Erfolgreiche Karrieremessen – Was sind unsere Tipps für Bewerber?

Auf Karrieremessen möchten wir Dir als Bewerber die Möglichkeit geben, uns als Arbeitgeber kennenzulernen und mit uns ins Gespräch zu kommen.

Heute möchte Christin, die Ihr schon aus dem Blogbeitrag Das Talent Acquisition Team berichtet kennt, Dir ein paar Tipps geben was Du beim Besuch einer Jobmesse beachten solltest.

# Die Online-Seite der Jobmesse checken

Im ersten Schritt solltest Du festlegen, bei welchen Unternehmen Du nur vorbeischauen willst und bei welchen Du besser direkt einen Termin für ein Gespräch einplanst. Wird das IBM CIC vertreten sein? Dann solltest Du unbedingt vorbeischauen und unseren Stand besuchen! 😉 Dazu kannst Du die Online-Seiten der verschiedenen Jobmesse checken und Dich darüber informieren, ob wir als Arbeitgeber auf der Messe vertreten sein werden. Aber auch auf unserer Karriereseite findest Du regelmäßig Updates dazu wo Du mit uns ins Gespräch kommen kannst. Um Dir auf jeden Fall genug Zeit für Dich zu sichern, solltest Du vorab einen Termin mit uns vereinbaren. Wenn Du es dieses Mal vergessen haben solltest – kein Problem! Sprich uns einfach an und wir finden Zeit für Dich.

# Fragen! Führe aktiv Gespräche

Neben der Tatsache, dass Du bei uns richtig coole Werbegeschenke absahnen kannst (wir haben nicht nur Kulis 😉), kommst Du mit Mitarbeitern ins Gespräch und kannst Sie mit Fragen löchern. Es geht ja vor allem um Dich und Deine potentielle Karriere beim IBM CIC. Nur so kannst Du an echte Insights kommen und für Dich feststellen, dass das IBM CIC genau der richtige Arbeitgeber für Dich ist. Dazu ist es wichtig, dass Du dir im Vorfeld Gedanken darüber machst welche Punkte für Dich besonders interessant und wichtig sind. Schau Dir dazu gerne unsere Karriereseite und die offenen Stellenausschreibungen an.

# Bleib in Kontakt!

Nach einem erfolgreichen und interessanten Gespräch solltest Du unbedingt unser Kontaktformular ausfüllen oder Dir unsere Kontaktdaten geben lassen. So können wir uns schnellstmöglich bei Dir melden – unsere Brieftauben treffen innerhalb von wenigen Tagen bei Dir ein 😉. Im weiteren Prozess können wir uns dann über konkrete Einstellungsmöglichkeiten passend zu Deinem Profil unterhalten.

# Cool bleiben!

Mach Dir nicht zu viele Gedanken und sei entspannt. Wir wollen Dich für uns gewinnen und haben Interesse an einem spannenden Austausch. Es geht darum, dass Du uns in einem lockeren Umfeld kennenlernen kannst und mit vielen positiven Eindrücken nach Hause gehst.

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Karriere + Kind? Na klar!

Hallo Stefanie, vielen Dank, dass wir dich interviewen und etwas über deinen Arbeitsalltag erfahren dürfen. Könntest du dich unseren Lesern kurz vorstellen?  

Hi, ich bin Steffi, 33 Jahre alt, habe 2 Kinder und bin seit 2016 als Software-Entwicklerin hier im Center.

Ich habe mal Bioinformatik studiert und mein Studium 2013 abgeschlossen. Danach führte mich ein kurzer Weg ins akademische Umfeld, von dem ich aber schnell feststellte, dass ich mich da nicht wohl fühle.

Mein Weg führte mich weiter nach Magdeburg, allerdings noch nicht gleich ins CIC, sondern erstmal zu Ferchau. Ich war als Software-Entwicklerin mit C++-Schwerpunkt im Bereich GUI-Entwicklung tätig. Kurz nach meiner ersten Elternzeit dann erfolgte der Wechsel zu IBM.

Wie sieht denn dein bisheriger Werdegang im Center aus, hast du einen klassischen Weg verfolgt?

