Praxis hautnah: Als Praktikanten am Puls des CIC in Magdeburg

Es begann im Oktober vergangenen Jahres, alles war neu, aufregend und eine Prise Ungewissheit mischte mit. Bereits am ersten Tag, als „New Hires“, erwarteten uns eine Vielzahl an Herausforderungen, die es zu bewältigen galt.

Als Praktikanten aus verschiedenen Hochschulen und Fachrichtungen möchten wir uns – Philipp, Timo und Tuan –  im Folgenden kurz vorstellen und euch einen kleinen Einblick in unseren bisherigen Arbeitsalltag inklusive dessen Herausforderungen gewähren.

Das sind wir:

Philipp

Philipp

Universität/ Hochschule:

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Wie habe ich zum CIC gefunden?

Jedes Studium schließt bekanntlich mit einer Abschlussarbeit ab. Für meine Masterarbeit war ich zunächst an der Uni auf Betreuersuche und stellte dabei schnell fest, dass speziell beim Themengebiet meiner Thesis (Microservice-Architekturen) die Wissenschaft der Praxis hinterherzulaufen scheint. Auf der Suche nach innovativen Unternehmen in der Region, die diesem Anspruch gerecht werden können, wurde mir dann schnell klar, dass es das IBM CIC sein sollte.

 

Timo

Timo

Universität/ Hochschule:

Hochschule Harz, Wernigerode

Wie habe ich zum CIC gefunden?

Im Rahmen eines studentischen Projekts in Kooperation mit dem IBM Client Innovation Center hatte ich bereits die Möglichkeit erste Kontakte zu knüpfen und Einblicke in die Arbeitsabläufe des CIC‘s zu erhalten.

Dass mich das CIC schon damals überzeugt hat, spiegelt sich nun auch in meinem Praktikum mit anschließender Bachelorarbeit im Center wieder.“

 

Tuan

Tuan

Universität/ Hochschule:

Universität Leipzig

Wie habe ich zum CIC gefunden?

Mit dem Beginn des fünften Semesters bot sich den Studenten die Möglichkeit, abseits vom Studium, eigene (relevante) Praxiserfahrungen anzueigenen und erste Eindrücke über den Arbeitsalltag zu gewinnen. Mein Interessensschwerpunkt galt der Data Analytics, jedoch musste ich feststellen, dass das Angebot dafür in Leipzig begrenzt vorliegt. Ich entschloss mich deshalb außerhalb von Leipzig zu suchen und stieß am Ende auf das Praktikumsangebot vom CIC.“

 


Gleich zu Beginn, in einem zweitägigen Einführungsseminar, besser bekannt als das „OnBoarding“, galt es eine Fülle an Accounts, Passwörtern, Verifizierungen oder die Beantragung von bestimmten Rechten einzurichten. Darauf folgten unzählige Installationen von Programmen, die für die spätere Bewältigung unserer Projekttätigkeiten unabdingbar sind, sowie das Herantasten an erste Aufgaben. Erst nach einigen Wochen, die Installationsodyssee eingeschlossen, entwickelten wir langsam aber sicher ein Gefühl für die grundlegenden Abläufe und Strukturen, die wir mittlerweile im Schlaf beherrschen.

Nach dem OnBoarding führte uns die weitere Reise direkt in ein Projekt für einen großen, deutschen Medienkonzern. Trotz der stolzen Größe von über 50 Mitarbeitern des Teams, fühlten wir uns schnell heimisch und gut aufgehoben. Auch die Sorge an zu komplexen Aufgaben zu arbeiten und dadurch keine Erfolge für das Projekt verbuchen zu können, verschwand schnell. Denn zum Arbeiten hier gehört vor allem Lernen. Dazu gehört nicht nur sich mit Technologien vertraut zu machen, sondern auch lernen wie man in einem großen, agilen Projekt wirklich arbeitet. Dass die offene, dynamische Belegschaft uns dabei offen und hilfsbereit empfangen hat, machte uns den Einstieg in die Aufgaben und Themengebiete deutlich einfacher.
In einem agilen Projekt zu arbeiten heißt dabei für uns nicht stumpfes „durchprogrammieren“. Tägliche StandUps, Meetings und Teamabsprachen unterstreichen einen Großteil unseres Arbeitsalltages hier. Nach dem agilen Verfahren wie Scrum oder Kanban lernen wir dann auch Teamtreffen wie

  • Reviews – die Zusammenfassung der erreichten Aufgaben der vergangenen Wochen,
  • Retrospektiven – ein Rückblick, was gut und was schlecht lief und
  • Plannings – die Planung der Aufgaben für die kommenden Wochen, wertzuschätzen.

