Eine Expedition in die Praxis: Als Werkstudenten im CIC Magdeburg

Nachdem wir hier im Blog schon viele Aspekte der Arbeit im Center vorgestellt haben, möchten wir heute gern Peter und Roman zu „ihrer“ Möglichkeit zu Wort kommen lassen. Die beiden arbeiten aktuell als Werkstudenten im Center und zeigen, wie sie täglich Studium und Job vereinbaren.

Wir – Peter und Roman – sind Studenten der Fakultät für Informatik an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg und arbeiten seit Oktober vergangenen Jahres als Werkstudenten beim IBM Client Innovation Center in Magdeburg.

Im Folgenden möchten wir euch einen kleinen Einblick in unseren bisherigen Werdegang und dortigen Arbeitsalltag geben:

Angefangen hat alles mit einer Firmenpräsentation an unserer Fakultät, bei der sich mehrere ansässige Unternehmen aus dem Bereich Softwareentwicklung vorgestellt haben – darunter auch das CIC. Bei der anschließenden Möglichkeit sich persönlich kennenzulernen, stellte sich die Arbeit bei IBM als sehr interessant heraus und wir hatten die Gelegenheit Kontaktdaten auszutauschen. Wenige Tage später folgte das Bewerbungsgespräch und kurz darauf begann auch schon unsere Zeit im CIC mit einem zweitägigen Einführungsseminar.

In den ersten Tagen galt es eine Vielzahl an Accounts und Passwörtern einzurichten, Programme zu installieren und sich in erste Aufgaben einzuarbeiten. Tatsächlich hat es einige Wochen gedauert, um die grundlegenden Abläufe zu verinnerlichen und uns auf die bevorstehende Projektarbeit vorzubereiten. Mittlerweile sind diese in Mark und Bein übergegangen.

Auf Basis unserer im und neben dem Studium erworbenen Skills, bekamen wir das Angebot für ein Projekt im Bereich der Automobilbranche, das wir beide sehr ansprechend fanden und gern annahmen.

Die anfängliche Sorge, dass die für uns bevorstehenden Aufgaben zu komplex sein könnten, verflog bald. Denn uns wurde schnell bewusst, dass das Lernen einen wesentlichen Aspekt der Arbeit bei IBM ausmacht. Sei es sich selbst mit neuen Technologien auseinanderzusetzen, mit der Hilfe von Kollegen Sachverhalte zu verstehen oder an einem der zahlreichen Workshops teilzunehmen, bei denen Entwickler ihr Wissen mit den Kollegen teilen und erweitern können.

Darüber hinaus fördert IBM seine Mitarbeiter durch eine Vielzahl von Weiterbildungen und Workshops und ermöglicht auch das Erlangen von Zertifikaten. Unter anderem durften wir bereits einen einwöchigen Workshop zum Thema „Internet of Things“ besuchen, der sowohl spannend und unterhaltsam, als auch sehr informativ war. Außerdem bereiten wir uns gegenwärtig auf eine Zertifizierung zur hauseigenen Cloud-Plattform „IBM Bluemix“ vor, die wir über das Center kostenfrei absolvieren können.

Wichtig ist dabei jedoch, selbst die Initiative zu ergreifen und sich eigene Ziele für den Werdegang zu setzen. Um sich hinsichtlich dessen zu fokussieren, gibt es regelmäßige Checkpoint-Gespräche mit dem persönlichen „Career Coach“ –  einem erfahrenen Softwareentwickler und IBM Mitarbeiter.

Im Projekt selbst werden wir ständig dazu ermutigt, uns mit anspruchsvollen Aufgaben auseinanderzusetzen. Von Beginn an wurde uns ans Herz gelegt, bei Fragen an unsere Kollegen heranzutreten. Jeder Mitarbeiter, ob im Team oder als Teil des CICs, war und ist stets dazu bereit, uns bei Problemen weiterzuhelfen und gezielt an einer Lösung zu arbeiten. Sei es im Zuge eines Tasks oder bei der Lösung von administrativen Problemen. Doch bietet das Büro auch Gelegenheit zum Abschalten. Abseits der Projektarbeit stehen eine Tischtennisplatte sowie ein Kicker zur Verfügung. Und neben dem Büroalltag treffen sich die Mitarbeiter bei der jährlichen Weihnachtsfeier, dem Firmenstaffellauf, zum kreativen Ostereier bemalen oder bei einer der anderen zahlreichen Events. Auch das gemeinsame Abendessen mit den Kollegen aus unserem Projekt beim örtlichen Tschechen ist uns in guter Erinnerung geblieben. Und so durfte bei der kürzlichen Verabschiedung eines Mitarbeiters ein kleines Präsent und ein letzter gemeinsamer Umtrunk natürlich auch nicht fehlen. Außerdem ist das gemeinsame wöchentliche Montagsfrühstück, der „Mett Monday“ mit frischen Brötchen und frischem Mett immer ein Highlight.