Ich bin seit 2016 als Software-Entwicklerin hier im Center in Magdeburg. Ursprünglich als C++-Entwicklerin ins Projekt gekommen, hat sich im Laufe der Zeit der Schwerpunkt auf Java verlagert, worüber ich allerdings nicht unbedingt traurig bin. 😉

Ich bin gleich zu Beginn meiner Zeit hier in einem agiles Entwicklungsteam gelandet und habe im Center die agile Softwareentwicklung kennen und lieben gelernt.

Nun bist du ja seit einigen Monaten eine CIC Mutti, d.h. hast während deiner Arbeit bei uns ein Kind bekommen und bist frisch aus deiner Elternzeit zurück. Wir würden gern wissen, wie du nun das Arbeiten empfindest. Hat sich viel für dich verändert? 

Da das ja mein zweites Kind ist, wusste ich schon was auf mich zu kommt. 😉 Aber mit zwei Kindern ist es doch noch etwas anstrengender geworden. Zumal ich ja auch nicht aus Magdeburg komme und Pendlerin bin. Da wird die Zeit in der Woche, die man mit den Kindern hat, schon sehr knapp.

Nichtsdestotrotz habe ich mich sehr darauf gefreut, nach der Elternzeit wieder arbeiten zu gehen und daran hat sich auch nichts geändert. Ich arbeite wirklich sehr gerne hier.

In wie weit hat dich das Center beim Wiedereinstieg unterstützt?

Natürlich muss man sich nach der langen Abwesenheit erst einmal wieder ins Projekt einarbeiten und dabei haben mich meine Kollegen wirklich super unterstützt.

Ich bin direkt wieder voll eingestiegen, es gibt aber auch die Möglichkeit der Teilzeit.

Flexible Arbeitszeiten und auch die Möglichkeit auf Home Office sind gerade für mich als Pendlerin sehr wichtig. So schaffe ich es zum Beispiel einen Kinderarzttermin wahr zu nehmen und danach trotzdem noch meine Arbeit zu schaffen.

Hat sich etwas an deinem Karrierepfad geändert oder kannst du weiterhin deinen Weg verfolgen? 

Ich kann meinen Weg weiter verfolgen und habe alle Möglichkeiten mich weiterzuentwickeln. Die Tatsache, dass ich Kinder habe, spielt dabei meiner Erfahrung nach kein Rolle. So habe ich zum Beispiel direkt nach dem Wiedereinstieg hier die Chance bekommen und wahrgenommen Teamleiter zu werden.

Gibt es trotz allem etwas, was verbessert werden könnte?  

Bei vielen Arbeitgebern gibt es heute eine Zuzahlung zum Kita-Platz. Das ist eine Sache, die mir hier fehlt und ich mir wünschen würde.

Wie siehst du deine Zukunft im CIC? Hast du einen Plan für die nächsten Jahre?

Für mich auf dem Plan steht als nächstes die OCA -Zertifizierung, die ich vor der Elternzeit nicht mehr geschafft habe.

Außerdem will ich das Center als Trainer im Bereich Agile unterstützen und habe auch schon erste Schritte in diese Richtung gemacht. 

Vielen Dank, Steffi, dass du uns von deinem Alltag als Software-Entwicklerin und CIC Mutti berichtet hast. Wir freuen uns immer wieder über frischen Center-Nachwuchs und wünschen euch alles Gute und eine schöne Zeit. 

Das erste CIC GoKart-Rennen in Magdeburg

Die Kollegen haben gewählt. 😉 Im Januar dieses Jahres wurden wir gefragt welche Events wir gern im CIC umsetzen wollen und konnten für über 50 Ideen abstimmen. Unter den Top 3 befanden sich das Sommerfest, die Weihnachtsfeier und ein Event, das bisher noch nicht statt fand – ein GoKart-Rennen. Anfang April war es dann soweit. Florian und Benjamin berichten.

Nach Feierabend trafen sich alle Interessierten und Rennfahrbegeisterten am Rennring Magdeburg, um nach einer kurzen Einweisung durch das Personal und der Einteilung der Leute in die entsprechenden Gruppen den Sieger der Kartbahn zu ermitteln.

