Scrum in der Praxis: Teil 4, a day in the life …Scrum Developer

Unser Tech Talk geht weiter, mit unserer Reihe Scrum in der Praxis. Heute beschreibt Steffi ihren typischen Alltag als Scrum Developer. Nachdem sie im ersten Beitrag zum Thema den Sprintanfang näher beleuchtet hat, entführt sie uns heute in die typischen  Abläufe eines Sprints und erklärt, wo es manchmal Abweichungen geben kann.

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Als Softwareentwicklerin in einem Team, das nach SCRUM-Vorgehensmodell arbeitet, ist eine große Kennzahl für mich in unserem Team eine Zehn. Das steht für die zehn Arbeitstage pro Sprint. So lang ist nämlich unser Entwicklungszyklus – immer zwei Wochen, also meist zehn Arbeitstage. Es beginnt mit der Sprintplanung bzw. dem Sprintwechsel und endet mit einer Review vor dem Kunden. Aber das reguläre Ereignis, zu dem wir uns fix jeden Tag treffen, ist das „Daily“. Wir Devs und Scrum Master sitzen zwar alle in einem Raum, aber nicht alle unsere Tester und auch nicht unser PO (Product Owner). Um uns einmal am Tag zu synchronisieren, gibt es das Daily.

In unserem Fall findet es vormittags statt und als Faustregel gilt, dass jeder reihum sagt, was er bisher getan hat, was er gerade tut und was er tun wird. Wer jetzt stöhnt und sagt „jeden Tag mindestens ein Meeting klingt nach Zeitfressern und gar nicht so agil“, den kann ich beruhigen: Es dauert nicht länger als 15 Minuten. Und es ist ein wichtiger Termin. Er gibt uns die Gelegenheit Fragen an den PO zu richten, wenn ein Akzeptanzkriterium nicht mehr so klar ist oder eine Vorgabe fehlt. Und, wenn ein Kollege nicht weiterkommt und Hilfe braucht, ist das spätestens der Moment, in dem man sagen kann „Wer hat Zeit sich das mit mir kurz anzuschauen?“

Abgesehen vom Daily gibt es wenige Sprint-Ereignisse oder –Meetings, die uns vom „arbeiten abhalten“ könnten. Regelmäßig ein Mal im Sprint werden User Storys geschätzt, ansonsten soll der Aufwand gering gehalten werden. Scrum geht davon aus, dass der Entwickler auch wirklich entwickeln darf. Es ist die Aufgabe des Scrum Masters andere Aufwände vom Team abzuhalten. So beispielsweise, wenn es etwas zu diskutieren gibt, wobei der beste Ansprechpartner noch nicht klar ist. Der Scrum Master schirmt das Team quasi vor nicht planmäßigen Aufwänden ab und dient als Sprachrohr nach außen, wenn beispielsweise Hilfe benötigt wird. Natürlich arbeiten die Entwickler aber nicht vollkommen isoliert. Sobald es etwas zu besprechen gibt, sollte jeder Entwickler zum Telefon greifen, zum Kollegen rübergehen oder dem Scrum Master und PO Bescheid geben, dass es einen Blocker gibt.

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Zwei Ereignisse gibt es im Sprint dann doch, die ein bisschen anders verlaufen als der übliche Sprinttag mit Daily. Das ist zum einen die Review mit dem Kunden und allen Stakeholdern und zum anderen der Sprintwechsel, der in unserem Fall meistens aus Retrospektive und Planning besteht.

In der Review werden allen Stakeholdern, d.h. allen, die Interesse am Arbeitsergebnis haben, die absolvierten Storys und gefixten Defects demonstriert. Meistens live in der Anwendung und unter Einbezug der Stakeholder, die das üblicherweise auch gern annehmen und das Arbeitsergebnis auf Herz und Nieren testen – und es hoffentlich abnicken. 😉

Je nach Projektsetup kann ein Sprint mit der Review enden, wenn im besten Fall alle Storys abgenommen und demonstriert wurden. Anschließend gibt es eine Retro und vielleicht sogar einen Sprintwechsel mit Planning. Manchmal funktioniert das logistisch nicht und wie im Falle meines Teams endet meistens der Sprint mit der Review, lässt aber noch etwas Platz für abschließende Arbeiten. Am  Tag darauf geht es dann weiter mit Retro und Planning.

Die Retro ist das Sprint-Ereignis, das allen Mitgliedern des Scrum-Teams Gelegenheit gibt zu sagen was gut lief und was noch verbessert werden kann. Damit gibt einem das Meeting Raum sich beispielsweise bei hilfsbereiten Kollegen zu bedanken oder auch einfach mal Erfolge zu feiern. Aber auch zu sagen, was nächstes Mal anders laufen sollte oder einen Konflikt neutral anzusprechen und Lösungen für die Zukunft zu finden. Retros sollen kein Sammeltopf für alle Probleme der Menschheit sein oder Jammer-Runden, sondern konstruktiv. Deswegen formulieren wir in der Regel Aktionen, die wir im nächsten Sprint versuchen umzusetzen.