Berufsorientierung Collage

 In Teilzeit als Werkstudent zu arbeiten ist zuweilen dennoch eine Herausforderung. Es gestaltet sich als etwas schwierig neben dem Studienalltag alle Termine wahrnehmen zu können. Gelegentlich kollidiert ein Meeting mit der Mathevorlesung, oder es steht gerade dann eine Übung an, wenn man in eine Projektaufgabe vertieft ist. Dann fällt es schon einmal schwer den Laptop zuzuklappen und sich Richtung Hörsaal zu begeben. Da ist es von Vorteil, dass das CIC so nah am Campus liegt. Eine große Unterstützung stellt hier die Flexibilität dar, die IBM uns bietet. Wir können uns unsere Arbeitszeiten sehr frei einteilen, oder bei Bedarf auch einmal von Zuhause aus arbeiten. Dabei spielt Transparenz im Team eine zentrale Rolle, sodass durch strukturierte Absprachen Ziele gemeinsam erreicht werden können. Zwar sind wir als Studenten nur für 20 Stunden in der Woche angestellt, trotzdem fühlen wir uns als vollwertige Mitglieder unseres Teams, denn wir beteiligen uns aktiv an der Arbeit im Projekt und sind an allen wesentlichen Meetings beteiligt.

 Insgesamt empfinden wir die Arbeit bei IBM als eine große Bereicherung. Sie bietet neben dem Verdienst, vor allem einen Einblick in das Berufsleben, bei dem wir die eigenen Fähigkeiten verbessern, uns neue Skills aneignen und eine Vielzahl neuer Technologien kennenlernen können. Vorallem ist es aber die Arbeit im Team, die wir besonders schätzen. In den wenigen Monaten bei IBM hatten wir bereits den Eindruck mehr praktische Erfahrungen sammeln zu können, als in einem Großteil des Studiums. Wir freuen uns auf die zukünftigen Herausforderungen.

 

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The Center Trainers – Part 3: Björn

Wir haben für euch eine weitere Interviewrunde gestartet und unsere neuen Center-Trainer befragt, wie es ihnen auf ihrem Weg zum Trainer erging und wie sie ihre Rolle mit dem Projektalltag vereinen. Im dritten Teil unserer Serie „The Center Trainers“ erfahrt ihr heute mehr über Björn.

bjoern-strobach

Warum wolltest du Trainer im CIC werden?
Ich wollte einerseits etwas Neues ausprobieren und meine „Komfort-Zone“ verlassen, andererseits wollte ich etwas komplett abseits des alltäglichen Projektgeschäfts machen. Mit diesem Gedanken bin ich an meine Führungskraft herangetreten. Das Ergebnis war dann die Anmeldung zum Kurs „Learner Centered Training“.

Seit wann bist du Trainer & welche Kurse gibst du? Den initialen Trainer-Kurs habe ich im Mai 2016 besucht. Seitdem habe ich bisher Frontend- und git-Kurse unterrichtet.

Wie hast du dich auf deine Rolle als Trainer vorbereitet?
Wie bereits gesagt, habe ich einen „Learner-Centered-Training“ Kurs belegt. Dieser Kurs hat mich sehr gut auf das Trainer-Dasein vorbereitet. Hier im Blog gibt es sogar einen Beitrag über diese Schulung. Technisch brauchte ich mich nicht allzu viel vorbereiten, da ich als Entwickler mit den Technologien täglich arbeite.

Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten Eigenschaften und Fähigkeiten, die man als Trainer mitbringen sollte?
Als Trainer sollte man sich schnell auf die unterschiedlichsten Persönlichkeiten einstellen können, das heißt auf Personen die alle unterschiedlich „ticken“. Außerdem muss man den Teilnehmern vermitteln können, dass man sie schätzt und respektiert. Sonst läuft man Gefahr, dass sie sich sehr schnell verschließen, wodurch wiederum das gesamte Miteinander erschwert wird.