In zwei spannenden Rennen gab es für jeden eine Herausforderung. Im ersten Rennen, der Ladies/Gentlemen Runde war das klare Ziel der Spaß am Motorsport und so ließen sich viele der Teilnehmer hierfür begeistern. Schon nach kurzer Zeit haben sich hier einige Favoriten herausgestellt, welche schlussendlich auch das Rennen gewonnen haben – Jenny, Björn und Sebastian (1. bis 3. Platz).

Im zweiten Rennen ging es dann um die Pokale für die Erstplatzierten.  Hier wurde sich nichts geschenkt und auch die Zeiten der Beteiligten lagen dicht beieinander. Doch am Ende konnte es nur einen Sieger geben.

Die glücklichen Sieger Sebastian, Florian und Thomas (von 1. bis 3. Platz)

Der Muskelkater am nächsten Tag ließ die Kollegen auch noch nach dem Event an das Ereignis zurückdenken.
Wir bedanken uns für die Beteilung der Kollegen und hoffen auf eine mindestens jährliche Wiederholung. 😉

Job des Monats: Software-Testerin

In unserer Rubrik „Job des Monats“ stellen wir euch einmal im Monat CIC Mitarbeiter/ innen und ihre aktuelle Jobrolle vor. Auf unserer Stellenangebotsseite findet ihr passend dazu aktuelle Stellenangebote an unseren verschiedenen Standorten. Vielleicht ist ja auch euer Traumjob dabei?

Kannst du uns kurz etwas zu deiner Person sagen?

Mein Name ist Christiane und ich bin noch junge 30 Jahre. 😊 Nach meiner Ausbildung als Reiseverkehrskauffrau bin ich über einen kleinen Umweg in die IT-Branche gewechselt. Angefangen habe ich mit der Qualitätssicherung zur Einhaltung der Kundenprozesse, über die Konzeption bis hin zum Testen.

Seit nunmehr über 5 Jahren begebe ich mich schon auf die Suche nach Sachen, die im System nicht so laufen, wie ich es vermute oder es angefordert ist. Jeden Tag aufs Neue begeistert mich diese Arbeit und ich nehme kein Blatt vor den Mund, wenn mir Unstimmigkeiten auffallen. Als eine von (leider noch) viel zu wenigen Frauen in diesem Bereich, muss man sich durchzusetzen wissen.

Vor ca. 3 Jahren habe ich dann auch an der Zertifizierung als ISTQB® Certified Tester – Foundation Level teilgenommen und diese erfolgreich abgeschlossen.

Wie lange bist du bereits im Center und was hat dich bewogen, dich hier zu bewerben?

Ich habe mich im letzten Jahr dazu entschieden, einen beruflichen Tapetenwechsel vorzunehmen. Seit Anfang September 2018 bin ich nun im CIC tätig.

Für mich ist die berufliche Weiterentwicklung ein sehr wichtiger Punkt. Hierbei werde ich im großen IBM-Konzern unterstützt und dies hat mich zudem auch dazu bewogen, mich hier zu bewerben.

Ebenso hatte ich die Möglichkeit, zusammen mit einer (ehemaligen) Kollegin, ins CIC zu wechseln und hier auch mit ihr im selben Projekt zu arbeiten – dies machte mir die Entscheidung natürlich noch etwas einfacher. 😉

In welcher Rolle hast du hier im Center begonnen? Welche Jobrolle hast du derzeit inne?

Seit dem ersten Tag im CIC bin ich als Software-Testerin tätig.

Was muss man an Kenntnissen mitbringen, um diese Rolle ausführen zu können?

Ich würde sagen, dass man auf jeden Fall die Affinität zur IT mitbringen sollte. Ansonsten braucht man auf jeden Fall Durchsetzungsvermögen, Ausdauer und Belastbarkeit, gute Kommunikationsfähigkeit, analytisches Denken und ein schnelles Umdenken aufgrund von stetig neuer Software und deren Änderungen.

Je nach Projekt sind auch Kenntnisse in den verschiedenen Programmiersprachen immer von Vorteil.