Im Planning wird wiederum der kommende Sprint unter Berücksichtigung vieler Parameter geplant. Wurde im vergangenen Sprint alles absolviert? Wieviel kann laut Prognosen und Velocity-Kennzahlen eingeplant werden? Wie ist die Kapazität des Teams? Der PO stellt in der Regel die Priorisierung vor und die anderen Mitglieder des Scrum-Teams geben eine Einschätzung ab, was erledigt werden kann unter der Einschätzung des Scrum Masters, der beispielsweise die Kapazität kennt. Kommt man auf einen gemeinsamen Nenner, kann der Sprint gestartet werden. Der Sprintwechseltag ist meistens der Meeting-reichste und sorgt dafür, dass sich die Entwickler den Rest der Zeit auf die Umsetzung der Story konzentrieren können mit allem was dazu gehört. Was noch dazu gehört? Automatisierte Tests beispielsweise, PoCs (Proof of Concept) unter Einbeziehen neuer Technologien und was der Sprint eventuell noch so alles hergibt.

Wir haben euer Interesse für Scrum geweckt? Dann schaut doch mal bei unseren anderen Beiträgen aus der Reihe Scrum in der Praxis vorbei.

Scrum in der Praxis: Teil 1, der erste Sprint
Scrum in der Praxis: Teil 2, das Sprintende
Scrum in der Praxis: Teil 3, die Retrospektive oder Lego-Duplo am Arbeitsplatz

 

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The Center Trainers – Part 9: Maurice

Da das Center stets zur Weiterbildung und persönlichen Entwicklung anregt, bekommen immer mehr Kollegen Interesse daran eigene Schulungen abzuhalten. Als die Testing Masterclass ins Leben gerufen wurde, haben viele „Tester-Senioren“ die Chance ergriffen ihr Wissen weiter zu geben. Martin und Hendrik konntet ihr auf unserem Blog bereits kennenlernen. Fehlt noch Maurice, der heute von Herausforderungen, Zukunftsplänen und mehr erzählt. Ihr habt Interesse an der Testing Masterclass im November 2018? Dann bewerbt euch hier.

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Warum wolltest du Trainer im CIC werden?

Das kam eher zufällig zustande. Als die Testing Masterclass ins Leben gerufen wurde, wurden natürlich Trainer für die einzelnen Kurse gesucht. Für mich war das die Gelegenheit einmal in die Rolle eines Trainers reinzuschnuppern und mein Know-How mit anderen zu teilen. Vor allem möchte ich durch den Austausch den Einstieg in die Testerwelt erleichtern.

Seit wann bist du Trainer und welche Kurse gibst du?

Meinen ersten Kurs als Trainer habe ich im Januar 2018 gegeben. Im Rahmen der Testing Masterclass habe ich zusammen mit Hendrik den Grundlagenkurs geleitet, was wir auch in Zukunft so weiterführen wollen.

Wie hast du dich auf deine Rolle als Trainer vorbereitet?

Ich habe an dem Learner-Centered-Training (LCT) teilgenommen. Durch die interaktive Gestaltung des Kurses habe ich viel Input erhalten, was man als Trainer beachten muss und wie man Kurse abwechslungsreich gestalten kann.

Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten Eigenschaften und Fähigkeiten, die man als Trainer mitbringen sollte?

Ich denke, insbesondere die sozialen Kompetenzen machen einen Trainer aus. Er sollte offen und kommunikativ sein und Inhalte gut vermitteln können. Helfen können ihm dabei eine gewisse Prise Kreativität und Flexibilität im Umgang mit unterschiedlichen Materialien und Methoden.

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Wovor hattest du die meisten Bedenken, bevor du deinen ersten Kurs gegeben hast?

Am meisten „Bammel“ hatte ich davor, dass ich die Kursteilnehmer nicht erreiche und sie im Kopf abschalten – am Ende lief aber alles nach Plan.

Was war die größte Herausforderung, die du bislang in einem deiner Kurse bewältigen musstest?

In unserem ersten Kurs konnten wir noch nicht so recht einschätzen wie gut unser Zeitplan ist. Und wie sollte es anders sein – wir waren viel zu schnell. Entsprechend mussten wir spontan neue Inhalte mit aufnehmen, um im Zeitplan zu bleiben.

Was gefällt die besonders gut an deiner Rolle als CIC Trainer?

Auch wenn es das Ziel ist mein Wissen an andere weiterzugeben, bin ich mir sicher, dass auch ich aus jedem Kurs neuen Gedanken und Ideen mitnehmen kann.

Wie stellst du dir deine zukünftige Entwicklung als Center Trainer vor und gibt es andere Kursformate, die dich interessieren oder die du bereits geplant hast?

Wie bereits geschrieben konnte ich bisher nur in die Trainerrolle reinschnuppern und erste Erfahrungen sammeln. Um mir Gedanken über meine weitere Entwicklung machen zu können, benötige ich noch ein paar praktische Einblicke. Die nächste Testing Masterclass, die im November 2018 stattfinden wird, ist dafür wieder bestens geeignet.

Welche Tipps würdest du jemanden geben, der selber als Trainer im CIC Kurse geben möchte?

Die Grundlage für eine gute Präsentation ist eine gute Vorbereitung. Man sollte ausreichend Zeit einplanen, um sich selbst mental und inhaltlich auf den Kurs einzustellen. Dazu gehört auch, sich vorab zu informieren wer am Kurs teilnimmt und welche Materalien zur Verfügung stehen.