Wovor hattest du die meisten Bedenken, bevor du deinen ersten Kurs gegeben hast?
Viele Bedenken hatte ich im Vorfeld eigentlich nicht. Die Meisten kamen dann tatsächlich kurz vor knapp. Da fiel mir in den Unterlagen dann doch noch der ein oder andere Fehler auf, beziehungsweise, dass an manchen Stellen Informationen fehlten. Vieles konnte ich aber dann interaktiv lösen.

Was war die größte Herausforderung, die du bislang in einem deiner Kurse bewältigen musstest?
Ich habe seit Jahren nicht mehr aktiv an einem Windows-Rechner gearbeitet und war auf einmal einem Kurs voller Windows-Nutzer ausgesetzt. Ich konnte nur bedingt Hilfestellung geben und war entsprechend nicht gut vorbereitet.

Was war die witzigste Anekdote?
„So wie es scheint, muss ich mir fürs nächste Mal eine Windows VM einrichten.“

Was gefällt die besonders gut an deiner Rolle als CIC Trainer?
Mir gefällt der Gedanke sich ständig weiterzubilden, Wissen zu verbreiten, anderen Kollegen zu helfen und sie zu coachen.

Wie vereinst du deine Trainertätigkeit mit der täglichen Projektarbeit?
Bisher wurde ich für die Trainingstage an sich vom Projekt immer freigestellt. Die Kursausarbeitung selbst habe ich flexibel gestaltet.

Wie stellst du dir deine zukünftige Entwicklung als Center Trainer vor und gibt es andere Kursformate, die dich interessieren oder die du bereits geplant hast?
Neue Kurse sind noch nicht geplant, aber ich spiele mit dem Gedanken in Richtung „Mobile“ etwas anzubieten. Zum Beispiel könnte ich mir vorstellen zu diesem Thema einen Workshop anzubieten. Dabei stellt sich aber die Frage, ob das dann noch mit der Projektarbeit vereinbar ist.

Welche Tipps würdest du jemanden geben, der selber als Trainer im CIC Kurse geben möchte?
Wer vor hat Trainer zu werden, sollte sich bewusst sein, dass er oder sie sich fortlaufend weiterbilden muss – fachlich und methodisch. Ebenfalls ist es wichtig, sich regelmäßig Feedback von den Teilnehmern einzuholen. Dazu kann auch gehören, einen erfahrenen Kollegen zu bitten, sich von ihm beurteilen zulassen. So kann man sich Feedback über die präsentierten Lerninhalte, den Umgang mit Teilnehmern oder wie man in schwierigen Situationen reagiert hat, geben lassen.

Job des Monats: Softwareentwickler und Praktikantenbetreuer

In unserer Rubrik ‚Job des Monats‘ stellen wir euch einmal im Monat CIC Mitarbeiter und ihre aktuelle Jobrolle vor. Auf unserer Homepage findet ihr passend dazu aktuelle Stellenangebote an unseren verschiedenen Standorten. – Vielleicht ist ja auch euer Traumjob dabei?

Heute möchten wir euch in unserer Reihe „Job des Monats“ Thomas vorstellen. Neben seiner Arbeit als Java Developer hat er im Center eine zusätzliche Rolle als Betreuer und Ansprechperson für unsere Praktikanten inne.

Thomas Tech

Hallo Thomas, kannst du uns kurz etwas zu deiner Person sagen? 
Ich habe 2003 mit meiner Ausbildung zum Fachinformatiker und 2007 mit meinem Informatik-Studium angefangen. Eins von beidem habe ich sogar erfolgreich abgeschlossen. 😉 Ich konnte schon bei sehr unterschiedlichen Firmen  arbeiten, von einer kleinen 15-Mann-Firma bis hin zum großen internationalen Konzern, und die doch sehr unterschiedlichen Arbeitswelten kennen lernen.

Wie lange bist du bereits im Center und was hat dich bewogen, dich hier zu bewerben?
Seit Oktober 2013 bin ich im Center, damals war vorallem die Neugier, was IBM in Magdeburg aufbauen möchte, der Grund für meine Bewerbung.

In welcher Rolle hast du hier im Center begonnen?
Java Software Developer.