Da wir hier als Praktikanten volle 40 Stunden in der Woche tätig sind, kommt es uns mehr als nur entgegen, dass uns die Flexibilität geboten wird, unsere Arbeitszeiten frei wählen zu können – auch wenn das einmal bedeutet von Zuhause aus zu arbeiten. Die meisten Abläufe hier sind transparent und nachvollziehbar, sodass wir uns trotz unseres Studentenstatus als vollwertige Mitglieder des Projekts fühlen, an allen Meetings teilnehmen und sogar Kundengespräche führen.

Wen das noch nicht genügend auslastet, der kann sich in zahlreichen Trainingseinheiten, Online-Learnings oder Workshops im Center weiterbilden – und sollte das auch.
Wer die Stimme erhebt und Initiative ergreift, kann darüber hinaus auch interessante Zertifizierungen und Fortbildungen mitnehmen, die vom Center angeboten werden.

Damit man hier nicht den Überblick oder den Mut verliert, wird man regelmäßig vom persönlichen „Career Coach“, also von seiner Führungskraft, unterstützt und in Checkpoint-Gesprächen beraten.

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In Kontrast zum eher theorielastigen Studium bietet das CIC einen spannenden und ansprechenden Einblick in die Praxis und das Berufsleben. Hier kann man nicht nur seine Sinne für Projektarbeit, Fortbildung und neue Technologien schärfen, sondern hat auch die Möglichkeit in Kundennähe zu agieren und sich durch praktische Erfahrungen weiterzuentwickeln.

Alles in Allem bietet ein Praktikum beziehungsweise eine Werkstudententätigkeit beim CIC alles, was man als Student für den anstehenden Start in das Berufsleben innerhalb der IT-Branche benötigt. Man arbeitet mit hochmotivierten Experten in selbstorganisierten, agilen Projektteams zusammen und ist unter Einsatz modernster Technologien und Prozesse an der Entwicklung und Betreuung von Systemen namhafter Kunden beteiligt. Das ist schlichtweg ein Höchstmaß an Praxis!

 

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Job des Monats: IT-Architekt

In unserer Rubrik ‚Job des Monats‘ stellen wir euch einmal im Monat CIC Mitarbeiter/innen und ihre aktuelle Jobrolle vor. Auf unserer Homepage findet ihr passend dazu aktuelle Stellenangebote an unseren verschiedenen Standorten. – Vielleicht ist ja auch euer Traumjob dabei?

Heute konnten wir einen CICler der ersten Stunde, Max, überreden, euch in unserer Serie „Job des Monats“ einen Einblick in die IT-Architektur und seinen spannenden Weg vom Bacheloranden zum Lead Architekten zu geben.

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Hallo Max, vielen Dank, dass du dich zu diesem Interview bereit erklärt hast. Erzähl doch zunächst mal etwas über dich als Software-Architekt. Wie bist du ins Center gekommen und was machst du hier? Wie bist du überhaupt Architekt geworden?

Hallo. Ich bin Max, 26 Jahre alt und nun schon seit vier Jahren im Center. Die ersten Monate des Centers (ja, ich gehöre zu den ersten Kollegen) habe ich als Bachelor-Praktikant begleitet. Danach habe ich neben dem Masterstudium weiter hier gearbeitet, nur unterbrochen von einer halbjährigen Pause, um einmal woanders rein zu schnuppern. Seit Oktober 2015 bin ich Vollzeit im CIC.

Insgesamt habe ich in dieser Zeit in vier Projekten mitgearbeitet. In den ersten drei Projekten war ich primär in der Entwicklerrolle tätig.

So bin ich auch ins aktuelle Projekt gestartet, wo ich dann zunächst Lead-Entwickler wurde und dann Mitte letzten Jahres zunächst die Rollen des Anwendungsarchitekten übernommen habe. Seit Ende 2016 bin ich zusätzlich als Architekt für die ganze Fachdomäne verantwortlich.

Durch die Arbeitsweise in Scrum sind explizite übergeordnete Rollen im aktuellen Projekt weniger ausgeprägt, stattdessen bin ich als Mitglied der Architektengilde des Projekts auch Teil der Design Authority, also dem Gremium, welches Architekturentscheidungen für das ganze Projekt trifft. Das heißt, wir wählen zum Beispiel Technologien aus und geben Empfehlungen zu Aufbau und Form des Programm-Codes.