Hattest du schon immer vor in dieser Rolle zu arbeiten?

Beim CIC hatte ich von Anfang an vor als Software-Testerin zu arbeiten.

Vorher hatte ich dies nicht auf dem Schirm und habe mich dann über gewisse andere Tätigkeiten immer weiter in die IT-Richtung bewegt.

Wie sah dein Weg in diese Rolle aus?

Wie schon geschrieben, habe ich eine Ausbildung als Reiseverkehrskauffrau gemacht. Im Anschluss habe ich ca. 3 Jahre lang normale Bürotätigkeiten ausgeführt. Bin dann für die Qualitätssicherung zur Einhaltung der Kundenprozesse zuständig gewesen und habe diese dann auch im Anschluss konzeptioniert. Mit der Konzeption habe ich dann auch angefangen die Erstellung und Durchführung der Softwaretests zu übernehmen. Als ich merkte, dass mir dies unheimlich Spaß macht, habe ich mich für den Weg als Software-Testerin entschieden.

2016 ergab sich dann die Möglichkeit dies auch zertifizieren zu lassen. Hiermit übernahm ich dann auch einige Testmanagement-Aufgaben in dem Projekt der vorherigen Firma.

Im CIC mache ich erstmal „nur“ den Software-Test. Aber auch dies stellt mich jeden Tag vor neue und spannende Herausforderungen.

Was gehört zu den täglichen Aufgaben und Verantwortungen, die diese Rolle mit sich bringt?

Es gehören die Konzeption, Erstellung und Durchführung von manuellen und automatischen Softwaretests zu meinen täglichen Aufgaben. Die Erstellung von Testfallspezifikationen mit Hilfe von Whitebox- und Blackbox-Testmethoden sowie die Dokumentation meiner Arbeitsergebnisse in Qualitätsmanagement-Tools zählen ebenso zu meinen Aufgaben, wie die Weiterentwicklung der bestehenden Tests und Testdokumentationen.

Meine Verantwortung ist, die Qualität der Software zu sichern und eine möglichst fehlerfreie Software für den Kunden nachzuweisen.

Welche Technologien unterstützen dich bei deiner täglichen Arbeit?

Bei der Durchführung meiner täglichen Arbeit unterstützen mich Tools wie RTC (Rational Team Concert) zur Dokumentation und Analyse der UserStories, RQM (Rational Quality Manager) zur Dokumentation und Durchführung der manuellen Tests und QF-Test zur Dokumentation und Ausführung der automatisierten Tests.

Welche Möglichkeiten gibt es hier im Center, die dir eine Weiterentwicklung in dieser Rolle ermöglicht? Hast du eventuell schon einige wahrgenommen?

Uns werden viele verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten angeboten. Jeder muss für sich entscheiden, welchen Weg er/sie gehen möchte. Ich persönlich möchte gern den Weg in Richtung Management gehen. Hierzu werden aber noch einige Meilensteine vor mir liegen.

Wenn du die Gelegenheit bekommen würdest, für einen Tag/eine Woche in eine andere Rolle zu schlüpfen: Welche wäre das und wieso?

Einen Tag wechseln ist sehr wenig. Ich denke, dass man da nicht sehr viel in einer anderen Rolle erfahren/erleben kann.

Wenn, dann würde ich gern eine Woche wechseln und in die Aufgaben eines Test- oder Projektmanagers reinschnuppern wollen.

Unser Familienosterbasteln ging in die nächste Runde

Draußen scheint die Sonne, im Supermarkt gibt es wieder bunte Eier zu kaufen und überall sieht man Osterhasen-Schokolade. Die perfekte Stimmung, um zum CIC-Osterbasteln einzuladen. Letzte Woche haben wir die erste Etage des Magdeburger Centers in ein Bastel- und Rätselparadis für Groß und Klein verwandelt.

Die kleineren Kinder konnten sich an unserem Fingermalfarben-Hühnchen probieren und sich und die Eltern mal so richtig einsauen. 😉

Bei den anderen Stationen war einiges an Bastelgeschick gefragt. Mit Schere, Schablone und Glitzerstiften entstanden süße Falthäschen für den Balkon oder auch als Geschenk für die Großeltern.