How to be a Career Coach

Die Bezeichnung “Career Coach“ hört ihr in letzter Zeit durchaus häufiger als Begriff für unsere Manager, unter anderem beim Thema Buddy-Programm oder Onboarding, beispielsweise, wenn es um Zuständigkeitsbereiche geht. Wir wollen euch die Rolle einmal näher erläutern und klären welche Aufgaben ein Career Coach hat und wie man einer wird.

Wir danken Thomas für seinen Input zu diesem Thema und wünschen euch viel Spaß beim Lesen.

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Was ist ein Career Coach?

Also es ist erstmal wichtig zu wissen, dass der Job weder etwas mit Trägern (carrier) noch mit Sofas (couch) zu tun hat. Man liegt schonmal ganz gut, wenn man es als Karriereberater übersetzt. Aber warum wird so ein „first line manager“ als Karriereberater bezeichnet? Liegt die Zeit der Berufsberatung nicht schon lange hinter uns?

Richtig, aber der Personal-Manager ist nun mal für das Personal, also euch als Person zuständig. Und das was eure Person im beruflichen Kontext am meisten auszeichnet, ist eure berufliche Entwicklung. Und genau da kommt der Career Coach ins Spiel. Sie oder er kennt sich nämlich normalerweise recht gut mit den Entwicklungsmöglichkeiten im Center aus und außerdem kennt derjenige euch ganz gut. Da man sich als Einzelner möglicherweise in Ideen und Träumen verrennen kann, hilft der Career Coach euch berufliche Entwicklungsmöglichkeiten, Interessen und Fähigkeiten in Einklang zu bringen – er „coached“ euch.

Wie wird man Career Coach im CIC?

Bevor man den Weg als Führungskraft einschlägt, sollte man bereits Erfahrungen gesammelt haben. Das heißt der erste Schritt besteht normalerweise darin Führungsaufgaben im Projekt wahr zu nehmen, wie zum Beispiel sich für andere Kollegen einsetzen, sie zu unterstützen und zu coachen. Dadurch kann man im Arbeitsalltag die eigenen Führungseigenschaften entwickeln und ausbauen.

Nicht immer muss die Erfahrung aus dem Arbeitsumfeld kommen. So wurden auch schon Erfahrungen als Leiter bei den Pfadfindern und Vereinen oder als Team Captain im E-Sport gesammelt.

Im Projekt ergibt sich jedoch leichter die Möglichkeit, dass die eigenen Potentiale identifiziert werden und man im nächsten Schritt innerhalb des eigenen Teams eine Teamleiterrolle übernehmen kann. Diese beiden Schritte helfen dabei wichtige Erfahrungen auf dem Weg zum Career Coach zu sammeln. Letzen Endes trifft die Entscheidung der eigene Career Coach, durch die Nominierung zum Career Coach. Wie hoch der Bedarf an neuen Career Coaches ist, hängt jedoch unter anderem davon ab wie viele freie Posten derzeit im CIC zur Verfügung stehen.

Sobald die Nominierung erfolgt ist, wird man in das IBM Manager-Development-Programm aufgenommen. Innerhalb des Programmes durchläuft man verschiedene Trainings, die die Nominierten auf die zukünftigen Führungsaufgaben vorbereiten sollen. Um diese Trainings erfolgreich abzuschließen, benötigt man einen Mentor, der einen bei den verschiedenen Aufgaben unterstützt und regelmäßig Feedback gibt. Dementsprechend sollte man bei der Auswahl des eigenen Mentors einen erfahrenen Career Coach suchen. Es wird starker Fokus darauf gelegt, dass man ausreichend praktische Erfahrung gesammelt hat, um in der potentiellen Rolle des Career Coaches bestehen zu können.

Bevor die Ernennung zum Career Coach überhaupt erfolgen kann, muss jeder ein dreitägiges Assessment Center absolvieren. In Vorbereitung auf das AC bietet die IBM den Kurs „Emerging Leaders Applied“ an, von dem der Blog schon berichtete. Innerhalb dieses Kurses werden die Teilnehmer einerseits intensiv darauf vorbereitet, was sie im Assessment Center erwartet und andererseits nochmals wichtiges Wissen über die Leadership-Rolle vermittelt, z.B. welche Herausforderungen diese mit sich bringt.

Anschließend trennt einen nur noch ein fehlender Baustein von dem Weg zum Career Coach – das erfolgreiche Durchlaufen des Assessment Centers. Am Ende drei anstrengender Tage, die geprägt sind von Präsentationen, Rollenspielen, Interviews und Gruppendiskussionen, erhält jeder Teilnehmer ein ausführliches Feedback von den Beobachtern sowie das finale Ergebnis. Jedoch wird nicht unterschieden zwischen bestanden oder nicht bestanden, sondern man bekommt eine realistische Einschätzung, an welchem Punkt seiner Entwicklung zum Career Coach man sich befindet. Das heißt entweder, es konnte beobachtet werden, dass man bereits ausreichend Erfahrung gesammelt hat und ab sofort für die Rolle des Career Coaches geeignet ist oder man braucht noch etwas Zeit, um die eigenen Führungseigenschaften weiterzuentwickeln.

Je nach Einschätzung erfolgt dann in der Zukunft die Ernennung zum Career Coach und die Übertragung der Verantwortung für ein Team von Mitarbeitern.