 Welche Jobrolle hast du derzeit inne?
Zurzeit sind es zwei Rollen. Einerseits Java Software Developer in einem großen agil geführten Projekt und andererseits Betreuer für unsere Werkstudenten und Praktikanten.

Was muss man an Kenntnissen mitbringen, um diese Rolle ausführen zu können?
Ich gehe mal auf die Rolle als Betreuer ein. Neben dem Ausbilderschein, vor allem jede Menge Softskills. Um ein Praktikum erfolgreich zu gestalten, muss man viel mit dem Praktikanten oder Werkstudenten reden, um herauszufinden, was seine/ihre Ziele sind. Man sollte außerdem verstehen welche Anforderungen an ein Praktikum von Seiten der Firma, des Projekts und des Praktikanten gestellt werden.

Hattest du schon immer vor in dieser Rolle zu arbeiten?
Konkret in dieser Rolle? Nein. Was mir aber schon immer Spaß gemacht hat, ist mein Wissen weiter zu geben. Von daher gab es schon immer den Wunsch sich in diese Richtung weiter zu entwickeln. Ich dachte früher eher in Richtung Teamleitung bzw. technische Leitung, bin aber mit der Rolle voll und ganz zufrieden.

Wie sah dein Weg in diese Rolle aus?  
Da kam viel zusammen! Wir brauchen ja für die Betreuung jemanden mit einem Ausbilderschein (AEVO). In den Anfängen des Centers gab es schlicht niemanden, der solch ein Schein schon hatte. Es war aber klar, jemand muss ihn machen! Warum ich aus den vielen Kandidaten ausgewählt wurde, weiß ich nicht genau. Ich vermute, weil ich selbst eine Ausbildung absolviert habe. Also musste ich quasi die Rolle des Azubis ausüben…

Was gehört zu den täglichen Aufgaben und Verantwortungen, die diese Rolle mit sich bringt?
Tägliche Aufgaben gibt es keine. Die Aufgaben teile ich mir mit Human Resources und dem Projekt. Das Projekt versorgt den Praktikanten mit Aufgaben und betreut ihn auch fachlich. Bei HR laufen die typischen HR Themen auf (Arbeistvertrag, Urlaub usw.). Ich bin Vermittler und schaue, dass das Projekt den Praktikanten unterstützt und gebe auch gerne mal Tipps und Tricks im Umgang mit ihnen. Außerdem bin ich als Ansprechpartner für die Praktikanten da.

Welche Technologien unterstützen dich bei deiner täglichen Arbeit?/ Mit welchen Technologien hast du bisher gearbeitet?
Bezogen auf meine Rolle als Prakitkumsbetreuer: Notes und Excel

Welche Möglichkeiten gibt es hier im Center, die dir eine Weiterentwicklung in dieser Rolle ermöglicht? Hast du eventuell schon einige wahrgenommen?
Schulungen für Softskills helfen natürlich sehr. Am meisten hat mir der Vorbereitungskurs zur AEVO-Prüfung  gebracht. Dort wurden nicht nur die gesetzlichen Grundlagen erklärt, sondern auch Didaktik, Pädagogik, Zeitmanagment usw.
Eine Weiterentwicklung wäre in Richtung Career Coach möglich, dann würde ich neben den Werkstudenten und Praktikanten auch fest angestellte Kollegen managen.

Wenn du die Gelegenheit bekommen würdest, für einen Tag/eine Woche in eine andere Rolle zu schlüpfen: Welche wäre das und wieso?
Praktikant – die haben es gut… 😉

Aufgepasst, hier kommen die IT-Girls von morgen

Am Throwback Thursday möchten wir heute die Chance nutzen, von unseren Girls Day Mädels 2017 zu erzählen. Vielleicht bringt es ja die eine oder andere von euch auf den Geschmack und wir sehen uns am 26.April 2018. Wir freuen uns auf euch!

Im Rahmen der Initiative „Girls Day“ gab unser Center vier Schülerinnen der Klassenstufe 9 die Gelegenheit, die Welt der IT für sich zu entdecken. Der Aktionstag zielt primär darauf ab, Mädchen stärker für technisch-naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern und den Prozess der Berufsorientierung positiv zu begleiten.

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Mit einer Vorstellung unseres Centers, in welcher u.a. das MINTLOOK-Programm und die Option des Schülerpraktikums näher thematisiert wurden, ist der Aktionstag eröffnet worden. Sehr anschaulich berichtete unser Werkstudent Robby in motivierender Art und Weise über seinen Werdegang und seine Tätigkeit im Projekt.