Außerdem haben wir uns an Watteschafen zum Aufhängen probiert, die die Königsdisziplin der Bastelstationen darstellte.

Als Eltern und Kinder ihre Ergebnisse trocknen ließen – Glitzer braucht eben seine Zeit 😀 – eröffneten wir die Schnipseljagd. An drei Stationen konnten sich die Kinder Stempel verdienen, die sie später beim Osterhasen für ein Geschenk einlösten. Sie mussten dafür ein Bilderpuzzle lösen, Tiergeräusche erraten und ein kleines Quiz beantworten. Hatten sie alle Stempel eingesammelt, bekamen die Kinder ein Passwort, das sie zu ihrem Ostergeschenk führte.

Ich denke allen Kindern und Eltern hat es Spaß gemacht, die durchaus auch mal kniffligen Rätsel zu lösen und ein kleines Ostergeschenk mit nach Hause zu nehmen. Vielen Dank an die Bastelhelfer und die Eltern, die sich an unserem Buffet beteiligt haben, damit uns an nichts fehlte. Ich hoffe wir halten diese Tradition noch lange aufrecht und sehen uns zum Weihnachtsbasteln Ende diesen Jahres wieder.


Cloud Native-Bootcamp


Vom 27. – 29. März 2019 fand das erste Bootcamp zum Thema Cloud Native bei uns in Magdeburg statt. Was der Inhalt dieses Bootcamps war und was Container, Orchestrierung und Microservices sind, erklärt uns heute Christian.

Im vollbesetzten Schulungsraum haben wir uns mit 20 Lernenden und 2 Trainern intensiv mit Entwicklungstechniken, Teamkultur und verschiedenen Cloud-Anbietern beschäftigt.

Was heißt eigentlich Cloud Native? Ich kann mir einen IBM Cloud Account besorgen, dort meine Applikation laufen lassen und fertig bin ich? Nein, denn: Cloud Native betrifft jeden Aspekt der Entwicklung, von Architektur/Design über Implementation, Deployment und Operation. Generell zeichnet sich Cloud Native durch 3 Kernpunkte aus:

  1. Containerisierung: Jeder Teil (Applikation, Prozesse, usw) läuft in einem eigenen Container. Dies erlaubt Reproduzierbarkeit, Transparenz und die Isolation von Resourcen
  2. Dynamische Orchestrierung: Container werden aktiv geplant und gemanaged, um Resourcenauslastung zu optimieren
  3. Microservices: Applikationen werden in Microservices aufgeteilt. Dies erhöht Agilität und Wartbarkeit drastisch.

Eine Microservice-Architektur erlaubt kleinen Teams mit wenigen Entwicklern, sich auf genau einen Business Need einer Gesamtapplikation zu konzentrieren. Hierbei sind sie unabhängig von anderen Teilen des Gesamtprojekts z.B in der Wahl der Programmiersprache oder der Datenbank, beides kann optimal zur Umsetzung des Services gewählt werden. Abhängigkeiten zu anderen Teilen der Applikation bestehen nur über definierte Schnittstellen, wodurch eine lose Kopplung entsteht. Jeder Microservice kann individuell gebaut, deployed, versioniert, released und gemanaged (scaling, load balancing, usw) werden.

Wie ein Microservice in einer Gesamtapplikation agiert, konnten wir dann am eigenen Leib erfahren: Im Microservice Game schlüpfte jeder Teilnehmer in die Rolle eines Microservices aus einem Online Shop. Zum „Start“ der Applikation meldet sich jeder Service bei einem Discovery Service an, damit die anderen Services dort seine IP (seinen Namen) herausfinden können. Zur Fehlertoleranz gibt es natürlich mehrere, die sich nach dem Systemstart synchronisieren müssen. Auf die Anfrage „User xxx möchte seinen Warenkorb auschecken“ folgte großes durcheinanderlaufen: „Hallo DiscoveryService, ich bin ein CheckoutService, wo finde ich den ShoppingCartService, PricingService und ShippingService?“. In diesem Spiel wurde klar, auf was ein Entwickler bei der Umsetzung eines Services achten muss: Kommuniziere ich synchron oder asynchron? Kann ich Multitasken? Wie reagiere ich, wenn ein Service nicht mehr antworten kann? Kann ich vorherige Anfrageergebnisse cachen?