Mit diesem letzten Schritt ist der offizielle Weg zum Career Coach abgeschlossen, aber die Ausbildung selbstverständlich nicht. Um eine erfolgreiche Entwicklung als Führungskraft sicherzustellten, reihen sich in verschiedenen Zeitspannen weiterführende Trainings zum Thema Leadership ein.

Was sind wir, bzw. was sind wir nicht?

Jetzt wo relativ klar ist, wie die Laufbahn zum Career Coach grob aussieht, müssen wir noch Klarheit über den Aufgabenbereich dieser Rolle schaffen.

Die Leadership-Rolle in der IBM ist klar definiert und in den zahlreichen Schulungen, die man durchläuft, wird einem diese Definition mitgegeben. Wir distanzieren uns ganz klar von dem klassischen autoritären Führungsstil. Vor allem bezeichnen wir uns nicht als Chef. Das bedeutet wir geben keine diktatorischen Anweisungen. Wir versuchen nicht durch Ausüben von Druck und Kontrolle Leistungen zu steigern. Wir sehen uns nicht als unumschränkte Alleinherrscher.

Was sind wir also?

Wir sind Coaches. Wir beziehen die Mitarbeiter mit in den Entscheidungsprozess ein. Wir nehmen Ideen unserer Mitarbeiter ernst und fördern aktiv das Einbringen von Vorschlägen. Dementsprechend werden Ziele und nächste Schritte auf dem Karrierepfad zusammen entwickelt. Tauchen persönliche Probleme auf, die die eigene Arbeit beeinflussen, stehen wir genauso zur Seite wie im Falle einer Unstimmigkeit im Projekt. Der Fokus liegt darauf den Mitarbeiter zu schützen und sicher zu stellen, dass die Person selber an erster Stelle steht.

Job des Monats: Frontend-Entwickler

In unserer Rubrik ‚Job des Monats‘ stellen wir euch einmal im Monat CIC Mitarbeiter/ innen und ihre aktuelle Jobrolle vor. Auf unserer Homepage findet ihr passend dazu aktuelle Stellenangebote an unseren verschiedenen Standorten. – Vielleicht ist ja auch euer Traumjob dabei?

Maik kennt ihr ja bereits aus unserem Artikel über unser Grow@CIC-Talentprogramm, doch diesmal möchte er euch in die Welt der Frontend-Entwicklung entführen. Dass ihm sein Job Spaß macht, kann man ein wenig herauslesen ;-). Doch was ist es, das ihn immer wieder fasziniert am Programmieren?

Maik

Kannst du uns kurz etwas zu deiner Person sagen?

Ich bin Maik und habe an der Hochschule Harz meinen Bachelor in Medieninformatik absolviert.
Dabei bezogen sich die Schwerpunkte des Studiums neben der Anwendungsentwicklung auch auf die Gestaltung von Medien. Bereits während des Studiums war ich in beiden Bereichen tätig und arbeitete als Tutor für Grafik und Design und entwickelte die Website des Studienrates der Hochschule. Zudem entwickelte ich in meiner Freizeit Webseiten für die Startups meiner Freunde und war am Design der digitalen Auftritte, Logos und der Erstellung von Image-Filmen beteiligt. So konnte ich neben den eigentlichen Studieninhalten, die sich im Bereich der Programmierung vor allem auf Java bezogen, bereits Erfahrungen in der Webentwicklung mit HTML, CSS und JavaScript sammeln.

Wie lange bist du bereits im Center und was hat dich bewogen, dich hier zu bewerben?

Ich habe mich damals direkt nach meinem Bachelor hier beworben und bin seit mittlerweile über drei Jahren glückliches Mitglied des CIC-Teams.

Durch die guten Erfahrungen und Berichte einer damaligen Kommilitonin und jetzigen Kollegin, die hier ihr Bachelor-Praktikum absolviert hat, bin ich auf das Center gekommen.
Zudem ist es in Magdeburg und Umgebung eine der größten Softwareschmieden.

In welcher Rolle hast du hier im Center begonnen?

Eingestellt wurde ich als Software Developer und habe in den ersten Wochen auch die Java Masterclass mitgemacht. Jedoch habe ich schon beim Vorstellungsgespräch angemerkt, dass ich mich eher in der Webentwicklung im Frontend-Bereich wohlfühle. Zu meinem Glück wurde darauf auch Rücksicht genommen, nicht nur bei meinem ersten Projekt, sondern auch bei den folgenden Projekteinsätzen. So konnte ich meine bisherigen Erfahrungen optimal nutzen und entsprechend aktueller Technologien wie Angular, React und NodeJS ausbauen.

Welche Jobrolle hast du derzeit inne?

Aktuell und auch in der Vergangenheit bin ich als Frontend-Entwickler aktiv. Dort arbeite ich zumeist an der Umsetzung des User Interfaces von Webapplikationen mittels Technologien wie dem Javascript Framework – Angular, CSS Preprocessor – LESS und HTML5. Dort kommen mir neben den Programmierkenntnissen auch meine gestalterischen Fähigkeiten zugute. Zum Beispiel bei der Erstellung von Prototypen, bei denen ich dann auch teilweise den Job des UX Designers übernehme, aber auch bei der Implementierung der Mockups der UX Kollegen. Denn teilweise kommen erst während der Umsetzung Fragen oder Probleme auf, die ich dann in Absprache mit den UX Kollegen schnell lösen kann.

