Mein täglicher Weg zum Center

Hallo,

ich bin Janet und werde euch einmal ein bisschen in meinen Alltag „entführen“. Seit etwas mehr als 18 Monaten bin ich nun im Center tätig und gehöre zu den Mitarbeitern mit etwas älteren Kindern, die nicht in Magdeburg wohnen und daher fast täglich pendeln.

Als ich vor fast zwei Jahren den Entschluss fasste, mich beim Center zu bewerben, hatte ich mir schon meine Gedanken gemacht. Als Mutter eines damals 10-Jährigen musste ich mir natürlich gut überlegen, wie ich alles unter einen Hut bekomme. Kind und Job und dazu täglich gut eine Stunde unterwegs auf dem Weg zum und zurück vom Center. Dazu kam die im Bewerbungsgespräch angekündigte Reisetätigkeit, um die man als künftiger Mitarbeiter des Centers nicht völlig herumkäme… Die wirklich nette Atmosphäre in diesem Gespräch und die interessanten Perspektiven haben mich jedoch darin bestärkt, diese Herausforderungen in Angriff zu nehmen.

Den überwiegenden Teil des Familienalltags meistere ich mit meinem Sohn allein. Unser Morgen beginnt spätestens um 6 Uhr. Klar, könnte ich auch später aufstehen, da es im Center möglich ist, die Arbeitszeit relativ flexibel zu gestalten. Aber der Schulbus fährt um 7 Uhr ab und da kann ich dann auch zeitig beginnen zu arbeiten. Ich sitze um 7 Uhr dann in der Regel schon im Zug. Pendeln mit dem Zug ist für mich einfach schneller und auch weniger stressig, als mit dem Auto zur Hauptverkehrszeit in die Landeshauptstadt zu fahren. Außerdem kann ich im Zug ein wenig vor mich hindösen oder die Zeit mit Lesen und anderen Dingen verbringen, für die zu Hause irgendwie immer zu wenig Zeit ist. So komme ich entspannt zur Arbeit und nach Hause, wo fast jeden Tag die nächste Überraschung auf mich wartet.

Der eine oder andere wird sich jetzt vielleicht fragen: Zug? Das ist doch völlig unflexibel und die Bahn hat doch andauernd Verspätung!Zug So ist es zum Glück nicht. Die Züge fahren tatsächlich überwiegend pünktlich und in kurzen Takten, was in Kombination mit den flexiblen Arbeitszeiten im Center und einem Kind wirklich Gold wert ist. So kann man schnell noch nach Hause düsen, wenn am vorigen Abend doch mal wieder eine Unterschrift oder etwas anderes für die Schule vergessen wurde und kann dies nachholen. Aber auch wenn ich tagsüber doch mal eher zu Hause sein muß, weil Sohnemann krank geworden ist oder nachmittags einen Chauffeur zum Fußballtraining oder Punktspiel braucht oder oder oder.

Vielleicht fragt Ihr Euch, was mit der Reisetätigkeit geworden ist, die ich anfangs erwähnt habe? Das hält sich bei mir in Grenzen. Bisher wurde in jedem Projekteinsatz Rücksicht darauf genommen, dass ich mit Kind nicht ganz so flexibel bin, wie andere Kollegen. Ab und an bin ich dann aber doch unterwegs. Da ich meinen Sohn in dieser Zeit von meiner Familie gut betreut weiß, genieße ich es durchaus, auch mal Kollegen aus dem Projekt persönlich kennenzulernen und natürlich auch fremde Orte zu erkunden.

Wie ihr vielleicht schon ahnt, habe ich es nicht bereut, den Job im Center angetreten zu haben. Job und Familie unter einen Hut zu bekommen ist hier gar nicht schwer. Und durch das tägliche Pendeln gewinne ich sogar noch etwas Zeit für mich.

Viele Grüße
Janet

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