Um den Entwicklungsprozess so schlank und fokussiert wie möglich zu halten, werden zwei Techniken eingesetzt: Xtreme Programming (XP) und Test-Driven Development (TDD). XP ist noch schlanker als das bekannte SCRUM: Iterationen des Produkts dauern nur eine Woche und werden kontinuierlich aus dem Backlog gepullt. Ein Team besteht hier am besten immer aus Paaren (außer dem PO), und Aufgaben werden grundsätzlich zu zweit bearbeitet. Die Entwickler schreiben Code immer zu zweit, sodass während der Entwicklung gleichzeitig ein Code-Review und steter Wissenstransfer stattfindet. TDD bedeutet: Für neuen Code wird zuerst ein Test geschrieben, und dann der minimale Code, der den Test erfüllt. Dies hat gleich mehrere Vorteile: Gut getesteter Code hat weniger Bugs (reduziert Folgekosten), es gibt Sicherheit bei weiteren Änderungen nichts kaputt zu machen und gut geschriebene Tests dienen auch als Dokumentation der Funktionsweise einer Klasse. Wichtig ist, dass Tests automatisiert nach jedem Build laufen. Hierfür sollte in jedem Fall eine Continuous Integration/Continuous Delivery (CI/CD) Pipeline existieren, die Code Changes erkennt, einen Build startet, testet und das Produkt deployed. Einen eindrucksvollen Einblick in eine gesamte Unternehmenskultur, die auf die Entwicklung von Microservices ausgelegt ist, bietet Spotify in diesem Video.

Wie angesprochen wird ein Microservice einer Cloud Native App in einem Container deployed. Der de-facto Standard hierfür ist Docker. Eine Containerengine erlaubt es, jedweden Inhalt in einen portierbaren, autarken Container zu kapseln, der über Standardoperationen konfiguiert und konsistent auf jeder Hardwareplattform laufen kann. Container Images sind sehr einfach zu handhaben (create, delete, start, stop) und da sie den OS Kernel (in separierten Prozessen) teilen, sind sie kleiner und „leichter“ als virtuelle Maschinen. Außerdem ist ein Container gleichzeitig eine unveränderliche Einheit und damit auch eine Version einer App oder eines Services.

Wenn nun eine Applikation aus mehreren Microservices besteht, die jeweils in einem Container verpackt sind, muss sich noch um die Orchestration der gesamten Applikation gekümmert werden. Container Orchestration meint die Verwaltung und Ausführung aller Aufgaben rund um den Lifecycle eines Containers, beginnend bei Deployment, Cluster Management, Scheduling, Service Discovery, Replication und Health Management. In der IBM Cloud wird dafür Kubernetes genutzt. Kubernetes ist 100% Open Source, bietet eine einheitliche API zum Deployen von WebApps, Batch Jobs und Datenbanken und bietet ein riesiges Ecosystem an Plugins für jeden Bedarf. Ein Kubernetes-Cluster besteht aus einem Master Node und mehreren Worker Nodes. Einzelne Container laufen auf den Worker Nodes in sog. Pods, während der Master Node den API Zugang zur Kontrolle des Clusters bietet. Zur Installation eines Kubernetes-Clusters wird Helm genutzt. Helm ist ein Package Manager für Kubernetes wie z.B. pip für Python oder Homebrew für Mac. Leider konnten wir hier auf Grund der kurzen Zeit nicht näher drauf eingehen.

Neben den vielen Hand-On Sessions haben wir viele Service-Angebote nicht nur der IBM Cloud, sondern auch von AWS und Azure erhalten. An dieser Stelle möchte ich nochmal den beiden Instruktoren Roman Strachowski und Grigorij Kaplan für das lohnende und lehrreiche Bootcamp danken.