Des Weiteren unterstütze ich auch das Social Media und Marketing Team mit der Erstellung und Nachbearbeitung von Videoclips und Printmedien.

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Was muss man an Kenntnissen mitbringen, um diese Rolle ausführen zu können?

Ich würde sagen, dass selbstverständlich grundlegende Programmierkenntnisse erforderlich sind. Jedoch gehören darüber hinaus auch Motivation, Interesse an neuen Technologien und vor allem die Lernbereitschaft zu den wichtigsten Eigenschaften. Da sich die Technologien ständig weiterentwickeln, neue Frameworks und Funktionen dazu kommen und andere obsolet werden.

Hattest du schon immer vor in dieser Rolle zu arbeiten?

Nein. Meine eigentliche Passion lag schon immer eher in der Gestaltung von Medien. Jedoch habe ich schon am Anfang meines Studiums festgestellt, dass die Umsetzung genauso interessant und erfüllend ist. Denn für mich hat Programmieren immer noch einen Hauch von Magie, wenn man bedenkt was aus ein paar Zeilen Code am Ende entstehen kann. Das ist auch genau das, was ich an meinem Job so mag. Quasi aus dem Nichts etwas entstehen zu lassen und am Ende des Tages stolz darauf zu sein, was man geschaffen hat. Als Frontend-Entwickler kann ich auch perfekt meine Begeisterung für neue Technologien und ansprechendes Design vereinen und habe somit die perfekte Rolle für mich gefunden.

Wie sah dein Weg in diese Rolle aus?

Wie bereits erwähnt hat sich mein Interesse für die Webentwicklung schon während des Studiums entwickelt. Glücklicherweise hatte ich dann auch von Anfang an in Projekten die Rolle des Frontend-Entwicklers inne, und konnte aufgrund der Hilfsbereitschaft und des Know Hows meiner Kollegen meine Fähigkeiten erheblich verbessern. Durch Folgeprojekte, in denen es meine Aufgabe war Applikationsprototypen als POC (Proof of Concept) zu erstellen, konnte ich dann meine neuen Fähigkeiten einsetzen und auch meine Kenntnisse im UX Design mit einbringen.

Was gehört zu den täglichen Aufgaben und Verantwortungen, die diese Rolle mit sich bringt?

Im Rahmen der agilen Softwareentwicklung gehört es zu den täglichen Aufgaben meine Tasks für den jeweiligen Sprint abzuarbeiten. Dazu gehört das Entwickeln neuer Features wie UI-Komponenten, das Schreiben von Unit-Tests, Codereviews und Bugfixing.

Welche Technologien unterstützen dich bei deiner täglichen Arbeit?

Ich arbeite derzeit mit der IDE Webstorm. Den Großteil meiner Zeit schreibe ich dort Code in Typescript in Verbindung mit dem Framework Angular. Als Versionsverwaltung nutzen wir derzeit GitHub im Projekt. Somit aktuelle und gängige Technologien im Bereich der Webentwicklung.

Welche Möglichkeiten gibt es hier im Center, die dir eine Weiterentwicklung in dieser Rolle ermöglicht? Hast du eventuell schon einige wahrgenommen?

Es gibt ein großes Angebot an IBM E-Learnings, die vom Center zur Verfügung gestellt werden. Zudem habe ich derzeit Zugriff auf die Udemy-Plattform, was ebenfalls eine Vielzahl von Learnings bereitstellt.
Außerdem gibt es verschiedene Communities, in denen man tätig werden kann und auch immer einen Ansprechpartner findet. Ansonsten gibt es auch noch die Möglichkeit unterschiedlichste Zertifizierungen, wie zum Bespiel als IBM Cloud Developer, zu machen.

Wenn du die Gelegenheit bekommen würdest, für einen Tag/eine Woche in eine andere Rolle zu schlüpfen: Welche wäre das und wieso?

Ich würde gern mal in die Rolle des Backend-Entwicklers schnuppern, da ich täglich eng mit ihnen zusammen arbeite und gern einen tieferen Einblick in Ihre Arbeit und den genutzten Technologien bekommen würde.

Das CIC-Buddy-Programm

Habt ihr euch schon mal gefragt wie wir unsere New Hires im Center begrüßen und bei wem sie in der ersten Zeit ihre Fragen loswerden können? Genau dafür gibt es unser Buddy Programm. Jenny und Paul sind Teil des Buddy-Teams und berichten heute wie sie die neuen Kollegen in ihrer Anfangszeit unterstützen.

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Wir als CIC sind in den letzten Jahren ganz schön gewachsen. Da kann man als New Hire bei dem Versuch alle IBM Tools zu Beginn richtig zu handhaben schon schnell mal den Überblick verlieren, wer nun eigentlich für was verantwortlich war.

Wie richte ich mein IBM Verse ein?
Warum kann mich keiner anrufen, funktioniert mein „SUT“ nicht?
Wo finde ich unser Center-Wiki?

Für all diese Fragen gibt es in den ersten Wochen eine Antwort: Frag deinen Buddy! Falls auch der nicht in der Lage ist zu helfen, hat er zumindest eine Idee, an wen / wohin man sich wenden kann.