5Im Anschluss durften die Schülerinnen ihr journalistisches Potential unter Beweis stellen, denn Interviewtermine mit sechs unserer Mitarbeiterinnen waren geplant. In Eigenarbeit entwickelten die Teilnehmerinnen Leitfragen – ganz im journalistischen Stil auch mit der ein oder anderen unbequemen Frage, z.B.: „Welche Aufgabe(n) erledigst du ungerne?“. Dass Programmieren Detektivarbeit ist, Bugs in der Softwareentwicklung ziemlich nervig sein können und Mathe nicht nur Feind, sondern auch Freund sein kann, erfuhren die Mädchen in diesem Gespräch mit unseren Mitarbeiterinnen.

Wie im echten Arbeitsleben starteten die Mädchen am Nachmittag mit der Entwicklung eines Papierprototypen für eine multifunktionale App. Dabei diente eine Problemstellung aus dem Schulalltag als Grundlage. Die App sollte neben dem Vetretungsplan u.a. auch einen Kalender mit der Funktion besitzen, Tests, Schulevents, Feiertage etc. einzutragen.

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In Zweierteams ging es dann an die Ausgestaltung der App. Dabei ließen die Teams ihrer Kreativität freien Lauf und erarbeiteten ein konzeptionell cleveres Produkt. Dieses stellten sie abschließend einem potentiellen Kunden vor. Auf Fragen zum Design oder der Bedienung reagierten sie ganz professionell – durchdacht, jedoch mit einer gewissen Spontanität, und stets kundenbezogen. Zusammengefasst: Ein Pitch wie die Profis.

Wer bist du und was machst du hier Teil 2

Nachdem ihr in letzter Zeit Einblicke in den Arbeitsalltag einiger Kollegen in ihren verschiedenen Jobrollen gewinnen konntet, haben wir uns heute kurzerhand Ulrike aus dem Center-Management für ein Interview auf unseren Blog geholt. Doch lest selber.

 

Hallo Ulrike, du warst als eine der Ersten im Center, bist Ansprechpartner für alle vertraglichen Fragen und eines der ersten Gesichter, welches man als Neueinsteiger hier sieht. Erzähl unseren Lesern doch mal, wie dein Arbeitsalltag in deiner Rolle im HR aussieht.

Ich werde jeden Tag mit vielen Fragen von unseren Mitarbeitern und Managern überhäuft und muss teilweise weitreichende Entscheidungen treffen. Ich vertrete einerseits das Unternehmen, bin aber genauso für jeden Mitarbeiter/Mitarbeiterin da. Bei allem was ich tue, was wir im Center tun, muss ich immer die gesetzlichen Regelungen „im Auge“ haben. Ich führe viele Telefonate und Abstimmungen mit meinen Kolleginnen und Kollegen bzw. mit Behörden und Ämtern.ulrike2

Was für eine Rolle nimmst du im CIC ein?

Ich bin HR Leader. Das heißt, ab Unterschrift eines Arbeitsvertrages bin ich für die Person HR- seitig zuständig.

Und mit welchen Aufgaben ist diese Rolle verbunden?

Als HR Leader bin ich für alle Aufgaben rund um das Personal innerhalb des Centers verantwortlich. Ich stehe unseren Mitarbeitern und Führungskräften als Ansprechpartner zur Verfügung. Als HR Leader muß man zwischenmenschliche Kompetenzen aufweisen und ein offenes Ohr für die Probleme der Mitarbeiter/innen haben. Ich muß gesetzliche Regeln im Center umsetzen und für deren Einhaltung sorgen. Da der Mensch als Mitarbeiter im Mittelpunkt eines Unternehmens steht, sind die Aufgaben sehr vielseitig und nicht immer nur angenehm, da z.B. sowohl Einstellungen als auch Kündigungen dazugehören. Zum Glück kommt Letzteres bei uns selten vor.

Mit welchen Menschen kommst du dabei in Kontakt?

Mit allen Mitarbeitern und Führungskräften unseres Centers, mit vielen HR Kollegen der Mainline und mit meinen europäischen HR Kollegen/innen. Ich habe auch mit Mitarbeitern von Ämtern, Behörden, Vereinen, Universitäten und Hochschulen oder Weiterbildungseinrichtungen zu tun.