Headerbild-Referenz: https://www.ibm.com/cloud-computing/learn-more/get-started-garage-method/

Wer oder was ist ein „Learning & Knowledge Lead“?

In großen Unternehmen nutzen irgendwann alle das gleiche Vokabular. „Hast du deinen HP schon gecheckt?“ „Wie sieht das QTD aus?“ Irgendwann kommunizieren alle nur noch über Abkürzungungen und haben ein gemeinsames Verständnis über ihren Inhalt. Aber gerade New Hires oder Bewerber kann das schon mal überfordern. Und deswegen ergründen wir heute die Abkürzung „L&K“.

Hallo Marco, würdest du dich unseren Lesern kurz vorstellen?

Hallo, gern. Ich kam 2015 als Praktikant im Rahmen meiner Umschulung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung ins Unternehmen und bin geblieben. 😉 Seit dem bin ich im gleichen Cloud Managed Services Team wie Sebastian und unterstütze als Systemadministrator und Service Manager. Nebenbei bedienen wir verschiedene Kunden und können immer mal wieder in eine andere Branche hineinschnuppern, wie aktuell bei einem Marketing-System eines Versandhandelunternehmens. Seit 2017 bin ich außerdem Career Coach.

Neben deiner Jobrolle hast du ja auch den Titel „Learning & Knowledge (kurz L&K) Lead“ inne. Wie bist du eigentlich dazu gekommen?

Als letztes Jahr die Practice Transformation unseres Centers eingeleitet wurde, wollte ich mich gern beteiligen und bin gegen Ende 2018 verantwortlich für den L&K-Bereich geworden.

Welche Aufgaben und Verantwortungen hat so ein „L&K Lead“ und was umfasst der Bereich „Learning & Knowledge“ insgesamt?

Den größten Teil nehmen eigentlich Abstimmungen mit den Practice Leads, dem Center und Operations Lead und natürlich den Trainern ein. Wir einigen uns dabei auf Trainings für die Mitarbeiter, die intern und extern ausgeführt werden, z.B. auch für Zertifizierungen etc. Zu nennen wären da vielleicht ITIL, Scrum, ISTQB oder OCA. Dann muss natürlich eine Budgetplanung für das Quartal/Jahr stattfinden und eine Priorisierung festgelegt werden. In den Bereich „L&K“ fallen aber auch Themen wie Konferenzbesuche, die Karrierepfadausarbeitung und das Sicherstellen, dass die Schulungen auch angeboten werden, die die Mitarbeiter brauchen.

Insgesamt sind wir für den Skillaufbau des Centers zuständig.

Machst du das alles alleine?

Nein, zum Glück nicht. Ich bin sehr stolz darauf ein super L&K-Team zu haben!

Unser Team besteht aus Julia (Software Developerin), Jeanne (Talent Acquisition Specialist), Raluca (Learning Consultant for CIC Germany & CIC Austria) und mir. Abgesehen vom Budget arbeiten wir zusammen an allen Themen.

Welche Kenntnisse muss man mitbringen, um die Rolle des „L&K Lead“ ausführen zu können?

Man sollte schon ein gewisses Händchen für Zahlen haben und ein wenig Menschenkenntnis. Hierbei geht es um „Employee first.“

Gibt es dabei besondere Herausforderungen, die du meistern musst?

Es ist schon herausfordernd so ein Thema neben dem Projekt zu stemmen, das erfordert viel Zeitmanagement. Natürlich möchte ich alle glücklich machen, soweit es geht. Ich versuche alles so gut wie möglich unter einen Hut zu kriegen.

Kannst du etwas aus der Erfahrung als „L&K Lead“ mitnehmen und in deinem Projektalltag anwenden?

Ja, natürlich das Zeitmanagement und das Pflichtbewusstsein. Außerdem hilft das Prozessmanagement und die richtige Priorisierung.

Und abschließend, was gefällt dir besonders gut an deiner Rolle?

Am meisten gefällt es mir das Center voran zu bringen. Ich kann die Karrieren und den Skillaufbau der Kollegen fördern und freue mich immer wieder über gute Resonanz. Ich mag die Verantwortung allen gegenüber und challenge mich immer wieder neu.