Was gehört zu den täglichen Aufgaben und Verantwortungen, die diese Rolle mit sich bringt?

Als Architekt entwirft man die Anwendungslandschaft auf verschiedenen Ebenen, d.h. von Modulen mit einzelnen Funktionalitäten über Anwendungskomponenten bis hin zur Kommunikation zwischen verschiedenen Anwendungen.

Ein wichtiger Teil der Arbeit ist dafür die Erfassung und Konsolidierung von Wissen über Anforderungen und Einschränkungen, unabhängige Entwicklungen (also Software, die an anderer Stelle weiterentwickelt wird), Umfeldparameter (z.B. Hardwareausstattung) und bestehende Systeme.

Schließlich stimmt sich der Architekt mit dem Entwicklungsteam ab, um Designentscheidungen zu diskutieren und Schwierigkeiten bei deren Umsetzung frühzeitig zu erkennen und  abzuwenden.

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Welche Technologien unterstützen dich bei deiner täglichen Arbeit? Mit welchen Technologien hast du bisher gearbeitet?

Das wichtigste Werkzeug des Architekten ist zweifelsohne das Whiteboard. Darauf werden Informationen gesammelt, Relationen visualisiert und Visionen entwickelt. Zur nachhaltigen Dokumentation sind dann Modellierungstools wie IBM Rational Software Architect oder Microsoft Visio hilfreich.

Des Weiteren ist Kommunikation ein wichtiger Bestandteil der Arbeit als Architekt. Architekten stehen häufig mit verschiedenen Stakeholdern, Entscheidern und Subject Matter Experts in Kontakt, hier unterstützen Telekonferenzsysteme bei der Arbeit.

Welche Möglichkeiten gibt es hier im Center, die dir eine Weiterentwicklung in dieser Rolle ermöglicht? Hast du eventuell schon einige wahrgenommen?

Die IBM bietet Schulungen und Zertifizierungen für Architekten nach internationalen Standards an. Ich habe im letzten Jahr an einer teilgenommen, die die Grundgedanken der Arbeitsweise eines Architekten und hilfreiche Tools dafür nahegebracht hat.

Wenn du die Gelegenheit bekommen würdest, für einen Tag/eine Woche in eine andere Rolle zu schlüpfen: Welche wäre das und wieso?

Das ist gar nicht so explizit notwendig, denn durch die Arbeit im Scrum-Team bekommt man Einblick in alle Rollen.

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Im IBM CIC kommen viele Kulturen zusammen, was uns immer wieder Freude bereitet. Nachdem wir euch bereits die Schlesischen, Ukrainischen, Indonesischen und zuletzt die Spanischen Traditionen vorgestellt haben, erzählt euch Azhagu heute von den Traditionen in seinem Heimatland. Viel Spass mit diesem Einblick in indische „Weihnachten“!

Eine interessante Mischung aus Weihnachten und Silvester – Das indische Fest Diwali

Trotz vieler Unterschiede feiern mehr als 1.4 Milliarden Menschen ein gemeinsames Fest, welches Diwali genannt wird.

Diwali ist ein Fest, an dem nicht nur ich, sondern auch jeder Südinder, der aus dem Bundesland Tamil Nadu kommt, bereits 4 Uhr morgens aufsteht um zuerst ein Ölbad zu nehmen. Erst danach bekommt man neue Kleidung von den Eltern und etwas Geld von den Großeltern geschenkt. Außerdem gehört für mich zum Diwali immer, wie ein junger Hund auf die hausgemachten, leckeren Süßigkeiten von meiner Mutter, Tante und Oma zu warten. Glaubt mir, bei diesem Essen läuft einem das Wasser im Mund zusammen!

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Nach einem kalorienreichen Frühstück bricht die Familie dann auf, um ein paar Knaller und ein bisschen Feuerwerk auf der Straße zu zünden. Dabei besteht ein kleiner Nachbarschafts-Wettbewerb, denn wir müssen zusehen, dass wir mehr Knaller als unsere Nachbarn zünden.

Ein paar Stunden später sind wir wieder zurück um unsere Verwandten zu besuchen oder auf der Couch um uns besondere TV Shows und Events anzuschauen. Abends gibt es erneut Feuerwerk. Es macht dann auch mehr Spaß das farbenfrohe Feuerwerk zu zünden, welches in den Himmel steigt und in viele wunderschöne bunte Farben zerspringt.