Reist du viel?

Außer von zu Hause nach Magdeburg und wieder zurück, hält sich das Reisen in Grenzen. Das habe ich schon anders erlebt. Allerdings ist es erst mein zweites Unternehmen, bei dem ich 3 Tage die Woche nicht zu Hause bin.

Was ist das Erste was du früh morgens an einem ganz normalen Arbeitstag tust?

Wenn ich im Center bin – Laptop anmachen und eine Tasse Kaffee holen (so der schon fertig ist)

Wie lange bist du schon im CIC/bei der IBM?

Ich habe am 30.04.1992 bei einer IBM Tochtergesellschaft angefangen (als ich mich damals bewarb, wusste ich nicht, dass das Unternehmen zur IBM gehört) und seit dem einige IBM Gesellschaften als HR Leader betreut.

Wie kamst du zum CIC und warum hast du dich für das Center entschieden?

Ich bin Ende Januar 2013 gefragt worden, ob ich nicht Lust hätte, eine neue IBM Tochtergesellschaft in Magdeburg mitaufzubauen. Da man so ein Angebot nicht jeden Tag bekommt, konnte ich nicht „Nein“ sagen. Es war für mich eine neue Herausforderung.

Kurz darauf kam es zum ersten Treffen mit Frank Schwarz.

Was war die bisher größte Herausforderung für dich?

Als ich 1992 bei der IBM Tochtergesellschaft anfing, hatten wir 135 Mitarbeiter und waren nur in den 6 neuen Bundesländern vertreten. Ich bekam den Auftrag in den alten Bundesländern Lokationen zu eröffnen. Das bedeutete, dass ich kreuz und quer durch Deutschland reiste, gemeinsam mit dem Geschäftsführer Lokationen anmietete und Mitarbeiter einstellte. 1994 erfolgte ein Workloadtransfer von der IBM zu unserem Unternehmen. Innerhalb von 2,5 Monaten führte ich über 400 Interviews. Von einem Tag zum anderen verdoppelte sich die Anzahl der Mitarbeiter. 1999 hatten wir dann über 60 Lokationen mit insgesamt ca. 1700 Mitarbeiter.

Was ist dein Ausgleich zu deiner Arbeit? Was tust du „nach Feierabend“?

Wenn ich in Magdeburg bin, besteht der Feierabend meist in Essen gehen und ins Bett fallen. Dafür stehe ich dann morgens zeitig auf und gehe eine halbe Stunde schwimmen.

Ich lese sehr gern; komme aber kaum noch dazu. Zu Hause haben wir ein Reihenhaus mit Garten. Das ist im Sommer mein Ausgleich. Wenn es Wetter und Zeit erlauben, machen mein Mann und ich gern Radtouren.

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Vielen Dank für das Interview! Gibt es noch etwas was du unseren Lesern noch sagen möchtest?

Erwartet nie, dass etwas von allein geschieht und sage niemals nie.

 

Work-Life-Balance durch groben Unfug?

Seit einigen Monaten geht bereits ein Raunen durch das CIC. Von Geheimgesellschaften ist die Rede, von Plänen und grobem Unfug. Weder Kosten noch Mühen scheuend ist es einem Mitglied unseres Blogteams gelungen, einen Informanten des innersten Rings, Deckname „Chris“ zu einem Interview zu überreden und euch so Einblick in das zweite, das geheime Leben im Center zu gewähren.

Ihr fragt euch, was das Center neben tollen Projekten und netten Kollegen noch zu bieten hat?

Natürlich tolle Events! Darum, dass diese Events stattfinden und vor allem, dass sie den Geschmack der Kollegen treffen, kümmern wir uns, „Die Freunde des groben Unfugs“.

Als Eventorganisationsgruppe des CIC wollen wir allen Mitarbeitern tolle Gelegenheiten bieten ihre Work-Life-Balance zu halten. Wann immer der Büroalltag droht das Privatleben zu verschlingen, treten wir auf die Leinwand und versorgen sie mit allerlei Events für die abendliche Freizeitplanung.

Dabei steht jeder einzelne Mitarbeiter im Vordergrund, seine oder ihre Ideen und Interessen sind unsere Planungsgrundlage. Vom Star Wars Filmeabend bis hin zum historischen Nachtwächterrundgang, alles ist möglich!

