereitung hatten wir zum einen den Foliensatz, den wir im Rahmen der Schulung durchgegangen sind, sowie den Scrum Guide und Open Assessments. Diese Test-Prüfungen kann man auf Scrum.org so oft durchführen, wie man möchte. Dort gibt es für die verschiedenen Rollen jeweilige Probetests. In diesen Tests bekommt man 30 Fragen, die man innerhalb von 30 Minuten beantworten muss. Am Ende bekommt man dann eine Auflistung der Fragen und die Information, was man korrekt angekreuzt hat und was nicht. Wenn man die beiden Dokumente nochmal in Ruhe durchgeht und das ein oder andere Open Assessment macht, ist man für die Prüfung dann auch sehr gut vorbereitet.

Vielen Dank fürs Lesen und …

Scrum on! 🙂

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