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Im Norden Indiens wird Diwali auf dieselbe Weise gefeiert, aber dort gibt es andere Gebete zu anderen Göttern.

Der Grund, warum Diwali gefeiert wird, haben mir meines Wissens nach meine Großeltern erzählt:

Vor einigen Tausend Jahren wurden ein Gott namens Rama, sein Bruder Laxman und seine Frau Sita für 14 Jahre weit entfernt von ihrem Königreich in einen Wald verbannt. Ein anderer Gott namens Ravan, aus einem anderen Land das Sri Lanka genannt wird, sah zufällig die Schönheit Sita’s und entführte sie in sein Reich.

Um die Geschichte wie Rama anschließend nach Sri Lanka reiste und versucht Sita von Ravan zu befreien, dreht sich das ganze Ramayanam – Das Ramayanam ist ein indisches Nationalepos und deutlich komplexer als das neurale Netzwerk eines menschlichen Gehirns :D.

Jedenfalls wird der Tag, an dem Rama Ravan tötete und mit Sita in sein Königreich Ayodhyha zurückkehrte, als Diwali gefeiert.

Türchen 10

Hinter Türchen 10 verbirgt sich heute ein Weihnachtsgedicht – in etwas ungewöhnlicher Form. Wir wünschen euch viel Spaß beim Entschlüsseln!

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Fertig gerätselt? Eine Auflösung findet ihr hier (zum Lesen bitte markieren):

 

ɹ ü ʇ  ɹ ǝ p  ɹ o ʌ  p u ı ʞ ʇ s ı ɹ ɥ ɔ  s ɐ p  ʇ ɥ ǝ ʇ s  u u ɐ p
ɹ ǝ ı ʌ  u u ɐ p   ı ǝ ɹ p  u u ɐ p
ı ǝ ʍ z  u u ɐ p   u ı ǝ  ʇ s ɹ ǝ
ʇ u u ǝ ɹ q  u ı ǝ l ʇ ɥ ɔ ı l  u ı ǝ   ʇ u ǝ ʌ p ɐ   ʇ u ǝ ʌ p ɐ
ʇ u u ǝ ɹ q  u ı ǝ l ʇ ɥ ɔ ı l  u ı ǝ   ʇ u ǝ ʌ p ɐ   ʇ u ǝ ʌ p ɐ

 

Türchen 9

Vor kurzem fand im Center das große Kinderbasteln statt, bei dem unsere Kollegen mit ihren Kindern die Gelegenheit hatten viele tolle Bastelideen auszutauschen.

Ein paar davon möchten wir euch hinter Türchen 9 vorstellen, vielleicht ist ja die ein oder andere Geschenkidee dabei?

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

Von Toastbrot und Java

Ein Job in der IT hält viele spannende und abwechslungsreiche Themen bereit. Was für viele von uns schon seit Jahren ein klarer Fakt ist, wollten wir auch an der Schule am Fermersleber Weg, einer Förderschule für Körperbehinderte, erlebbar machen.

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Initiiert von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, entwickelten wir in Absprache zusammen mit dem Diversity Team des CIC unser Programm. Gemeinsam mit einer 9. und 10. Klasse hatten wir dann die Möglichkeit, ein Stück weit in die Welt der Informatik einzutauchen und den Schülern und Schülerinnen eine neue Perspektive bei der Berufsorientierung zu bieten. Während einige bereits etwas Erfahrungen – etwa mit Programmierung – gesammelt hatten, wünschten sich andere erste Berührungspunkte mit dem Berufsfeld.

Wir überlegten im Vorfeld, wie wir IT auch jenen schmackhaft machen können, die noch keine Erfahrungen im Bereich der Informatik gesammelt haben oder gar keine konkrete Vorstellung davon haben welche Felder dieser Fachbereich eigentlich beinhaltet. So haben wir uns dazu entschlossen, es allen Beteiligten im wahrsten Sinne „schmackhaft“ zu machen.

Nachdem wir uns und das CIC vorgestellt hatten, enthüllten wir das leckere Thema des heutigen Tages: Algorithmen. Anfänglich konnte sich niemand viel unter diesem Wort vorstellen, doch das sollte sich schnell ändern. Nach einer kurzen Begriffsklärung unterhielten wir uns über Alltagsalgorithmen, die wir oft ohne darüber nachzudenken, jeden Tag aufs Neue, auf die immer gleiche Weise ausführen. Obwohl wir sie oft anwenden, beispielsweise beim Kaffeekochen, Zähneputzen oder Waschen, ist der Algorithmusbegriff für viele Menschen nur schwer greifbar. Deshalb hatten wir uns entschlossen, die Wichtigkeit, genauso wie die Schwierigkeiten dieses Konzeptes anschaulich zu machen.