Ob Drachenboot-Rennen, Escape Game, Spiele-, Filme oder Kneipenabend. Wir möchten unseren Kollegen die Möglichkeit geben nicht nur einander auf Arbeit besser kennen zu lernen, sondern auch neue Bekanntschaften und Freundschaften zu schließen.

Auch ist für viele von uns CIClern Magdeburg eine neue Stadt, eine neue Chance. Das Alles will zunächst noch entdeckt werden, bevor man sie ins Herz schließen kann. Deshalb organisieren wir immer wieder Events, in denen alle „Neu-Magdeburger“ und auch einige alte Hasen ihre neue (oder alte) Heimat besser kennen lernen können, wie z.B. den historischen Nachtwächterrundgang.

Alles in Allem versuchen wir allen CIClern den Arbeitsalltag zu versüßen und ein bisschen Leben und bunte Knete in den Tag zu bringen.

Denn wie hieß es doch noch zuletzt aus der Führungsetage: „Bleibt verrückt!“ und wie sollte man das können, wenn nicht mit ein bisschen Unfug im Kopf? 😉

Learner Centered Training – Eine „Train the Trainer“ Schulung mit Enten, Gazellen und Löwen

Vor kurzem konntet ihr hier im Blog über Erfahrungen unseres Trainers Marcel lesen, die ihn bis nach Indien führten. Eindrücke, die auch unsere Kollegin Mandy motivierten selbst Trainer zu werden. Einige ihrer Impressionen aus der Trainerausbildung teilt sie heute mit uns.

by Mandy

Wer sich die Arbeit in einem IT Unternehmen als wenig abwechslungsreich vorstellt und denkt, bei uns wird den ganzen Tag nur programmiert, wird im CIC vom Gegenteil überzeugt. Denn neben dem täglichen Projektgeschäft und dessen Kern, der Softwareentwicklung, gibt es für CIC-Mitarbeitende vielseitige Möglichkeiten sich in anderen Rollen auszuprobieren. Wie zum Beispiel für mich und 16 weitere Kollegen, die an der Schulung „Learner Centered Training“ teilnahmen. Denn in diesem Kurs wird man dafür ausgebildet selber im Center Schulungen zu geben. Viele der Teilnehmer sollten im Rahmen unserer „Java-Masterclass“ als Trainer vor einer Gruppe neuer, wissbegieriger CIC‘ler stehen und mit ihnen die wichtigsten Kenntnisse über die Java Programmierung auffrischen und vertiefen. Darüber hinaus gibt es Mitarbeiter, die in Zukunft Soft-Skill Schulungen im Center leiten werden. Vor diesem Hintergrund starteten wir in die 1,5 tägige Schulung. Das Ziel bestand darin Fähigkeiten zu entwickeln, zu stärken und zu testen, die für den Erfolg als Trainer von entscheidender Bedeutung sind. Geleitet wurde der Kurs von unserem britischen IBM-Trainer Paul.

FullSizeRenderAls allererstes wurde diskutiert, was „Learner Centered“ (lernerzentriert) überhaupt bedeutet. Dieses Konzept, nach welchem die meisten IBM-Schulungen geleitet werden, steht im starken Kontrast zu dem altbekannten Frontalunterricht aus Schul- und Unizeiten. Im Vordergrund steht hierbei die Interaktion mit den Lernenden. Die Inhalte werden gemeinsam in Form von Partner-, Gruppen- und Projektarbeiten erarbeitet, wozu gleichzeitig die gemeinsame Erörterung, Planung und Diskussion gehört. Diesem Prinzip folgend war auch unsere Schulung, wie man Kurse lernerzentriert leitet, auf diese Art und Weise aufgebaut. In Form von verschiedenen Übungen haben wir mehr über das Konzept lernen können und gleichzeitig Anregungen und Ideen erhalten, wie man später selber als Trainer eigene Schulungen gestalten kann.

Der erste halbe Tag beinhaltete dementsprechend bereits viele interaktive Übungen. Im thematischen Fokus stand, wie Menschen lernen, welche Lern-Typen es gibt und wie man es schafft, die Aufmerksamkeit der Lernenden für sich zu gewinnen. Aber vor allem was Enten, Löwen und Gazellen in diesem Zusammenhang für Rollen einnehmen.