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Das Buddy Programm versteht sich als Unterstützung unserer New Hires in ihren ersten Wochen, wobei die Buddies für Fragen und Probleme aller Art als erster Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Wir haben den Schwimmring fürs kalte Wasser. =) Damit wollen wir als zusätzliche Unterstützung zum Career Coach fungieren.

Des Weiteren wollen wir unsere neuen Kollegen aber nicht nur technisch und organisatorisch abholen, sondern auch darin unterstützen, unsere große CIC Community kennenzulernen, sowie Möglichkeiten eröffnen, an internen Themen für das Center mitzuwirken. Dafür haben wir im September 2017 das Buddy Team vergrößert, so dass wir die Betreuung umfangreicher und proaktiver gestalten konnten, wie z.B. gemeinsam an Events teilzunehmen oder selbst kleine Events zu planen.

Wie das so mit den Plänen ist, kam es dann doch zunächst anders und wir mussten uns auch selber erst einmal sortieren und die ein oder andere potenzielle Frage zunächst selbst recherchieren, so dass wir als Buddy Team eine gemeinsame Wissensgrundlage haben. Die Flut an Fragen war etwas größer, als wir erwartet haben, da hat unser erstes, eigenes Buddy Event etwas länger Anlauf genommen.

Am 02. Mai dieses Jahres war es dann soweit. Unser erstes Kneipenquiz fand statt! Der gewählte Ort dafür war das Café Central in der Nähe des Hasselbachplatz. Dort haben wir die erste Etage komplett für uns gehabt und konnten unter uns sein. Vor Ort gab es einen Beamer und ein Mikro, damit wir sicher sein konnten, dass jeder in der Lage ist, die Fragen anständig zu lesen und uns richtig zu hören. Für die über 20  Teilnehmer des Quizzes, die wir dann in 5 Teams aufgeteilt haben, gab es 3 Quizrunden à 10 Fragen aus den unterschiedlichsten Bereichen:

  • Allgemeinwissen
  • CIC-relevante Fragen
  • Magdeburg
  • Filme / Serien
  • Gaming
  • Unnützes Wissen

Bis auf die ein oder andere Unklarheit bei der Auflösung der Fragen hatten alle Teilnehmer nach eingeholtem Feedback sehr viel Spaß an dem Abend und sind auch anschließend noch geblieben, um den Abend in geselliger Runde ausklingen zu lassen.

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Aufgrund dieses positiven Feedbacks und, weil wir an dem Abend auch sehr viel Spaß hatten, haben wir uns dazu entschlossen, das Event regelmäßig stattfinden zu lassen. Regelmäßig bedeutet hier, dass wir einmal im Quartal ein Kneipenquiz veranstalten wollen. Die jeweiligen Monate wären Oktober, Januar, April und Juli. Da der Juli schon durch ist, wäre der nächste Termin also im Oktober. Darüber hinaus wollen wir den Abend auch so eintakten, dass das Quiz immer am ersten Onboarding-Tag stattfindet, sodass auch neue Kollegen aus den Satelliten eine Chance haben, den Abend in der fremden Stadt unter Gleichgesinnten zu verbringen. Obwohl das Event primär an neue Kollegen gerichtet ist, würden wir uns auch sehr über Alteingesessene freuen, damit wir eine anständige Mischung zustande bekommen. Wenn wir die Location beibehalten, haben wir Platz für etwa 40 Ratende. Rechtzeitig da zu sein lohnt sich also bestimmt. 🙂

Als kleinen Appetithappen für alle Interessierten haben wir hier mal drei Beispielfragen aufgelistet:

1. Ordne folgende Bälle absteigend nach ihrer maximal im jeweiligen Sport erreichten Geschwindigkeit!

  1. Golf
  2. Tischtennis
  3. Tennis
  4. Badminton

2. Welche Firmen verstecken sich hinter den folgenden alten Logos?

LogosQuelle: https://ibm.biz/BdYFXq

3. Die deutsche Bürokratie ist gelegentlich etwas merkwürdig. Da wird aus einer Kuh schnell mal eine ‚raufutterverzehrende Großvieheinheit‘. Doch welche alltäglichen Begriffen verstecken sich hinter folgenden Floskeln?

  1. Nicht lebende Einfriedung
  2. Personenvereinzelungsanlage
  3. Spontanvegetation

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Ein weiteres Event, das im Juli diesen Jahres (2018) sein Debüt erlebte, ist unser Buddy Stammtisch. Am Anfang eines jeden Monats entführen wir unsere neuen Kollegen, um mit ihnen die schönsten Lokationen Magdeburgs zu erkunden, andere, neue Kollegen kennenzulernen und in gemütlicher Atmosphäre Kontakte auch über das eigene Projekt hinaus zu knüpfen.

Wir freuen uns über jedes neue Gesicht, das bei uns im Center anfängt und hoffen, dass wir noch viele ereignisreiche Buddy Stammtische und Kneipenabende miteinander verbringen werden. 🙂

Eure Buddies

 

The Center Trainers – Part 8: Marcus

Im Juli wurde erstmalig ein Einführungskurs zum Thema Blockchain im Center gegeben, an dem interessierte Kollegen und Kolleginnen teilnehmen konnten. Robert berichtete uns bereits. Im achten Teil der Reihe „The Center Trainers“ haben wir Marcus, einen der drei Trainer dieses Kurses, interviewt. Erfahrt mehr über die Hürden des „ersten offiziellen Trainings“ und seine Vorbereitungen auf den Kurs.