Die Aufgabe der Teilnehmer sollte es sein, Marmeladenbrote zu schmieren, oder viel mehr uns zu erklären, wie wir sie ihnen schmieren sollen. Dazu organisierten wir im Vorfeld alles was dazu benötigt wird – Marmelade, Butter, und natürlich Toast. Wir übernahmen die Rolle der Computer, ausgestattet mit Messer und Toaster, während die Schüler und Schülerinnen Algorithmen entwickelten, die wir dann Schrittweise abarbeiten konnten.

Unsere Aufgabe bestand darin, die Sequenzen einmal mehr, einmal weniger genau zu interpretieren. Das heißt weder die allererste Tütensuppen-Anweisung sollte zum gewünschten Ergebnis führen, noch sollten die Jugendlichen eine IKEA-Aufbauanleitung verschriftlichen müssen, um ein perfektes Marmeladentoast zu erhalten. Denn der Spaß durfte schließlich auch nicht zu kurz kommen.

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Die Algorithmen wurden wörtlich umgesetzt – mit interessanten Ergebnissen.

Wie insgeheim erwartet, konnten wir anhand der ersten formulierten Algorithmen gut veranschaulichen, worauf es ankommt. Zu unserem Glück war beim “Bestreichen mit Butter”, weder vom Öffnen der Packung, noch einem Messer die Rede. Und so rieben wir die noch verschlossene Butter unter Schmunzeln und Gelächter plakativ über das Toast.

Einige Ungenauigkeiten in den Algorithmen der Beteiligten ließen somit Spielraum für Interpretation, so dass die eine oder andere lustige Toastkreation hergestellt wurde. Ein paar Toasts wurden mit ganzen Marmeladengläsern beschmiert, andere sollten im Toaster verweilen, bis sie durch wundersame Weise getoastet sein sollten, da der Schritt zum Anschalten des Geräts vergessen wurde. Jedoch waren die Anweisungen schnell so präzise, dass sich in kürzester Zeit Erfolge einstellten, was zum Teil auch dem wachsenden Mitdenkpotenzial der „Computer“ zu verdanken war. Nach einer halben Stunde formulierte die erste Gruppe einen detailierte Anweisung, die zum gewünschten Ergebnis führte.

Es war uns wichtig, zu illustrieren, wie ein Algorithmus funktioniert, dass es oft gar nicht so einfach ist ihn zu beschreiben und oft Geduld gefragt ist, bis man eine Lösung gefunden hat. Aber vor allem war es uns wichtig zu zeigen, dass es durchaus Spaß machen kann eigene Ideen zu entwickeln und Probleme zu lösen. Und nicht zuletzt, dass eine funktionierende Anweisung immer zum gewünschten Ergebnis führt. Nachdem also das erste “perfekte” Toast fertig war, konnte der finale Algorithmus einfach so oft wiederholt werden, bis alle etwas zu essen hatten.

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Am Ende führte der richtige Algorithmus auch zum gewünschten Ergebnis.

Nach dieser Stärkung stellten wir das erfolgreiche Projekt unserer MINTLOOK-Praktikantin Vanessa, die ohne Vorkenntnisse, innerhalb von drei Monaten ein funktionierendes Snake Spiel programmiert hatte, vor. Anschließend durften alle im Plenum erste eigene Programmiererfahrungen mit Java sammeln. Dabei konnte das neue Wissen direkt angewendet und gleichzeitig ein erster Einblick in die originalen Tools der Entwickler gegeben werden.

Letztendlich können wir sagen: die Jugendlichen hatten eine Menge Spaß, genauso wie wir. Die Schülerinnen und Schüler aber auch die Lehrer waren glücklich über die neuen Eindrücke und vielleicht sehen einige die IT-Welt nun mit neuen Augen. Uns allen hat es großen Spaß bereitet, unsere Faszination weiterzugeben und gerade die vielen interessierten Rückfragen haben uns besonders gefreut und uns gezeigt, dass die Jugendlichen die Thematik genauso spannend finden, wie wir. Wir freuen uns jetzt schon darauf weitere Erfahrungen, wie diese zu sammeln!