Zu unserer Überraschung spiegelt die Ente den Alltag eines Trainers hervorragend wider. Einerseits schwimmt IMG_7744eine Ente, für alle sichtbar, meist ganz ruhig auf der Wasseroberfläche. Andererseits, was niemand bemerkt, ist sie unter Wasser unheimlich stark am Strampeln. Fast genau wie ein guter Trainer. Nach außen Ruhe und Kompetenz ausstrahlen, obwohl im Hintergrund tausend Dinge ablaufen:

  • Die Zeit im Auge behalten
  • Die Nächste Übung gedanklich schon vorbereiten
  • Die Gruppe beobachten
  • Etc., etc., etc.

Um diese Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen zu können, ist die Vorbereitung einer der bedeutendsten Erfolgsfaktoren. Auf diese Weise sichert man sich selber ab, die entsprechende Thematik kompetent zu vermitteln und zu jeder Zeit souverän auftreten zu können. Was anhand von Pauls bildhaften Beispiel besonders deutlich wurde: Als Trainer möchte man in seinem eigenen Territorium zu jeder Zeit als Löwe auftreten und nicht zur gejagten Gazelle werden.

Auch anhand dieses Beispiels hat uns Paul einerseits einen Fakt über wichtige Trainereigenschaften vermittelt und andererseits eine sehr gute Methode gezeigt, wie man Inhalte nachhaltig in den Köpfen von Schulungsteilnehmern platziert – nämlich indem man mit Bildern und Geschichten arbeitet. Denn, wie wir am eigenen Beispiel lernen konnten, haben sich besonders die Prinzipien, die hinter Ente, Gazelle und Löwe stecken, bei vermutlich allen Teilnehmern besonders stark eingeprägt.

Die zweite Tageshälfte umfasste wie man Lernübungen im Sinne von Lernerzentriertheit aufbaut. Hierbei wurden uns weitere wichtige Werkzeuge an die Hand gegeben, die es erleichtern, eine sinnvolle und vor allem für die Lernenden nachvollziehbare Übung zu gestalten. Natürlich erfolgte dies nicht durch Frontalunterricht. Um die Werkzeuge kennenzulernen, durften wir selbst aktiv werden, uns in den Gruppenübungen ausprobieren und anschließend direkt üben, richtiges Feedback zu geben.

Abschließender Punkt auf der Agenda des ersten Tages war der Umgang mit herausfordernden Situationen. Ein besonderer Fokus lag dabei auf dem Umgang mit schwierigen Kursteilnehmern. Und auch hier wurde der Bezug zwischen Ente, Gazelle und Löwe wieder offensichtlich. Denn die richtige Vorbereitung kann meist schon ausreichen, Situationen, in denen man als Trainer zur gejagten Gazelle werden könnte, zu vermeiden. Dabei können einfache Mittel, wie die Sitzordnung und zu Beginn vereinbarte Verhaltensregeln schon hilfreich sein, aber auch das Wissen über weitere „Coping-Strategies“. Mit Paul als langjährigen Trainer konnten wir besonders zu diesem Punkt sehr von seinen Erfahrungen profitieren und viele Fragen los werden.

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Der zweite Tag bestand für uns angehende Trainer dann hauptsächlich darin, in kleinen Gruppen, eigene Trainings durchzuführen. Das bedeutete, dass wir Inhalte, die wir am vorangegangen Tag gelernt hatten innerhalb unserer Gruppe als Trainer unterrichten sollten. Dazu suchte sich jeder ein spezielles Thema aus, bereitete dies für den Rest der Gruppe vor und leitete anschließend eine eigene Mini-Schulung. Somit wurden viele der vermittelten Inhalte nochmals wiederholt und gleichzeitig konnte sich jeder als Trainer ausprobieren und eine lernerzentrierte Schulung leiten.

Durch die sehr gute Leitung des Kurses durch Paul haben wir innerhalb kurzer Zeit einen umfangreichen Überblick erhalten, wie man lernerzentrierte Schulungen geben kann. Außerdem haben wir sehr viele Anregungen mitnehmen können, welche verschiedenen Methoden man einsetzen kann, um den Teilnehmern interaktiv Inhalte zu vermitteln. Eine bessere Vorbereitung für die Rolle als Trainer hätte ich mir nicht wünschen können und aus meiner Perspektive habe ich keine Zweifel, dass alle Schulungsteilnehmer sehr erfolgreiche Enten – ähh Trainer werden!