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Warum wolltest du Trainer im CIC werden?

Ich wollte die Möglichkeit nutzen, um ein interessantes und modernes Thema bei uns im Center vorzustellen.

Seit wann bist du Trainer & welche Kurse gibst du?

Ich bin neu in diesem Bereich. Zwar habe ich natürlich schon öfter kleinere Vorträge gehalten, aber als wirklicher Trainer habe ich erst dieses Jahr angefangen. Ich gebe mit zwei Kollegen zusammen den Kurs „Einführung Blockchain“, von dem ihr schon ein wenig erfahren konntet. Durch die aktuelle Präsenz finden wir das Thema Blockchain besonders spannend und darüber hinaus bin ich, aufgrund von Bitcoin, auch stark persönlich daran interessiert.

blockchain

Wie hast du dich auf deine Rolle als Trainer vorbereitet?

Ich habe an der „Learner Centered Trainer“-Schulung teilgenommen, welche wirklich gut war. Weg vom Frontal-Kurs und hin zum „facilitate“ – das heißt den Teilnehmern das Thema in einem interaktiven Rahmen näherzubringen, sie zum Mitdenken animieren und ihnen zu ermöglichen sich selbständig darin weiterzubilden.

Ansonsten hatten wir als Trainer für diesen Kurs natürlich viele Vorabtermine, um uns abzusprechen und den Ablauf sowie die Inhalte aufeinander abzustimmen.

Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten Eigenschaften und Fähigkeiten, die man als Trainer mitbringen sollte?

Motivation und Interesse am Thema natürlich, sonst funktioniert das Ganze nicht. Die Vorbereitung ist sehr wichtig und, wenn man keine Motivation hat, dann kommt auch wenig Gutes dabei heraus. Und man sollte natürlich entsprechend reden und präsentieren können.

Wovor hattest du die meisten Bedenken, bevor du deinen ersten Kurs gegeben hast?

Dass wir den Roten Faden verlieren, den wir extra ausgearbeitet hatten und vor allem, dass wir zeitlich in Probleme geraten. Dabei hatten wir gleichermaßen Bedenken zu schnell oder zu langsam zu sein. Dazu kam dann noch die Wettervorhersage: 25°C an einem Freitag. Da wollte niemand überziehen.

Was war die größte Herausforderung, die du bislang in einem deiner Kurse bewältigen musstest?

Was ich immer als schwierig empfinde ist, wenn einige im Kurs alles sehr genau wissen wollen. Dann läuft man schnell Gefahr, dass man die übrigen Teilnehmer, die eventuell noch nicht so tief im Thema drin sind, verliert. Die Herausforderung, die ich hier konkret sehe, ist unterschiedliche Interessen und Wissensstände unter einen Hut zu bekommen.

Was war die witzigste Anekdote?

Wir sind ja ein Team von drei Trainern bei unserem Blockchain-Kurs gewesen und wir hatten uns Handzeichen für Tempo, Zeit, Lautstärke usw. vereinbart. Das hat irgendwie nicht so funktioniert wie geplant und am Ende haben wir uns selber etwas verwirrt. Aber es war ja das erste Mal für unser Team. Das wird schon noch.

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Was gefällt dir besonders gut an deiner Rolle als CIC Trainer?

Ich finde die Möglichkeit Themen vorzustellen, Kollegen etwas beizubringen und vor allem mit den Kursteilnehmern in Kontakt zu kommen, sehr reizvoll. Denn es gibt immer interessante Diskussionen und Ansichten, von denen man selber auch noch etwas lernen kann. Das Ziel ist ja wie erwähnt „facilitate“ und somit, dass alle mitmachen und selber mit denken.

Wie vereinst du deine Trainertätigkeit mit der täglichen Projektarbeit?

Das ist unkompliziert. Wir hatten einige Abstimmungstermine und ansonsten haben wir die Aufgaben verteilt und jeder hat seinen Beitrag zum Thema geleistet. Zum Ende hatten wir uns einen Tag vom Projekt zurückgezogen, um den gesamten Ablauf zu finalisieren. Da wir das frühzeitig mit den jeweiligen Projekten abgesprochen hatten, stellte das auch keine große Hürde dar.

Wie stellst du dir deine zukünftige Entwicklung als Center Trainer vor und gibt es gibt es andere Kursformate, die dich interessieren oder die du bereits geplant hast?

Ich schaue mich jetzt erstmal um was es so gibt, aber wenn, dann würde ich schon gerne Klassenraum-Trainings geben. Trainings über Video oder andere Formate kann ich mir zur Zeit schlecht vorstellen, bin aber offen es bei Bedarf mal zu probieren.

Welche Tipps würdest du jemanden geben, der selber als Trainer im CIC Kurse geben möchte?

Gute Vorbereitung und, wenn es ein neuer Kurs ist, im Team zu arbeiten. Gerade die Strukturierung des Kurses war nicht trivial und benötigt regelmäßiges Feedback.

ELA, ACE und vieles mehr… Was es bedeutet, eine Führungskraft im CIC zu werden

Auf dem Weg zur Führungskraft entwickelte das CIC einen Fahrplan. Einen, der zwar den gleichen Pfad für alle vorgibt, aber dennoch von jedem individuell geprägt werden kann. Laura besuchte den Kurs „Emerging Leaders Applied“, der sie dem People Management näher bringen und die Grundlage für gutes Leadership bilden soll.

Laura

Erfahrungsbericht aus der Leadership-Akademie

Nach drei Tagen Training sitzen wir erschöpft, aber glücklich im unserem Trainingsraum. Die finale Reflexion hat noch einmal daran erinnert, warum wir hier waren und was wir uns die letzten drei Tage in Magdeburg zusammen erarbeitet haben. Leadership in seinen vielen Facetten.

ELA – was heißt das eigentlich? Das war der erste Gedanke, den ich mir vor ein paar Wochen gestellt habe, als ich nominiert wurde, am Leadership-Programm teilzunehmen. „Emerging Leaders Applied“: In einem geschützten Rahmen konnten wir uns als angehende Führungskräfte ausprobieren und erfahren, wie das denn so ist mit dem Führen, geführt werden und führen lassen. Wir haben uns unter anderem die Frage gestellt, was es bedeutet, eine Leadership-Rolle einzunehmen und welche Herausforderungen das mit sich bringt.

Tag 1

Zu Beginn des ersten Tages legten wir die Regeln für unsere Zusammenarbeit in dieser Zeit fest. Zentral im Raum stand für uns die Vegas-Regel. Alles, was in diesen drei Tagen passiert,  bleibt auch in diesem Raum, so dass wir das Vertrauen aufbauen konnten, uns aus unserer Komfortzone zu bewegen, um wirkliche Erfahrungen zu machen. Denn Leadership hat mit Menschen und Emotionen zu tun, und da kann es schon mal persönlich werden.

Dabei haben wir uns einiges an theoretischem und praktischem Unterbau, Erwartungen und Ziele der IBM und natürlich psychologischen Konzepte angeschaut.

Unterbrochen wurde die Theorie immer wieder mit Übungen und Interaktionen, so dass wir uns als Gruppe finden konnten und natürlich auch, um uns besser kennenzulernen.

Besonders spannend war die Frage: Was hat es mit dieser Emotionalen Intelligenz auf sich? Wie äußert sich Empathie? Wie kann ich Mitarbeiter, aber auch mich selbst motivieren und soziale Kompetenz entwickeln?

Gespräche sind nicht einfach nur Gespräche. Fragen nicht nur Fragen und Zuhören ist nicht gleich Zuhören. Mit brummendem Schädel und einer ziemlichen Druckbetankung ging es dann in den Abend des wunderschönen Magdeburgs. Den Restaurant-Tipps der Kollegen, so stellten wir fest, kann man uneingeschränkt vertrauen.

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Tag 2

Der zweite Tag bot eine besondere Herausforderung. Die Spannung war deutlich im Raum, denn wir wurden bei einer Gruppendiskussion gefilmt, um uns später analysieren zu können. Wann hat man schon mal die Gelegenheit, sich selbst beim Diskutieren zu beobachten? Fasse ich mir permanent ins Gesicht oder mache sonst irgendetwas Komisches? Doch nach eingehender Analyse kann man sagen, wir waren äußerst professionell und voll bei der Sache.

Selbst-Management und Selbstwahrnehmung nahmen in diesem Kontext nochmal einen ganz anderen Rahmen ein. Wir sind der Frage nachgegangen, wie man denn gemeinsam, in der Gruppe, zu einer guten Lösung kommt. Wir stellten fest: Es gibt viele gute Wege, wenn man nur die Rahmenbedingungen schafft – ein kooperatives Umfeld, eine ordentliche Visualisierung, Komplexitätsreduktion, wenn es nötig ist. Entscheidungen festhalten, wenn sie hergestellt wurden, und immer wieder zusammenfassen und fokussiert bleiben.

Wir haben auch gelernt, dass wir mehrere Ohren haben, mit denen wir Botschaften empfangen können. Das hört sich im ersten Moment seltsam an, doch manchmal machen genau diese Dinge den Unterschied in der Kommunikation.

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Tag 3

Dritter und letzter Tag. Nach diesen zwei Tagen psychologischer Nabelschau haben wir uns an diesem Tag voll und ganz auf die Mitarbeitergespräche konzentriert. Dies ist wohl eine der spannendsten Fragen im Führungsalltag. Wie mache ich das am besten? Auch dazu haben wir diverse Übungen gemacht, auch die Kamera war wieder dabei, um konkrete Anhaltspunkte zu finden, was es zu beachten und verbessern gibt.

Dabei haben wir das ACE-Modell kennengelernt: Anerkennung, Coaching und Evaluierung. Besonders Feedback und Anerkennung sind ein wichtiger Teil, der bei positivem Feedback auch schöne Erfahrungen zulässt. Entwicklungsmöglichkeiten, die bei Verbesserungen durch Feedback aufgezeigt werden, stellen einen wichtigen Schritt dar, um zu wachsen und sich weiterzuentwickeln.

Coaching und Mentoring – wir haben in diesen drei Tagen beides bekommen. Lernen, Erfahrung und viel Dankbarkeit waren am Ende spürbar. Ich wünsche uns allen viel Erfolg und viele Erkenntnisse auf dem Weg, eine Führungskraft zu werden.